FFVII-Von singenden Weihnachtsbäumen und anderen Katastrophen




  • Von singenden Weihnachtsbäumen und anderen Katastrophen




    Titel: Von singenden Weihnachtsbäumen und anderen Katastrophen
    Autor: AnubisVincent
    Beta: Lidsi <3
    Fandom: Final Fantasy VII
    Genre: Romanze/Humor
    Rating: Slash 12
    Pairing: Sephiroth x Reno
    Charaktere: Sephiroth, Reno, Tseng, Lazard, Zack, Cloud, Angeal, Genesis
    Zeiteinstufung: Crisis Core


    Disclaimer: Keiner der vorkommenden Charaktere gehört mir. Ich verdiene auch kein Geld mit der Story.


    Anmerkung: Mir ist es wichtig, mich an dieser Stelle bei jenen zu bedanken, die an mich glauben, die mich unterstützen und inspirieren beim Schreiben. Meinen Freunden. Ich danke Euch.


    Zur Story: Eine kleine Ministory aus meiner Feder zur Weihnachtszeit. Ein Geschenk sozusagen und ich hoffe, Ihr habt Freude an ihr, so wie ich, als ich sie schrieb.


    Warning:Was soll ich da noch groß dazu sagen. Meinen bösen Humor, Geschenkpapier, singende Weihnachtsbäume, Reno und Genesis, die da rumrennen...das sagt schon alles. Außerdem werde ich mich wohl an einen „Lemon“ wagen (grusel), aber erst später und wird dann ein extra Update.



    Kurzbeschreibung:
    SOLDAT steckt in der Weihnachtsdepression. Sephiroth persönlich nimmt sich dieser Herausforderung an und sorgt selbst bei den Turks für Verwirrung. Er hätte es sich auch nicht träumen lassen, dass er zum Teil für die peinlichen Aussetzer von Reno verantwortlich ist. Das Unheil nimmt seinen Lauf und wird als Mission „Weihnachtsbaum“ in die ShinRa-Geschichte eingehen.




    Kapitel 1








    Ein grünes Übel kommt selten allein



    Es war also wieder so weit. Wieder ein Jahr vorbei. Ich stand im Büro von Lazard und musste einen Vortrag über die diesjährige Krise über mich ergehen lassen. Ich lies ihn einfach reden. Meine Aufmerksamkeit galt eher diesem bunten Ding auf seinem Schreibtisch, das blinkte und zu allem Überfluss, bei Erschütterung, ein Lied trällerte. Für mich war eher dieses Objekt zum Verzweifeln, aber gut, es stand ja nicht auf meinem Schreibtisch. „SOLDAT hat seine Tage.“ Ich hob eine Augenbraue, diese Worte rissen mich in der Tat aus den Gedanken. „Verzeihung? Aber das halte ich für ganz ausgeschlossen.“, und bedachte Lazard mit einem finsteren Blick, denn so langsam wurde es MIR zu bunt. Nicht nur wegen des blinkenden Etwas. Sofort hörte er auch auf mit seinen Armen theatralisch vor mir rumzufuchteln. „Kommen Sie zum tragenden Punkt Lazard, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit und Geduld mir diesen Unfug anzuhören.“


    „Ob Sie wollen oder nicht, dass Cissnei ihr Monatsproblem hat und Sie darunter zu leiden haben, weil Sie Ihr Bett mit ihr teilen, es ist IHR Problem und nicht das von ganz SOLDAT, wenn ich bitten darf.“ Ich zog die Augenbrauen zusammen: „Ich für meinen Teil denke mir da aber eher etwas anderes dabei, denn ich halte Ihre Affäre mit der Turk für eine Verschleierung Ihrerseits. Ihre Privatangelegenheiten gehen mich aber nichts an, Sie sollten sie nur besser tarnen.“ Nervös strich sich Lazard durchs Haar, als ich ihm eindringlich in die Augen sah. Er dachte wohl allen Ernstes, dass ich seine Blicke nicht merken würde, mit denen er mein Hinterteil bedachte. Weit gefehlt!


