Beiträge von ~ Jour Vert ~

    Kapitel 15

    Ich schreckte zurück und die Tür wurde eingebrochen. „Ich will meine Kinder sehen’’, schrie Heiner voller Zorn. „Ich werde sie dir aber nicht zeigen!’’, schrie ich ihn an. Phoebe und Melanie fingen an zu schreien. Ich stellte mich vor die Kinderzimmertür. „Hau ab!’’, schrie ich aus Leibeskräften. Ich hatte solche Angst um meine beiden Töchter. Wenn Danijel jetzt nur hier wäre. Ich zog schnell mein Handy aus der Hosentasche. Ich wählte die Nummer vom Cafe’s und schrie panisch in den Hörer:„ Danijel, komm her, Heiner ist da!’’ Ich hörte nur noch, wie an der anderen Leitung aufgelegt wurde. Mir flossen dicke Tränen über die Wangen.

    „Heiner, du darfst den Babys nichts antun’’, flüsterte ich und klammerte mich an der Tür fest. „Ich möchte sie jetzt, verdammt noch mal, sehen!’’, schrie er mir ins Gesicht und schob mich von der Tür weg. Die beiden kleinen schrien noch wie am Spieß. Ich rannte zu Heiner, und sprang ihm in die Seite. Ich schlug auf ihn ein. „Du lässt sie ihn Ruhe! Du wirst sie nicht zu sehen kriegen!’’, schrie ich und seine Brille zersplitterte. Er stand auf und warf mich ins Wohnzimmer. „Lass mich in Ruhe, du Schlampe. Ich habe ein Recht, meine Kinder zu sehen!’’, schrie er mich an und ging ins Kinderzimmer.

    Ich hatte unerträgliche Rückenschmerzen, vom Aufprall. Wieder flossen mir dicke Tränen über die Wangen. Plötzlich sprang die Haustür auf. Danijel kam herein. „Die Polizei ist unterwegs’’, beruhigte er mich und ging ins Kinderzimmer. Mit einer Wucht lag Heiner auf dem Wohnzimmerboden. „Du tust den kleinen nichts an!’’, schrie Danijel. Langsam stand ich auf. Die Schmerzen zogen. Ich lief ins Kinderzimmer. Phoebe und Melanie schrien immer noch. Ich nahm beide auf den Arm, was mir sehr schwer fiel. Mir kullerten immer noch Tränen über die Wangen. Im Wohnzimmer kam es wieder zu einem heftigen Streit. Ich ging mit Phoebe und Melanie im Zimmer auf und ab. Doch sie beruhigten sich nicht.

    Immer wieder hörte ich, wie die beiden Männer nur so brüllten. Plötzlich lag Danijel wieder am Boden. Sein Gesicht war voll Blut und Heiner kam auf mich zu. Ich wusste nicht wohin, und bekam schreckliche Panik. Gerade, wollte er auf mich einschlagen, als ich nur sah, dass er zu Boden geschmissen wurde. Große Erleichterung machte sich in mir auf und auch Phoebe und Melanie beruhigten sich. Vorsichtig legte ich die beiden in ihr Bett. Sie hörten auf, zu schreien und im Kinderzimmer wurde es langsam ruhig.

    Die Polizei nahm Heiner fest und sie führten ihn ab, Danijel kam zu mir und nahm mich tröstend in den Arm. „Er bekommt die beiden nicht, da bin ich mir ganz sicher’’, sagte er und küsste mich auf die Stirn. „Und was wenn doch?’’, weinte ich. „Er wird sie nicht kriegen. Ich werde alles dagegen unternehmen’’, sagte Danijel und küsste mich wieder sanft auf die Stirn. „Ich bleibe für heute hier’’, sagte er beruhigend und wir lösten uns von der Umarmung. Ich nickte und ging ins Badezimmer. Ich tupfte ihm das Blut ab. Er sah einfach schrecklich aus. Die beiden Babys brabbelten wieder etwas vor sich hin und wir mussten lachen.

    Es war einfach zu süß, wie sie da so lagen, und rumquietschten. Danijel nahm Melanie auf den Arm. „Ich werde die beiden adoptieren, wenn wir geheiratet haben’’, strahlte mich Danijel an. Was hatte er da gerade gesagt? Wenn wir geheiratet haben…, kreiste es mir durch den Kopf. „Danijel, wiederhole das bitte!’’, sagte ich und mein Herz rutschte mir fast in die Hose. „Die beiden adoptieren?’’, fragte mich Danijel und strahlte immer noch. „Nein, das andere’’, sagte ich aufgeregt.

    „Wenn wir geheiratet haben?’’, fragte mich Danijel und schaute auf. „Ja…’’, sagte ich fassungslos. Danijel legte Melanie wieder in ihr Bettchen und ging ins Wohnzimmer. Er holte eine schwarze Seidenschachtel aus dem Wohnzimmerschrank und kam auf mich zu. Mein Herz pochte mir bis zum Hals, und ich dachte, es sprang fast aus meiner Brust. „Paula, du weißt, ich liebe dich mehr, als alles andere auf der Welt...’’, ich nickte, „…und wir haben uns auf eine komische Weise kennen gelernt. Ich liebe dich, und deine Kinder, und ich möchte der Vater von Phoebe und Melanie sein. Ich frage dich… Willst du mich heiraten?’’, fragte er und ich war sprachlos. Ich hielt meine Hand vor meinem Mund und wusste keine Antwort...

    Kapitel 14


    Ungefähr 5 Monate später…



    Es war ein windiger aber doch warmer Tag, im September. Die Blätter nahmen eine andere Farbe an und die Bäume schüttelten die Blätter ab. Die Babys traten oft gegen meinen Bauch und ich bekam immer mehr Ess-Attacken. Danijel hielt sein Versprechen, er unterstützte mich. Zwischen ihm und mir klappte es einfach wunderbar. Von Heiner hatten wir, seid dem Vorfall, nichts mehr gehört. Ich schlief noch tief und fest, Danijel lag neben mir. Ich wachte auf und drehte mich um und Danijel strahlte mich an. Seine Augen leuchteten in einem fantastischem grün. In meinem Bauch fingen sich die Babys wieder an zu bewegen. Es war ein sehr komisches Gefühl.

    Plötzlich lief an meinen Beinen eine warme Flüssigkeit her. Ich spürte ein stechenden, unerträglich Schmerz und schrie wie am Spieß. ,,Danijel... die Babys!'', schrie ich panisch. Danijel stand ruckartig auf und trug mich in sein Auto. Er raste durch die Straßen und wir kamen schließlich am Krankenhaus an. Unter starken Schmezen brachte ich zwei Mädchen auf die Welt. Phoebe war die erst Geborene. Sie war 53 cm groß und wog 3500 Gramm. Ihre kleine Schwester, Melanie, allerdings war nur 51 cm groß und 3340 Gramm schwer. Da war mir klar, wer von den beiden das Meiste gefuttert hatte.





    Wieder zuhause…

    Die beiden waren einfach nur niedlich und total aufgeweckt. Sie quietschten in ihren Betten herum und brabbelten irgendetwas vor sich hin. Es war sehr anstrengend, sich um beide zu kümmern, wenn Danijel im Cafe’s arbeitete. Doch irgendwie machte es auch Spaß. Wie sie mich mit ihren zarten, kleinen Gesichtern manchmal anstrahlten. Das Wetter wurde immer kälter und es regnete öfters.

    Die Zeit mit den Babys war immer wundervoll. Wenn wir spielten, bekam ich nie mit das Danijel nach Hause kam. Ich wickelte gerade Phoebe und Melanie brabbelte etwas vor sich hin. Ich war richtig vertieft und küsste Phoebes kleine Füße die wild strampelten. Plötzlich schellte es Sturm. Ich zuckte zusammen und Phoebe fing an zu schreien. Sie hatte sich wohl auch erschreckt. Ich legte die beiden in ihr Bettchen und ging zur Tür. Durch sie konnte ich eine männliche Gestalt wahrnehmen. Ich öffnete die Tür und bekam einen Schock…


    Kapitel 13

    Nächsten Morgen wachte ich sehr spät auf. Der Geruch von Kaffee und Pfannekuchen kam mir in die Nase. Das Radio war eingeschaltet. Ich ging verschlafen ins Wohnzimmer, wo auch das Esszimmer und die Küche war. Ich schaute auf die Uhr. 11 Uhr. Plötzlich drehte sich Danijel um. „Hey, erschreck mich doch nicht so. Ich wollte dich gerade wecken gehen’’, meinte er und servierte das Frühstück nebenbei. „Jetzt bin ich ja wach’’, lächelte ich ihn an, und gab ihm ein Kuss auf den Mund. Ich setzte mich auf den Stuhl am Esstisch. „Na, wie geht es dir hast du immer noch Kopfschmerzen?’’, fragte er mich besorgt und setzte sich auf den Stuhl gegenüber. „Nein, die Kopfschmerzen sind weg’’, sagte ich und fing an, meinen Kaffee zu trinken.

    „Hast du eigentlich schon Namen für deine Babys?’’, fragte mich Danijel interessiert und aß seinen Pfannekuchen. Ich spuckte fast ein Teil des Kaffees aus. „Was? Ich bin doch höchstens erst im dritten Monat’’, lachte ich und verschluckte mich. „Wieso, kann doch sein das du schon darüber nachdenkst?’’, sagte er. „Das hat noch ein bisschen Zeit’’, zwinkerte ich ihm zu. Er nahm meine Hand und streichelte sie. „Ich werde dich unterstützen, ich liebe dich’’, sagte er. „Ich liebe dich doch auch’’, strahlte ich ihn an. „Was ist eigentlich mit Stella?’’, fragte er mich und streichelte mir immer noch die Hand.

    „Ich hab keine Ahnung. Stella interessiert mich nicht mehr’’, meinte ich und zog meine Hand weg. Was fällt ihm ein über Stella zu reden? „Aber ihr wart doch beste Freundinnen, bedeutet sie dir gar nichts mehr?’’, fragte er mich neugierig. Ich antwortete nicht und aß mein Pfannekuchen weiter. „Ich meine, ihr habt euch doch so gut verstanden, bevor du mit Heiner gegangen bist.’’ Ich knallte wütend die Gabel auf den Tisch, und verschwand im Schlafzimmer, um mich anzuziehen. Ich kam wieder ins Esszimmer gestürmt. „Das reicht mir! Ich möchte nichts mehr mit Stella zu tun haben, weder noch etwas von Stella hören!’’, schrie ich Danijel an und verschwand aus dem Haus. Dieser stand auf, und rannte mir hinterher. Die Schritte näherten sich. Tränen stiegen mir in die Augen.

