Beiträge von moi-même



    Wenig später sass sie auch an der Bar, und alles war wie immer.
    Ich stellte mich auf eine längere Wartezeit ein, denn Gäste waren nicht in sicht.



    Die Tür flog erneut auf, und Danielle stolzierte mit langen, eleganten Schritten in den Raum.
    Ihre Miene verhiess nichts Gutes.
    Vielleicht sollte ich in Deckung gehen.



    Hinter ihr flog die Tür erneut auf, und eine geduckte Gestalt betrat das Treasures.



    Es war Konstantin Hauser.



    Die fortsetzung ist wohl etwas lang geworden, ich hoffe das macht nichts.
    und jetzt erst mal bai :hug



    Um punkt sieben flog die Tür auf, und Charlie betrat den Raum, Leon im Schlepptau.
    Leon ist unser „Gorilla“, dessen Hauptaufgabe es ist hier drin für Ruhe und Ordnung zu sorgen.
    Dass er in Wirklichkeit den Grosseil der Zeit an der Bar verbringt, muss ich ja nicht erwähnen.
    Währenddessen jonglierte ich mit ein paar Gläsern.
    Ja, Langeweile bringt Menschen dazu Dinge zu tun, die sie sonst nicht tun würden.



    Charlie steuerte direkt auf mich zu, und nach der für ihn typischen küsschen-links-rechts-Begrüssung
    und den üblichen geheuchelten wie-geht’s-dir- mir-geht’s-gut- Floskeln räusperte er sich.
    „Julie… ich- nun, ich denke Danielle wird später vorbeikommen.
    Wenn sie nach mir fragt dann… sag ihr bitte, ich bin beschäftigt, ja?“ seine Stimme hatte einen bedrückten Unterton.
    „Ähm…klar.“
    „Du bist ein Schatz, liebes“ sagte er und wuselte davon.
    Warum er seiner Schwester entkommen wollte, war mir schleierhaft.
    Das er es nicht schaffen würde hingegen nicht.



    Kaum war Charlie verschwunden, setzte sich Leon auch schon an die Bar.
    Typisch.
    Aber eigentlich störte es mich nicht.
    Dank ihm war ich gezwungen mich zu unterhalten
    Und das wiederum würde mich ablenken
    Wovon?
    Ich weiss es nicht.
    Von mir vielleicht. Möglicherweise.



    „… der Schlitten ist einfach ein Traum.“ Leon grinste träumerisch vor sich hin.
    „Ääh was?“
    „Charlies neuer Wagen. Der ist eifach- hör dir das an…“
    dann schwafelte er irgendwas über PS und andere Dinge, die ich irgendwie nicht verstand.
    Es ging wohl um irgendwelche Eigenschaften dieses blöden Fahrzeugs.
    Nicht sonderlich interessant also...
    Aber jetzt ging mir auf wem wohl das Auto gehören musste, das ich am Samstag gesehen hatte… und das war frustrierend.
    Ich hatte irgendwie gehofft, das vielleicht- aber das war absurd. Vollkommen absurd.



    Ein raues Lachen riss mich aus meinen Gedanken.
    „Das interessiert dich wohl nicht besonders, was?“ meinte Leon grinsend.
    War das so offensichtlich? „Ach, es ist nur…“ der Rest meiner dürftigen Erklärung verlor sich.
    Und er fragte nicht nach.
    Mitunter ein Grund, weshalb ich ihn gut leiden konnte. Er stellte keine Fragen.



    „Wo ist eigentlich Rowan?“ frage er mich nach einer weile, die Stirn in Falten gelegt.
    „Keine Ahnung. Sie war nicht zuhause“ meinte ich schulterzuckend.
    Rowan wohnte auch bei uns in der WG.
    Und sie kam praktisch immer zu spät.
    „Sie hätte schon vor über einer halben Stunde hier sein müssen“ meinte er, und nippte an seinem Bier.
    „Warum machst du dir so Gedanken darüber?“ fragte ich misstrauisch.
    Er hob abwehrend die Hände. „Ich will nur nicht dass Danielle sie zerfleischt. Das ist alles.“



    „Hmhm.“ Machte ich nur, und damit hatte sich das Thema dann wohl erledigt.
    Im selben Moment flog die Tür auf, und Rowan platzte herein.
    Sie warf uns einen gequälten Blick zu, und verschwand dann nach oben, vermutlich um sich umzuziehen.


    ein Teil kommt noch...