    Weiße Handschuhe! Weiße Hose! Mein Verstand war ernsthaft in Gefahr! Prompt wurde die Situation auch noch musikalisch untermalt, von diesem Ding. „DAS da nenne ich eine Katastrophe! Kitschkrise! Darüber würde ich mir mehr Gedanken machen.“, und deutete bewusst auf das kleine grüne Übel. Der Colonel sah mich verwirrt an. „Die sind vom Krisenmanagement auf jeden Schreibtisch beordert worden. Sogar auf Ihren, Sephiroth. Wegen der Stimmung..“ Mein Blick sprach wohl Bände, denn es verschlug ihm augenblicklich die Sprache. Das war zuviel des Guten! Vernichtend schaute ich das Bäumchen an, das von Lazard in Sicherheit gebracht wurde. „Ich werde mich höchstpersönlich um diese Stimmungskrise bei meinen Leuten kümmern und das nicht so einem gemanagtem Baum überlassen. Ich bin schließlich deren General und für sie verantwortlich.“ Mit diesen Worten ließ ich den Colonel in seinem Büro stehen. In Stimmung kam ich bestimmt, aber bestimmt nicht in die Stimmung, die erwünscht oder erhofft war. Sie glich eher einer Mordstimmung. Das besserte sich auch nicht, als ich dann in meinem Büro ankam und dort auch so ein grünes Übel erblickte.


    Schnell wurde mir klar, dass das kein leichtes Unterfangen werden würde, dass ich noch nicht mal wirklich wusste, was Weihnachten eigentlich zu bedeuten hatte und warum alle auf einmal so sentimental wurden. Gut, Genesis verhielt sich auch so öfter merkwürdig, aber jetzt war es extrem. Er wich Angeal auch kaum von der Seite. Selbst dieser verhielt sich wunderlich. Es war nur wieder eine Frage der Zeit, wann ich die beiden wieder von ihrem Geschenkpapier befreien musste. Alle Jahre wieder, brachten sie es fertig, hilflos in Geschenkpapier eingewickelt, in der Gegend rumzurollen, sogar mit Schleife am Kopf. Alle Jahre wieder, war es dann meine Aufgabe, sie zu erretten und vor dem sicheren „Knuddeltod“, würden sie so in die Fänge ihrer Fanclubs geraten.


    Nach minutenlangem auf und ab Gehen, beschloss ich Angeal einen Besuch abzustatten. Vielleicht ließ sich das drohende Unheil ja abwenden und nebenbei konnte ich ihn über dieses Fest ausfragen. Das schien mir ein guter Plan, da ich ahnte, dass er darüber so einiges mehr wusste, als manch ein anderer. Meine Rechnung ging auf. Ich konnte ihn dazu bewegen, mit seinen einzupackenden Geschenkkörben voller Banora-Apfel-Kompot, auf dem Tisch zu bleiben und dafür erzählte er mir dann, wie bei ihm Zuhause Weihnachten gefeiert wurde. Das, was mir nicht entging war, dass er sich sehr nach Zuhause sehnte und danach, wie in alten Zeiten, mit Genesis den leckersten Kuchen Gaias zu essen. „Das wirst Du auch! Ich werde Euch beiden frei geben, dass Ihr nach Banora fahren könnt.“ Ich stand auf und wollte gerade gehen, da hielt mich Angeal am Arm fest „Aber..“, wollte er protestieren. „Das ist ein Befehl!“ Ich legte ihm eine Hand auf die Schulter und drückte leicht zu, weil ich es ernst meinte. In seinem Blick lag so viel Dankbarkeit, dass mir der Atem stockte. Verwirrt verließ ich ihn.


