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Thema: [Fotostory] Bis dass der Tod Euch scheidet

  1. #1
    Benutzerbild von Dani04
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    Post [Fotostory] Bis dass der Tod Euch scheidet

    © by Dani04. Alle Rechte vorbehalten. Diese Story ist mein geistiges Eigentum. Die auf einigen Bildern zu sehenden Accessoires (Schläuche etc.) sowie Charaktere, Orte (mit Ausnahme einiger Downtown-Grundstücke) und Handlungen, welche auf Bildern und in den Texten vorkommen, sind meine Eigenkreationen und dürfen nicht kopiert oder nachgemacht werden! Desweiteren sind keine Parodien, Videos oder andere Stories über diese Story oder deren Bestandteile gestattet. Alle Rechte, diese Geschichte fortzusetzen, in einem Video darzustellen etc. liegen bei mir.

    Ryan Jones ist ein begnadeter, junger Footballspieler, der davon träumt, am Superbowl teilzunehmen. Die großen Clubs der NFL klopfen bereits an die Tür, mit seiner Traumfrau Allie führt Ryan seit zwei Monaten eine glückliche Ehe - alles läuft bestens. Eines Nachts gerät jedoch sein Leben und auch das von Allie auf dramatische Weise aus den Fugen, als jemand ins Haus eindringt und den jungen Sportler brutal nieder sticht. Tag für Tag bangt Allie nun am Krankenbett um Ryans Leben, die Angst wird ihr ständiger Begleiter. Wird es für Ryan und Allie eine gemeinsame Zukunft geben? Schockiert muss Allie feststellen, dass es der Täter noch immer auf Ryan abgesehen hat. Wer ist für das feige Attentat verantwortlich?

    Dies ist meine allererste Fotostory, also seid bitte nicht zu streng zu mir.
    Ein Hinweis zur Größe der Bilder: Diese Story habe ich auch in einem anderen Forum gepostet, in welchem es eine Größenbegrenzung für die Bilder gibt, was ja auch nur fair gegenüber den Usern ist, die kein DSL haben. Da ich die Bilder nicht doppelt erstellen bzw. hochladen möchte, müsst Ihr Euch auch hier mit 400x300 Pixeln begnügen. Ich finde die Größe aber eigentlich auch total okay.

    Bis dass der Tod Euch scheidet

    [Cover1 Cover2]

    Inhalt
    1. Telefonterror * 1 | 2 (überarbeitete Version)
    2. Endlich Ruhe * 1 | 2 (überarbeitete Version)
    3. Ryan und Johnny * 1 (überarbeitete Version)
    4. Allie, wo bist du? * 1 (überarbeitete Version)
    5. Ryan, wo bist du? * 1 | 2 (überarbeitete Version)
    6. Am seidenen Faden * 1 | 2 (überarbeitete Version)
    7. Alles ist anders * 1 (überarbeitete Version)
    8. Angst und Sorge * 1 | 2 (wird überarbeitet)
    9. Schuldgefühle * 1 | 2 (wird überarbeitet)
    10. Telefonklingeln * 1 | 2 (wird überarbeitet)
    11. Die Hoffnung stirbt zuletzt * 1 | 2 (wird überarbeitet)
    12. Catherine * 1 | 2
    13. Nach dem Sturm * 1
    14. Stumme Schreie * 1 | 2
    15. Du fehlst * 1 | 2
    16. Bleib bei mir * 1 | 2
    17. Der Unfall * 1
    18. Unter Verdacht * 1 | 2
    19. Ruhe wider Willen * 1 | 2
    20. Fehler mit Folgen * 1 | 2
    21. Der Rivale
    22. Ein bißchen Spaß
    23. Zwölf Tage
    24. Zurück im Nirgendwo
    25. Bittere Tatsachen
    26. Tausend Fragen / Ben
    27. Schmerzen
    28. Hilf mir
    29. Auf dem Boden der Realität
    30. Trost von Freunden
    31. Tapetenwechsel
    32. Verzeihen und Vertrauen
    33. Ryans letzte Chance
    34. Alles wird gut
    35. Rätsel
    36. Auf der Suche nach dem Täter
    37. Begegnung im Supermarkt
    38. Ein herber Rückschlag
    39. Allein
    40. Im chrystal Club
    41. Böses Erwachen
    42. Allies schlechtes Gewissen
    43. Nervös am Sonntag
    44. Ryan unter dem Messer
    45. Nach der Operation
    46. Die richtige Entscheidung?
    47. Verdächtigungen
    48. Wissen und Hoffnung
    49. Im Angesicht des Feindes
    50. Infarkt
    51. Schutz und Hilfe
    52. Eine Nacht bei Ryan
    53. Frustriert und müde
    54. Gespräch mit Johnny
    55. Pandoras Box
    56. Machtlos
    57. Ryans Peinigerin
    58. Touchdown
    59. Wettlauf gegen die Zeit
    60. Muttersorgen
    61. Bens Geheimnis
    62. Abstecher in den Park
    63. Neue Erkenntnisse
    64. Vernehmungsfähig?
    65. Besorgt um Ryan
    66. Ryans Vernehmung
    67. Schicksal des Vaters, Schicksal des Sohnes
    68. Ryans geheime Kiste
    69. Tabletten
    70. Der Brief
    71. Beweisstücke und Verwandtschaft
    72. Am Ende
    73. Herzschlag
    74. Und die Welt steht still
    75. Die letzte Option
    76. Showdown
    77. Ein neuer Anfang





    KAPITEL 1 - Telefonterror

    „Nein! Hörst du, es ist vorbei!“ schrie Ryan ins Telefon. „Wer ist da?“ fragte ihn Allie. Ryan hielt die Hand auf den Hörer. „Catherine...“ antwortete er entnervt. „Deine Ex?! Schon wieder?!“ stöhnte Allie. Ryan verdrehte die Augen und wandte sich wieder der Frau am Telefon zu, die offenbar weiter auf ihn einredete. „Hör zu!! Hör auf, mich anzurufen! Und hör auf, mir Briefe und SMS zu schicken! Und keine E-Mails mehr! Lass mich bitte endlich in Ruhe!“



    Stille. Allie sah, dass Ryan mittlerweile vor Wut zitterte. Schweißperlen standen ihm auf der Stirn. Er ließ sich in einen Sessel fallen, stand aber sofort wieder auf und wanderte weiter unruhig umher. „Es ist Schluss! Ich bin verheiratet! Ich liebe Allie, kapier das endlich!“ Ryan knallte den Hörer aufs Telefon. „Ich kann bald nicht mehr...“ seufzte er. „Sie lässt mich einfach nicht in Ruhe.“ „Zeige sie an!“ meinte Allie. „Was ist das nur für eine Frau?! Wie konntest du nur mit ihr zusammen sein?“ „Als wir noch zusammen waren, war sie ganz normal. Eifersüchtig, ja...“ Er vergrub sein Gesicht in seine Hände.



    „Ich halte das nicht mehr aus. Neulich stand sie bei Jeffrey's an der Kasse und hat mich die ganze Zeit angeglotzt. Ich dachte schon, sie würde mir nach Hause folgen.“ „Schatz...“ Allie streichelte ihm zärtlich über die Wangen.



    „Zeige sie an.“ „Nein. Das würde es nur noch schlimmer machen.“ Er holte tief Luft. „Sie ist krank im Kopf,“ fügte er hinzu. Ein Gefühl von Hilflosigkeit kam in Allie auf, als sie in das verzweifelte Gesicht ihres Ehemannes sah. Er war doch sonst immer so stark! Als Profispieler bei den „Rhinos“, dem örtlichen Football-Club, setzte er sich ständig gegen einen Haufen kräftiger Mitspieler durch, und auch außerhalb des Spielfeldes war er stets selbstbewusst und nahm nie ein Blatt vor den Mund. Und nun ließ er sich von seiner Ex-Freundin fertig machen.



    Ryan hatte Allie nie viel von Catherine erzählt. Sie war eine von vielen Ex-Freundinnen und seiner Meinung nach auch nicht besonders erwähnenswert. Ryan war bei Frauen äußerst begehrt, und Allie wusste manchmal nicht, ob sie deswegen eifersüchtig sein sollte oder besonders stolz darauf, dass er nun sie geheiratet hatte und nicht eine der anderen. Wie sie herausfinden konnte, war Ryan mit Catherine zusammen gewesen, bevor er Allie kennengelernt hatte. Lange hatte die Beziehung damals nicht gedauert. Catherine hatte sich zu sehr an ihn geklammert und war extrem eifersüchtig, was auch ein Grund für die Trennung war - nach nur drei Wochen.

    Ryan hatte eine längere Zeit nichts mehr von ihr gehört, doch seit einigen Wochen, seitdem er mit Allie verheiratet war, rief Catherine regelmäßig an, schrieb Briefe, E-Mails und SMS an ihn und lauerte ihm unter anderem im Supermarkt und beim Training auf.



    Er war seitdem sehr gereizt und verschanzte sich, so gut es ging, zu Hause, was sehr untypisch für ihn war, wo er doch sonst immer regelmäßig die Clubs und Diskotheken unsicher machte.

    „Lass uns heute Abend auf die Piste gehen, dann kommst du auf andere Gedanken,“ schlug Allie vor, während sie Ryan ins Schlafzimmer folgte. Er schüttelte den Kopf. „Nein, mir geht es nicht so gut. Ich lege mich gleich in die Badewanne und rufe danach mal Johnny an, und frage, ob er vorbeikommt.“ „Bist du sicher, dass du hier bleiben willst?“ fragte Allie. „Was ist, wenn sie wieder anruft? Ich möchte nicht, dass du dich von ihr fertig machen lässt!“ „Ich schicke Johnny ans Telefon, wenn's klingelt,“ meinte Ryan, im Schrank nach frischen Sachen suchend.



    „Und wenn Johnny etwas anderes vor hat? Dann bist du hier ganz alleine!“ Allie sah ihren Mann besorgt an. „Mach dir keine Sorgen, Allie,“ beruhigte er sie. „So schlimm ist es doch auch nicht.“ Er warf sich ein Handtuch über die Schulter, drückte ihr einen Kuss auf den Mund und steuerte auf das Badezimmer zu.

    Geändert von Dani04 (10.04.2009 um 15:28 Uhr) Grund: Inhaltsverzeichnis überarbeitet

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  3. #2
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    Post 1 - Telefonterror (Fortsetzung) / 2 - Endlich Ruhe

    Allie hoffte, dass Johnny Zeit für Ryan haben würde. Er war sein bester Freund, sie kannten sich seit Schulzeiten. Auch Johnny kannte Catherine und hatte es, wie er immer betonte, nie so richtig verstanden, wie Ryan mit ihr zusammen sein konnte. Catherine sei eine eingebildete Schlampe, hatte er mal zu Allie gesagt, was sie sich bildlich vorstellen konnte, bei dem Terror, den diese Frau veranstaltete. Sie überlegte auch, ob sie Ryan zuliebe nicht lieber selbst zu Hause bleiben sollte, doch sie war mit ihren Freunden bereits seit Tagen verabredet. Sie hatte in der letzten Zeit ohnehin nicht mehr so viel mit ihnen unternommen, weil sie mit Ryan dauernd zu Hause geblieben war, und wollte, um die Freundschaft nicht zu gefährden, endlich mal wieder etwas mit ihnen unternehmen.