    „Paula!’’, ich störte mich nicht an ihm und ging im schnellem Schritt weiter, „Man, Paula. Warte doch!’’, rief er mir hinterher. Er kam an meiner Seite an und nahm mich an die Hand. Er stoppte mich, sonst wäre ich weitergelaufen. „Paula, ich wollte dich nicht verletzen, ich liebe dich doch. Ich dachte nur, das dass mit dir und Stella vielleicht noch was wird, als Freundinnen’’, er umarmte mich und ich erwiderte die Umarmung. „Ich weiß auch nicht was mit mir los ist. Ich liebe dich ja auch’’, weinte ich. „Ist schon gut. Komm, lass uns wieder reingehen’’, meinte er. Ich folgte im ins Haus. Wir setzten uns wieder an den Esstisch. „Meinst du, ich sollte Stella eine SMS schicken?’’, fragte ich skeptisch, und ein komisches Gefühl machte sich in mir breit. „Paula, deine Gefühle sollen dich leiten. Ich habe nichts zu bestimmen. Du musst wollen, dass du dich mit Stella wieder anfreundest’’, sagte er.

    Ich nickte ihm zu. Es würde mich wirklich Überwindung kosten, mich wieder mit Stella anzufreunden. Aber wieso? Hatte sie einfach zu viel falsch gemacht oder lag es einfach an mir? „Paula, es wird schon alles gut, ich werde ich unterstützen’’, riss mich Danijel aus den Gedanken. Ich lächelte ihn an, doch glaubte nicht wirklich, dass alles gut wird…

    Kapitel 12

    Ich rannte, so schnell mich meine Beine trogen, die Straße entlang. Immer wieder kreisten mir die Bilder von Heiner in meinem Kopf rum, wie voller Zorn er war. Ich rannte und kam schließlich außer Atem an Danijels Haus an. Danijel schrieb etwas. Doch hinter mir lief Heiner. Ich lief zur Haustür. „Danijel! Hilfe!’’, schrie ich und klopfte gegen die Tür. Danijel drehte sich ruckartig um und kam auf die Tür zu gerannt und machte sie auf. Schützend nahm er mich in den Arm. „Ist dir was passiert?’’, fragte er mich besorgt. „Nein. Heiner kommt mir hinterher gerannt ruf bitte die Polizei’’, fing ich an zu weinen. Er lief zum Telefon und wählte die Nummer der Polizei. Ich schloss die Tür. Ich zitterte am ganzen Körper. Schon kam Heiner um die Ecke gelaufen. Ich hielt mir die Hände auf die Augen und stellte mir vor, das dass mit Heiner alles nicht passiert wäre. Plötzlich fühlte ich, dass mir übel wurde. Alles drehte sich um mich und das Schwindelgefühl hielt an. Ich rannte zum Klo und übergab mich. Ich wusch mir den Mund aus und konnte schon Stimmen erkennen. Es waren Heiner und Danijel.

    „Lass Paula endlich in Ruhe, verstehst du? Sie will nichts von dir, lass sie endlich in Ruhe!’’, schrie Danijel. „Woher willst du denn wissen was sie will und was nicht? Sie ist schließlich schwanger, von mir!’’, brüllte Heiner zurück. Ich kam aus dem Badezimmer und sprang Heiner auf den Rücken. Ich boxte mit aller Kraft, die ich hatte, auf ihn ein. Es war nicht viel Kraft, die ich in mir hatte, schließlich war ich in letzter Zeit ziemlich erschöpft. „Paula das bringt nichts hör auf!’’ rief Danijel und zog mich zu sich. „Du blöde Schlampe! Das kriegst du zurück!’’, schrie Heiner und sprang auf mich zu. Immer wieder schlug er in mein Gesicht. Danijel hatte kaum eine Chance, ihn von mir abzulösen. Plötzlich hörten wir, wie zwei Personen in die Tür kamen. Die Polizisten sahen mit eigenen Augen, wie Heiner immer wieder auf mich einprügelte. Der Mann und die Frau, schafften es ihn von mir abzulösen. Danijel sank auf die Knie und nahm mich in den Arm. „Paula, geht es dir gut? Wo hast du Schmerzen?’’, fragte er mich besorgt. „Es geht schon’’, stöhnte ich voller Erschöpfung.

    Wieder strich er mir über die Wange. Wir merkten überhaupt nicht, wie Heiner hinter uns festgenommen wurde. Ich nahm Danijels Hand und fing sie an zu küssen. „Danjel… ich habe mich in dich verliebt’’, weinte ich vor Schmerzen, und lächelte ihn mit einem Schmerzenverzogenem Gesicht an. Er zog meinen Kopf näher an sich ran, und küsste meine Lippen sanft. „Paula, ich liebe dich auch’’, sagte er und küsste mich noch einmal sanft auf die Stirn. Es war so schön, von ihm geküsst zu werden. Er ging so zärtlich mit mir um. Danijel half mir vom Boden auf und ich setzte mich auf die Couch. Er unterhielt sich noch kurz mit den Polizisten und sie verschwanden. Heiner schaute mich noch einmal mit einem hasserfüllten Blick an, und wurde dann abgeschleppt. Mein Kopf dröhnte immer noch vor Schmerzen und mein Gesicht brannte. „Soll ich dir etwas holen?’’, fragte mich Danijel besorgt. „Ja, eine Kopfschmerztablette’’, meinte ich und fasste mich an die Stirn.

    „Klar, bin gleich wieder da’’, lächelte er mich an und verschwand im Badezimmer. Er brachte einen Waschlappen und eine Kopfschmerztablette mit. Er legte die beiden Sachen auf den Wohnzimmer Tisch und machte mir ein Glas Wasser fertig. Danijel gab mir das Glas Wasser und ich schluckte die Kopfschmerztablette herunter. Die Tablette schmeckte einfach ekelig. Langsam fing Danijel an, mir das Blut abzutupfen. Er war so süß zu mir. „Ich liebe dich…’’ flüsterte er noch einmal zu mir. „Ich liebe dich doch auch’’, sagte ich und lächelte ihn an. Die Schmetterlinge flogen wieder wie wild in meinem Bauch herum. Wir küssten uns wieder. Danijel legte den Waschlappen bei Seite und wir fingen uns an wild zu küssen.

    „Ich liebe dich’’, hauchte er mit erneut ins Ohr. Die Schmetterlinge flogen weg und in mir explodierte ein Feuerwerk. Danijel gab mir so viel Liebe, wie ich brauchte. Plötzlich fiel mir ein, das Danijel etwas geschrieben hatte. „Was hast du da eigentlich eben geschrieben?’’, fiel mir ein und ich schaute ihn skeptisch an. „Eine Anzeige, wegen Entführung’’, sagte er und hielt mir den Zettel unter die Nase. Ich zerknüllte den Zettel und traf in den Mülleimer. „Das brauchen wir jetzt nicht mehr!’’, sagte ich und küsste ihn noch einmal auf den Mund. „Ich gehe jetzt ins Bett. Vielleicht gehen die Kopfschmerzen dann weg’’, sagte ich und küsste ihn wieder auf den Mund.

    „Okay, schlaf gut. Ich liebe dich’’, sagte er und streichelte meine Wange. „Ich dich auch’’, flüsterte ich und verschwand im Gästezimmer. „Paula?’’, rief mich Danijel. Ich kam ins Wohnzimmer. „Was ist denn?’’, fragte ich ihn. „Willst du ins Schlafzimmer gehen?’’, meinte er und lächelte mich an. „Gerne’’, sagte ich, und verschwand im Schlafzimmer. Ich zog mich um und legte mich ins Bett. Spät abends spürte ich nur noch, wie jemand sich neben mich legte, und sich an mich ran kuschelte, es war Danijel...

    Kapitel 11



    Danijel und ich lösten uns von der Umarmung und er lächelte mich an. „Wird schon alles gut werden’’, meinte er und strich mir zart über die Wange. Ich nickte stumm. In meinem Bauch war ein Riesen Schwarm von Schmetterling eingetroffen. Plötzlich kamen wir uns immer näher. Danijel atmete ruhig. Wir waren kurz davor uns zu küssen, als es wie wild an der Tür hämmerte. Wir schreckten von einander. Heiner stand dort und brach fast die Tür ein. Wutentbrannt rannte Danijel auf die Tür zu. „Nicht Danijel. Ich will nicht, dass dir noch einmal so etwas passiert!’’, schrie ich ihn an. „Mir reicht es jetzt’’, meinte er und schlug mit einer Wucht die Tür auf. Ich rannte zur Tür und stellte mich an den Tür Rahmen.



    Vor dem Haus spielte sich eine heftige Kloppe ab. Immer wieder musste ich zusehen, wie Danijel von Heiner in den Bauch getroffen wurde. Ich schrie los:„ Heiner hör auf!’’ Sie lösten sich von einander. Heiner starrte mich gierig an. Es war mir sehr unangenehm. Danijel krümmte sich am Boden vor Schmerzen. Plötzlich kam Heiner auf mich zu gerannt und nahm mich ruckartig auf den Arm. „Du hälst deine verdammte Klappe!’’, meinte er zu mir und ‚schleppte’ mich ab. Dicke Tränen flossen mir über die Wangen. Was will er jetzt mit mir machen? Heiner war an seinem Haus angekommen. Er schloss die Tür auf und schmiss mich förmlich in sein Haus. Dann schloss er die Tür hinter sich zu. Heiner hob mich von Boden auf und fing an, mir in den Schritt zu fassen. „Nein, Heiner! Hör auf ich will das nicht!’’, schrie ich aus Leibeskräften.



    „Wenn du mir noch einmal widersprichst, wird es heftig knallen!’’, schrie er mich an. Er faste mich an die Brüste. Aber ich hatte keine Chance gegen ihn, er würde mich krankenhausreif schlagen. Er küsste mich widerlich. Wäre Danijel jetzt nur bei mir. Ich kniff meine Lippen zusammen, sonst würde er seine Zunge wieder in meinen Hals stecken. „Heiner, bitte, hör auf!’’, wiederholte ich mich noch einmal. „Mein Gott, dir gefällt es doch auch, gib es zu!’’, schrie er mich an. „Nein Heiner, ich…’’, fing ich an zu stammeln. „Was ich...?’’, fragte er mich und schubste mich nach hinten. „Heiner… ich bin…’’, meine Kehle war wie zugeschnürt. Immer wieder zog sich mein Magen zusammen und grummelte dabei.