    Es war ein angenehmes Gefühl, das sich in mir ausbreitete. Ein Gefühl, als ob mein Innerstes immer größer wurde. In mir regte sich etwas, das ich nicht kannte. Zumindest nicht in dem Ausmaß. Wenn es Angeal so erging, dann erging es vielleicht noch anderen so wie ihm und sie sehnten sich nach Hause. Langsam wurde mir bewusst, dass ich jetzt genauso apathisch in der Gegend rumstand, wie die anderen auch. In meinem Büro setzte ich mich an meinen Rechner und studierte den Dienstplan, der mich sofort veranlasste Lazard anzurufen. „Wer hat den Dienstplan gemacht?....Warum? .....Weil der eine Zumutung ist! ....Das ist mir gelinde gesagt völlig egal, ob der von Ihnen ist oder nicht, ich werde ihn umstellen. Sehen Sie zu, dass Ihre Schreibkraft zu mir ins Büro kommt, damit ich ihr das alles diktieren kann......Wie? Ich habe auch eine Sekretärin? ....Nein, ich hab sie noch nicht gesehen.....Ich kümmere mich drum... Einen schönen Tag noch.“ Kurz bevor ich auflegen wollte, fiel mir noch etwas ein. „Ach ja, Ihr freier Tag wurde soeben gestrichen.“ Ich drückte ihn weg und nach einigem Suchen, wählte ich die Durchwahl in mein Vorzimmer und war schon gespannt, ob sich die Unsichtbare auf mein Klingeln melden würde.


    „Jaaaaaaahhhhaaaaaaa??“, tönte es auch schon aus dem Hörer, „Entschuldigen Sie die Störung, aber ich bräuchte Sie hier dringend. Der komplette Dienstplan muss umgestellt werden, für die Feiertage.“ „Da haben Sie es ja vor, junger Mann! In 10 Minuten ist der Kaffee soweit und dann wird in die Hände gespuckt!“, und schon legte sie auf. Auf die Sekunde genau schoss nach zehn Minuten eine ältere Dame, mit Tablett durch die Tür, auf meinen Schreibtisch zu. Sie tafelte aber nicht nur Kaffe auf. „Moment mal..“, wollte ich gerade einwerfen, da unterbrach sie mich auch schon „Sie haben das letzte mal vor 36 Stunden, 23 Minuten und 25 Sekunden gegessen. Jetzt wird es aber mal Zeit. Allgemein weisen Sie ein sehr vernachlässigtes Essverhalten auf, das so gar nicht Ihrem heldenhaften Ruf entspricht.“ Kaum war sie fertig, hatte ich auch schon ein 3 Gänge Menü vor mir und eine ungeduldig schauende Sekretärin, die erst zufrieden war, als ich auch aß. „Schauen Sie nicht so, Ihre Freunde machen sich Sorgen um Sie und wenn Sie wissen wollen, wen Sie töten sollen, dann wenden Sie sich an Angeal.“ Dann drehte sie auch schon den Bildschirm zu Recht, dass sie etwas sehen konnte und ergriff die Tastatur, ab da konnte ich ihr nicht mehr folgen. Sie war einfach zu routiniert im Umgang mit den ganzen Programmen.


    Zu meinem Erstaunen, war der neue Dienstplan zeitgleich fertig, wie ich mit dem Essen. Als ich mir dann den Kaffee einverleiben wollte, zog es mich fast zusammen: „Der weckt ja Tote!“ Sie lächelte nur: „Original Turkkaffee! Der muss so sein.“ Ich sah sie nur fragend an. „Ich war früher eine Turk, bis zu einem Betriebsunfall. Ab da war ich nur noch im Innendienst.“, erklärte sie. Nach dem Kaffee hielt ich ihr die Tür auf, als sie mit dem Tablett wieder raus balancierte. Ich nahm wieder in meinem Sessel Platz und sah aus dem Fenster. Noch immer kreisten meine Gedanken darum, wie man jenen, denen ich nicht frei geben konnte, den Dienst ein wenig angenehmer gestalten könnte. So wie mir schien, lag genau da das Problem. Dazu müsste ich aber wissen, was in deren Köpfen vor sich ging und wie bekam man das am besten heraus? Indem man sich unter die Leute mischte. Denn von alleine sagte mir niemand etwas. Allgemein verloren die meisten ihre Sprache in meiner Gegenwart. Mir blieb also nichts anderes übrig, als mich irgendwie zu tarnen.