    Seufzend holte sich Allie ein paar coole Teile – bloß nicht zu aufdringlich - aus dem Kleiderschrank und folgte ihrem Mann ins Badezimmer. Während sie sich vor dem Spiegel zurechtmachte, fielen ihre Blicke immer wieder auf Ryan, der in der Badewanne lag und von dem nur noch der Kopf zu sehen war. Seine Augen waren geschlossen.



    „Ertrinke mir bloß nicht,“ sagte Allie. „Keine Angst, ich werde schon nicht einschlafen. Ich entspanne mich nur ein wenig,“ antwortete Ryan, richtete sich auf und schaute zu Allie. „Du bist wunderschön.“



    „Du auch, Süßer,“ entgegnete sie mit einem Blick auf seinen durchtrainierten Oberkörper. „Allerdings ist das hier nur das Spar-Paket. Wenn du mitkommen würdest, würde ich mich noch viel schöner zurechtmachen.“ „Nun sei nicht eingeschnappt. Das nächste Mal komme ich wieder mit, versprochen.“ Grinsend lehnte er sich wieder zurück.

    Von draußen ertönte ein Hupen. „Das sind Sarah und Mike,“ sagte Allie und gab Ryan einen Kuss. „Amüsiere dich gut,“ sagte Ryan. „Und mach dir keine Sorgen.“ „Ich bin so gegen zwei Uhr wieder hier,“ antwortete Allie. „Ich liebe dich.“ Sie schnappte sich ihre Handtasche und ging nach draußen. Ryan hörte, wie die Tür ins Schloss fiel.


    © by Dani04. Alle Rechte vorbehalten.

    Fortsetzung folgt...


    ---


    KAPITEL 2 - Endlich Ruhe

    Ryan schloss nochmal seine Augen und lehnte sich zurück. Es war so schön ruhig, das Telefon blieb still. Keine Catherine, kein Telefonterror. Ryan hasste sich selbst dafür, dass er jemals mit dieser Frau zusammen gewesen war. Noch nie zuvor hatte er so eine eifersüchtige Freundin gehabt. Bei jedem Telefonat, das er führte, stand Catherine lauschend daneben, wohl aus Angst, er würde sich mit einer anderen Frau verabreden. Und wenn sie nicht bei ihm übernachtete, rief sie teilweise mitten in der Nacht an und fragte, was er gerade machte, ob er allein sei. Wenn Ryan allein etwas mit seinen Freunden unternehmen wollte, war Catherine sofort beleidigt. „Sie war wie eine Klette,“ dachte er. „Sie ist immer noch wie eine Klette.“



    Allie dagegen war ganz anders. Für Ryan war sie die Traumfrau, noch nie hatte er jemanden so geliebt wie Allie. Sie war fürsorglich, ließ ihm seine Freiheiten, zeigte ihm jeden Tag, dass sie ihn aufrichtig liebte und ihm vertraute. Bei ihr hatte Ryan immer ein Gefühl der Geborgenheit, wie er es lange nicht mehr gespürt hatte. Allie musste wirklich der Himmel geschickt haben.

    Und es war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Ryan hatte sie im „Krypta“ kennengelernt. Es war wieder so ein Abend, an dem er vorher eine lange Diskussion mit Catherine geführt hatte, weil er ohne sie in die Downtown wollte. Ryan war auf die Tanzfläche gegangen, um sich mal richtig auszutoben. Und dann sah er sie, Allie.



    Wie schön sie sich zur Musik bewegte! Ryan erinnerte sich noch genau an den ersten Blickkontakt. Allie lächelte ihn so süß an, dass es um ihn geschehen war. Diese seidigen, langen blonden Haare, die glänzenden blauen Augen – noch nie hatte er eine Frau so hübsch gefunden, wie Allie.



    Sie wirkte so schüchtern, so unschuldig. Er erinnerte sich daran, wie verliebt sie ihn ansah, wie ein Teenager, der gerade seinen Lieblingsstar traf, und er hatte einen Moment lang überlegt, ob sie nicht auch nur eine seiner vielen Verehrerinnen war, die ihm täglich beim Training zusahen und Fotos machten. Doch Allie war anders, das spürte er. Er verbrachte die ganze restliche Nacht zusammen mit ihr, und, obwohl sie ihn mit ihren Blicken sicher am liebsten sofort ausgezogen hätte, wusste Ryan, dass da mehr war, als nur sexuelles Interesse. Die Nacht wurde richtig romantisch und so heiß, dass letztendlich Johnnys Auto doch noch für einen Quicky mit Allie herhalten musste.



    Es war nicht das erste Mal, dass Ryan ein Auto zweckentfremdete, und Johnny musste gedacht haben, dass Allie wieder nur einer von Ryans One Night Stands war, aber Ryan wusste auch, dass Johnny Catherine nicht mochte und ständig darauf hoffte, dass er sich eine neue Freundin suchen würde. Ryan erinnerte sich daran, dass er und Allie so beschäftigt miteinander waren, dass sie es nicht bemerkten, dass Johnny draußen vor dem Auto stand und die beiden mit seinem Handy fotografierte. Es war tatsächlich so, dass zumindest Ryan für sich behaupten konnte, in diesem Moment hauptsächlich Sex im Sinn gehabt zu haben, aber gleichzeitig schwirrten ihm noch so viele andere Gedanken im Kopf herum. Es war anders...



    Johnny jedenfalls lachte sich später halb tot, und Ryan kostete es trotz seiner körperlichen Überlegenheit viel Mühe, seinem Freund das Handy zu entreißen und die Bilder zu löschen, bevor dieser weiteren Unfug damit treiben konnte.

    Geändert von Dani04 (28.10.2008 um 17:20 Uhr) Grund: Überarbeitete Version / Überflüssigen Format-Tag entfernt

    ...ein Kampf ums Überleben und um Gerechtigkeit...
    Letztes Update: 10. April 2009 / 77. Kapitel (abgeschlossen)

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  5. #3
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    Post 2 - Endlich Ruhe (Fortsetzung) / 3 - Ryan und Johnny

    Ryan mochte es sich lieber nicht vorstellen, was Johnny mit diesen Bildern noch angestellt hätte. Sie waren zwar die besten Freunde, doch Johnny wusste vor lauter Albernheit manchmal selbst nicht mehr, was er tat. Vielleicht hätte er die Bilder überall herum gezeigt oder sogar im Internet veröffentlicht. Ryan war zwar alles andere als verklemmt oder prüde, aber das wäre ihm dann doch zu weit gegangen, zumal natürlich auch Allie auf den Bildern zu sehen war.



    Allie hatte Johnnys Aktion aber zum Glück mit Humor genommen und Ryan zurück ins Auto gebeten, woraufhin Johnny wieder fröhlich vor sich hin gröhlend in den Club zurück gegangen war. Ryan musste bei diesem Gedanken lachen und verschluckte sich dabei fast am Badeschaum. Da fiel ihm wieder ein, dass er seinen Kumpel ja noch anrufen wollte.


    © by Dani04. Alle Rechte vorbehalten.

    Fortsetzung folgt...



    ---


    KAPITEL 3 - Ryan und Johnny

    Zu Ryans Glück sagte Johnny sofort zu. Er sagte Ryan, dass er ihn sowieso noch angerufen hätte, da er mit ihm mal wieder einen DVD-Abend veranstalten wollte. Eifrig, wie er war, war Johnny sogar schon in der Videothek gewesen und hatte ein paar DVDs ausgeliehen. „Wahrscheinlich bringt er wieder so 'nen Monster- und SciFi-Kram mit,“ dachte Ryan und seufzte. Aber er fand es immer noch besser, Monsterfilme zu schauen, als den Abend allein verbringen zu müssen. Oder in der Downtown womöglich Catherine zu begegnen. Eigentlich wäre er gern mit Allie zum Tanzen gegangen, normalerweise feierte er sehr gerne, aber ihm war in letzter Zeit zu oft Catherine über den Weg gelaufen. Ständig wollte sie ihm an die Wäsche und tat so, als sei nie etwas gewesen, obwohl sie genau wusste, dass er mit Allie verheiratet war. Ryan wusste mittlerweile kaum noch, wie er es Catherine begreiflich machen sollte, dass er keinerlei Interesse mehr an ihr hatte. Sie würde es wohl nie verstehen, dass er Allie liebte und nicht sie. War damals überhaupt jemals Liebe mit im Spiel gewesen?



    „Wo ist Allie?“ fragte Johnny, als Ryan ihn ins Haus ließ, und stellte seinen prall gefüllten Rucksack auf den Boden. „Auf der Piste,“ antwortete Ryan. „Allein?“ Johnny guckte irritiert. „Mit Sarah und Mike,“ antwortete Ryan. „Zeig mal her, was du in deinem Rucksack hast.“ Sein Kumpel grinste. „Ein paar echt coole Streifen! Ich habe da so ein paar urige japanische SciFi-Filme mitgebracht und...“ Ryan zog die Augenbrauen hoch. Japanische Science Fiction-Filme, er hatte es doch schon befürchtet. Wieso brachte Johnny denn nicht einmal etwas Vernünftiges mit? „Und was noch?“ fragte er seufzend. Johnny hielt ihm den geöffneten Rucksack unter die Nase und strahlte. „Was zu trinken, was sonst, Alter!“ lachte er, nahm eine der DVDs heraus und marschierte ins Wohnzimmer. „Ich glaube auch kaum, dass ich die Dinger ohne Alkohol überlebe!“ rief Ryan ihm hinterher.



