Beiträge von Llynya

    An der Ostsee bei meinem Lieblingsbruder rumhängen. :D
    Ansonsten sind die Muffins gleich fertig, einkaufen müssen wir gleich noch und ein wenig die Bude aufräumen. :rolleyes

    Ich bin mir auch nicht sicher mit welchem Addon die kamen... Guck doch einfach beim nächsten Mal im Kauf-Modus unter Statuen oder sonstige Deko, ob du die Solarzellen hast. ;)

    Ich glaube, die kamen mit Appartmentlife. Das sind so Solarzellen, die man sich in den Garten oder aufs Dach stellen kann. Die sollten eigentlich unter Deko/Statuen zu finden sein. :kopfkratz


    Tell me now baby is he good to you
    and can he do to you the things that I do oh no
    I can take you higher
    Oh oh oh I'm on fire
    (Bruce Springsteen – I'm on fire)





    Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich war so voller Wut und konnte sie nicht auslassen. Ich hatte niemanden, den ich sie hätte spüren lassen können. Also ging ich, verließ die Beiden und hoffte, dass mir endlich etwas einfiel, was ich tun konnte. Ich zog mich zurück in meine Zuflucht, denn dort war ich zumindest sicher, wenn der Hass aus mir raus brach. Ich wanderte den Weg zum See, denn das Gehen beruhigte meine unruhigen Gedanken. Je mehr ich meine Beine bewegte, umso mehr lichtete sich der Nebel in meinem Kopf. Ich wurde wieder ruhig.





    Als ich mich wieder im Griff hatte, blieb ich stehen. Ich hatte den Teich noch nicht erreicht, aber ich war ihm schon sehr nahe. Einen Fuß auf die verfallenen Ruinen gestellt, beobachtete ich den Weg zurück in die Welt. Ich wusste, ich würde nicht lange bleiben können. Schon zu lange hatte ich meine Pflicht vernachlässigt. Und doch bereute ich es nicht. Es kam mir richtig vor, mich zuerst um Sie zu kümmern als um alles andere. Heute weiß ich, dass es nur mein Egoismus war, der mir diese Wahrnehmung der Dinge vorgegaukelt hatte. Niemals hätte ich in meiner Aufgabe nachlässig werden dürfen, denn es war der einzige Grund, warum ich existierte.





    Ich konnte mir zwar gewisse Freiheiten erlauben, aber nicht auf Dauer abgelenkt sein. Mein einziger Vorteil war, dass ich die Zeit beeinflussen konnte. Ich konnte es so aussehen lassen, als hätte ich all die Menschen schon zur Schwelle begleitet. Ich musste mich nur wieder der Pflicht widmen und doch fiel es mir viel schwerer als sonst. Die bevorstehende Hochzeit ließ mir keine Ruhe. Aber ich hoffte, dass mir, wenn ich in der Welt der Sterblichen verweilte, eine erfolgversprechende Idee kommen würde. Nein, eigentlich legte ich all meine Hoffnung auf diesen Plan. Ich war am Ende meiner Weisheit und hoffte von ganzem Herzen, dass die Sterblichen mir einen Ausweg zeigen würden. Ich war mir der Ironie bewusst, dass mir jetzt tatsächlich die Menschen aus der Klemme helfen mussten. Gerade weil ich mich doch immer größer und besser als sie gefühlt hatte. Aber was hatte ich schon noch für eine Wahl? Sie kannten sich am Besten mit dem aus, was ich gerade fühlte und so erschien es mir nur logisch, dass ich dort einen Weg aus dem Dilemma finden würde.





    Doch es war frustrierend, denn ich irrte. Sie hatten keine Antworten für mich. Eher das Gegenteil, ich hatte nach einem langen Tag Seelen einfangen nur noch mehr Fragen offen. Doch bei meiner letzten Pflichtaufgabe wurde ich hellhörig. Ich kam in der Nacht. Das Mondlicht schien nur sacht und überall hatten die Bewohner des Herrenhauses Kerzen aufgestellt um die Dunkelheit fern zu halten. Das Ehepaar saß draußen auf steinernen Bänken und unterhielt sich. Ansonsten war niemand außer mir in der Nähe. Die Bediensteten waren schon entlassen worden. Außer den leisen Stimmen des Paares waren nur ein paar späte Grillen zu hören und in der Nähe krächzte ein Vogel sein Lied.