    „Jetzt sag schon! Was bist du?’’, schrie er mich an. „Heiner… ich bin schwanger… von dir’’, meinte ich und brach in Tränen aus. „Toller Witz. Jetzt komm her, wo waren wir?’’, fragte er mich und zog mich wieder an sich ran. „Heiner… du verstehst nicht, ich bin schwanger, von dir, mit Zwillingen!’’, schrie ich ihn aus Leibeskräften an. Plötzlich erstarrte er. Heiner schaute mich an, als ob er einen Geist gesehen hätte. „Aber du treibst die Dinger doch ab, oder?’’, fragte Heiner mich. „Nein… das wäre Mord’’, flüsterte ich. „Du treibst die Dinger ab, auch wenn ich dich krankenhausreif schlagen muss!’’, schrie er mich an, und schüttelte mich an den Schultern.



    „Nein, ich treib die Babys nicht ab!’’, schrie ich aus Leibeskräften. Ich eilte zur Tür und wollte sie aufschließen. Doch Heiner hielt mich fest. „Du gehst nicht weg, nirgendwo hin. Du gehörst mir’’, sagte er mit einem dreckigen Lachen in der Stimme. Ich trat nach hinten aus und traf ihn genau in sein wichtigstes Stück. Er krümmte sich vor Schmerzen, ich schloss die Tür auf und stürmte raus…

    Kapitel 10


    Ein paar Wochen später…

    Das Wetter wurde von Zeit zu Zeit immer schöner. Die Vögel fingen an zu zwitschern und die Sonne lachte immer öfter auf uns herab. Meine Mum hielt ihr Versprechen ein und kam zum Besuch. Danijel gefiel ihr. Er und ich unternahmen öfter mal ein paar Ausflüge und hatten immer sehr viel Spaß dabei. Doch manchmal plagte mich ein Schwindelgefühl und mir wurde immer schlecht, wenn ich aufstand. ‚Das ist wohl das Wetter’, dachte ich mir immer und ich war mit dieser Aussage beruhigt. Doch einmal war mir so schlecht, dass ich mich übergeben musste. Und das nicht nur einmal am Tag sondern ein paar Mal. Danijel machte sich große Sorgen um mich.

    „Paula willst du nicht mal zum Arzt gehen? Das kann so nicht weitergehen’’, meinte er sehr besorgt. „Ja und was soll der bitte feststellen?’’, fragte ich ihn. „Keine Ahnung, aber du musst doch was haben, das du dich immer übergibst. Nach ein paar Tagen war ihm das zu viel, immer rannte ich aufs Klo und übergab mich. „Paula, du gehst jetzt zum Arzt, auch wenn ich dich dahin schleppen muss’’, sagte er. „Ist ja schon gut, ich gehe’’, meinte ich und ging los. Eine Jacke brauchte ich nicht mehr. Ein Pullover reichte mittlerweile, wegen dem Wetter.

    Als ich am Arzt angekommen war, meldete ich mich an und setzte mich ins Wartezimmer. Ein altes Ehepaar saß auf der Couch von mir gegenüber. Zwei jugendliche Mädchen redeten miteinander. Nach einer halben Stunde, die ich warten musste, wurde ich aufgerufen. Ich stand auf und ging in den Behandlungsraum. Der Arzt begrüßte mich freundlich und bat mich auf den Stuhl gegenüber von ihm. „Na, was haben wir denn?’’, zwinkerte er mir zu. „In letzter Zeit ist mir so schlecht und ich habe öfter ein Schwindelgefühl. Ich übergebe mich ein paar Mal am Tag’’, meinte ich und zupfte an meiner Hose herum. Der Arzt notierte sich alles und bat, dass ich mein Oberteil auszog, damit er mich untersuchen konnte.

    Ich legte mich auf eine Liege und er fing an, meinen Bauch abzutasten. Dann fuhr er mit einem Gerät meinen Bauch ab. Was sich in meinem Bauch abspielte, konnte man in einem Bildschirm sehen. „Ich weiß was es ist. Sie sind schwanger, herzlichen Glückwunsch’’, sagte er und strahlte mich freudig an. Meine Augen füllten sich mit Tränen. „Ich habe noch eine bessere Nachricht für sie, sie erwarten Zwillinge’’, lächelte er mich erneut an. Ich lächelte künstlich zurück. „Ich… ich gehe jetzt’’, stotterte ich. „Ist gut. Tschüss Frau de Meerwas’’, sagte er und schüttelte mir zum Abschied die Hand.

    Als ich aus der Praxis gegangen war, brach ich in Tränen aus. Sie erwarten Zwillinge, kreiste es mir durch den Kopf. „Oh mein Gott, Zwillinge’’, murmelte ich vor mich hin, dabei flossen dicke Tränen meine Wangen hinunter. ‚Ich werde die Babys nicht abtreiben das wäre Mord’, dachte ich mir. Ich lief, so schnell mich meine Beine trogen, nach Hause, zu Danijel. Ich schloss die Tür mit zitternden Händen auf. Danijel stürmte mir entgegen und fragte mich, was mit mir los sei. Ich erzählte ihm dass ich schwanger bin, und brach immer wieder aufs Neue in Tränen aus. Er nahm mich in den Arm und ich schloss die Augen. Mir wurde es ein wenig warm. Plötzlich spürte ich, wie kleine Schmetterlinge in meinem Bauch herum flogen. War ich verliebt?

    Kapitel 9 - Nichts passiert!

    „Danke’’, meinte ich verlegen. „Darf ich ihnen meine Nummer geben? Sie können mich dann anrufen wenn sie Problem haben.’’ Ich nickte ihm zu und er gab mir seine Nummer. „Ach übrigens ich heiße Danijel Henshily, falls sie das wissen wollten’’, zwinkerte er mir zu. „Paula de Meerwas’’, sagte ich leicht angerötet. Ich verabschiedete mich von ihm und ging nach Hause…


    Einige Wochen später…


    Danijel und ich verstanden uns sehr gut. Wir waren mittlerweile schon beim du angelangt. In letzter Zeit wohnte ich bei ihm im Gästezimmer, Stella hatte mich aus dem Wohnheim geschmissen. Ich blieb mit den Leuten im Wohnheim aber in Kontakt. Wir schrieben uns gegenseitig Sms’s oder trafen uns. Ich half in letzter Zeit öfter im Cafe’s wenn ich nach dem Unterricht nach „Hause“ kam.

    Nach dem Unterricht ging ich wieder zum Cafe’s. Der Winter war langsam vorbei. Es wurde von Tag zu Tag wärmer. Ich traute meinen Augen nicht, wer dort vor mir stand, am Cafe’s. Heiner lächelte mich an. Ich ignorierte ihn und ging an ihm vorbei. Doch er hielt mich am Arm fest und zog mich an sich ran. Er steckte seine Zunge in meinen Hals. Wie ich ihn verabscheute! Ich stieß ihn weg:„ Lass mich in Ruhe!’’, schrie ich ihn an. „Komm Paula, du willst es doch auch’’, meinte er und zog mich wieder an sich heran. „Nein! Hör auf lass mich ihn Ruhe!’’, schrie ich erneut. Ein Schmerz auf meiner Wange. Er hatte mir eine Ohrfeige gegeben. Ich hielt meine Backe. Sie glühte. Mir schossen die Tränen in die Augen. Plötzlich wurde die Eingangstür vom Cafe’s mit einer Wucht geöffnet.

    Danijel kam wutentbrannt aus dem Cafe’s und lief geradewegs auf Heiner zu. „Was fällt dir eigentlich ein, du sch*iß Penner!’’, schrie er ihn mitten ins Gesicht. Ich rührte mich nicht und schaute nur zu. Ich stand da, wie angewurzelt. Danijel boxte Heiner mitten ins Gesicht. Dieser taumelte zurück uns fiel fast hin. Heiner kam auf Danijel zu, und prügelte wie ein wilder auf ihn ein. „Danijel!’’, schrie ich aus Leibeskräften. Heiner hörte auf, auf ihn einzuschlagen und rannte so schnell wie möglich weg. Danijel lag auf dem Boden und regte sich nicht. „Danijel’’, flüsterte ich und stellte mich vor ihn hin. Er stand vorsichtig auf und meinte:„ Nichts passiert.’’ Ich schmunzelte. „Ja, schau dich doch mal an!’’ Zum Glück waren gerade keine Gäste im Cafe’s da. Ich schloss das Cafe’s und riss Danijel mit mir.

    In Danijels Haus verarztete ich ihn. Ich holte einen Waschlappen und tupfte vorsichtig über seine Wunden. Ihn hatte es wirklich sehr stark erwischt. „Danijel, du musst ihn anzeigen’’, sagte ich sehr besorgt. „Paula, mir ist doch kaum etwas passiert’’, meinte er und schüttelte den Kopf. „Ja und? Ist mir doch egal. Zeig ihn einfach an’’, meinte ich und in mir stieg Wut auf, wegen Heiner. „Paula, das bringt nichts, kommt wieder zur Vernunft’’, sagte er und schüttelte noch einmal heftig mit dem Kopf. Ich schaute auf die Wanduhr. „16.30 Uhr’’, sagte ich laut und ging ins Badezimmer, um den Waschlappen auszuwaschen. „Au!’’, schrie Danijel aus dem Wohnzimmer. „Was ist jetzt passiert?’’, rief ich. „Bin nur an die Wunde gekommen, nichts passiert’’, meinte er und ich kam wieder ins Wohnzimmer. „Ach nein, dir ist nichts passiert wenn du bei jeder Berührung aufschreist?’’, lachte ich laut auf.

    Plötzlich vibrierte mein Handy in der Hosentasche. Eine Sms von meiner Mum. Ich las sie mir still durch. Hallo mein Schatz. Ich wollte mich auch mal wieder melden. Ich habe die nächste Woche endlich einmal frei. Kann ich zu dir kommen? Grüße und viele viele Küsse, deine Mum. Ich freute mich sehr, mal wieder was von meiner Mum zu hören. Ich schrieb zurück. Hallo Mum. Klar kannst du kommen. Ich wohne momentan woanders. Stella hat mich rausgeschmissen, aber die Geschichte erzähle ich dir ein anderes Mal… Ich schrieb noch die Adresse und Telefonnummer von Danijel dabei und schickte die Sms ab…

    Es geht weiter.


    Kapitel 8 - Nur noch einmal wählen!

    Ich machte die Tür auf und schlich herein. Zum Glück keine Stella die mir stürmisch entgegen gerannt kam. Ich ging nach oben in mein Zimmer, zog mich um, und legte mich sofort ins Bett. Ich schlief wieder sehr unruhig. Das Gesicht von Heiner verfolgte mich im Traum. Schweißgebadet wachte ich am nächsten Morgen auf. Ich ging verschlafen ins Badezimmer und machte mich fertig. Diesmal, machte ich mir die „übrigen“ Kontaktlinsen in die Augen. Es waren ja immerhin noch 10 Paare von diesen Dingern da und irgendwie musste ich sie loswerden. Als ich fertig war, ging ich nach unten in den Flur um Heiner anzurufen. Ich wählte die Nummer mit einer zitternden Hand. „Heiner Müller?’’, klang es am anderen Ende. „Hallo, Heiner hier ist Paula…’’, meinte ich. Ein piepen in der Leitung. Er hatte aufgelegt. ‚Er hat bestimmt nicht absichtlich aufgelegt’, dachte ich mir und wählte erneut die Nummer. „Heiner Müller?’’ „Ja, Paula…’’, weiter kam ich nicht denn er hatte schon wieder aufgelegt.