    Ich griff zum Hörer. „Ab 17.00 Uhr bin ich außer Haus. Wenn es für heut noch ein Anliegen gibt, dann bitte jetzt.“ Ich hörte Mrs. Singer im Terminplaner blättern: „Sir, Sie haben noch einen Termin bei Lazard. Es geht um die Jahresbilanz. Ich denke nicht, dass er die verschieben wird.“ Ich legte auf und rauschte auch schon aus dem Büro an ihr vorbei. „ Das lassen Sie mal mein Problem sein. Die Bilanz ist ganz schnell zusammengefasst. Verluste! Das wird er nicht gern hören und froh sein, mich wieder los zu sein. Ansonsten befördere ich doch noch seinen singenden Baum ins Jenseits.“ Sie starrte mir nur irritiert nach. Lazard schien wohl Gedanken lesen zu können, denn als ich das Büro betrat, griff er sofort nach dem Baum und hielt in fest. Im gleichen Moment aber, flog auch Tseng erschrocken aus dem Sessel. Eindringlich musterte ich beide und ergriff das Wort: „Verzeihung, der Gesang von dem Baum hat wohl mein Anklopfen übertönt.“ Mit einem süffisanten Grinsen genoss ich die Szene. Beide mussten sich erst richten nach dem Schrecken. Der Colonel seine Brille und der Turk seinen Anzug, wobei er den Baum mit einem vernichtenden Blick bedachte und danach versuchte meine Beziehung zu Lazards kleinem Stimmwunder zu ergründen und warum es vor mir beschützt werden musste.


    Der entrüstete Baumbesitzer ergriff dann aber das Wort: „Sephiroth, mit Ihnen hatte ich erst später gerechnet.“ „Nun, ich werde Sie bestimmt nicht lange aufhalten. Die Bilanz war nicht gut. Es gab Verluste!“ und bedeutete Tseng sich zu setzen, der aus irgendeinem Grund ziemlich blass wurde. „Die Verluste sind die geringsten seit Jahren.“ Darauf zischte ich ihn nur verächtlich an: „Nichtsdestominder, haben wir welche zu beklagen. Ob auf unserer Seite oder der Seite der Rebellen. Jeder dieser Seelen hat eine Familie, Kinder, Freund und Eltern. All jene trauern um sie, weil sie mit Gewalt aus dem Leben gerissen wurden. Sie sind keine Zahlen, die in einer Bilanz stehen. Sie sind aus Fleisch und Blut. Diese Verluste kann man nicht mit Worten und mit Geld sühnen, rechtfertigen oder vergelten. Sie sind DA. Krieg kennt keinen Sieger, denn alle sind die Verlierer und auch dieses Jahr musste ich Familien aufsuchen und ihnen mitteilen, dass ihre Söhne nie wieder nach Hause kommen werden. So lange ich gezwungen bin diese Botschaften zu übermitteln, kann man nur von einer schlechten Bilanz reden. Denn für manche Familien kommt mein Erscheinen, bei ihnen an der Türschwelle, einem Weltuntergang gleich. Wenn ich ihnen sagen muss, dass sie ihr Liebstes und Teuerstes, ihren Vater, Mann oder Sohn verloren haben. Schönreden lässt sich das nicht! Mehr hab ich dazu nicht zu sagen.“