    Immer im Schatten haltend näherte ich mich den Beiden. Ich wusste, ich hatte noch ein wenig Zeit bevor ich ihn holen musste und so gönnte ich ihnen noch ein bisschen gemeinsame Zeit.
    „Erinnerst du dich noch an den Abend, als wir uns zum ersten Mal sahen?“ Fragte sie ihn. „Ich habe dich gar nicht wahr genommen.“
    Ich horchte auf.
    „Natürlich“, antwortete er lachend. „Ich musste mich ganz schön anstrengen um deine Aufmerksamkeit zu erlangen und wenn du nicht plötzlich in Ohnmacht gefallen wärst, säße ich heute hier wohl mit jemand anderen.“
    Sie lachte nun auch. „Ja, es war schon ein komischer Zufall, dass mein Kleid mir die Luft abschnürt hatte. Was das für ein Aufruhr gewesen ist.“ Ihr Lachen wurde lauter. „Aber ich sah nur noch dich nach diesem Abend.“ Ihre Stimme war zärtlich und liebevoll, es spiegelte sich in ihren Augen wieder als sie ihren Mann ansah.





    „So wie ich dich immer nur gesehen habe, in all den Jahren.“ Er lächelte sie an und wollte gerade ihre Hand ergreifen, als ich einschreiten musste. Es tat mir Leid die Beiden zu unterbrechen, aber ich hatte keine andere Wahl. Schon jetzt verschleierte sich sein Blick und er verkrampfte sich. Ich kniete mich nieder und nahm seine Hand. Ich blendete ihre Sorge aus und konzentrierte mich nur auf den Todgeweihten. Sanft versuchte ich es ihm leichter zu machen. Doch er konnte nicht loslassen. Seine Seele klammerte sich verzweifelt ans Leben. Er war noch nicht bereit für die Ewigkeit und ich wusste, dass ein Kampf werden würde ihn zur Aufgabe zu bringen.





    Es war ein hartes Ringen zwischen ihm und mir, übertönt von dem besorgten Ruf seiner Ehefrau. Auch wenn es mir wie eine Ewigkeit erschien, dauerte sein Kampf nur ein paar Sekunden. Seine Frau hatte kaum eine Chance auf zu springen und zu ihm zu eilen. Er sackte zur Seite und legte wie ein Kind die Beine auf die Bank. Gerade so als wolle er schlafen. Doch er schlief nicht. Seine Essenz lag nun bei mir und der letzte Atem entwich ihm mit einem leisen Seufzer. Ich machte einen Schritt zurück, gab ihr die Chance sich neben ihn zu knien und ihn besorgt zu schütteln. Doch es war zu spät. Auch sie begriff es langsam, strich ihm noch einmal sanft das Haar aus dem Gesicht und sagte leise ihre Abschiedsworte: „Ich liebe dich.“





    Um ehrlich zu sein, ich floh von der Szene. Ihre letzten Worte hämmerten sich mir ins Gedächtnis und verfolgten mich. Bis zu dem Abend hatte ich nicht gewusst, was es war, was mich so Anteil an Annabelles Leben hatte nehmen lassen. Aber als ich die letzten Worte der Frau hörte, wusste ich, dass ich selbst voll Liebe zu Annabelle entbrannt war. Es erschreckte mich, es ließ mich an mir selbst zweifeln und doch hatte ich nicht das Gefühl, dass es falsch war. Nein, es fühlte sich richtig an.
    Und so ging ich wieder zu ihr, wollte nur in ihrer Nähe sein während sie ihr Leben lebte. Aber ich wollte auch mehr, ich wollte ihr Leben verändern. Es musste einfach einen Weg geben.





    An diesem Morgen sah sie richtig zerbrechlich aus. Ganz so als wäre aus der vorher so stark erscheinenden jungen Frau eines von diesen hilflosen Mädchen geworden, die man überall findet. Aber doch war da der Glanz in ihren Augen, der mir zeigte, dass sie nicht schwach und hilflos war.
    Sie saß auf der Bank, auf der ich auch schon neben ihr gesessen hatte und ihr Blick ging ins Nichts. Bis sie aufblickte, weil sie Schritte gehört hatte. Es waren natürlich nicht meine. Ich stand diesmal ein Stück von ihr entfernt, damit ich nicht wieder in Versuchung kommen konnte, sie zu berühren. Ich wusste aber schon vorher, wem die Schritte gehörten, auch wenn ich ihn noch nicht sehen konnte. Auch Annabelle schien es zu wissen, ihr Blick wurde für einen Moment hart und voller Verachtung. Doch dann riss sie sich zusammen und machte ein möglichst unbeteiligtes Gesicht.