    ‚Nur noch einmal wählen’, murmelte ich vor mich hin. „Heiner Müller?’’ „Paula…’’, weiter kam ich nicht. „Verdammt, was ist mit dem los?’’, fragte ich mich. „Na? Will er dich nicht mehr? Ich hab doch gesagt er nutzt dich aus’’, Stella stand neben mir, was ich nicht bemerkt hatte. „Wir haben gestern miteinander geschlafen, denkst du nicht das es ihm was bedeutet, mit mir?’’, meinte ich und verschränkte die Arme. „Süße, er war nur eine schnelle Nummer für dich sonst nichts. Willst du denn einfach nicht kapieren das er dich nur ausgenutzt hat?’’, sagte sie und klopfte an meine Stirn.

    „Stella, du willst nicht kapieren, dass er es nicht getan hat!’’, schrie ich sie an und ging an ihr vorbei, als ob nichts gewesen wäre. „Paula du… du blöde sch*iß Kuh! Komm sofort hier her!’’, fing sie an wie irre zu kreischen. „Lass mich in Ruhe’’, sagte ich und ging in Ruhe die Treppe hoch. Sie fing an, mir hinterher zu rennen. Sie zog mir die Beine weg und ich fiel auf der Treppe hin. Dann schubste ich Stella irgendwie die Treppe runter und sprintete in mein Zimmer. Ich nahm mein Handy vom Tisch und schrieb eine SMS, an Heiner:


    Hi Heiner! Was ist mit dir los? Ich rufe dich an und du legst einfach auf? Was soll das? Bedeutete dir das gestern denn gar nichts? Schreib mir bitte zurück, egal was! Grüße Paula…

    Ich legte das Handy wieder zurück auf den Schreibtisch und fing an meine Mails nachzugucken. Nichts von Heiner. Nur wieder Werbung. Nach 10 Minuten, die mir wie 10 Stunden vorkamen, vibrierte mein Handy sehr stark. Hastig nahm ich das Handy in die Hand und fing an, die SMS zu lesen. Es war nur ein kurzer Text:

    Paula, lass mich in Ruhe! Heiner

    Wie? Ich kapierte gar nichts mehr.


    Wieso sollte ich ihn in Ruhe lassen? Ich schrieb zurück:

    Was? Wieso? Was hab ich getan das ich dich in Ruhe lassen soll?

    Ich legte mein Handy wieder zurück auf den Schreibtisch und fing an, im Internet zu surfen. Jede 5 Minuten schaute ich auf die Computer Uhr. Es gingen Minuten ja, sogar Stunden. Nach drei Stunden reichte es mir und ich nahm all meinen Mut zusammen und ging zu Heiner. Ich schnaubte. Ich zog mir noch nicht einmal meine Jacke an. An Heiners Haus angekommen, klingelte ich Sturm. Er öffnete. „Heiner! Was soll das?’’, schrie ich ihm mitten ins Gesicht. Er fing an, dreckig zu lachen. „Paula, kapierst du denn nicht das du für mich nur eine schnelle Nummer warst, sonst nichts? Und jetzt lass mich in Ruhe’’, meinte er und knallte die Tür zu.

    Du warst für mich nur eine schnelle Nummer…, raste es mir durch den Kopf. Ich strich mir über die Stirn und brach in Tränen aus. Dann ging ich nach hause. Stella hatte Recht, er hatte mich nur benutzt. Ich war wütend und traurig zugleich. Dieses Gefühl, dass man benutzt wird ist einfach schrecklich! Ich ging am Cafe’s vorbei. Ins Wohnheim zu gehen, und von Stella ausgelacht zu werden, hatte ich doch keine Lust. Dann fiel mir was ein! Heute war doch Unterricht! „*******!’’, fluchte ich laut. Ich war kurz davor, loszurennen doch Stella würde neben mir sitzen, darauf hatte ich wirklich keine Lust. Und außerdem war ich sehr gut auf dem College also machte ich mir da keine Sorgen drum. Wieder rum, durfte ich dieses Halbjahr auch nicht vergeigen, es war das letzte. Es störte mich nicht und ich betrat das Cafe’s.

    Es war sehr leer. Nur zwei Personen saßen einzeln an zwei Tischen und schlürften ihren Kaffee. „Hallo’’, begrüßte mich der Kellner freundlich. „Hallo’’, meinte ich und setzte mich an einen Tisch. Er kam auf mich zu:„ Möchten sie etwas trinken? Vielleicht, ein Cappuccino? Wo wir gerade bei Cappuccino sind, wo ist eigentlich ihr Freund, wenn ich fragen darf?’’, fing an zu reden. „Mit ihm ist Schluss. Nein danke, im Moment möchte ich hier nur sitzen’’, sagte ich. „Ist okay. Wenn sie etwas brauchen, sagen sie bescheid’’, sagte er und verschwand. Ich konnte nicht anders, und brach in Tränen aus. Die Tränen tropften auf den Tisch und ich musste sie immer wieder mit dem Ärmel wegwischen. Der Kellner schaute mich sehr besorgt an, kam auf mich zu, und setzte sich an den Tisch. „Was ist denn los? Kann ich ihnen irgendwie helfen?’’, fragte er mich immer noch sehr besorgt.

    „Ach… im Moment ist einfach alles Sch*iße’’, fluchte ich vor mich hin. „Wenn sie wollen, schließe ich gleich den Laden, und wir können in Ruhe miteinander über ihr Problem reden. Ich will ihnen aber nicht auf die Pelle rücken’’, sagte er verständnisvoll und rieb sich sie Hände. Ich strahlte ihn an:„ Das würden sie für mich tun? Ich will sie aber auch nicht mitmeinen Problemen belasten.’’ „Nein, sie belasten mich nicht’’, meinte er und ging nach draußen, um ein Schild aufzuhängen, wo drauf stand, geschlossen. Die letzten zwei Gäste gingen aus dem Cafe. „Das ist echt total lieb von ihnen’’, sagte ich. ‚Ich werde ihm aber nicht alles erzählen, das habe ich mittlerweile gelernt, dass ich nicht jedem Kerl meine Geheimnisse erzählen sollte’, dachte ich mir. „Dann fangen sie mal an’’, sagte er und holte für mich einen Kaffee. Ich erzählte ihm die Geschichte aber nicht alle Details wie, dass ich mit Heiner geschlafen hatte, und ich mich mit Stella gestritten hatte. Auf einmal nahm er mich in den Arm. Er war sehr gepflegt und roch sehr gut. Seinen Atem spürte ich in meinem Nacken. „Sie dürfen sich nicht runter kriegen lassen durch so einen Typen. Sie sind eine hübsche Frau’’, sagte er und lächelte mich an…



    „Okay… da ist mein Haus. Bis zum nächsten Besuch von ihnen im Cafe’s’’, meinte er und klopfte mir leicht an die Schulter. Ich lächelte ihn leicht an und ging geradeaus weiter zu dem Wohnheim, wo ich wohnte. Die Lichter im Zimmer von Stella und Ben waren noch an. ,Stella ist also noch wach’, dachte ich mir und verengte meine Augen zu kleinen Schlitzen.Ich ging zur Tür und schloss sie auf…

    Zitat von Ami_lee

    Sehr schön zu lesen, aber könntest du die Schrift ein Tick größer machen?


    Nö, die Schrift ist groß genug!


    Kapitel 7


    Als ich zuhause angekommen war, schloss ich wie immer die Tür auf. Sofort kam Stella mir entgegen gestürmt. „Na? Was sollte das jetzt im Cafe’s? Dir geht’s ja wohl nicht gut denkst du ich bin eifersüchtig? Heiner will dich doch nur ausnutzen!’’, fing sie an zu schreien und stampfte immer zu auf dem Boden herum. „Pah! Klar bist du eifersüchtig. Wie du schon geschaut hast. Du bist doch nur eifersüchtig das ich jetzt im Mittelpunkt von Heiner stehe. Ich stehle dir halt die Show. Na und? Denkst du das stört mich, wenn du mich verfolgst? NEIN tut es nämlich nicht und jetzt geh zur Seite ich muss an den Kuss denken, den er mir gegeben hat’’, fing ich an anzugeben und ging die Treppe hinauf. Stella erstarrte. „Ihr… ihr hab euch geküsst?’’, fing sie an zu stottern und rannte hinter mir her. „Ja, und zwar mitten auf den Mund verstehst du? Auf den Mund!’’, lachte ich und stellte mich mitten in den oberen Flur.

    „Paula… es tut mir Leid…’’, fing sie an. „Ach ja.. jetzt tut es dir auf einmal Leid, ja, hör auf zu labern und lass mich in Ruhe!’’, meinte ich und verschränkte meine Arme. „Nein, Paula du verstehst das nicht’’, sie schüttelte den Kopf, „Heiner nutzt sich nur aus, verstehst du? Er nutzt dich aus!’’ „Weißt du was Stella, halt einfach deine sch*iß Fratze! Du gehst mir auf meine Eierstöcke! Lass mich in Ruhe. Wie eifersüchtig kann man eigentlich sein, das man so eine blöde Geschichte erfindet? Du bist einfach nur ein billiges Flittchen!’’, meinte ich, wollte gerade in mein Zimmer gehen, als ich ein unerträglichen Schmerz am Kopf spürte. Ich fiel hin. Dann drehte sich alles um mich. Stella fing an zu weinen. „Ich will dich doch nur beschützen, es tut mir Leid’’, weinte sie und fiel auf den Boden, ‚‚Ich wollte dir jetzt nicht wehtun, ich schwöre es.’’ Ich rappelte mich langsam auf. Stella kniete vor mir und flehte mich an, bei ihr zu bleiben, als Freundin. „Das hättest du dir eher überlegen sollen!’’, meinte ich eiskalt und ging vorsichtig in mein Zimmer. Diese Kopfschmerzen nahmen kein Ende.