    Er folgte Johnny ins Wohnzimmer, wo dieser sich schon am DVD-Player zu schaffen machte. Mit einem kneifenden Gefühl im Bauch erinnerte er sich daran, dass Johnny sein eigenes Gerät neulich erst unsanft aus dem TV-Rack gestoßen hatte. Ob er ihm sagen sollte, er möge seine Finger von seinem gerade erst neu gekauftem, teurem Eigentum lassen? „Ähm, du weisst, dass das Teil teuer war?“ Ryan schaute ihm skeptisch über die Schulter. „Das Teil ist neu...“ „Halt mal die Luft an, du Sixpack,“ brummte sein bester Freund. „Du schwimmst doch in Geld!“ „Ich habe trotzdem keine Lust, mir morgen wieder 'nen neuen DVD-Player zu holen,“ lachte Ryan laut auf. „Und für deinen Babyspeck kann ich nichts. Du weisst, wo die Hanteln stehen.“ Er bereitete sich seelisch darauf vor, im nächsten Moment von Johnny attackiert zu werden, doch dieser lachte auch nur. „Was legst du da ein?“ fragte Ryan neugierig. „Wirst du schon sehen,“ meinte sein Kumpel. „Schnapp dir etwas zu Trinken und setz dich hin!“ Er deutete zu seinem Rucksack. Das ließ sich Ryan nicht zweimal sagen, und fröhlich griff er in diesen hinein. „Wenigstens hast du vernünftiges Bier dabei,“ sagte er grinsend. Entspannt ließ er sich auf das Sofa fallen, während Johnny den Film startete.



    ---
    Mittlerweile war es schon mitten in der Nacht, und über den Bildschirm flimmerte gerade einer der langweiligsten japanischen Science-Fiction-Filme, die Ryan je gesehen hatte. „Monster-Roboter,“ stöhnte er und warf einen bösen Blick zu Johnny. „Sag mal, müssen wir uns das echt antun?“ „Ich habe gehört, der soll nachher noch total spannend werden,“ antwortete Johnny. „Wann ist 'nachher'?“ wollte Ryan wissen. Müde streckte er seine Beine aus. Allein im Bett zu liegen und auf die Uhr zu starren wäre sicher spannender gewesen, fand er. Aber wenigstens hatte Catherine nicht wieder angerufen, um ihn zu nerven. Das Telefon war schön still geblieben, und Ryan war sich sicher, er wäre längst eingeschlafen, wenn Johnny nicht so fleißig, wie ein redender Wasserfall, den Film dokumentiert hätte. „Pass auf, Alter, gleich kommt die Szene, wo...“ erzählte dieser aufgeregt, doch Ryan hatte Mühe damit, seine Augen offen zu halten, und gähnte herzhaft.



    „Nicht einschlafen, Mann,“ sagte Johnny und machte noch eine Flasche auf. „Auch noch eins?“ „Nein,“ antwortete Ryan. „Noch eins, und ich fall ins Koma.“ Verwundert schüttelte sein bester Freund den Kopf. „Was? Du hast aber auch schonmal mehr Alkohol vertragen!“ - „Ja, aber normalerweise werde ich beim Trinken auch nicht mit sowas eingeschläfert!“ Ryan nickte zum Fernseher, in welchem gerade ein großer Roboter das Dach von einem Haus pflückte. Johnny seufzte und durchwühlte seinen Rucksack. „Okay, nehmen wir eben diesen hier!“ sagte er zu Ryan und reichte ihm einen der anderen Filme. „Keinen mehr. Sorry, ich bin müde. Wir trinken noch das Bier auf und dann ist gut für heute,“ gähnte dieser. „Wann kommt Allie bloß wieder?“ „Es ist erst halb eins,“ antwortete Johnny. „Du hast gesagt, dass sie um zwei wieder hier sein will.“ Mit besorgter Mine sah Johnny seinen besten Freund an. „Soll ich nicht noch hier bleiben? Wegen deiner Psycho-Tussi?“ fragte er. Ryan schüttelte den Kopf. Er hasste solche Fragen. Sah er aus wie ein kleines Kind, das man nicht allein zu Hause lassen konnte? „Die wird schon nicht mehr anrufen,“ antwortete er. „Hat wohl heute Nacht doch noch etwas besseres vor.“ „Wollen wir's hoffen,“ meinte Johnny. „Ich war von Anfang an dafür, dass du die Finger von ihr lässt.“ Er warf Ryan einen vorwurfsvollen Blick zu.



    „Ja, du hattest Recht,“ gab Ryan klein bei. Hätte er damals nur auf seinen Freund gehört. Am liebsten hätte er Johnny allerdings gepackt und ihm ordentlich seine Meinung gesagt, denn eigentlich war es allein seine eigene Angelegenheit, mit welchen Frauen er ausging. Obwohl er jünger war als Johnny, konnte er doch mit Stolz behaupten, wesentlich mehr Erfahrung mit Frauen zu haben, als er, und er konnte immer noch selbst entscheiden, was er tat. Doch diesmal lag Johnny leider richtig mit seiner Befürchtung, Catherine würde nicht zu ihm passen. Ryan hatte sie recht hübsch gefunden, doch mit Allie, seiner Allie, konnte sie beim besten Willen nicht mithalten. An die charakterlichen Unterschiede brauchte er da gar nicht erst denken. Erschöpft legte er sich auf dem Sofa hin, während Johnny die DVDs wieder in den Rucksack packte.



    „Was ist mit dir los, willst du nicht ins Bett?“ fragte Johnny irritiert. „Ich will noch auf Allie warten,“ gähnte Ryan. „Ich möchte noch mit ihr reden und so.“ Grinsend zwinkerte er seinem Kumpel zu. „Aha!“ Johnny schien verstanden zu haben, was er meinte, und grinste ebenfalls. „Alles klar, Mann. Dann will ich euch dabei nicht stören. Vielleicht sollte ich mir heute Nacht auch noch ein Date besorgen. Ich weiß da schon eine, die ganz scharf auf mich ist.“ Er leerte sein Bier auf Ex, klopfte Ryan auf die Schulter und verabschiedete sich. Bevor er die Haustür öffnete, kehrte er noch einmal um. „Bist du wirklich sicher, dass ich abhauen soll?“ „Ist schon okay, ich komme klar,“ rief Ryan ihm aus dem Wohnzimmer zu. Allie würde sicher bald nach Hause kommen, und was sollte bis dahin schon passieren? Verdammt, er war doch kein kleines Kind mehr! „Okay,“ seufzte Johnny. „Dann bis später, wir sehen uns!“ Er verließ das Haus. Ryan hörte ihn draußen gegen die Mülltonne stolpern und musste daraufhin lachen. Typisch Johnny, hoffentlich wurden die Nachbarn nicht wach.



    © by Dani04. Alle Rechte vorbehalten.

    Fortsetzung folgt...
    Geändert von Dani04 (13.10.2007 um 15:12 Uhr) Grund: Überarbeitete Version

    ...ein Kampf ums Überleben und um Gerechtigkeit...
    Letztes Update: 10. April 2009 / 77. Kapitel (abgeschlossen)

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    Post 4 - Allie, wo bist Du?

    KAPITEL 4 - Allie, wo bist Du?

    Eine angenehme Stille lag im Haus. Niemand, der pausenlos auf ihn einredete, keine quälenden Geräusche von japanischen Monster-Robotern, und vor allem keine nervenden Anrufe von Catherine. Das einzige, was Ryan nun gerne gehört hätte, war Allie Stimme, doch da musste er sich noch ein wenig gedulden. Mühsam versuchte er, seine Augen offen zu halten, doch das Bier hatte ihn schläfrig gemacht. Obwohl er eigentlich wach bleiben wollte, bis Allie zurück war, schlief er dann doch auf dem Sofa ein.



    Ryan hatte keine Ahnung, wie lange er geschlafen hatte, als er irgendwann durch Geräusche, die offenbar von der Haustür kamen, geweckt wurde. Er hatte einen seltsam Traum gehabt. Das passierte ihm häufig, wenn er Alkohol getrunken hatte. Irgendwie hatte er immer noch mit Johnny vor dem Fernseher gesessen, doch statt trashiger japanischer SciFi-Filme waren Bilder von ihm und - Catherine – zu sehen gewesen, während Johnny ihm pausenlos ins Gewissen geredet und Allie ihn, von den Bildern auf dem Bildschirm völlig unbeeindruckt, von oben bis unten geliebkost hatte. Es war eine bizarre Szene. Schlaftrunken rieb Ryan sich die Augen und setzte sich auf.



    Im Flur waren Schritte zu hören. Ryan warf einen Blick auf die Uhr. Es war erst halb Zwei, war Allie doch etwas früher nach Hause gekommen? „Schatz?“ rief er. Keine Antwort. „Allie?“ Wieder keine Antwort. „Hey, was soll das,“ dachte Ryan und ging zur Wohnzimmertür. Irgendetwas stimmte hier nicht. „Na, wo ist denn deine kleine Allie?“ fragte draußen jemand mit höhnischem Lachen. Erschrocken überlegte Ryan, ob er antworten sollte. „Wer ist da?“ fragte er schließlich, und er spürte ein Gefühl von Panik in ihm aufsteigen.



    Die Stimme war seltsam verzerrt, und sie erinnerte ihn an Psychothriller, in denen nachts ein unbekannter Anrufer allein wohnende Frauen in Angst und Schrecken versetzt. Anrufer... Das verdammte Telefon. Catherine hatte ihn diese Nacht tatsächlich in Ruhe gelassen. Ihre Telefonrechnung hätte Ryan ja gerne mal gesehen, aber bestimmt hatte sie sich schon eine Flatrate angeschafft. Ryan fragte sich, wen er im Flur antreffen würde. Wollte sich jemand einen Scherz mit ihm erlauben? „Scheiß Einbrecher!“ kam es ihm in den Sinn, und fragte sich, woher dieser wusste, dass Allie nicht zu Hause war. Die Gedanken rasten ihm nur so durch den Kopf. Was sollte er jetzt tun? Er nahm seinen ganzen Mut zusammen, bewaffnete sich mit einer der Bierflaschen und öffnete die Wohnzimmertür.



    Plötzlich packte jemand seinen Hals und würgte ihn. Ryan versuchte krampfhaft, sich aus der Umklammerung herauszuwinden. Auf dem Footballplatz gelang ihm so etwas doch immer problemlos, wieso hatte er jetzt so eine Mühe damit? War es der Alkohol, der ihn einschränkte? Er hatte doch gar nicht so viel getrunken! „Na, macht dir das Spaß?“ lachte die Gestalt. „Drecksk...“ ächzte Ryan, aber der Einbrecher drückte ihm die Kehle zu. „Der will mich umbringen,“ dachte Ryan voller Panik. „Ich muss hier raus, ich muss...“ In seinem Hals wurde es immer enger, und leichter Schwindel überkam ihn.



    Geschwächt ließ Ryan die Flasche fallen. Er kam sich vor, wie in einem Alptraum. Er konnte es nicht fassen, in seinem eigenen Haus überfallen zu werden, und noch nicht einmal in der Lage zu sein, sich vernünftig wehren zu können. Er wollte noch nicht sterben, er hatte noch so viel im Leben vor, und vor allem wollte er Allie das nicht antun. „Allie, wo bist du?“ schrie Ryan verzweifelt in seinen Gedanken. Er nahm seine ganzen Kraft zusammen und fing an, zu treten. Er trat und boxte wie Weltmeister um sich, bis sein Gegenüber endlich dazu gezwungen war, seinen Griff zu lockern. Ryan versuchte, einen Blick auf das Gesicht des Eindringlings zu werfen, doch dieser war so gut vermummt, dass er ihn nicht erkennen konnte. „Feige Sau!“ brüllte Ryan wütend, holte aus und schlug dem Verbrecher mit voller Kraft ins Gesicht.