    Robert erschien wieder in edlen Kleidern und mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Er kam aus dem Haus, wo er wohl gerade mit ihrer Mutter gesprochen hatte. Er schien sehr mit sich selbst zufrieden und machte vor Annabelle eine leichte Verbeugung. Es sollte wohl höflich sein, aber mir kam es nur spöttisch vor. Wieder stieg der Hass auf diesen Mann in mir auf und ich bekämpfte ihn, weil ich mich nicht zu impulsiven Handlungen hinreißen lassen wollte. Ich hielt weiterhin meinen Abstand zu den Beiden auch wenn es mir mehr als schwer fiel.
    Annabelle hingegen schien die Ruhe selbst zu sein. Ein anderer Beobachter als ich hätte annehmen können, dass sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden hätte. Doch ich sah ihre Anspannung und ihre Abneigung gegen den Mann, dem sie versprochen war. Doch sie gab sich alle Mühe es vor ihm und wohl auch vor allen anderen zu verbergen.





    „Guten Morgen meine Liebe“, säuselte Robert in dem Versuch seine tiefe, raue Stimme sanfter klingen zu lassen.
    „Guten Morgen Herr“, antwortete Annabelle mit möglichst neutraler Tonlage. Ein wenig klangen ihre wahren Gefühle heraus, aber ich ging nicht davon aus, dass Robert sie bemerkt hatte, musterte er sie doch mit Gier in den Augen.
    „Ich habe mir gerade die Erlaubnis deiner Mutter geholt, dich heute von hier zu entführen“, sagte Robert immer noch in diesem süßlichen Ton. „Wir verbringen heute den ganzen Tag zusammen. Ich hoffe du freust dich. Steh von der kalten Bank auf und komm mit mir.“
    Annabelle gehorchte und stand auf. Und kaum stand sie vor ihm, nahm er ihre Hand und küsste sie, während sie versuchte glücklich auszusehen.
    In mir schlug der Hass und auch der Neid Wellen. Ich konnte es kaum fassen, wie er mit ihr umsprang. Ich hörte den Befehlston und wusste, wie ihre Ehe aussehen würde. Aber ich wusste auch, dass ich es nicht ertragen konnte den Beiden heute weiter zu folgen.





    Ich zog mich weit zurück und widmete mich erst einmal wieder meiner Pflicht. Doch ich war nicht richtig dabei diesmal. Eine Seele entglitt mir sogar, weil meine Gedanken immer wieder abschweiften und ich mich fragte, was Annabelle und Robert wohl gerade machten. Doch versagte ich es mir, sie zu beobachten. Es war zu schmerzhaft, zu sehen wie sie unter der Gesellschaft dieses Mannes litt. Ich wäre gerne für sie da gewesen, aber leider half ihr meine Anwesenheit nicht.
    Und so landete ich an diesem Abend am großen See. Ich setzte mich in den Sand und lauschte dem Geräusch der Wellen. Ich sog den Geruch des Wassers ein und dachte nach. Es musste einen Ausweg geben, denn ich wollte nicht länger hilflos sein. Ich dachte daran sein Leben zu beenden, aber ich wusste, dass die Strafe dafür fürchterlich sein würde. Und doch hatte die Vorstellung seinen Reiz, würde sie dann von ihm befreit sein.





    Doch dann drängte sich mir ein Bild auf, was mein Blut gefrieren ließ. Es zeigte Annabelle und Robert wie sie sich küssten und glücklich zu sein schienen. Und schon war der Zweifel in mir gesät. Was wenn ich irrte? Wenn sie für einander bestimmt waren und ich mir alles nur einbildete, weil ich wollte was ich nicht haben konnte. Was wäre, wenn Annabelle mit der Zeit anfangen würde Robert zu lieben? Einige arrangierte Ehen funktionierten so und wurden mit der Zeit glücklich. Und wenn ich Robert umbringen würde, dann wäre diese Chance vorbei.
    Ich war wie erstarrt. Doch dann löste ich mich mit einem Ruck von der Vorstellung. Es war abwegig. Ich konnte mich nicht irren. Sie hasste ihn genauso wie ich ihn hasste. Dessen war ich mir sicher. Es war keine Einbildung meinerseits.





    Es hatte angefangen zu regnen, während ich am Strand saß und über meine Möglichkeiten grübelte. Es störte mich nicht sonderlich, passte es doch zu meiner Stimmung.
    Ich zog ernsthaft in Erwägung die Welt von Robert zu befreien, aber ich konnte mir nicht sicher sein, dass der nächste von Annabelles Verehrern nicht genauso ein Mistkerl war. Nicht nur hätte ich dann für sie alles noch schlimmer gemacht, sondern auch mein Schicksal endgültig besiegelt. Ich wusste, dass die Strafe für ein solches Vergehen, die vollständige Vernichtung meinerseits gewesen wäre. Ich war nicht bereit dieses Risiko einzugehen, wenn ich mir nicht sicher war, ob es die Situation für sie besser machen würde. Ich behielt die Option allerdings im Kopf, für den Fall der Fälle. Es wäre mein letzter Ausweg.