    Ich schloss die Tür des Spinds, spürte das kalte Metall unter meinen Händen ganz deutlich.
    Mir standen einige Stunden an der Bar bevor, an den Wochenenden eine ermüdende und anstrengende Arbeit,
    unter der Woche langweilig und öde.
    Ich hätte die anstrengende Variante bevorzugt, trotz des unweigerlich folgenden Muskelkaters.
    Dann wäre ich wenigstens abgelenkt. Dann könnte ich nicht nachdenken.
    Über meine eigene Schäbigkeit, beispielsweise.



    Langsam ging ich zum Waschbecken und warf meinem Spiegelbild einen kurzen, verächtlichen Blick zu.
    Mir blieb wohl nur übrig, auf ein grösstmögliches Gefühl der Taubheit zu hoffen,
    wodurch sich alles leichter ertragen liess.
    Immerhin musste ich nicht tanzen, nicht heute.
    Ein verschwindend kleiner Trost.
    Ich schloss die Augen und versuchte, die Welt auszublenden.



    Meine Kehle fühlte sich seltsam trocken an, nein, nicht trocken, eher zugeschnürt.
    Ich ging zurück zu meinem Spind und wühlte nach dem Glas, das ich mir genau für solche Situationen zugelegt hatte.
    Ich drehte den Hahnen auf, und liess das Glas bis oben mit dem kalten, klaren Wasser vollaufen.



    Ich ging ein paar Schritte, führte das Glas an die Lippen und trank.
    Und hörte nicht auf, bis das Glas leer war.
    Meine Finger zitterten.
    Ich schloss sie fester um den kühlen, glatten Gegenstand.




    Das zugeschnürte Gefühl war immer noch da.
    Ich trat abermals ans Waschbecken, um das Glas erneut zu füllen.
    Wie lächerlich. Das verdammte Wasser konnte mir auch nicht helfen.
    Wütend knallte ich das Glas gegen die Wand, es zersplitterte und die Scherben verteilten sich über den Boden.
    Ich sah schnell weg.



    Nein, Wasser würde mir nicht helfen.
    Ich spürte wie sich meine Hand verkrampfte, sich festklammerte am kalten, harten Rand des Waschbeckens.
    Das Wasser rauschte in meinen Ohren, und mir wurde schwindlig.



    Ein paar Minuten später stakste ich die Treppe hinunter.
    Ich hasste mich für meine mpfindlichkeit. Es war schliesslich nichts unmenschliches,
    und das Treasures war kein billiger Schuppen, voll mit geifernden alten Säcken…
    aber dennoch, ich- ich fühlte mich einfach nicht wohl in meiner… Haut.
    Ich straffte die Schultern und atmete tief durch.



    Dann ging ich gemütlich rüber zur Bar, ich hatte ja noch reichlich Zeit, ich war sogar zu früh.
    Noch ganze zehn Minuten, bis das Treasures seine Pforten öffnen würde.
    Für wen allerdings, das wusste ich auch nicht.
    Um nicht blöd rumzustehen kontrollierte ich schon mal die Getränke.
    Von denen sich heute Abend nicht viele verkaufen würden.
    Ich konnte mir den Hauch Spott der in meinen Gedanken mitschwang partout nicht verkneifen.
    Das Treasures war unter der Woche nun wirklich nicht rentabel, absolut unsinnig, es überhaupt noch zu öffnen.
    Früher hatten sich hier viele Leute eingefunden,
    einfach nur um ihren Feierabend in einer angenehmen Umgebung zu verbringen und die „Aussicht“ zu geniessen,
    ein paar hübschen Mädels Drinks zu spendieren und blah.
    Auf unerklärliche Weise hatte sich die Kundschaft jedoch verflüchtigt.
    Wie Schade.

    geht gleich weiter...