    Beide schluckten. Tseng ließ seinen Blick sinken und schwieg betreten. „Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen würden. Von meiner Seite bedarf es keinerlei Worte mehr.“ Ich wand mich zum Gehen, nachdem vom Colonel keine Einwände mehr zu hören waren. Der Turk stand jedoch auf und reichte mir die Hand zum Abschied, was eine sehr ungewöhnliche Geste war. Ich erwiderte sie und umschloss seine Hand. Wir sahen uns noch mal in die Augen zur Bestätigung und dann verließ ich den Raum. Ein Freundschaftsangebot von einem Turk bekam man nicht alle Tage, dessen war ich mir sicher. Gedankenverloren stand ich vor dem Schreibtisch meiner Sekretärin, die mich erwartungsvoll ansah. „Sonst liegen keine Termine mehr für mich an?“ Sie verneinte. „Ich möchte, dass Sie noch einen Nachtrag in den Dienstplan eingeben, denn ich will, dass Sie sich auch frei nehmen.“ Danach verschwand ich im Büro und ignorierte ihre Proteste.


    Es blieb nicht mehr viel Zeit zur Essensausgabe in der Kantine. Meines Wissens war das die beste Zeit, sich unter die Leute zu mischen, hier im großen ShinRa-Gebäude. Ein ungewohntes Gefühl war es, nicht die schwere Rüstung zu tragen, ganz zu schweigen von den Schuhen. Sie irritierten mich beim Gehen, da ich an die Stiefel gewöhnt war. Mehrmals sah ich in den Spiegel, um den korrekten Sitz der Kleidung zu prüfen, da ich sie kaum spürte. Wieder schritt ich auf und ab, um den Gang zu üben. Der Unterschied war deutlich sichtbar. In der schwarzen Stoffhose und dem grauen Rollkragenpullover wirkte ich leicht mager, zu schlank für einen Soldier. Perfekt! Das galt aber nicht für die Haare, die wohl zu einem meiner markantesten Erkennungsmerkmale gehörten. Mit den Jahren hatte ich eine eigene Falttechnik erfunden, sie so zusammenzulegen, dass es so aussah, als ob ich relativ kurze Haare hätte, wenn ich sie ganz stramm zusammenband und ich einen Teil im Rollkragen verstecken konnte. Der schwarze Schal, den ich mir noch zusätzlich um den Hals legte, verstärkte diese Illusion. Die Haarbändigung war immer das Zeitaufwendigste. Blieb nur noch die auffällige Farbe. Auch dafür hatte ich eine Lösung und ließ das komplizierte Geflecht unter meinem schwarzen Spencercap verschwinden. Mir fehlte jetzt nur noch der Feinschliff. Der Blazer und die minimal getönte Brille ließen den Rest von der Person verschwinden, die gehasst und zugleich vergöttert wurde. Aus dem Spiegel blickte mir ein sehr junger Mann entgegen, der kaum älter als neunzehn wirkte, obwohl dieser zweiundzwanzig war. Ich staunte jedes Mal wieder aufs Neue, dann griff ich nach meiner Manteljacke und meinen Ausweisen. So wie ich jetzt aussah, lief ich vielleicht Gefahr in Schwierigkeiten zu geraten, in einer unachtsamen Minute.


