Sorry hier ist eine andere Schrift und die konnte ich nachträglich nicht mehr ändern.... wenn jemand weiss wie das geht, bitte melden!
Das Haus der Winters war sehr still, und niemand antwortete, als Sophia die Haustüre aufschloss und laut „Hallo!“ rief.
Sie schaute auf die Uhr. Halb Fünf. Bald würde Sabrina hier sein, und dann war fertig mit Ruhe! So beschloss sie, die Zeit zu nutzen, Jackie anzurufen, um genaueres über deren neuen Job zu erfahren. Doch zuerst musste ihr hungriger Magen beruhigt werden. Im Kühlschrank war nichts ausser einem grossen Stück Käse zu finden! Seufzend schnitt sie sich ein Stück davon ab. In letzter Zeit kam es oft vor, dass ihre Mutter so ängstlich und bedrückt war, dass sie sich an manchen Tagen so gar nicht mehr aus dem Haus heraus traute, wenn sie wieder einen ihrer schlimmen Depressionsschübe hatte. Sophia machte sich grosse Sorgen, ob das denn überhaupt jemals wieder besser werden würde?
Das Telefon – wo steckte denn das Telefon schon wieder? fragte sie sich, als sie die Ladestation leer vorfand.
Sie seufzte schon wieder und starrte auf die leere Ladestation. Mussten es denn ihre Geschwister ständig an unauffindbaren Stellen liegen lassen? Aber sie selber war auch nicht besser. Sie hatte es sogar schon fertig gebracht, es in den Kühlschrank zu legen....

Sabrina – bestimmt lag es in deren Zimmer. In letzter Zeit telefonierte sie ja sehr oft mit ihrem Tobias. Sophia überlegte sich, wie diese Beziehung weitergehen würde. Wie lange würde es dauern, bis Tobias, ihrer jüngeren Schwester überdrüssig, sich einem anderen Mädchen zuwenden würde? Einem „normalen“ sechzehnjährigen Mädchen, mit dem man sich auch altersgemäss unterhalten konnte? Ihre Eltern machten sich schon lange Sorgen deswegen, und sie bedauerte es, ihnen in dieser Hinsicht keine Hilfe sein zu können. Bereitete sie ihnen doch selber immer noch ab und zu mit ihrer impulsiven und rebellischen Art viel Kopfzerbrechen! Natürlich war es besser geworden, schliesslich war sie achtzehn und schon fast erwachsen. Früher jedoch - welche Ängste mussten sie oft ausgestanden haben, zum Beispiel damals, als sie mit Zwölf einfach abgehauen und die Nacht zusammen mit ihrem heute besten Kumpel, in den sie damals unsterblich verliebt gewesen war, im Wald verbracht hatte? Natürlich war nichts passiert, ausser dass die beiden Arm in Arm stundenlang in den Sternenhimmel geschaut und geredet hatten. Ach, und der Gute-Nacht-Kuss, den er ihr mit seinen weichen Lippen auf die Wange gedrückt hatte! Noch heute konnte sie das brennende Gefühl auf ihrer Haut, spüren, welches dieser unschuldige Kuss in ihr ausgelöst hatte. Lächelnd stand sie da und schwelgte in ihren Erinnerungen.
Und jetzt Sabrina, das kleine Mädchen im Körper einer voll entwickelten jungen Frau. Warum konnte ihre Schwester nicht zum Beispiel ein Down Syndrom Kind sein, dann hätte man ihr wenigstens gleich auf den ersten Blick ihre Behinderung ansehen können und es wäre niemals zu Missverständnissen gekommen!
Sophia klopfte an Sabrinas Zimmertüre. Keine Antwort! Sie brachte ihr Ohr ganz nah an die Türe und hörte nun leises Flüstern und dann ein Kichern.
Bestimmt war irgendeine Schulfreundin bei ihr. Entschlossen drehte sie den Türknauf. Geschlossen!
„Sabi! Was macht ihr denn?“
Stille.
„Hei! Mach auf!“
Nichts.
Sophia klopfte laut mit beiden Händen gegen die Türe und rief Sabrina's Namen. Immer noch keine Reaktion.
„Komm, Sabs, ich weiss doch, dass ihr hier seid, mach keinen Quatsch!“
Gerade als sie langsam begann, sich ein wenig Sorgen zu machen, wurde der Türknauf langsam gedreht.
„Nein!“, hörte sie ihre Schwester quietschen. Die Türe öffnete sich wie von Geisterhand und Tobias stand mit hochrotem Kopf vor ihr.
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