    Ich glaubte, ich hatte eine Gehirnerschütterung. Soll ich sie anzeigen? Nein, so was tu ich nicht. Außerdem wohne ich in ihrem Wohnheim! Wieso hat sie mich noch nicht rausgeschmissen, wenn sie doch so sauer ist? Nein, ihr tut es ja Leid. Ich schaute auf meinen Wecker. 3.00 Uhr nachts. Wie lange liege ich hier schon? Wahrscheinlich bin ich wieder zwischendurch eingeschlafen. Ich schaute auf mein Handy. Keine SMS von meiner Mum. Wem sollte ich mich anvertrauen? Meine Mum schlief, ganz bestimmt. Wenn ich einen aus diesem Wohnheim hier wecken würde, würde es hier wieder Chaos geben. Plötzlich fiel mir Heiner ein. Er hatte mir doch auf den Zettel auch seine Handynummer aufgeschrieben. Ich kramte den Zettel aus der untersten Schublade meines Schreibtisches. Ich schrieb eine SMS:


    Hey, Heiner!
    Ich bin’s Paula. Es tut mir Leid, das ich so plötzlich gegangen bin. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, das es zu schnell mit uns geht. Doch ich habe überlegt, ich glaube, wir passen gut zusammen. Weißt du was? Stella kann mich mal kreuzweise. Sollen wir uns morgen treffen? Wieder im Cafe’s? Um 16.00 Uhr?
    Grüße Paula


    Ich sendete die Sms ab, und setzte mich an den PC. Hoffentlich schreibt er mir morgen zurück. Ich öffnete meine Mails. Wieder nur Werbung. Dann schaltete ich den PC aus. Ich zog meinen Schlafanzug an, und legte mich ins Bett. Morgen war Sonntag, also musste ich mir nicht den Wecker stellen.

    Plötzlich wurde ich von einem Piepen aufgeweckt. Mein Handy vibrierte und fiel fast den Schreibtisch herunter doch ich fing es auf. Eine SMS. Ich öffnete diese SMS und setzte mich auf meinen Schreibtischstuhl. Ich fing an zu lesen:
    Hallo Paula, wir können uns gerne im Cafe’s treffen. Ich freu mich schon! Bis dann.
    Dein Heiner.
    Mein Herz machte kleine Sprünge in mir. Er war mir also nicht sauer, dass ich so plötzlich gegangen war. Ich kramte mir passende Anziehsachen aus meinem Kleiderschrank und schaute auf die Uhr. Ich erschrak. Es war bereits 15.55. So schnell wie möglich, machte ich mich fertig und rannte, vergesslich wie ich war, ohne Jacke aus dem Haus.

    Ich fror sehr. Heiner stand, wie gestern, vor dem Cafe’s und wartete auf mich. „Was machst du denn ohne Jacke hier? Du frierst dir doch alles weg, komm lass uns schnell rein’’, meinte er besorgt und ging mit mir an den gleichen Tisch wie gestern. Er bestellte uns, wie gestern, Cappuccinos und setzte sich an den Tisch. Er nahm einfach meine Hand und wärmte sie. Und wie ich es geahnt hatte, kam Stella durch die Tür. Ich störte mich nicht an ihr und rutsche näher nach vorne, zu Heiner. Wir kamen uns immer näher und küssten uns. Es war so ein schönes Gefühl, auch wenn ich Stella damit nur eifersüchtig machen wollte. „Hey, ihr beiden Turteltäubchen’’, zwinkerte uns der Kellner zu, „Eure Cappuccinos sind da.’’ „Danke ihnen’’, meinte ich und fing an, meine Fingerspitzen an der warmen Tasse zu wärmen. Dampf stieg aus der Tasse.

    Wir redeten noch über Gott und die Welt und dann ging es wieder zu Heiner. Stella machte ihre Augen zu kleinen Schlitzen und schaute mich an, als ob sie mich töten wollte. Ich kicherte und Heiner und ich nahmen uns an die Hand. Aber, ging das nicht alles viel zu schnell? Doch ich verdrängte schnell diesen Gedanken und lehnte mich an Heiners Schulter an. Er schmunzelte nur ein bisschen und ging einfach, mit mir an seiner Schulter, weiter. Als wir an Heiners Haus ankamen, schloss er die Tür auf und ließ mich, wie gestern, zuerst rein. Er hängte seine Jacke an den Haken auf, und zündete den Kamin an. Wir setzten uns zusammen auf die Couch und küssten uns immer wilder. Plötzlich ging er mit seiner Hand unter meinen Pullover. Ich erstarrte wie Wasser, wenn es gefriert.

    „Heiner… ich’’, fing ich an zu stottern doch er fasste mir zwischen den Schritt, „Nein, Heiner hör auf!’’, schrie ich aus Leibeskräften. „Paula, hab keine Angst, ich tu dir nicht weh’’, meinte er und schüttelte heftig mit dem Kopf. Ich nickte nur stumm und er zog mein Oberteil aus. „Kann ich dir vertrauen Heiner?’’, meinte ich und er küsste meinen Hals. „Ja’’, meinte er schnell und ich streifte sein Oberteil über seinen Kopf. Wir fingen an, uns immer wilder zu küssen. Plötzlich sagte Heiner:„ Komm, Paula. Lass uns ins Schlafzimmer.’’ Ich nickte stumm und er trug mich auf sein Bett. Er öffnete seinen Gürtel und zog sich seine Hose aus. Als er das tat, wurde mir immer mulmiger zu Mute. Ich wollte es, aber ich wollte es auch nicht. Dieses Gefühl war einfach nicht zu beschreiben. Auf einmal fing er an, laut zu stöhnen. Ich merkte, dass er erregt war. Ich schluckte einen großen Kloß herunter. Jetzt zog er auch meine Hose aus. Dann passierte es, wir schliefen miteinander… wieder fing mein Kopf an zu dröhnen. Diese Kopfschmerzen, die unerträglich waren, hörten nicht auf. Heiner lag neben mir und schlief. Ich sammelte meine Klamotten ein, und zog sie mir an. Dann machte ich mich auf den Weg nach hause.

    ,Oh mein Gott, ich habe mit ihm geschlafen’, dieser Gedanke ging mir die ganze Zeit durch den Kopf. Wie viel Uhr war es eigentlich? Ich schaute auf meine Armbanduhr. Was? Es war erst 23 Uhr. Ich sah, wie der Kellner aus dem Cafe’s gerade die Tür abschloss. Er begrüßte mich mit einem kurzem „Hallo“ und ging den Weg entlang. Anscheinend, hatte er mich noch in Erinnerung. Er blieb auf dem Weg stehen. Er wartete wohl auf mich. Ich ging zu seiner Seite und er fing an, sich mit mir zu unterhalten:„ Ist es nicht ein bisschen kalt ohne Jacke hier draußen heute?’’ „Ist es schon, aber ich habe meine Jacke leider zuhause vergessen’’, meinte ich und strich mir über meine Stirn. Meine Gedanken waren immer noch bei Heiner und unserem gemeinsamen Mal. War es eigentlich gut, dass ich mit ihm geschlafen habe? Ich kannte ihn doch erst 4 verdammte Tage! Bei diesen Gedanken kamen mir Tränen in die Augen. „Hallo? Alles okay mit ihnen?’’, fragte mich der Kellner vom Cafe’s und stellte sich vor mich. „Ja, ist alles okay’’, flüsterte ich leise, damit ich nicht gleich in Tränen ausbrechen würde.


    Weiter geht's gleich!

    Will denn Niemand die FS lesen?

    Kapitel 6






    Ein leises Wimmern war aus dem Badezimmer zu hören. Langsam plagte mich mein schlechtes Gewissen. Ging das nicht alles zu weit? Nur wegen einem Typen streiten wir uns, muss das denn sein? Doch dann dachte ich an den Zettel von Heiner. Sollte ich bei ihm anrufen? Ich schaute noch einmal auf den Wecker. 9.00 Uhr schon! Also kramte ich einfach den Zettel aus meiner Hosentasche und ging nach unten zum Telefon. Ich wählte, mit einer zittrigen Hand, die Nummer. Langsam wurde ich mit der anderen Leitung verbunden.






    „Müller?’’, klang es am anderen Ende. „Ja, hallo. Paula de Meerwas hier. Spreche ich mit Heiner?’’, fragte ich und lief im Flur auf und ab. „Ja, hier ist Heiner Müller. Na, hast du dich entschieden mit mir ein Cafe zu trinken?’’, meinte er. „Ja, deswegen rufe ich an. Heute ist Samstag und ich dachte wir könnten ins Cafe’s gehen, was denkst du?’’ „Eine gute Idee. Wie viel Uhr haben wir?’’ Ich schaute noch einmal auf die Uhr. „9.05 Uhr. Sollen wir uns um 12.00 Uhr treffen?’’, fragte ich ihn und strich aufgeregt auf meinen Schenkeln herum. „Ja, okay. Um 12.00 Uhr. Im Cafe’s. Ich freu mich schon’’, meinte er und ohne das ich noch etwas sagen konnte, legte er auf. Mensch, war ich aufgeregt. Ich stürmte auf mein Zimmer, durchwühlte meinen Schrank, auf etwas gescheitem zum anziehen. Als ich endlich was gefunden hatte, starrte ich erneut auf die Uhr. „9.45’’, seufze ich leise.





    Vorsichtig setzte ich mich auf mein Bett. Ich stellte Wecker da ich eh wieder einschlafen würde. Ich fiel in tiefe Gedanken und wie ich es geahnt hatte, schlief ich nach kurzem ein. Plötzlich wurde ich durch ein piepen aufgeweckt. Mit schweren Augenlidern wachte ich auf. Der Wecker zeigte 11.40 Uhr an. Ich schaute in den Spiegel und bürstete meine Haare über. Ich hob meine Jacke vom Boden auf, zog sie an, und ging los. Ich war sehr aufgeregt, ich hatte ihn doch erst einmal gesehen.





    Meine Hände zitterten und ich spürte kleine Schweißtropfen auf meiner Stirn. Ich war fast angekommen, da sah ich Heiner schon am Cafe stehen. Als ich ihn sah, schnappte ich hastig nach Luft. Ich kam an der Seite von Heiner an. „Hallo, Paula? Du hast eine Brille? Steht dir aber sehr gut’’, zwinkerte er mir zu. „Danke’’, meinte ich verlegen und führte ihn ins Cafe.