    Lange Zeit saß ich im Sand und ließ die Umgebung auf mich wirken. Ich versuchte meinen Kopf leer zu machen, damit ich mich nicht zu sehr an die Vorstellung gewöhnte Robert zu holen. Mit der Zeit gelang es mir mich von der Idee zu lösen.
    Als ich so dasaß, kamen mir plötzlich Wortfetzen von einem meiner letzten Aufträge in den Sinn. Und langsam aber sicher, begann eine neue Idee seinen Anfang zu nehmen. Ich war mir nicht sicher, ob es funktionieren würde und es war vermutlich gefährlich. Trotzdem wollte ich es versuchen. Es war wenigstens eine Möglichkeit zu verhindern, dass ich zum Mörder wurde.
    Der Regen hörte auf und ich erhob mich vom nassen Sand. Ich wusste nun, was ich zu tun hatte.


    *Fortsetzung folgt*

    Kommibeantwortung



    @ Innad


    Macht ja nichts, ich hinke bei dir ja auch so hinterher. :(
    Hm, er „produziert“ die Todesfälle ja nicht wirklich. Er sorgt nur dafür, dass sie sicher die andere Seite erreichen. Seine Anwesenheit ist erforderlich, wenn jemand stirbt, aber er ist nicht dafür verantwortlich. Und warum er so gleichgültig ist, sollte ja eigentlich auch auf der Hand liegen. Wenn er sich jeden einzelnen zu Herzen nimmt, würde er wohl am Ende des Tages als seelisches Wrack in der Ecke liegen. :snif


    Oh ja, da wird noch so einiges auf die Beiden zu kommen. Wir sind ja noch ziemlich am Anfang der Geschichte. :)


    @ Appolonia
    Ich weiß auch nicht, ich hatte einfach irgendwann die Frage im Kopf „Was passiert wohl, wenn der Tod sich verliebt?“ Tja, und schon war die Idee hierfür geboren. :D
    Und ja, der Tod war damals doch noch ein wenig anders als heute. Und das nicht nur, weil es heute viel mehr Möglichkeiten gibt, das Ganze heraus zu zögern. Es war einfach natürlicher als heute, da muss ich dir Recht geben.
    Von der Elisabeth-Geschichte habe ich auch schon gehört, aber ich habe mich damit bisher gar nicht beschäftigt. Ich wusste noch nicht mal, dass es auch ein Musical gibt. o.o
    Ich mag Annabelle total gerne. Sie ist auch gut einzufangen auf Bildern. Wenn sie ein Model wäre, würde ich sie glatt vielseitig nennen. Je nach dem kann sie total kindlich als auch total erwachsen aussehen. Und ja, ihre Geschichte ist bis zu diesem Zeitpunkt noch total ähnlich dem, was die meisten jungen Frauen damals durchmachen mussten.
    Der Tod kann Robert nicht einfach sterben lassen, weil es wie du richtig erkannt hast, gegen die Regeln wäre. Sonst wäre es ja auch einfach für ihn. Obwohl dann immer noch das Problem wäre, wie er auf sich aufmerksam macht. Er kann ja schlecht jeden in ihrer Nähe um die Ecke bringen. ^^
    Das mit dem Traum wäre vielleicht eine Idee, wenn er denn fähig dazu ist. *rumorakel*


    @ Simsi68
    Oh, vielen Dank! Freut mich, dass es dir bisher gefällt und du dranbleiben willst. :)
    Fortsetzung ist so gut wie fertig. Mir fehlt nur noch ein wenig Text und das Korrekturlesen. :augzu


    @ xXRockStarXx
    Und ich freu mich, dass du wieder dabei bist. :)
    Mal schauen, was mir noch alles einfällt. Im Moment ist noch alles offen. Ausnahmsweise habe ich mir diesmal keinen festen Rahmen gesetzt wie sonst. *g*
    Wälder sind auch einfach toll und so einfach zu basteln. Die sind mir so viel lieber als Gebäude. :D
    Ich lad dich einfach ein, mal bei mir im Spiel vorbei zu schauen. ^^


    @ All
    Vielen lieben Dank für eure Kommis! :)
    Die nächste Fortsetzung sollte morgen eigentlich fertig sein. Es sei denn dieser vermaledeite Schnupfen hindert mich daran. ^^
    :wink

    Ich schon wieder. Bei mir ist gerade ein neues Hamstertier eingezogen. Ich darf vorstellen:



    Ein wirklich noch zwergiger Dschungarischer Zwerghamster. Getauft auf den Namen Gismo. :)


    Und standesgemäß in der rosa Transportbox nach Hause gebracht. :D



    (Und ja, ich kann heute keine scharfen Bilder machen. Weiß der Geier warum. :misstrau)

    Bist du dir sicher, dass es eine streunende Katze ist und sie bisher niemanden gehört? Ist dein Haushalt vielleicht voll?