    Als ich in mein Vorzimmer trat, war es leer. Aus der Kaffeeküche nebenan hörte ich aber Mrs. Singers Geflöte. Ich musste also warten, um mich abzumelden und legte meinen Mantel über den Tresen. Dann schob ich meine Hände in die Hosentaschen und schlenderte durch den Raum, um mich umzusehen. Irgendwie sah es hier anders aus. Es hingen Bilder an den Wänden und alles wirkte nicht mehr so erdrückend. Die Frau verstand ihren Job, das musste man ihr lassen. Ich erdreistete mich ihren Schreibtisch ein wenig näher unter die Lupe zu nehmen. Wie mir schien, hatte sich auch hier etwas getan. Da stand ein Plätzchenteller, der auch sogleich von mir untersucht wurde. Als ich einen Keks kostete, kam Mrs. Singer rein und blickte mir entsetzt in die Augen. „Junge! Bist Du denn von allen guten Geistern verlassen?“ Ich sah mich um, weil ich mir nicht sicher war, ob sie wirklich mich meinte. Doch das tat sie. Ernst sah sie mich an, während ich genüsslich weiter auf der Weihnachtsleckerei rumkaute, sie musterte und gespannt wartete, was nun kam. Offensichtlich erkannte sie mich nicht, was für meine Verkleidung sprach. „Dem General hier SO aufzulauern ist gefährlich!“, aus ihrer Stimme konnte man ihre Sorge hören. „Hmm...“, meinte ich und griff mir nachdenklich mit meinen Fingern ans Kinn. „Ist das so?“, dann senkte ich den Kopf soweit, dass ich ihr über meinen Brillenrand direkt in die Augen sehen konnte. Ihr Mund öffnete sich, aber sie brachte keinen Ton heraus. „Mrs. Singer, ich wollte mich nur bei Ihnen abmelden und Sie bitten hier die Stellung zu halten, bis ich wieder da bin und alle, die ein Anliegen haben davon zu unterrichten, dass ich wohl anwesend bin, aber auf keinen Fall gestört werden möchte.“ Ein amüsiertes Lächeln konnte ich mir nicht verkneifen nach diesen Worten und dem Anblick der völlig erstaunten Lady. Sie sammelte sich und meinte nur: „Sir, ich hoffe Sie haben Ihre Ausweise dabei, falls Sie ein Date haben und ins Kino gehen wollen.“ Nun war sie es, die mich verschmitzt ansah.


    Ich griff mir meine Manteljacke und wollte gerade losgehen, als mir Tseng auch schon entgegen kam und mich am Weitergehen hinderte. Misstrauisch beäugte er mich von oben bis unten und hob, um die Wirkung noch zu verstärken, eine Augenbraue. „Darf ich fragen, was Sie hier machen, außerhalb der regulären Öffnungszeiten für die Zivilbevölkerung? Wenn Sie nicht eine Genehmigung haben, die Ihre Anwesenheit vor dem Büro von General Crescent rechtfertigt, sehe ich mich gezwungen, Sie jetzt nach draußen zu eskortieren.“ Von seinen Augen wurde ich regelrecht durchbohrt oder Schlimmeres. „Verzeihung, ich habe mich wohl in der Zeit geirrt.“, gab ich nur von mir und erntete darauf ein verächtliches „Offensichtlich!“ Er trat zur Seite, damit ich an ihm vorbei konnte, aber verhinderte damit auch sogleich einen anderen Fluchtweg. „Nach Ihnen.“, ich ging in die gewiesene Richtung und er folgte mir auf den Fuß. Ich spürte seinen unnachgiebigen Blick in meinem Nacken und, dass er jede meiner Bewegungen genau beobachtete. „Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit!“, grollte er und schob mich schneller voran.



  • Na da guck ich aber, Sephiroth mag also keine Weihnachtsbäumchen und singende schon mal gar nicht! Aber warum wundert mich das jetzt nicht? Diese sich bewegenden, plärrenden Dinger mag ich ja auch nicht unbedingt und schon gar nicht dann, wenn sie auch noch nach Dosenmusik klingen.


    Fand ja die Stelle zum Schießen, als er telefonierte und rausfand, dass er selbst auch eine, moment, wie nennst du uns schnell nochmal, achja "Tippse", hat.


    Und wie es aussieht, kennt sich die Unsichtbare in ihrem Job wohl ganz gut aus. Schön, dass sie auch frei bekommt. Genau so wie Angeal und Genesis.


    Bin gespannt, was Sephiroth, so gut getarnt, wohl in der Kantine rausfindet.


    Er wird sich wohl nicht noch selbst hinstellen, um für seine Jungs einen Christbaum zu schmücken? Na, das könnt ja was werden! Das würde dann vielleicht wohl auch die Tippse erledigen müssen?