    Wir setzten uns an einen gemütlichen Tisch am Fenster. Die Sonne schien an diesem kalten Wintertag besonders hell. Heiner bestellte uns zwei Cappuccinos und setzte sich wieder an unseren gemeinsamen Tisch. „Was hast du gestern noch gemacht?’’, fragte ich ihn interessiert. „Ich bin noch ein bisschen auf der Party geblieben nach einer Stunde wurde es aber richtig langweilig und ich bin gegangen’’, meinte er und starrte mich an. Der Kellner kam auf uns zu und brachte uns die Cappuccinos. Wir bedankten uns und fingen an, die Cappuccinos zu trinken. Die Tür ging auf und eisige Kälte umschwirrte uns. Ich traute meinen Augen nicht. Stella kam ins Cafe und setze sich, als ob nichts wäre, an einen Tisch neben uns. Ich störte mich nicht an ihr und redete mit Heiner interessiert weiter. Wenn Blicke töten könnten, wären alle schon umgefallen! Sie starrte uns beide eifersüchtig an. Doch ich fing an heftig mit ihm zu flirten. Ich liebte es, Stella eifersüchtig zu machen. Man sah die Wut in ihren Augen. Langsam dämmerte es draußen. „Sollen wir zu mir nach hause gehen?’’, zwinkerte Heiner mir zu. „Klar, komm lass uns gehen’’, meinte ich und lächelte Stella rächerisch an.





    Stella schenkte mir einen hasserfüllten Blick. Wir zogen unsere Jacken an und ich nahm Heiner an der Hand, was er erwiderte. Ich drehte mich noch einmal um und Stella konnte von meinen Lippen ablesen Rache ist süß! Wir öffneten die Tür und frische Luft durchwehte meine Haare. Heiners Hände waren warm. Wir gingen fast eine halbe Stunde Hand in Hand die Straße entlang bis wir an seinem Haus anlangten. Er schloss die Tür auf und ließ mich als erstes herein gehen. Es war im Haus mollig warm. „Zieh doch deine Jacke aus’’, meinte er und war bereit, die Jacke anzunehmen. Ich gab sie ihm ohne Worte.





    „Und, gefällt es dir hier?’’, fragte er mich, während er die Jacke aufhing. „Ja, hier ist es schön warm’’, zwinkerte ich ihm zu. Ich rieb mir die Hände und schaute mir sein Wohnzimmer an. Er zog ebenfalls seine Jacke aus und hing sie am Hacken auf. Dann ging Heiner zum Kamin und zündete ihn an. „Das ist praktisch, für so einen Wintertag’’, meinte er und setzte sich auf die Couch. Langsam ging ich auf die Couch zu und setzte mich neben ihn. Ich war sehr aufgeregt und rieb mir über meine Oberschenkel. Mein Herz fing an, wie irre, zu rasen. Heiner rückte ohne Worte näher an mich ran. Ich spürte seinen Atem auf meiner Haut, es war schön ihn zu spüren. Ich fing an zu reden:„ Weißt du, Heiner. Stella und ich haben uns gestern Abend noch…’’ „Pssst!’’, meinte er und legte seine Finger auf meine Lippen. Ich fing an zu zittern. Im Hintergrund hörte ich leise das Feuer knistern.





    Wir kamen uns immer näher. Plötzlich trafen sich unsere Lippen. Es war ein schönes Gefühl. Er hatte so zarte und weiche Lippen. Ich schloss die Augen, ich wollte diesen Moment genießen. Ganz viele kleine Schmetterlinge flogen in mir rum, das spürte ich. Langsam, ganz langsam, lösten sich unsere Lippen. „Ich… ich gehe jetzt lieber’’, meinte ich aufgeregt und stand auf. „Hey, ich tu dir nichts! Bleib ruhig hier. Was wolltest du vorhin sagen?’’, fragte er mich und hielt mich an der Hand. „Ach nichts’’, flüsterte ich und setzte mich wieder zu Heiner. Ich näherte ihm mich wieder und küsste ihn kurz auf seine Lippen. Langsam öffnete ich meine Augen und meinte schnell:„ Ich… ich muss jetzt wirklich gehen… weil…’’ ich fing an zu stottern, „Mir… mir wird das zu viel!’’ Ich rannte zu den Haken, wo unsere Jacken hingen und öffnete die Tür. Heiner schaute sich um und meinte: „ Okay, wir können uns ja noch mal küssen…’’ er wurde rot, „…treffen wenn du willst.’’ Ich nickte stumm und verließ das Haus…


    Kapitel 5 - Was habe ICH gemacht?


    Seine Augen funkelten mich an. „Mein Name ist Heiner.“ Dabei musste ich anfangen zu schmunzeln, weil meiner ja auch nicht viel besser war. Heiner holte für uns Drinks und wir unterhielten uns sehr vertraut. Dabei funkelten seine Augen in einem wunderschönen blau und sein Lächeln verzauberte mich immer wieder auf ein Neues. Der Abend verlief recht ruhig ab. Stella stand in einer Ecke und beobachtete uns die ganze Zeit. Ihre blicke konnten töten. Aber es war mir ganz egal ich hatte nur noch Augen für Heiner. Wie er redete, seine Mimik und Gestik waren ganz anders als bei den anderen Typen. Er interessierte sich für mich und nicht für Stella... Stella kam auf schnellen Fuß zu uns rüber. „Wir müssen jetzt gehen.“ Sagte sie in einen schroffen Ton.

    Ich stand auf und machte mich langsam fertig. Heiner notierte etwas auf einem Zettel und drückte ihn mir beim verabschieden in die Hand. „War schön dich kennen zu lernen. Ruf mich doch einfach mal an. Dann gehen wir einen Cafe trinken.“ Zwinkerte er mir zu. Stella riss mich an der Hand nach draußen. Wir gingen den ganzen Weg still schweigend nebeneinander her. Wahrscheinlich überlegte sie sich gerade eine Rede damit sie mich fertig machen kann. Zuhause angekommen schloss Stella die Tür auf. Sie knallte die Tür mit einer Wucht gegen die Wand und zog mich in den Flur. „Was fällt dir eigentlich ein? Was fällt dir eigentlich ein?“, wiederholte sie sich. „Wie was fällt mir ein? Was hab ICH jetzt schon wieder gemacht?“, fing ich wütend an zu schreien.

    „Du bist doch echt nicht mehr gescheit!“, schrie sie zurück. „Wieso bin ich jetzt nicht gescheit? Schließlich ist er zu mir hingekommen und ich nicht zu ihm! Vielleicht, warst du ihm ein bisschen zu schlampig!’’ Ich war auf 180. Immer beschuldigte sie mich und Öffentlich spielte sie auf „gute Freundin“. Na, gut sie konnte gut trösten. Aber wenn eine Situation war, wo wir beide drin hingen, schob sie alles auf mich. Ein Schmerz auf meiner Wange. Sie hatte mich geohrfeigt. „Das hast du verdient du… du Flittchen!’’ Das hatte gesessen. Am liebsten wäre ich heulend in mein Zimmer gerannt. Stattdessen schmiss ich sie gegen die Wand. Ein lauter Knall. Doch Stella ließ nicht locker sie stand, trotz ihrer vermutlichen Schmerzen, auf und fing an mich zu beschimpfen und zu schubsen. „Sag mal Stella geht’s dir eigentlich gut? Nur wegen so einem Typen machst du so einen Riesen sch*iß Aufstand!’’, fing ich weiter an zu schreien. Eine Tür öffnete sich. „Andere wollen hier noch ein bisschen schlafen!’’, hörten wir Diane rufen. Wütend stampfte ich die Treppe hoch. „Du kannst mich mal am A*sch lecken!’’, schrie ich sie zum Abschluss an, lief in mein Zimmer, und knallte die Tür zu.

    Langsam rutschte ich die Tür herunter. Mein Handy vibrierte. Ich nahm es aus meiner Hosentasche und las die Sms. Es war Mum. Wie immer, war die Frage, wie es mir ginge. Doch ich hatte wirklich keine Lust ihr zu antworten. Stattdessen machte ich mein Handy aus und legte es auf meinen Schreibtisch. Seufzend ging ich auf mein Bett zu und setzte mich darauf. Immer diese nächtlichen Sms’s von meiner Mum. Nun gut, sie musste tagsüber arbeiten und hatte deswegen keine Zeit mir tagsüber eine Sms zu schicken. Mein Dad hatte sie verlassen, hatte auch keine Zeit für mich. Doch ich erwachte aus meinen Gedanken. Es klopfte an meiner Tür. „Herein’’, sagte ich leise. Die Tür öffnete sich und Diane kam herein. „Was war denn eben mit euch los?’’, war ihre Frage und sie stellte sich mit verschränkten Armen in mein Zimmer. „Will ich nicht erzählen’’, meinte ich mit gesenktem Kopf. „Okay, wenn du nicht willst. Ich dachte du fühlst dich dann besser’’, sagte sie und ging aus meinem Zimmer. Ich ging zur Tür und schloss sie zu. Dann zog ich meine Klamotten aus und schmiss sie einfach auf den Boden. Zum Abschminken hatte ich keine Lust also zog ich einfach meinen Schlafanzug an und legte mich ins Bett.

    Diese Nacht schlief ich sehr unruhig. Immer wieder wälzte ich mich von einer Seite zur anderen. Ich hatte diesen Alptraum. Das ich rannte aber an kein Ziel kam. Plötzlich stand Stella vor mir und schmiss mich in einen Abgrund. Schweißgebadet wachte ich auf. Wir hatten uns doch versprochen, uns nicht zu streiten. Doch nun war es passiert. Wieso musste ich mich mit Stella streiten? Ich weiß doch wie ernst sie das immer nimmt. Ich schaute auf den Wecker. 7.00 Uhr stand da drauf. Ich stand langsam auf und kramte Anziehsachen aus meinem Schrank. Ich nahm die Anziehsachen auf den Arm und ging mit ihnen ins Badezimmer dann stellte ich mich in die Dusche. Nach einigen Minuten war ich fertig und zog mich an. Ich entschied mich für die Brille, ließ meine Haare aber offen. Jetzt Bildete sich auf meinen Lippen wieder das Blut und das, was ich aufgerissen hatte. Wieso sah ich so hässlich aus? Schnell machte ich mir ein bisschen Labello auf meine trockenen Lippen. Ich hörte, wie sich eine Tür öffnete. Stella kam ins Badezimmer rein gelaufen und schob mich zur Seite. Ich trat ihr einfach gegen ihr Schienbein und stolzierte in mein Zimmer…

    Kapitel 4

    Nachdem Nico endlich gegangen war, stellte ich Stella zur Rede. „Was war denn jetzt mit Nico los? Ich dachte ihr seid zusammen?’’, fragte ich sie besorgt. Ihre Augen füllten sich mit Tränen und aus ihr sprudelten die Worte nur so heraus. „Ich… ich habe mit ihm Schluss gemacht und habe gemeint, das er mich nicht mehr liebt, ich meine du hast doch gemerkt das er sich nie mit mir öffentlich sehen lassen wollte, und dann ist er ausgeflippt, hat gemeint ich wäre eine Hure die sich mit jedem dahergelaufenem Typen einlässt. Ich… ich habe doch nur gesagt das er sich nicht mit mir blicken lassen will. Wenn er mich liebt, würde er das doch in der Öffentlichkeit zeigen, oder was meinst du?’’ „Stella, solche Typen kannst du einfach links liegen lassen, die sind es nicht wert mit so einer hübschen jungen Frau zusammen zu sein. Ich meine, man wird doch viel glücklicher, wenn man sich mit seinem Schatz in der Öffentlichkeit sehen lassen kann’’, tröstete ich Stella und nahm sie in den Arm.