    Es knackte, der Einbrecher stöhnte auf und taumelte – anscheinend hatte Ryan ihm die Nase gebrochen. „Geschieht dir nur Recht, du Schwein!“ schrie Ryan. „Verzieh dich aus meinem Haus!“ Die dunkle Gestalt zögerte und machte keine Anstalten mehr, ihn angreifen zu wollen. Aber gerade, als sich Ryan schon fast siegessicher war, griff der Einbrecher in seine Jackentasche. Dann ging alles wieder sehr schnell. Zu schnell. Ehe Ryan begriff, was gerade passierte, spürte er etwas kaltes in seiner Brust, und es bohrte sich immer tiefer in seinen Körper. Um die Kälte herum breitete sich etwas sehr warmes aus, schnell und unaufhaltbar. Instinktiv wusste Ryan, dass das sein eigenes Blut war. Er hatte ein Messer in seiner Brust, und ihm wurde bewusst, dass er diesen Kampf nun doch verloren hatte.



    Angestrengt schnappte er nach Luft, aber die Schmerzen waren unerträglich. Er spürte, wie sein Peiniger die Klinge in seinem Körper bewegte, immer wieder, bis er sie schließlich wieder ganz aus ihm herauszog. Blut floss aus einer klaffenden Wunde an seinem Shirt hinunter und sammelte sich auch in seinem Mund. Ryan bekam keine Luft mehr. Er fühlte sich wie gelähmt. Sein Körper gehorchte ihm nicht mehr, ließ ihn zu Boden stürzen, und jedes einzelne Sauerstoffmolekül, das er unter größten Qualen doch noch eingeatmet bekam, schien seiner Lunge sofort wieder zu entweichen. Ryan war kaum noch in der Lage, zu denken, er wusste nur, dass dies sein Ende sein würde, dass er sterben würde, und dass es wohl sinnlos war, dagegen an zu kämpfen, so sehr er sich auch bemühte. Es war unmöglich. Die Schmerzen raubten ihm sämtliche Sinne, und schließlich wurde es schwarz um ihn herum.




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    Fortsetzung folgt...
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    Post 5 - Ryan, wo bist Du?

    KAPITEL 5 - Ryan, wo bist Du?

    Es tat Allie gut, mal wieder zu feiern, zu tanzen und ein wenig Spaß zu haben. Sarah und Mike schleppten sie von einem Nachtclub in den nächsten, nachdem Allie sie vorher beim Bowling mit Bravour geschlagen hatte. Es war ein schöner, lustiger Abend, und Allie genoss es, mal wieder mit ihren Freunden in der Downtown zu sein, aber dennoch waren ihre Gedanken ständig zu Hause bei ihrem Ehemann. Es tat ihr weh, zu sehen, wie Ryan unter dem Terror seiner Ex-Freundin litt. Seine Laune hatte sich in der letzten Zeit merklich verschlechtert, Allie sah, dass es ihm nicht gut ging. Ein bißchen Ablenkung und Spaß hatte er wirklich verdient, und sie hoffte, dass Johnny Ryan wenigstens ein bißchen aufmuntern konnte und sich die beiden zu Hause trotz der lästigen Anrufe von Catherine gut amüsierten. Am liebsten hätte sie Ryan jetzt bei sich gehabt, mit ihm getanzt anstatt alleine neben ihren Freunden. Gemeinsam mit ihm machte alles doch viel mehr Spaß, und Allie stellte fest, dass sie Ryan gerade schmerzlich vermisste. Sie freute sich schon darauf, ihn zu Hause wieder in ihre Arme schließen zu können. Müde warf sie einen Blick auf die Uhr.

    „Ich muss los“, sagte sie zu ihren Freunden, als sie erschrocken feststellte, wie spät es bereits war. „Ich habe Ryan versprochen, dass ich um zwei Uhr wieder zurück bin.“



    Sie wusste zwar, dass Ryan ihr eine Verspätung nicht übel nehmen würde, und vermutlich schlief er um diese Zeit sowieso schon, aber abgesehen davon, dass sie ihre Versprechen höchst ungern brach, fühlte sie sich erschöpft und sehnte sich danach, sich an Ryan zu kuscheln. „Alles klar,“ sagte Mike. „Sollen wir dich nach Hause bringen?“ „Nein, ist schon okay,“ erwiderte Allie. „Ihr wolltet doch noch ins PBZA. Ich werde mir ein Taxi nehmen, dann könnt ihr noch hier bleiben.“ „Aber wir können dich auch fahren,“ meinte Sarah. „Wir müssen nicht unbedingt ins PBZA.“ Allie schüttelte den Kopf. „Ist schon okay, tanzt ihr beiden ruhig noch.“ Sie umarmte ihre Freunde zum Abschied und steuerte dann auf eines der am Straßenrand wartenden Taxis zu. „Grüß Ryan von uns!“ rief Sarah winkend hinter ihr her. Allie lächelte. „Mach ich!“ antwortete sie und wandte sich dann dem Taxifahrer zu. „Pelican Alley, bitte.“



    Kaum war das Taxi in ihrer Straße eingebogen, wurde Allie von grellem Blaulicht geblendet. Überrascht kniff sie ihre Augen zusammen. „Hier ist ja ganz schön was los,“ kommentierte der Taxifahrer die Szene. Ein flaues Gefühl machte sich in Allies Magengegend breit, als sie vor genau ihrem Haus Polizei-, Notarzt- und Rettungswagen stehen sah. Ein paar neugierige Nachbarn hatten sich trotz der späten Stunde auf der Straße versammelt und versuchten offenbar, zu erfahren, was geschehen war, während ein Polizist damit beschäftigt war, die Leute vom Haus fern zu halten. Was war hier bloß passiert? Allie versuchte, sich einzureden, dass sie mit diesem Unglück sicher gar nichts zu tun hätte, doch schmerzlich wurde ihr bewusst, dass die Einsatzwagen sicher nicht wegen der Nachbarn gekommen waren, wenn sie vor ihrem Haus standen. „Hoffentlich ist nichts mit Ryan,“ dachte sie besorgt und merkte, wie ihr Herz anfing, immer lauter zu pochen. „Bitte nicht Ryan, bitte nicht Ryan,“ betete sie.



    Unruhig rutschte Allie auf ihrem Sitz hin und her. Angestrengt versuchte sie, zu erkennen, ob man jemanden hinaus trug oder ob bereits jemand im Rettungswagen lag, und vor allem, um wen es sich dabei handelte, doch die verletzte Person schien sich noch im Haus zu befinden. Allie wunderte sich über den Polizeieinsatz und fragte sich, was um Himmels Willen hier passiert war. „Bitte halten Sie an...“ bat sie den Taxifahrer mit aufgeregter Stimme. „Hier?“ fragte dieser mitleidig. „Wohnen Sie hier?“ Allie nickte und schluckte den Kloß in ihrem Hals hinunter. „Ist denn jemand aus ihrer Familie zu Hause?“ erkundigte der Taxifahrer. „Mein Mann...“ antwortete Allie leise. Sie sah, dass auch dem Fahrer offensichtlich sehr unbehaglich zumute war. Nervös lenkte er das Fahrzeug an den Straßenrand. Allie gab ihm einen Geldschein, ohne auf das Wechselgeld zu warten, und ging wie in Trance zu ihrem Haus.

    Geändert von Dani04 (23.01.2008 um 22:05 Uhr) Grund: Neue Version

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    Post 5 - Ryan, wo bist Du? (Fortsetzung)

    „Sie können hier nicht rein,“ sagte der Polizist und hielt sie fest. Hatte sie gerade richtig gehört? Wieso wollte man sie nicht in ihr Haus lassen? Es war doch schließlich Ryans und ihr Eigentum, und sie hatte ein Recht darauf, zu erfahren, was hier passiert war. Wütend riss Allie sich los. „Ich wohne hier, lassen Sie mich in mein Haus!“ schrie sie den Polizisten an. „Mrs, bitte...“ erwiderte dieser, aber eilig drängte sie sich an ihm vorbei und stolperte die Stufen zur Haustür hoch. Die Tür stand offen, und als Allie den Hausflur betrat, stockte ihr der Atem. Auf dem Boden lag Ryan, in einer Blutlache, und regte sich nicht. Um ihn herum standen und knieten Sanitäter und eine Notärztin, welche so beschäftigt waren, dass sie Allie nicht wahrzunehmen schienen. „Oh Gott, Ryan!“ schluchzte Allie. Sie wollte zu ihm laufen, ihm helfen, doch sie blieb wie angewurzelt auf der Stelle stehen und starrte ihn schockiert an.



    Das Blut... es war so viel Blut! Wo kam es her, was war passiert? Sie konnte nicht viel von Ryan erkennen, sie sah sein Gesicht nicht, weil die Sanitäter ihr ständig die Sicht versperrten. Lediglich seine Beine waren zu sehen. Auf dem Boden lagen Spritzen, Verbandszeug und medizinische Geräte verteilt, einer der Sanitäter hielt zwei Infusionsflaschen hoch. Die Rettungskräfte unterhielten sich laut und hektisch, lauter medizinische Fachbegriffe drangen in Allies Ohren. Die ganze Szene sah absolut beängstigend aus, und Allie wusste, dass es Ryan sehr schlecht gehen musste. Doch warum? Was war mit ihm geschehen? „Was ist mit meinem Mann?“ heulte sie. Niemand antwortete ihr. „Was ist mit meinem Mann passiert?“ schrie sie lauter, panisch. Ihr wurde schlecht, schwindelig, sie zitterte am ganzen Körper vor Angst. „Er darf nicht sterben!“ brüllte Allie und sackte an der Wand in sich zusammen.



    „Mrs, ist mit Ihnen alles in Ordnung?“ fragte einer der Polizisten, die im Haus herumliefen. Allie schüttelte weinend den Kopf. „Ist das Ihr Mann?“ wollte er wissen. „Sind Sie Mrs Jones?“
    Diesmal nickte Allie, aber sie brachte keinen Ton heraus. „Hier, bitte.“ Der Beamte reichte ihr ein Taschentuch. Dankbar nahm Allie es an und putzte sich die Nase. „Was ist mit meinem Mann passiert?“ heulte sie und hoffte, endlich eine Antwort auf diese Frage zu bekommen. „Er wurde überfallen,“ antwortete der Polizist. „Jemand ist in Ihr Haus eingedrungen und hat Ihren Mann niedergestochen.“



    „Was...?“ Allie sah ihn schockiert an. „Er lebt,“ beruhigte sie der Beamte und deutete zu Ryan und den Sanitätern. „Er wurde noch rechtzeitig gefunden.“ Erschrocken riss Allie ihre Augen auf. Ryan wurde überfallen? Niedergestochen? Warum? Und wer könnte das gewesen sein? Wer hatte ihm das angetan? „Catherine...“ schoss es ihr durch den Kopf. Aber wäre Catherine wirklich zu so etwas fähig? Und was hätte sie davon, wo sie Ryan doch mit aller Macht zurückhaben wollte? War sie nicht immer noch in ihn verliebt?