  • Danke liebe Lidsi, für deinen Kommentar. :megafroi



    Na da guck ich aber, Sephiroth mag also keine Weihnachtsbäumchen und singende schon mal gar nicht! Aber warum wundert mich das jetzt nicht? Diese sich bewegenden, plärrenden Dinger mag ich ja auch nicht unbedingt und schon gar nicht dann, wenn sie auch noch nach Dosenmusik klingen.


    Er sieht das wohl so ähnlich wie ich, eine Dosensuppe mag ja noch ganz ok sein, aber musikalisches Entertainment klingt daraus einfach nur zum Weglaufen.

    Fand ja die Stelle zum Schießen, als er telefonierte und rausfand, dass er selbst auch eine, moment, wie nennst du uns schnell nochmal, achja "Tippse", hat. Und wie es aussieht, kennt sich die Unsichtbare in ihrem Job wohl ganz gut aus.


    Nun, die gute Lady kennt sich nicht nur am PC gut aus. Sie könnte auch zu einem Problem werden, wenn einer unbefugt Ärger machen würde. Sie weiß sich zu wehren und somit ist auch das Vorzimmer des Generals in guten Händen.


    Schön, dass sie auch frei bekommt. Genau so wie Angeal und Genesis.


    Sie wird jedenfalls so einiges zu erzählen haben, bei den noch kommenden Ereignissen, wenn sie dann endlich nach Hause darf. ;)


    Bin gespannt, was Sephiroth, so gut getarnt, wohl in der Kantine rausfindet.


    Ob das „getarnt“ ein Segen bleibt, sei dahingestellt. Er muss vor allem erst einmal dahin kommen. Tseng ist ein hartnäckiger Wachhund, den er jetzt noch zusätzlich hat.

    Er wird sich wohl nicht noch selbst hinstellen, um für seine Jungs einen Christbaum zu schmücken? Na, das könnt ja was werden! Das würde dann vielleicht wohl auch die Tippse erledigen müssen?


    Nein, Mrs. Singer wird ihren eigenen Baum zu Hause schmücken. Sephiroth wird sich für die Aufgabe aber bald ein ganz anderes „Opfer“ auswählen.

  • Kapitel 2








    Die reizende Persönlichkeit



    Es war ein merkwürdiges Gefühl als „Sicherheitsrisiko“ raus eskortiert zu werden. Ich hörte wie Tseng sein Handy aufschnippte: „Was ist jetzt?....Wie bitte?...Bin in 30 Sekunden da!....Darf ja wohl nicht wahr sein!“ Dann spürte ich, wie sich seine sehnige Hand, wie eine Klaue um meinen Oberarm schloss und mich in die entgegengesetzte Richtung zerrte. Verwundert wollte ich mich umdrehen und ihn fragen, was los sei, als ich schon bei dem Versuch dabei von ihm angefahren wurde: „Zuviel fragen und wissen ist ungesund. Merken Sie sich das für die Zukunft und jetzt vorwärts!“ Er schob mich jetzt sogar noch schneller vor sich her, bis wir abrupt stehen blieben und er mich rücklings an eine Wand stellte. Direkt neben einen Wasserspender. Rechts, den Gang entlang, konnte ich keine fünf Meter weiter den Eingang zur Turkabteilung erkennen. Tsengs Blick ruhte auf mir und musterte mich, bis er fragte: „Sie gehören aber schon zu ShinRa, oder? Lassen Sie mich raten...einer von den Neuen bei SOLDAT, die bald ihr Training anfangen?“, die Tür ging auf und Rude kam zu uns. „Wenn es Ihr Traum ist Soldier zu werden, gibt’s da aber noch so einiges zu tun.“, meinte Tseng nur noch und richtete nun sein Wort an Rude, der mich nun auch noch von oben bis unten, naserümpfend, unter die Lupe nahm. „Passte mal auf den auf? Der verläuft sich gern.....hing bei Seph persönlich rum. Kann echt froh sein, dass er nicht Bekanntschaft mit Masasume gemacht hat. Das Putzkommando hat schon Urlaub und auf so eine Sauerei hab ich keinen Nerv!“ „Geht klar! Ich pass auf den Wicht auf.“, und schon stand Rude vor mir und Tseng rauschte ab in die Abteilung.