    ,,Ach Paula. Du bist ein echter Schatz’, lächelte sie mich an und wischte ihre Tränen weg. „Mir kannst du vertrauen’’, meinte ich und atmete tief durch. Wir schlossen die Augen und sanken in tiefe Gedanken. Wie lange waren wir jetzt schon Freundinnen? Wir haben uns immer unterstützt. Langsam lösten wir uns von der Umarmung und drehten uns Händchen haltend in Richtung Treppe. „Weißt du was, Paula? Wir melden uns heute in der Schule krank. Ich style dich für die Party auf, was meinst du?’’, fragte sie mich und führte mich in Richtung Badezimmer. „Ich weiß ja nicht… aus mir kann man doch nichts machen. Und Kontaktlinsen hab ich auch keine’’, meinte ich und verdrehte die Augen. „Dann kaufen wir eben welche. Komm zieh dir ’ne Jacke über wir gehen shoppen’’, sagte sie und klatschte in die Hände. Sie zog mich vor meine Zimmertür und öffnete sie. „Da gehst du jetzt rein und holst dir deine Jacke, bis gleich’’, erklärte sie mir und verschwand hinter ihrer Zimmertür. Langsam ging ich zu meinem Kleiderschrank und kramte die Jacke heraus. Ich atmete tief durch und roch an der Jacke. Ich hatte sie Jahre nicht mehr an, nicht mehr seid Bernd gestorben war. Die Jacke roch nach Bernd. Ich hatte so schöne Stunden mit ihm. Tränen rannten in meine Augen. „Du darfst nicht anfangen zu weinen’’, hörte ich aus der hinteren Ecke von meinem Zimmer. Stella kam auf mich zu und nahm mich in den Arm. „Mein Bruder ist tot. Ihr wart so ein schönes Paar. So und jetzt lass uns nicht mehr von alten Zeiten reden wir gehen jetzt los’’, sagte sie zu mir und zog mich aus meinem Zimmer. Ich zog mir die Jacke an und folgte Stella die Treppe herunter.

    Als wir wieder kamen vom shoppen war es bereits 17 Uhr wir machten uns fertig für die Party, Stella hatte einfach etwas Wunderbares aus mir gezaubert.
    Ich konnte meine Augen überhaupt nicht vom Spiegel lassen. Ich sah wirklich hübsch aus. „Na, gefällt es dir?’’, fragte mich Stella und fing an sich ihre Haare zu kämmen. „Ob es mir gefällt fragst du? Das ist fantastisch, einfach der Wahnsinn. Stella du bist ein Schatz!’’, schrie ich auf und rannte in mein Zimmer. Ich betrachtete mich die ganze Zeit im Spiegel bis ich von Stella gerufen wurde:„ Paula, kommst du? Wir müssen los!’’ „Ja ich komme!’’, rief ich zurück und konnte es mir nicht verkneifen, einfach laut loszulachen. Ich war richtig gut drauf. Während wir zu der Party gingen, fiel mir ein sehr gut aussehender Mann auf. Er war sehr gepflegt, auf so etwas stand ich sehr. Vielleicht geht er auch zu der Party, wird er mich ansprechen? Endlich waren wir vor der Tür angelangt. Katy, die, die die Party organisiert hatte, begrüßte uns am Eingang. Ich fiel ihr wohl besonders auf. „Moment, wer bist du?’’, wurde ich von ihr gefragt. „Paula de Meerwas’’, sprudelte es aus mir heraus und ich stolzierte durch die Tür.

    Katy stand nur sprachlos in der Tür und ließ noch mehr Partygäste ein. Sofort wurde ich von gut aussehenden Männer angestarrt und befummelt. Mir gefiel es sehr, im Mittelpunkt zu stehen. Ich setzte mich auf eine Couch und verdrückte ein paar Drinks, die mich auch nicht nüchtern ließen. Plötzlich kam ein völlig besoffener Mann auf mich zu. Er setzte sich neben mich und fing sofort an, mich anzuflirten. „Na, was machst du denn hier?’’, fragte er mich und fing an mich heftig zu befummeln. Ich erblickte Stella, sie stand in einer Ecke und flirtete mit dem Mann. Den Mann ignorierte ich aber auch nicht und schmiss seine Hände weg von meinen Brüsten. Stella flüsterte dem Mann etwas in sein Ohr was ich gerne verstanden hätte. Ich wurde langsam eifersüchtig. Natürlich, Stella wieder. Ich hab schwarze Haare, keine blonde, bin angeblich dadurch unbeliebter. Der Mann neben mir fing an meine Brüste zu küssen und mir in den Schritt zu fassen. Der neue Lover von Stella erblickte dies, und kam auf mich und den Mann zu. „Sag, mal geht’s dir noch gut? Lass sie doch in Ruhe! Hast du nicht gesehen das sie das nicht will?’’, fing er sauer an zu schreien und schliff ihn mit sich vor die Tür. In meinem Bauch explodierte ein Feuerwerk aus Freude.

    Er interessierte sich doch für mich. Ich schaute aus dem Fenster. Anscheinend redete er mit ihm das Wort zum Sonntag. Ich sah nur immer, wie er mit dem Finger vor seinen Augen rumfuchtelte. Wütend kam er durch die Tür gestürmt und setzte sich neben mich. „Hey, Entschuldigung mein Kumpel muss wohl die Kontrolle verloren haben’’, fing er an zu reden doch ich achtete nur auf seine Augen. Sie hatten so ein klares Blau. Ich merkte wie Stella ein Zeichen machte, das er wieder zu ihr sollte, doch er ignorierte sie und unterhielt sich mit mir. „Sag mal, wie heißt du eigentlich? Darf ich ihn erfahren, deinen Namen?’’, fragte er mich und schaute mir in die Augen. Ich blickte nur tief in seine Augen und ignorierte was er sagte. „Hallo? Bist du noch hier?’’, lächelte er mich an. „Äh ja… was?’’, fragte ich ihn tief in Gedanken versunken. „Wie du heißt, bitte’’, sagte er und lächelte mich weiter an. „Ach so… Paula… und wie heißt du, bitte?’’, fragte ich ihn und starrte ihn mit schiefem Kopf an…

    Kapitel 3 - Nico, wieso du?

    Nächsten Morgen wachte ich, fast wie immer, um 7.45 Uhr auf. Gerade wollte Stella in mein Zimmer eintreten, als ich sie öffnete. Sie schaute mich mit schiefem Kopf an. „Was ist denn mit dir los? Schon so früh auf?“, lachte sie. ,,Ja, ausnahmsweise’’, meinte ich, drehte ihr den Rücken zu, und verschwand im Badezimmer.

    Doch Stella kam einfach in das Badezimmer gestürmt, und fing an, mich voll zu quatschen. ,,Hast du eigentlich gemerkt, dass wir heute erst um 10.00 Uhr haben?’’, fragte sie mich und stütze sich mit dem Ellenbogen an den Türrahmen.

    „Um so besser’’, meinte ich, schob Stella aus dem Türrahmen, und schloss die Tür zu. 'Ich wurde das erste Mal von einem Mädchen zu einer Party eingeladen. Wahrscheinlich nur, damit sie sich über mich lustig machen können. Aber das ist mir egal. Ich werde mich mit Stella amüsieren. Die versauen mir das nicht!’ dachte ich und sprang in die Dusche. Ich zog den Vorhang zu, und ließ das Wasser über mich fließen. Es fühlte sich an, wie tausend Tränen, die ich weinte. Wie oft habe ich schon geweint, nur wegen Maike? Wie oft habe ich schon geweint, nur wegen Bianca? Doch Stella tröstete mich, immer wenn ich weinte oder mich gar ritzte. Sie ließ mich nicht verrückt werden.Stella gab mir das Gefühl, das ich auch ein Mensch bin, kein Vieh oder nur ein Objekt das nichtsnutzig in der Gegend stand. Stella war meine beste Freundin, und das wird sie auch immer sein, sagt sie. Aber warum lachen mich die anderen aus? Sie tun so, als ob ich gar nicht da wäre.Immer wenn ich in der Schule neben Stella sitze, rennen die Jungs zu Stella, rammen mir gar weg. ,Was soll das?’, frage ich mich. Bin ich denn kein Mensch? Nur ein Nichtsnutz? Ich wollte beliebt sein, so wie Stella, kein Außenseiter sein!Habe ich denn alles in meinem Leben falsch gemacht? Ruckartig wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Das Wasser wurde heißer und heißer. Schnell sprang ich aus der Dusche, zog mich an und föhnte meine Haare.

    Plötzlich hörte ich einen lauten Schrei aus der Küche hallen. „Nein! Tu mir nichts an, Nico!’’, schrie eine Frau. Nach mehreren Schreien konnte ich feststellen, dass dieser Schrei von Stella stammt. Ich rannte die Treppe herunter und holte den Besen aus der Ecke.

    „Hau hier ab!’’, fing ich an zu schreien und erhob den Besen. Er ließ Stella’s Arm los, so dass sie fliehen konnte. ,,Das meinst du doch nicht ernst, mit dem Besen!’’, fing er an zu lachen. ,,Oh doch. Wenn du nicht verschwindest, wird’s knallen!’’, schrie ich noch einmal. Er lachte mich aus, wie die meisten aus meiner Schul-Klasse. Ich erhob den Besen noch höher und rannte schreiend auf ihn zu. Ich schlug zu. Er konnte sich retten und schmiss sich auf den Boden. ,,Eh, bist du verrückt?’’, fing er an zu brüllen. ,,Oh, nein ich bin nicht verrückt!’’ Er stand auf und ergriff die Flucht…

    Kapitel 2 - Wieder zu spät!

    ,,Paula!’’ hallte es aus der unteren Etage. Die anderen waren also schon auf. Meine Augenlider ließen sich nur schwer öffnen. ,,Paula! Jetzt komm’ doch endlich runter!’’, rief Stella erneut. Mir blieb nichts anderes über als aufzustehen und mich fertig zu machen. Also warf ich erst meinen einen Fuß und dann meinen anderen aus dem Bett. Es klopfte an der Tür. ,,Herein’’, sagte ich mit verschlafener Stimme. ,,Paula! Steh jetzt endlich auf wir müssen gleich zum Unterricht es sind nur noch 15 Minuten Zeit, du Schlafmütze’’, ermahnte sie mich laut und ich bekam einen Schock.