    Die Sanitäter hatten Ryan inzwischen auf eine Trage gelegt und eilten mit ihm vorsichtig an Allie vorbei nach draußen zum Rettungswagen. Hastig stand Allie auf und rannte hinterher. „Bitte warten Sie!“ rief sie. „Das ist mein Mann! Ich fahre mit!“



    „Kommen Sie!“ Einer der Sanitäter winkte sie in den Wagen hinein, während er sich zusammen mit der Ärztin weiter um Ryan bemühte. „Die Polizei kümmert sich um Ihr Haus.“


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    Fortsetzung folgt...
    Geändert von Dani04 (23.01.2008 um 22:06 Uhr) Grund: Neue Version

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    Post 6 - Am seidenen Faden

    KAPITEL 6 – Am seidenen Faden

    Mit Blaulicht und Sirenen raste der Rettungswagen über sämtliche Kreuzungen hinweg in Richtung Krankenhaus. Die Fahrt war so rasant, dass Allie sich ängstlich an ihrem Sitz festklammerte. Schlimmer war jedoch die Szenerie, die sich rund um Ryan abspielte, der blutüberströmt auf der Trage lag. Man hatte ihm sein Shirt aufgeschnitten und ihm Elektroden auf die Haut geklebt. In seinem Hals steckte ein durchsichtiger Schlauch, durch welchen er künstlich beatmet wurde. Angestrengt versuchten die Notärztin und ihr Assistent, die Blutung in seiner Brust zu stoppen, doch es gelang ihnen nicht. Auf dem Boden des Rettungswagens hatte sich bereits eine Pfütze gebildet, die sich ihren Weg langsam entgegen der Fahrtrichtung zu Allies Füßen hin bahnte. Immer wieder stämmte die Ärztin ihre Hände auf Ryans Brustkorb, um sein Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Aus der Fahrerkabine drangen Funksprüche, mit ernster Stimme bereitete man die Klinik auf den bald eintreffenden Notfall vor. Warum nur musste Ryan dieser Notfall sein?



    Allie kam die Fahrt wie eine Ewigkeit vor, doch sie wusste, dass nur wenige Minuten vergangen waren, seitdem sie ihr Haus hinter sich gelassen hatten. Der Rettungswagen war mittlerweile vor der Notaufnahme des Chrystal Springs Medical Center zum Stehen gekommen. Die Türen wurden aufgerissen, und unter größter Eile hievte man die Trage mit Ryan nach draußen. Mit wackeligen Beinen folgte Allie den Ärzten in die Notaufnahme. „Bitte warten Sie hier,“ sagte ein junger Pfleger, während Ryan in einen der Behandlungsräume gebracht wurde. Allein und schluchzend stand sie vor die Tür und warf ängstliche Blicke durch die Glasscheibe, ehe man eine Trennwand hervor zog und ihr somit den Blick auf ihren um sein Leben kämpfenden Ehemann verwehrte. In diesem Behandlungsraum ging es zu wie in einem Taubenschlag. Immer wieder liefen verschiedene Pfleger hinein und hinaus, brachten Blutkonserven und diverse andere medizinische Dinge. Aus dem Raum drang das hektische und laute Piepen von irgendwelchen Geräten und die lauten Stimmen der Ärzte, die einander Anweisungen gaben. Allie hatte eine unbeschreibliche Angst. War das alles wirklich real? Stand sie gerade wirklich hier in dieser Notaufnahme und bangte um das Leben ihres Ehemannes?



    Zitternd ließ sie sich in einer Sitzecke nieder. Es gab dort Zeitschriften, damit man sich die Wartezeit vertreiben konnte, aber Allies Augen blieben an der Tür jenes Behandlungsraumes kleben, in welchem man gerade um Ryans Leben kämpfte. Endlich kam ein junger Arzt heraus und ging auf sie zu. „Sind Sie Mrs Jones?“ fragte er mit besorgter Miene. Allie nickte. Was wollte ihr der Mediziner nun mitteilen? Was war mit Ryan? „Würden Sie das bitte ausfüllen?“ fragte der Arzt und reichte Allie ein Formular und einen Stift. Irritiert starrte Allie erst das Blatt Papier, dann den Arzt an. War der ganze Papierkram denn jetzt so wichtig? „Ich kann das jetzt nicht,“ antwortete sie mit tränenerstickter Stimme. „Ich verstehe Sie ja,“ erwiderte der junge Arzt. „Ich verstehe, dass Sie sich um Ihren Mann sorgen. Aber bitte füllen Sie das Formular aus, tun Sie es für ihn! Diese Informationen sind wichtig, damit wir ihm optimal helfen können.“



    Seufzend nahm Allie den Stift und fing mit ihren zittrigen Händen an, zu schreiben. Blutgruppe? Krankheiten oder frühere Operationen? Allie konnte kaum klar denken. „Ich will zu Ryan, ich kann ihn doch nicht da drin alleine lassen,“ dachte sie schluchzend, während der Arzt wieder in den Behandlungsraum verschwand.

    Es dauerte nicht lange, ehe er wieder zu Allie geeilt kam und hektisch mit einem weiteren Blatt Papier herum wedelte. „Mrs Jones,“ meinte er aufgeregt. „Ihr Mann muss sofort operiert werden, wir benötigen Ihre Einwilligung für den Eingriff!“ Allie schluckte und unterschrieb, mechanisch, ohne nachzudenken. „Wie schlimm ist es? Wird er durchkommen?“ wollte sie wissen, doch der Arzt schüttelte nur den Kopf. „Das wissen wir noch nicht,“ antwortete er leise und lief wieder in den Behandlungsraum zurück. Allies Angst wuchs ins Unermessliche. Mit rasendem Puls beobachtete sie, wie man Ryan, immer noch blutüberströmt und mit einem Schlauch im Hals, nach draußen schob, und ehe sich Allie versah, waren die Ärzte mit ihm schon im OP-Bereich verschwunden. Wie lange würde die Operation dauern? Wie viele Stunden würde sie hier nun sitzen und auf eine Nachricht der Ärzte warten? Wann durfte sie endlich zu Ryan, dem Mann, den sie über alles liebte und doch gerade erst vor zwei Monaten geheiratet hatte?



    Ängstlich eilte sie zum nächsten Telefon und rief Sarah auf dem Handy an. Nervös lauschte sie dem tutenden Freizeichen. „Geh bitte ans Telefon,“ heulte Allie. „Komm schon, geh ans Telefon!“ Ein wenig erleichtert holte sie tief Luft, als sich ihre Freundin endlich meldete, mit lauter Musik im Hintergrund. „Sarah, ich bin's,“ schluchzte Allie ins Telefon, als ihre Freundin offenbar einen ruhigeren Ort zum Telefonieren gefunden hatte. „Ich bin im Krankenhaus,“ erklärte sie dieser. „Nein, mir geht es gut... Ryan... er wurde überfallen... er wird jetzt operiert... ich habe Angst, dass er stirbt... bitte komm vorbei!“ Am anderen Ende der Leitung schwieg Sarah, offenbar völlig irritiert und schockiert über das, was Allie ihr gerade atemlos und unter Tränen berichtet hatte. „Danke, du bist ein Schatz,“ sagte Allie, als ihre Freundin ihr versprach, sich sofort auf den Weg zum Krankenhaus zu machen.



    Einige quälende Minuten später kamen Sarah und Mike auch schon auf Allie zu gelaufen. Mit besorgtem Gesicht nahm Sarah ihre Freundin in die Arme. Während Allie ihren Tränen freien Lauf ließ, schwiegen ihre Freunde, schienen nach den richtigen Worten zu suchen. „Ich hole dir erstmal einen Tee zur Beruhigung,“ meinte Mike leise und ging zum nächsten Getränkeautomaten hinüber, während Allie sich wieder hinsetzte und Sarah sich zu ihr gesellte. „Allie,“ begann diese zögerlich. „Was ist denn überhaupt passiert? Ich weiß nicht, ob ich dich vorhin richtig verstanden habe, ist Ryan wirklich überfallen worden?“ „Als... als ich mit dem Taxi zu Hause ankam, stand die Polizei da, und ein Rettungswagen,“ begann Allie und nahm dankend den Becher mit dem heißen Tee von Mike an. „Und ein Notarztwagen,“ fügte sie hinzu. „Drinnen lag Ryan, im Flur, auf dem Boden. Alles war voller Blut... oh Gott!“ Schluchzend stand sie auf und suchte nach einem neuen Taschentuch. Sarah nahm Allies Hand. „Was ist mit Ryan passiert?“ fragte sie vorsichtig.



    „Jemand hat ihm ein Messer in seine Brust gestoßen!“ heulte Allie. „Bestimmt war es diese Catherine!“ Sarah und Mike starrten sie mit offenen Mündern an. „Wie bitte? Jemand hat ihn niedergestochen?“ fragte Mike entsetzt. Allie nickte. „Und du glaubst, dass es Catherine gewesen ist?“ fragte Sarah ungläubig. Allie ließ ihre Hand los. „Ich werde jetzt zu ihr fahren und sie umbringen!“ sagte sie entschlossen, doch Mike packte sie am Arm und drückte sie zurück in den Sessel. „Du bringst niemanden um! Du bleibst hier, Ryan braucht dich!“
    Geändert von Dani04 (23.01.2008 um 22:08 Uhr) Grund: Neue Version

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    Post 6 - Am seidenen Faden (Fortsetzung)

    Das Warten und die Ungewissheit, was mit Ryan war, zehrten an Allies Nerven. Unruhig lief sie zusammen mit Sarah, die ihre Hand festhielt und sie hin und wieder stützte, im Wartesaal umher. Mike saß mit versteinertem Blick da und blätterte planlos durch irgendwelche Zeitschriften. Ständig warf Allie nervöse Blicke auf die Uhr, jede Minute kam ihr wie eine Ewigkeit vor.