    so, jetzt gehts weiter...
    und ich entschuldige mich noch mal ganz offiziell für die lange wartezeit *schäm*

    Vorsätze



    Frédérique blinzelte.
    Dann setzte er sich langsam auf und reckte seine Verspannten Glieder.
    Die Kälte nahm er nur verschwommen wahr, wie durch einen dichten Schleier.
    Er brauchte einen Moment, um die Orientierung zurückzugewinnen.
    Wie lange hatte er geschlafen?
    Einen ganzen Tag und bis in die Morgendämmerung des nächsten Tages war er umhergeirrt,
    dann hatte er sich auf dieser morschen Bank zusammengekauert… und jetzt war alles dunkel um ihn.
    Hatte er tatsächlich den ganzen Tag geschlafen?
    Wie seltsam.
    Er hatte noch nie viel Schlaf gebraucht…
    und seit jener schrecklichen Nacht verabscheute er ihn, mied ihn, wie nichts anderes auf der Welt…
    Bis auf die Gesellschaft anderer Individuen vielleicht.



    Mit zitternden Beinen stand er auf, den Blick stur nach vorn gerichtet.
    Das Geräusch seiner Schritte hallte unnatürlich laut durch die vollkommene Stille des verlassenen Bahngleises,
    der seinem Zweck bereits seit Jahren nicht mehr diente.
    Abrupt blieb er stehen.




    Verlassen war der Ort, Gitter versperrten die Tür.
    Dahinter konnte man noch einen schlichten weissen Tresen erkennen, und eine Pflanze, offenbar aus Plastik, die von der Decke baumelte.
    Allein das Geräusch seiner Regelmässigen Atemzüge durchbrach die dunkle Harmonie der Nacht,
    unnatürlich laut und fehl am Platz.
    Jetzt, bei Nacht, war der Ort erfüllt von einer ganz eigenen, düsteren Atmosphäre,
    während er am Tag nur einem gewöhnlichen Schrotthaufen glich.
    Ein grimmiges Lächeln huschte über sein Gesicht.
    Ein bisschen Dunkelheit…
    Wie einfach doch die menschliche Wahrnehmung zu manipulieren ist.




    Obdachloses Gesindel und Drogensüchtige mieden den Ort.
    Er schreckte sie ab, und hatte zugleich nichts auch nur minder Interessantes an sich,
    was sie zum Wunsch hätte veranlassen können, sich dennoch hier aufzuhalten.
    Hauser war zweifellos einer der wenigen Menschen, die diesen Ort seit Jahren betreten hatten.
    Wenn nicht der einzige.
    Er war vollkommen sich selbst überlassen.
    Der Ort bot sich geradezu als Herberge an.
    Es war ein Jammer, ihn zurücklassen zu müssen.
    Hier hätte er sich verkriechen können um in Ruhe und abgeschieden von der Welt verrecken zu können.
    Doch daran war nicht zu denken.
    Es wäre eine Verschwendung, eine grässliche Verschwendung seines Genies.




    Ausserdem, und in der Liste der Dringlichkeiten an erster Stelle,
    hatte er einige Dinge zu Ende zu bringen.
    Erst dann würde er sich neuem, grösserem zuwenden können.
    Es war töricht und unklug, und es war eine lächerliche Verschwendung seiner Zeit,
    und doch war es notwendig.
    Aber es lag auf dem Weg, ohnehin auf dem Weg, also kein Grund zur Beunruhigung…

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    Vorsichtig liess Mark die Tür des Kamins zufallen.
    Seine Hände zitterten.
    Er war froh, dass es Abend war, er wollte seine Patienten nun wirklich nicht gefährden.
    Er machte sich sorgen um Julie.
    Gewaltige Sorgen.
    Das ganze Wochenende über hatte er versucht, sie zu erreichen, vergeblich.