    ,,Ich geh schon mal los. Mach schnell, sonst kommst du zu spät’’, ermahnte sie mich. Meine Augen wurden groß. So schnell wie möglich verschwand ich im Mädchen-Badezimmer, duschte mich, und zog mich fertig an. Ich schaute auf die Uhr. ,,Noch fünf Minuten!’’, sagte ich laut und hektisch. Ich hielt mich am Duschrand fest.

    Doch dann war es schon zu spät… ich rutschte auf dem nassen Boden aus und knallte auf den Boden. ,,Au!’’, schrie ich aus Leibeskräften. ,Wieso muss das nur mir passieren?’ dachte ich nach, doch mein Blick fiel wieder auf die Uhr. Ich stand vorsichtig auf. Kurz schnaubte ich.

    Dann kramte ich den Föhn aus dem Spiegelschrank und richtete ihn auf mein Haar. Als ich fertig war, spurtete ich aus dem Badezimmer, die Treppe hinunter und raus aus dem Haus.

    Ich zitterte am ganzem Körper, ’Hoffentlich komme ich nicht zu spät, hoffentlich komme ich nicht zu spät!’, war mein einziger Gedanke in diesem Moment.

    Ich rannte so schnell ich konnte und holte Stella ein. ,,Da bist du ja endlich, warum hast du so lange gebraucht?’’, meckerte sie mich an. Ich schnappte hastig nach Luft und fing an zu erklären…

    Wieder eine Story, die schon im SimForum steht, und beendet ist. ;)


    Kapitel 1 - Erinnerungen


    Lautes Gelächter hallte in meinen Ohren wieder. Die Jungs zeigten mit den Fingern spöttisch auf mich und lachten so laut sie nur konnten. Meine Knie schmerzten von dem Aufprall auf dem Boden und meine Brille war zersplittert. Ich konnte kaum aufstehen. ,,Hört auf!’’, schrie eine weibliche Person hinter mir.



    Es war Stella, eine sehr beliebte Person in meiner Klasse. Sie half mir auf und
    fing an zu schreien:,, Geht’s euch eigentlich noch gut? Seht ihr nicht, das sie
    verletzt ist? Ihr lacht sie nur aus! Habt doch mal ein bisschen Mitgefühl! Ihr
    seid doch alle miteinander nicht gescheit!’’


    Ich war erstaunt. Sie hatte sich sonst noch nie für mich interessiert. ,,Ich hoffe
    ihr leistet nächstes Mal ein bisschen Hilfe! Das hat sie verdient. Sie ist doch
    auch nur ein Mensch!’’, schrie sie erweitert und nahm mich an die Hand.


    ,,Danke, Stella aber das reicht jetzt’’, sagte ich vorsichtig und lächelte sie an.
    ,,Nein, Paula. Die haben keine Vernunft, ich meine, sie lachen dich aus und…
    ach komm lass uns endlich nach hause gehen. Woher musst du?’’ ,,Ich hab
    keine Lust nach hause zu gehen’’, sagte ich und schüttelte den Kopf.


    ,,Wieso nicht?’’, fragte mich Stella verständnisvoll und ihre Augen schimmerten. ,,Weißt du, ich habe eine 3 in Mathe und das Gemeckere will ich mir jetzt wirklich nicht anhören. Lass und zum Spielplatz oder so.’’ ,,Paula, wir gehen aber erstmal zu mir nach hause. Du bist doch noch völlig dreckig von dem Flug.’’

    ,,Ja, meinst du, ich darf zu dir?’’ fragte ich und in mir platzte ein Feuerwerk
    aus Freude. ,,Natürlich darfst du. Denkst du, meine Eltern fressen dich auf?’’
    Wir lachten beide auf und gingen zu dem Haus, wo Stella lebte…




    Lob & Kritik > erwünscht!

    Kapitel 28:






    Ich sah das große Lagerhaus, das in der Nähe stand. Ich ließ Jeremy sanft auf den Boden gleiten und ging einen Schritt zurück. Ich schaute hektisch um her und lief zügig auf das Lagerhaus zu. Ich hatte nur noch diesen einen Gedanken: ,,Ich komme zu dir, Jeremy.''


    Ich stieg schnell die Treppen hoch, sonst würde die Polizei mich kriegen. Hastig schnappte ich nach Luft. Nun stand ich auf dem Dach. Von oben sah alles viel kleiner aus. Ich sah Jeremy und flüsterte: ,,Ich liebe dich.’’ Doch schon stand die Polizei unter mir. ,,Springen sie nicht!’’ Schrie der eine. Mir fiel mein Baby ein. Sollte ich deswegen nicht springen? Doch ich hatte vergessen, es war von meinem Dad.




    Ich streckte die Hände aus, wollte noch einmal die frische Luft spüren die um mich wehte. Ich atmete tief durch, ging einen Schritt vor und sprang entschlossen das große Lagerhaus herunter. Meine Haare wehten durch den Wind der sich wegen dem Tempo um mich ergab.


    Nun lag ich unten, meine Seele verließ meinen Körper. Die Polizei tuschelte. Doch Jeremy, ich habe Es nur für dich getan.





    2. Epilog



    Jeremy, jetzt bin ich bei dir. Ich habe es nur für dich getan. Ich werde die schönen Stunden, in unserem gemeinsamen Leben nie vergessen. Ich bin dir gefolgt. Jetzt bin ich bei dir, im Himmel. Ich will dir nur eins sagen: ,,Ich liebe dich!’’

    by ~ Jour Vert ~ & Sarah81

    Ende


    Kapitel 27






    Ich drehte mich um und sah wie Jeremy vor Schmerzen nicht mehr

    aufstehen konnte. Da war auch schon der Wagen. Die Straße war
    nass gewesen und der Wagen kam ins rutschen. Jeremy schrie wie
    am Spieß und ich hielt mir die Augen zu. Er wurde von dem Wagen
    erfasst. Blut verteilte sich auf der Straße und Jeremy lag reglos
    am Boden. Der Autofahrer starrte nur nach vorne. Der Schock saß
    wohl auch tief in ihm. Ich rannte schnell zu Jeremy.
    Er blickte mich an. Sein Gesicht war voller Blut. Zitternd
    nahm er meine Hand.



    „Ich liebe Dich“. Brachte er noch leise über die
    Lippen und seine Augen erstarrten. Meine Augen füllten sich
    mit Tränen. Der Fahrer saß immer noch im Wagen und regte sich
    nicht. Ich hielt ihn immer noch in meinen Armen. „Jeremy! Du darfst
    nicht sterben ich liebe dich doch!“ Fing ich an zu schreien. Alles
    Glück hatte mich verlassen. Ich war vierzehn und alleine, schwanger,
    hatte eine Straftat begangen und mein Freund hatte mich für immer verlassen.



    Epilog



    Bald mein Schatz, bald werden wir im Himmel „zurück ins Leben“
    kehren. Ich werde dich für immer lieben, werde dich nicht verlassen.
    Ich werde dich lieben, für immer.
    In dir habe ich meine Liebe gefunden, ich fühlte mich geborgen.
    Doch jetzt bist du fort, fort von mir, fort von der Welt.
    Doch ich werde dich bald wieder sehen, im Himmel.
    Ich werde zu dir kommen, bald.
    Ich folge dir, ich lasse dich nicht allein, nein, nicht jetzt.



    Meine Gefühle haben mich zu dir gebracht, mein Schatz.
    Deshalb habe ich dich gefunden.
    Du hast mich glücklich gemacht!
    Du hast mich gerettet, vor schrecklichen Dingen, die mir bevor stehen
    würden.



    Doch ich komme, ich komme zu dir, mein Schatz.
    Ich werde dir folgen…


    Kapitel 26



    Jeremy ging los um essen zu besorgen. Mir ging es gar nicht
    gut. Immer wieder plagten mich übelste Bauchschmerzen. Die Übelkeit hielt immer noch an. Langsam fing das Kind an sich zu bewegen. Die Drehungen waren deutlich zu spüren. Aber ich hasste es. Es war das Kind von meinem Vater was sich in mir bewegte. Ich lief auf und ab und machte mir langsam Sorgen, wo Jeremy wohl bleiben würde. Er war schon über 2 Stunden fort. Meine Hände wurden schwitzig. Wir hatten schon lange nichts mehr von dieser schrecklichen Sache, die ich begangen hatte, gehört. Ich hoffte innerlich, dass die Ermittlungen eingestellt wurden. Es war langsam kühler geworden. Die Blätter an den Bäumen nahmen eine schöne bunte Farbe an. Der Wind pfiff jetzt eher eine kalte Brise. Und es war mehr bewölkt, die Sonne sah man nur noch selten. Schritte näherten sich der Hütte. Ich eilte zum Fenster hielt aber trotzdem die Luft an. Hoffentlich ist es Jeremy. Die Tür schnellte auf und Jeremy kam herein gestürmt. Die Tür schmiss er mit einer Wucht zu.








    „Wir müssen fliehen. Und zwar schnell.“ Sagte Jeremy mit Panik in den Augen.




    „Wieso was ist passiert?“ Angst stieg in mir hoch. Und ein


    eiskalter Schauer lief mir über den Rücken.








    „Hier sieh selbst.“ Jeremy hielt mir die Tageszeitung von






    heute unter die Nase. Dabei zitterte er am ganzen Körper wie Ästen Laub.








    Mir stockte der Atem. Jetzt ist alles vorbei. Sie werden mich finden und mich bestrafen für das, was mir mein eigenes Leben rettete.










    „Komm Monique wir müssen fliehen. Überall in der Stadt ist





    Polizei die suchen dich.“ Ich nickte stumm. Wir packten ein
    paar Sachen zusammen und stürmten aus der Hütte. Hubschrauber flogen über unsere Köpfe hinweg. Polizeisirenen waren zu hören die immer näher auf uns zukamen.










    Der Abstand zu Jeremy wurde immer größer. Ich versuchte noch schneller zu laufen. Doch mein Atem und mein Gewicht hinderten mich daran. Ich sah wie Jeremy in eine kleine Gasse einbog. „Jeremy, warte auf mich.“ Ich bog ebenfalls in diese Gasse ein und lief Jeremy direkt in die Arme.











    „Komm wir müssen weiter. Kannst du denn noch? Oder sollen wir eine Pause machen?“




    „Nein, komm lass uns weiter.“










    Wir rannten weiter. Und kamen an einer kleinen Straße an. Ohne zu schauen ob ein Auto kam liefen wir über die Straße. Jeremy stürzte und ich hörte nur noch Reifen quietschen.