    Ryan war mittlerweile schon seit Stunden im OP, und sie hatten immer noch keine Ahnung, wie es ihm ging. Die Bilder von zu Hause und aus dem Rettungswagen erschienen wieder in Allies Gedanken. Sie würde es wohl nie vergessen können, wie die Notärztin verzweifelt versucht hatte, Ryan zu reanimieren, und noch immer sah sie das viele Blut vor sich. Allie hatte erfahren, dass der Nachbarsjunge Ben, der wohl zufällig gerade von einer Party nach Hause gekommen war, jemanden aus ihrem Haus flüchten gesehen hatte. Neugierig, wie er und seine zwei Freunde waren, hatten die Jungs gleich nachgesehen, ob etwas passiert war, und dabei Ryan gefunden. Ben war wohl derjenige, der daraufhin die Polizei und den Rettungsdienst verständigt und somit Ryan das Leben gerettet hatte. „Oh Gott, was ist, wenn er stirbt?“ schrie Allie hysterisch und klammerte sich an Sarahs Arm fest. „Das wird er schon nicht, er ist doch ein zäher Kerl,“ antwortete ihre Freundin, doch sie klang unsicher.



    Man hatte Ryan nach der Operation auf die Intensivstation gebracht, und als Allie ihn dort zwei Stunden später endlich sehen durfte, brach für sie eine Welt zusammen. Vollkommen hilflos und verkabelt lag er zwischen lauter vor sich hin piependen Geräten. In seiner Nase, seinem Mund und diversen anderen Stellen seines Körpers steckten Schläuche, und sein Brustkorb, der mit einem riesigen Pflaster und Elektroden versehen war, hob und senkte sich unnatürlich im Takt des zischenden Beatmungsgerätes. Es roch streng nach Desinfektionsmitteln, und um die Infektionsgefahr für Ryan so gering wie möglich zu halten, hatte Allie sich ihre Haare hochstecken und einen sterilen Overall sowie einen Mundschutz anziehen müssen. „Oh Ryan!“ schluchzte sie und ließ sich auf einen Stuhl neben Ryans Bett fallen.



    „Ihr Mann hat sehr viel Blut verloren,“ erklärte der junge Arzt, welcher ihr vor der Operation die Formulare zum Unterschreiben gegeben hatte. „Das Messer ist nur sehr knapp an seinem Herzen vorbei gegangen. Seine Lunge und wichtige Arterien sind dabei sehr schwer verletzt worden, Ihr Mann hatte massive innere Blutungen.“ „Wird er es schaffen?“ fragte Allie, ohne dabei ihren Blick von Ryan abzuwenden. „Das können wir noch nicht sagen, sein Zustand ist immer noch sehr kritisch,“ antwortete der Arzt. „Ihr Mann liegt im Koma. Tut mir Leid, Mrs Jones.“ Tausend Gedanken schossen Allie durch den Kopf. Was wäre, wenn Ryan nie wieder aufwachen würde? Was wäre, wenn er sterben würde? Und falls nicht, würde er denn wieder gesund werden? Wie würde sein Leben weiter gehen? Wie würde ihr gemeinsames Leben weiter gehen? Allie hätte Ryan am liebsten liebevoll gedrückt und nie wieder losgelassen, aber dafür sah er zu zerbrechlich aus. Leblos lag er vor ihr, von Maschinen am Leben gehalten.



    Wer hatte ihm das nur antun können? Und warum? Allie glaubte immer noch daran, dass vielleicht Catherine, Ryans eifersüchtige Ex-Freundin, etwas mit der Tat zu tun haben könnte. Sie kannte sie zwar so gut wie gar nicht, aber den Telefonterror, den diese Frau veranstaltete, fand sie nicht mehr normal. Ryan litt so sehr unter ihren ständigen Anrufen und unter ihrer Verfolgung, dass er sich kaum noch ans Telefon traute. Hatte er seine lebensbedrohliche Verletzung nun auch seiner ehemaligen Freundin zu verdanken? Oder hatte ihn jemand anderes überfallen? Aber wer war es dann? Allie bekam plötzlich noch mehr Angst. Sie hatte Angst, dass sie vielleicht die nächste sein könnte. Ihre größte Sorge bestand jedoch darum, wie es nun mit Ryan weiter gehen würde. Draußen auf dem Flur sah sie Sarah und Mike, die mit bestürzten Blicken durch ein Fenster ins Zimmer hinein schauten.



    Man wollte sie nicht zu Ryan ans Bett lassen, und dass sie überhaupt vor dem Zimmer stehen durften, hatten sie wohl unter anderem ihrer großen Überredenskunst zu verdanken. Allie glaubte nicht, dass ihre Freunde noch einmal so nah bei Ryan sein durften, während er hier lag. Es hieß, nur seine engste Verwandschaft dürfe zu ihm. Aber Allie war alles, was Ryan noch hatte. Seine Eltern waren bei einem Autounfall ums Leben gekommen, als er sechzehn war, Geschwister hatte er nicht. Und Ryan war das wertvollste, was Allie hatte. „Bitte nimm ihn mir nicht weg!“ betete sie.


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    Post 7 - Alles ist anders

    KAPITEL 7 – Alles ist anders

    Am liebsten hätte Allie Ryan nie mehr allein gelassen. Noch nie zuvor hatte sie ihn so hilflos gesehen, sein Anblick war für sie wie ein Stich ins Herz. Fassungslos beobachtete sie, wie das Beatmungsgerät durch diesen furchtbar befremdlich aussehenden Schlauch Sauerstoff in seine Lunge pumpte und wie Medikamente und Spenderblut durch weitere dünne Schläuche ihren Weg in Ryans Venen fanden. Ängstlich betrachtete sie ihre Umgebung und stellte erschrocken fest, dass Ryans Krankenbett aufgrund der vielen Behälter, die daran befestigt waren, eher einem Chemielabor glich als einem Bett. Trotz der sommerlichen Wärme war die dünne Bettdecke bis über Ryans Brust gezogen und verbarg, so schätzte Allie, neben dem Rest des großen Pflasters, das die Größe der Stich- und der Operationswunden nur zu gut erahnen ließen, mindestens ein weiteres halbes Dutzend Schläuche, die irgendwo in seinem Körper steckten. „Sie können momentan nichts für ihn tun,“ meinte der junge Arzt. „Gehen Sie nach Hause, Mrs Jones.“ Hatte er Recht? Konnte sie wirklich nichts für Ryan tun? Sie war sich nicht sicher. Sie hoffte und glaubte fest daran, dass er ihre Anwesenheit irgendwie wahr nahm, auch wenn er nicht einmal mit der Wimper zuckte, sondern vollkommen leblos wirkte.



    Es fiel Allie schwer, zu begreifen, was mit ihm passiert war. Grübelnd blieb sie an Ryans Bett sitzen. Koma. Dieses Wort sprach sie in Gedanken immer wieder vor sich hin. Obwohl sie eigentlich genau wusste, was es zu bedeuten hatte, widerstrebte sich alles in ihr, zu akzeptieren, dass sich ihr eigener Ehemann nun in diesem Zustand befand. Die Schwere seiner Verletzung war unfassbar für sie, und die Situation wurde noch schlimmer, als Ryan vor ihren Augen erneut reanimiert werden musste. „Kammerflimmern!“ hatte eine Ärztin gerufen, und ehe sich Allie versah, hatte man einen Defibrillator ins Zimmer geholt und Ryan Stromstöße verpasst. Keine Stunde später war sein Herz ganz stehen geblieben, so dass der junge Arzt, der diesmal sofort zur Stelle war, auf das Bett kletterte und seine Handballen auf Ryans Brust stämmte. Es war ein entsetzlicher Anblick, und Allie war heilfroh, als es vorbei war und die Monitore wieder einen Herzrhythmus anzeigten, auch wenn dieser ziemlich unregelmäßig war. Ryans Leben hing buchstäblich am seidenen Faden, und Allies Angst, dass er sterben könnte, wuchs weiter ins Unermessliche.



    Irgendwann entschloss sie sich doch noch, nach Hause zu fahren, zumal auch Sarah und Mike noch auf sie warteten. Draußen war es mittlerweile schon hell, und die warmen Sonnenstrahlen kündigten einen heißen Tag an. Mit ausdruckslosem Gesicht ging Allie voran, ohne wirklich zu wissen, wohin. „Wir fahren dich nach Hause,“ bot ihr Sarah an, der der Schock auch noch ins Gesicht geschrieben stand. „Du musst ein wenig schlafen.“ Ein dicker Kloß bildete sich in Allies Hals. „Wie soll ich denn ruhig schlafen, während Ryan mit dem Tod ringt?“ heulte sie. Sie zitterte am ganzen Körper, zu groß waren ihre Sorgen und ihre Angst um Ryan. „Er... er... sein Herz...“ Schluchzend fiel sie ihrer Freundin in die Arme. „Ich habe solche Angst davor, dass er stirbt!“ Eine Weile blieben sie so stehen. „Ist schon gut,“ redete Sarah beruhigend auf Allie ein. „Ist schon gut, er wird es schaffen...“ „Wenn du möchtest, bleiben wir heute Nacht bei dir,“ schlug Mike vor. Allie zog die Nase hoch. „Wieso Ryan? Wieso ausgerechnet er?“



    „Ich weiß es nicht,“ antwortete Sarah leise. Sie und Mike nahmen Allie in ihre Mitte und führten sie langsam zu ihrem Auto. „Du stehst unter Schock. Du musst dich ausruhen, bevor du wieder zu ihm gehst,“ meinte Mike. „Ryan wird das verstehen.“ „Verstehen?“ schluchzte Allie. „Er liegt im Koma! Er ist.... bewusstlos...“

    Widerwillig setzte sie sich in den Wagen. Sie hatte Angst davor, nach Hause zu fahren. Sie wusste nicht, was sie dort erwarten würde. Könnte sie sich dort jemals wieder sicher fühlen? Bisher war Ryan immer für sie da gewesen. In seinen starken Armen fühlte sie sich sicher und geborgen. Nun war er nicht mehr da, und Allie hatte keine Vorstellung davon, wie lange er im Krankenhaus bleiben würde. Was sollte sie nur tun, falls er seine Verletzung tatsächlich nicht überleben sollte? Obwohl man meinen sollte, dass er den meisten anderen Menschen in der Gegend körperlich überlegen war, hatte selbst Ryan, der Footballspieler, keine Chance gegen das Messer gehabt. Es musste sehr schnell gegangen sein. Ryan hatte es nicht verhindern können. Diese Situation musste sehr schlimm für ihn gewesen sein. Wie hatte er sich dabei gefühlt? Hatte er Angst gehabt? Seine Schmerzen mussten unerträglich gewesen sein, und Allie fragte sich, wie lange er sich bei Bewusstsein halten konnte, bevor er ins Koma gefallen war.