    Nun war es schon Montag.
    Er liebte sie, selbst wenn er sich manchmal nicht sicher war, ob sie dasselbe für ihn- nein,
    so etwas durfte er gar nicht denken.
    Natürlich liebte sie ihn.
    Und wenn sie seine Mutter erstmal kennengelernt hatte, würde auch dieses Thema geklärt sein.
    Davon war er überzeugt.
    Er und Julie waren schliesslich schon über ein Jahr zusammen, höchste zeit also,
    die beiden näher miteinander bekannt zu machen.
    Bisher kannten sie sich ja nur flüchtig.
    Irgendwie musste es ihm gelingen, Julie für seine Muter zu gewinnen,
    und- was noch viel wichtiger war- seine Mutter für Julie.
    Er gab viel auf ihre Meinung, sehr viel sogar.
    Wenn sie etwas gegen Julie hätte, könnte das Folgen für ihre Beziehung haben. Schwerwiegende Folgen.
    Aber nicht deshalb machte er sich sorgen.
    Nicht nur.



    Er stierte in die Flammen, während er zurückdacht, zurückdachte an jenen Tag im Juni vor einem Jahr.
    Damals war er gerade mal mit dem College fertig, hatte seinen Medizinabschluss in der Tasche.
    Er war jung, unerfahren und arbeitete erst seit 2 Monaten in der Klinik seiner Mutter.
    Er hatte ihr ihren grossen Wunsch erfüllt und Medizin studiert, die Familientradition weitergeführt,
    und er war glücklich so, alles war, wie es sein sollte.
    Er erinnerte sich nur zu gut an den Tag, an dem er Julie kennengelernt hatte.
    An den Tag, an dem sie von ihren Eltern in die Klinik seiner Mutter gebracht worden war.
    Angeblich hatte sie einen kleinen Unfall.
    Eine schäbige Erklärung.
    Sie hatte viel blut verloren. Zu viel.
    Er seufzte leise.
    Er hatte Angst um sie.
    Ihre Art mit Problemen umzugehen war weder sinnvoll noch gesund.
    Er versuchte für sie da zu sein, so gut es eben ging.
    Aber er hatte nicht die leiseste Ahnung, wie es in ihr aussah.
    Dennoch… sie verschloss sich, und er wollte sie nicht auch noch bedrängen.
    Das war vermutlich das letzte, was sie brauchen konnte.
    Also war er einfach nur da, in der Hoffnung es würde ihr helfen.


    geht gleich weiter...

    huhu meine lieben :hug

    @natü :lachenich freu mich grad wie blöd über deinen kommi xD
    freut mich das du Mark nicht magst xD er ist mir persönlich ja zu nett^^
    muttersöhnchen?... lassen wir uns überraschen xD
    Der meiste Wahnsinn? das ist ja fiese. den titel wollen doch alle :D
    ich denke es passiert sehr selten das jemand nicht mehr fähig ist zu lieben, und ob das bei julie der fall ist? tja, das wirst du schon früh genug erfahren :p
    Frederique hat grosses vor^^
    mit dem satz meinte ich in etwa "belibt nur zu hoffen das ihn niemand daran hindert (katze tötet vogel(der piepmatz hauser xD)"
    danke für deine lieben tollen kommis :hug

    Terry was der sogenannte notfall war wirst du gleich erfahren xD
    hm, auch gut das du ihn magst. das ist toll wenn die meinungen auseinander gehen xD
    Frederique war nicht im gefängnis, er war in einer "renomierten psychotherapeutischen klinik" :p und ob es was gebracht hat.. sag ich jetzt auch nich xD
    auch dankö für deine kommis :hug

    Keksy guti das du beide seiten verstehen kannst. so war das beabsichtigt xD weil im echten leben ist es ja auch nicht so das ausschliesslich einer recht hat... danke auch dir für deine kommis :hug

    Laski merciii

    ich wollte ja eig jetzt die fortsetzung posten, aber ich muss gehn oO
    wenns geht post ich sie heute abend wenn ich wiede da bin, ansonsten morgen. ich hab euch liep xD *knuddel*

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    Ich hab am ende ZIEMLICH oft wiederholt, dass ich mich freuen würde, dass er zurückschreibt. Oder?[/quote]

    schon, ja :D
    aber der brief ist TOLL!!
    dein englisch ist ja :eek:

    waah karma geht nich :suse
    stell dir welches vor, für dein tolles englsich und den wundertollen brief :D