Die Geschichte vom Tausendfüßler Fritz =)
Die Geschichte vom Tausendfüßler Fritz
„Verflixt“, sagt Tausendfüßler Fritz,
„jetzt hab ich mir ein Bein verknickst!“
O weh, oje und große Not,
der Fritz – er ist ganz fassungslos.
Er läuft, so gut er kann, nach Haus
und zieht die tausend Schuhe aus.
„Oh, Doktor, komm nur schnell herbei,
bring Pflaster, Salbe und Arznei!“
Schon kommt der Doktor angerannt,
mit seinem Koffer in der Hand.
„So, Fritz, nun sag, wo tut’s denn weh,
am Kopf, am Bauch, die große Zeh?“
„Nein“, jammert Fritz, „hier ist es, hier“,
und streckt dem Doktor seine vier –
nein tausend Füßlein gleich entgegen.
Der Doktor stutzt – und kratzt verlegen
Sich erst einmal an seinem Kopf:
„Oh, Fritz, du bist ein armer Tropf!
Sag, welcher Fuß kann es denn sein?“
Dem Fritz fällt es nun nicht mehr ein.
„Ich werd‘ sie einzeln untersuchen,
wenn’s weh tut musst du lauthals fluchen!
So finden wir den Übeltäter,
entweder früher oder später.“
Nun geht es los: Fuß eins, Fuß zwei,
Fritz ist ganz aufmerksam dabei.
Fuß drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht:
„Fritz, pass gut auf, tut’s weh, gib acht!“
Bei fünfzig gääähnt das Fritzchen kräftig,
der Doktor fühlt noch ganz bedächtig.
„Fuß achtundneunzig“, hört man’s müde,
und auch des Doktors Augen blicken trübe.
Bei hundertdreiunddreißig schließlich
schläft Fritz – und auch der Doktor friedlich.
Im Schlaf, und das ist wirklich tröstlich,
manch ein Problem ganz einfach löst sich…

