    Als sie zu Hause ankam, traf sie fast der nächste Schlag. „Sie haben es abgesperrt,“ seufzte Allie. „Was soll ich denn jetzt machen?“ Einen Moment lang blieb sie stehen und starrte zusammen mit Sarah und Mike die gelben Bänder an, mit denen die Polizei ihr Haus versiegelt hatte. „Ich wohne hier doch. Ob ich einfach hinein gehen darf?“ Fragend sah sie ihre Freunde an. Mike schüttelte den Kopf. „Nein, so etwas ist verboten. Am besten fahren wir zur Polizei. Notfalls bleibst du bei uns, bis die mit ihren Untersuchungen fertig sind.“ „Eigentlich will ich hier nicht ohne Ryan leben!“ schluchzte Allie. „Ich will ihn wieder haben!“ „Du wirst ihn schon wieder zurück bekommen,“ sagte Sarah leise und nahm ihre Hand. „Er wird es schon schaffen, du wirst sehen.“ Sie hatte gut reden, fand Allie. Ihre Freunde konnten sich glücklich schätzen, nie in so einer Situation gewesen zu sein, in welcher sie sich gerade befand. So etwas war auch für sie selbst neu, ungewohnt, und an erster Stelle eine absolute Katastrophe. Allie kam sich trotzig vor, wie ein kleines Kind. Sie wollte es einfach nicht wahr haben, was mit Ryan passiert war, und dass ausgerechnet in ihrem gemeinsamen Haus jemand versucht hatte, ihn zu töten.



    „Es tut mir sehr Leid, Mrs Jones,“ sagte der Officer später auf der Polizeiwache, der sich als Kommissar Blake vorstellte. „So eine brutale Tat hat es hier noch nie gegeben. Es ist unfassbar, was geschehen ist.“ Gedankenverloren saß er an seinem Schreibtisch und blätterte durch eine Akte. „Ihr Mann ist Profispieler bei den Rhinos, nicht wahr?“ fragte er Allie. Sie nickte, während sie in ihrer Hosentasche nach einem Taschentuch suchte. „Haben Sie irgendwelche Hinweise, wer ihn niedergestochen hat?“ fragte Mike. „Leider noch nicht,“ antwortete der Kommissar kopfschüttelnd. „Alles, was wir haben, ist das hier.“ Er holte einen Zettel in einer kleinen Plastiktüte hervor und hielt ihn in die Runde. „Das ist unsere Adresse,“ stellte Allie erschrocken fest, als sie die handgeschriebene Notiz darauf las. Blake nickte. „Ja, es sieht so aus, als habe der Täter den Überfall geplant gehabt. Auf der Rückseite ist auch noch etwas. Ziemlich bizarr, wenn Sie mich fragen.“ Er drehte den Zettel um. „Ein Kreuz,“ sagte Sarah. „Wirklich seltsam.“ „Erkennt jemand von Ihnen die Handschrift? Stammt Sie von Ihnen?“ „Wieso sollte ich so etwas schreiben?“ Entsetzt starrte Allie den Polizisten an. „Denken Sie etwa, dass ich es war? Dass ich Ryan ins Koma gestochen habe? Nehmen Sie doch eine Schriftprobe, dann werden Sie sehen, dass weder ich noch meine Freunde etwas damit zu tun haben!“



    „Es tut mir Leid, Mrs Jones,“ entgegnete Blake. „Ich muss Sie das fragen. Es hätte ja auch sein können, dass Sie sich einfach nur ihre Adresse notiert haben und der Täter den Zettel dann anderweitig weiter verwendet hat.“ Er legte die Tüte auf seinen Tisch zurück und holte tief Luft. „Es gibt keine Fingerabdrücke, so gut wie keine Spuren im Haus. Der Täter ist ziemlich clever, aber unsere Spurensicherung und unser Labor arbeiten auf Hochtouren.“ „Wann sind Ihre Leute am Tatort denn fertig?“ wollte Mike wissen. „Unsere Freundin möchte gerne zurück in ihr Haus.“ „Sie müssten schon fertig sein,“ antwortete der Kommissar. „Ich werde meinen Männern Bescheid geben, dass sie die Absperrung entfernen sollen. Es wird alles wieder in Ordnung kommen.“ „Es wird nie mehr alles in Ordnung sein,“ sagte Allie und wischte sich die Tränen aus den Augen. „Mein Mann liegt im Koma, er wird vielleicht sterben. Dieses Erlebnis... es ist...“ „Natürlich, Mrs Jones. Ich verstehe Sie. Es tut mir Leid, ich habe mich ungeschickt ausgedrückt.“ Mit schuldbewusster Miene holte der Officer ein Taschentuch hervor und reichte es über den Schreibtisch. „Danke,“ sagte Allie unter Tränen. „Ich kann mir vorstellen, wer es gewesen sein könnte. Ich... ich habe einen Verdacht...“ Und unter den interessierten Blicken des Kommissars fing sie an, von Catherine zu erzählen.


    © by Dani04. Alle Rechte vorbehalten.

    Fortsetzung folgt...
    Geändert von Dani04 (28.10.2008 um 17:25 Uhr) Grund: Neue Version

    ...ein Kampf ums Überleben und um Gerechtigkeit...
    Letztes Update: 10. April 2009 / 77. Kapitel (abgeschlossen)

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  19. #10
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    Post 8 - Angst und Sorge (Teil 1)

    KAPITEL 8 – Angst und Sorge (Kapitel wird überarbeitet)

    Als die Polizisten endlich die Absperrungen vom Grundstück entfernt hatten, ging es Allie nur etwas besser. Ihr Haus sah zwar nicht mehr wie ein Ort des Verbrechens aus, aber schließlich war war es das noch. Es war für Allie einfach unfassbar, dass genau hier jemand versucht hatte, Ryan zu ermorden.



    Obwohl sie müde war, ließ Allie noch am selben Tag das Türschloss auswechseln und eine teure Alarmanlage installieren. Eigentlich wollte sie von dem Geld zusammen mit Ryan in den Urlaub fahren. Allie spürte, wie sich bei diesem Gedanken ein dicker Kloß in ihrem Hals bildete, und schluckte.

    Das Bild, wie Ryan auf der Intensivstation bewusstlos in seinem Bett lag, so hilflos und zerbrechlich, ließ sie einfach nicht los. Noch immer hatte sie den Geruch von Desinfektionsmitteln in der Nase. Noch immer hörte sie das Piepen der Monitore und die nervenzereißenden Geräusche des Beatmungsgeräts.

    Aber die Müdigkeit holte Allie dann schließlich doch ein. Völlig erschöpft schlüpfte sie in ihr Nachthemd und kroch unter ihre Bettdecke.



    Und kaum hatte sie die Augen geschlossen, fiel sie in einen erlösenden traumlosen Schlaf.



    Am frühen Abend wurde Allie wieder wach, fühlte sich aber trotzdem noch sehr erschöpft. Zu ihrer Erleichterung waren Mike und Sarah immer noch da. Während Mike noch auf dem Sofa schlief, war Sarah schon in der Küche und bereitete ein kleines Abendessen vor.

    „Das ist lieb von dir,“ sagte Allie und rieb sich den Schlaf aus den Augen. „Ich wüsste nicht, was ich ohne Euch machen würde.“ „Ist doch gern geschehen,“ meinte Sarah und lächelte. „Wozu hat man denn Freunde?“



    Nach dem Essen verabschiedeten sich Allies Freunde. „Leider muss ich morgen wieder arbeiten,“ entschuldigte sich Sarah. „Aber du kannst mich jederzeit anrufen, wenn etwas ist!“ Allie umarmte ihre beste Freundin und drückte auch nochmal Mike. „Und du rufst deinen Chef an und beantragst Sonderurlaub oder sowas!“ schlug Mike vor und gähnte. „In dem Zustand kannst du doch morgen nicht arbeiten.“




    Allie nickte. Ihre Freunde stiegen ins Auto und fuhren davon. Sie blieb vor ihrem Haus stehen und schaute dem Auto hinterher, bis es nicht mehr zu sehen war.
    Dann ging sie zum Briefkasten hinüber, um nach Post zu schauen. Der Briefträger war bereits am Vormittag dagewesen, Allie holte eine Telefonrechnung und eine Ansichtskarte hervor. Ein Lächeln schlich sich in ihr Gesicht und vermischte sich dann aber mit Trauer. Die Karte war von ihren Eltern, die gerade Urlaub am Meer machten. Sie saßen sicher gerade fröhlich am Strand und waren völlig ahnungslos, was mit ihrem Schwiegersohn passiert war. Allie mochte sie nicht anrufen, sie würden ohnehin in den nächsten Tagen wieder zurück sein und es früh genug erfahren.



    Allie entdeckte noch einen Brief, aber eher war es nur ein zusammengefaltetes Blatt Papier. Sie faltete es auseinander und erschrak. Jemand hatte ein Kreuz darauf gemalt, wie schon bei dem Notizzettel, den die Polizei im Haus gefunden hatte. Doch diesmal stand Ryans Name darin. „Fast wie eine Todesanzeige,“ dachte Allie und rief verängstigt bei der Polizei an, die sofort zwei Beamte zu Allies Haus schickte, um den Zettel abzuholen und Fingerabdrücke vom Briefkasten zu nehmen.
    Geändert von Dani04 (14.06.2008 um 20:38 Uhr) Grund: Kapitel wird überarbeitet!

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  21. #11
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    Post 8 - Angst und Sorge (Teil 2)

    Dieser ominöse Zettel machte Allie nervös, und die Sorge um Ryan noch mehr, und so fuhr sie nochmal zu ihm ins Krankenhaus. Traurig saß sie an seinem Bett und redete leise mit ihm. Allie nahm Ryans Hand. „Schatz, wenn du mich hörst, dann drücke bitte meine Hand!“ flehte sie ihn an. Keine Reaktion. „Bitte, Ryan... mach irgendwas!“ Nichts. „Aber vielleicht hört er mich ja trotzdem,“ dachte Allie und versuchte, sich selbst ein wenig Hoffnung zu machen.



    Sanft streichelte sie ihm über das schwarze Haar und küsste ihn vorsichtig auf die Stirn. Seine schönen dunklen Augen, die Allie so an ihm liebte, hatte Ryan immer noch geschlossen. Das riesige Pflaster auf Ryans Brust ließ jeden erahnen, wie schlimm seine Verletzung war. Mit einem beklemmenden Gefühl stellte Allie fest, dass er noch immer Bluttransfusionen bekam. Wie viel Blut hatte er bloß verloren?



    Ryans Brustkorb bewegte sich im Takt des Beatmungsgeräts stetig auf und ab, und es war ein so schrecklicher und unnatürlicher Anblick, dass es Allie erschauderte. „Wahrscheinlich ist es besser, dass du das alles hier nicht mitbekommst.“ sagte sie leise zu Ryan. Auch die Geräuschkulisse in seinem Zimmer zehrte an ihren Nerven. Warum musste hier bloß jedes Gerät irgendwelche Töne von sich geben? Dazu dieser beißende Geruch von Desinfektionsmitteln, die ganze sterile Atmosphäre. Dieser Ort wirkte so befremdlich!

    Allie versuchte, sich vorzustellen, was in der letzten Nacht zu Hause geschehen war. Warum war sie nicht bei Ryan geblieben? Warum musste sie unbedingt in die Downtown fahren?

    Johnny hatte, kurz bevor Allie ins Krankenhaus fuhr, angerufen und wollte Ryan sprechen. Er hatte noch gar keine Ahnung davon, was geschehen war, nachdem er das Haus verlassen hatte. Es fiel Allie schwer, über das Geschehene zu sprechen, doch sie erzählte ihm alles. Er wollte seinen besten Freund besuchen, er wollte es nicht einfach so hinnehmen, dass man ihn nicht zu Ryan lassen würde.

    In Gedanken schweifend nickte Allie an Ryans Seite ein. Doch die Überwachungsmonitore schlugen wieder Alarm und rissen sie wieder aus ihrem Schlaf.




    Ärzte und Pfleger hatten sich um Ryans Bett versammelt, der junge Arzt tastete nach Ryans Puls. "Was ist mit ihm?" fragte Allie voller Sorge. "Bitte gehen Sie nach draußen!" bat sie der Arzt. "Nein! Ich will nicht!" rief Allie panisch. "Was ist mit ihm?!"



    Eine Krankenpflegerin half ihr vom Stuhl auf und brachte sie nach draußen. Durch die Glasscheibe beobachtete Allie beängstigt, wie sich die Ärzte panisch um Ryan bemühten.



    „Er stirbt,“ dachte sie, während die Ärzte ihm Eletroschocks verpassten. „Nein!“ verdrängte Allie diesen Gedanken und starrte auf Ryans Körper, der sich unter den Stromstößen protestierend aufbäumte. „Er darf nicht sterben! Er ist doch noch viel zu jung!“

    In Windeseile schoben die Ärzte Ryan in seinem Bett nach draußen, an Allie vorbei und den Flur entlang. „Was ist mit ihm??!“ rief Allie wieder voller Panik. Die Pflegerin, die sie vorhin nach draußen gebracht hatte, griff behutsam ihren Arm. „Ihr Mann hatte gerade wieder einen Herzstillstand. Er muss nochmal operiert werden, sofort, wahrscheinlich Nachblutungen.“ antwortete sie und schüttelte besorgt den Kopf. „Es sieht nicht gut aus...“




    „Ich will zu ihm!“ weinte Allie. „Das geht jetzt nicht. Bitte setzen Sie sich hin, ich bringe Ihnen einen heißen Tee zur Beruhigung,“ sagte die Pflegerin. „Ich will zu meinem Mann!“ schrie Allie.

    Fortsetzung folgt...
    Geändert von Dani04 (14.10.2006 um 22:10 Uhr) Grund: Kapitel überarbeitet!

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  23. #12
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    GossipLauri ist gerade online Three words Eight letters GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich GossipLauri hat eine sehr positive Zukunft vor sich
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    Ich bin noch wach ;D Hey ich mag die Fs. Ich find sie ziemlich spannend und auch gut geschrieben. Vielleicht kommt ja heut Nacht noch eine Fs, ich bin wach *gg*
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  25. #13
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    Huhu!

    Vielleicht kennste mich ja aus dem anderen Forum!
    Ich hab grad deine Story entdeckt und dachte mir, ich schreib grad hier ein Komi.
    Ich finde der letzte war ein sehr spannender Teil, besonders als Allie bei Ryan im Krankenhauszimmer sass und mit ihm redete und ihr Ängste hochkamen, du beschreibst das einfach wundervoll!
    Das Krankenhaus find ich sehr gut eingerichtet, sieht wirklich aus wie in einem echten Krankenhaus...

    LG
    Sunny

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  27. #14
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    Nerychan ist offline August=Freizeit!!! Nerychan ist ein glorreiches Leuchtfeuer des Lichtes Nerychan ist ein glorreiches Leuchtfeuer des Lichtes Nerychan ist ein glorreiches Leuchtfeuer des Lichtes Nerychan ist ein glorreiches Leuchtfeuer des Lichtes Nerychan ist ein glorreiches Leuchtfeuer des Lichtes Nerychan ist ein glorreiches Leuchtfeuer des Lichtes Nerychan ist ein glorreiches Leuchtfeuer des Lichtes
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    Also falls du Kritik haben willst, mir f&#228;llt nichts ein. Daf&#252;r aber um so mehr Lob. Nimmst du das auch? <g>

    Erst mal die Menge, die du gleich am Anfang reingesetzt hast. Eine Menge zu lesen, aber das ist toll und macht Lust auf (noch) mehr. Ich bin sogar richtig froh, dass du nicht vorher abgebrochen hast, beim Lesen bleibt einem fast die Luft weg.
    Du hast ein unglaubliches Tempo drauf, die reinste Achterbahnfahrt, aber es ist absolut passend. Das Tolle dabei ist, dass du die Ereignissen nicht einfach so aufz&#228;hlst, sondern der Gedanken- und Gef&#252;hlswelt deiner Akteure die gleiche Aufmerksamkeit schenkst.

    Du hast es geschafft, genau die richtige Stimmung aufzubauen, ich hab richtig Mitleid mit Allie bekommen. Und Catherine, falls sie wirklich daf&#252;r verantwortlich ist, und davon geh ich doch mal aus, ist ein Fall f&#252;r Lynchjustiz. Zumindest in meinem Herzen. Die Frau ist echt krank und reif f&#252;r die Anstalt. (Das mal als Vorschlag)

    Und auch von mir gibts noch ein Kompliment f&#252;r die Kulissen. Du hast dir so viel M&#252;he gegeben. Habe noch nie ein so echt wirkendes Krankenhaus gesehen. Vor allem das mit den Schl&#228;uchen. Auch die Tatortabsperrung. Ich bin wirklich beeindruckt.

    Alles in allem wird das hier wohl richtig guter Lesestoff. Danke sehr! <gg>
    <Nery geht den Abonnier-Button dr&#252;cken>

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  29. #15
    Benutzerbild von Alexia
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    Hi!

    Wow! Ich finde deine Story wirklich spannend und auch gut geschrieben.

    Allie tut mir so Leid. Ich hoffe das Ryan nicht sterben wird und ich bin davon &#252;berzeugt, dass Cathrine daran Schuld ist aber vielleicht kommt es ja doch ganz anders.

    Das Bild wo Ryan im Krankenhaus liegt und die Schl&#228;uche da hat ist dir gut gelungen wie ich finde.



    Ich bin schon zimlich gespannt wie es weitergehen wird.



    Liebe Gr&#252;&#223;e
    Alexia

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  31. #16
    Benutzerbild von Bochumerin
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    Hallöchen,
    ich schließe mich Nerychan voll und ganz an. Die Kulissen sind echt klasse. So Detailgenau. Und die Art und WEise, wie du alles beschreibst, v.a. die Gefühle und die Gedankengänge der einzelnen Personen, find ich spitze.
    ICh bin echt gespannt, was jetzt wird. Und vor allem, wer es war... entweder war es Catherine, oder... Aber hey, dass müsste man doch an der gebrochenen Nase erkennen.
    Mach so schnell du kannst weiter Bin gespannt.

    Wishes, Bochumerin!
    "So geh'n die Bochumer, die Bochumer geh'n so..."



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  33. #17
    Benutzerbild von Fyxin
    Fyxin ist offline black cat Fyxin wird bald berühmt werden
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    hi,
    wow ich finde deine Bilder wirklich genial. Mich w&#252;rde es interessieren wie du das Krankenhaus und vor allem das Bild mit den Schl&#228;uchen so echt hingekriegt hast. Respekt!
    Die Story gef&#228;llt mir auch und du hast einen guten Schreibstil.
    Ich werde sicherlich weiter lesen vor allem jetzt wos spannend ist.
    lg
    fyxin

    Mando Diao 4ever!!

    ~<3 Genialer Auftritt auf dem fm4 frequency fesival 2006 <3~


    Leben leichtgemacht

    Lacht einer - lach mit
    Trinkt einer - trink mit
    isst einer - iss mit
    Schreibt einer - schreib ab

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  35. #18
    Benutzerbild von Dani04
    Dani04 ist offline Demon Hunter Dani04 ist ein allseits bekannter  Name Dani04 ist ein allseits bekannter  Name Dani04 ist ein allseits bekannter  Name Dani04 ist ein allseits bekannter  Name Dani04 ist ein allseits bekannter  Name Dani04 ist ein allseits bekannter  Name Dani04 ist ein allseits bekannter  Name Dani04 ist ein allseits bekannter  Name Dani04 ist ein allseits bekannter  Name
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    Danke :-)

    Danke für Eure lieben Kommentare, es freut mich sehr, dass Euch meine Geschichte gefällt!
    Besonders möchte ich mich bei Nerychan für diesen tollen, ausführlichen Kommentar bedanken.

    Die Bilder mit den Schläuchen waren übrigens nicht so einfach. Wie Ihr Euch denken könnt, musste ich mit meinem Bildbearbeitungsprogramm nachhelfen, denn ich habe solche Accessoires noch nirgendwo zum Herunterladen gefunden.

    @Bochumerin: Schön, dass Dir das mit der gebrochenen Nase aufgefallen ist. Allerdings wird es dennoch schwierig sein, den Täter oder die Täterin zu überführen, da ja nur Ryan von der gebrochenen Nase weiss...

    Jetzt muss ich Euch leider ein wenig enttäuschen, denn es wird nicht in diesem Tempo weitergehen. Dass ich so viel gepostet habe, liegt nämlich daran, dass es die Story schon seit ca. 2 Wochen oder so in einem anderen Forum gibt. Und ich dachte mir, dass ich sie hier auch mal gleich "komplett" reinstelle, da sie "drüben" bereits gut ankommt. Manche User sind ja wie ich doppelt angemeldet, da wäre es ja doof, wenn ich hier nur das erste Kapitel gepostet hätte.
    An dieser Stelle grüße ich mal Sunny-Boy, ich hoffe, dass Du dort auch noch einen kleinen Kommi schreibst.

    So, dann werde ich mal gucken, dass ich in den nächsten Tagen den nächsten Teil fertig bekomme.

    ...ein Kampf ums Überleben und um Gerechtigkeit...
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  37. #19
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    Thumbs up Weiter so

    Hallo,

    deine Story ist wirklich spannend und es macht spass sie zu lesen, ich habe keine verbesserungsvorschläge für dich, dein schreibstil ist spannend, die bilder sind klasse und die story ist auch spannend, also weiter so
    Carpe Diem

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  39. #20
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    Wahrscheinlich geht's am Mittwoch weiter.
    Der Text ist zu 99% fertig, nur die Bilder fehlen noch.

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