    Ungläubig starrte ich ihm hinterher, „Was gibt’s denn da zu glotzen?“, wurde ich ermahnt. Als Wicht wurde ich noch nie bezeichnet und sah verduzt Rude an. „Ich geb dir mal einen Ratschlag. Lass das blöde Glotzen echt sein. Erst recht, wenn dir mal der General über den Weg rennt. Der kann das gar nicht leiden! ...Jetzt guck mich nicht so an. Träume hat jeder .... aber Sephiroth ist definitiv ein Unerreichbarer. Da schneit es eher in der Hölle. Glaub´s mir.“ „Ah ....“, mehr brachte ich nicht mehr raus. Unglaublich! „Ja, sag mal...ich glaub, ich bring dich gleich mit meinem Kollegen sicherheitshalber lieber in die Kantine zu den anderen. Sonst brockst du dir noch Ärger ein.“, er schaute auf seine Uhr, „Gibt eh gleich Futter für euch.“ Durch ein lautes Geklapper und Gefluche wurde unsere sehr einseitige Unterhaltung unterbrochen. Das war mir mehr als Recht, da ich wirklich nicht wusste, was ich zu dem überhaupt sagen sollte oder wollte. Die Geräuschquelle war ein Aktenwagen, der von einem ziemlich laut fluchenden Turk aus der Eingangstür geschoben wurde. Dieser drückte Rude noch eine Akte in die Hand und verschwand dann. Die Tür jedoch stand noch offen, was meinen Aufpasser aber nicht störte, denn der studierte lieber seelenruhig das erhaltene Schriftstück. Meine Neugierde siegte, also nutzte ich die Chance. Um besser zu sehen, nahm ich mir einen Becher Wasser von dem Spender und riskierte einen Blick in die Abteilung.


    Man hörte gleich, dass man bei den Turks gelandet war. Bedächtiges Tippen war zu hören mit passenden Verwünschungen, mit denen sie ihre Rechner bedachten. Genauso, wie der typische Geruch von Kaffee und Zigaretten aus der Tür drang. Auf einmal trat Tseng wieder in mein Sichtfeld und steuerte direkt auf einen Bürocontainer zu, in dem besonders wild geflucht wurde. Er stellte sich hinter jemanden und ließ seinem Frust freien Lauf. „Du willst mich wohl auf den Arm nehmen, oder? Du kannst jeden hacken, nur Sephiroth nicht? Das ist ja jetzt wohl ein schlechter Scherz, wo der doch von Technik keinen Plan hat!“ Jetzt wurde ich erst recht neugierig und spitzte meine unnatürlich empfindlichen Ohren. Oft nervte es mich ja, alles Mögliche zu hören, aber jetzt stellte sich diese Gabe als durchaus brauchbar heraus. „Verdammt, wenn ich dir doch sage, dass ich nich reinkomme..“ „Erzähl den Müll deiner Kaffeetasse aber nicht mir!“, murrte Tseng. „Ach, weißt du was? Du kannst mich mal und zwar kreuzweise, du Ar***! Mach deinen Scheiß doch allein!“, jetzt erkannte ich die Stimme. „Wieso willst du eigentlich seine Handynummer haben und warum sollte ausgerechnet ICH ihn hacken?“, nun konnte ich auch das vertraute leuchtend rote Haar sehen, als er aufstand und Tseng wütend in die Augen starrte. „Weil ausgerechnet DU eine leidenschaftliche Schwäche für das Silberhaar hast und mit Sicherheit aus anderen Gründen auch ganz scharf auf seine Privatnummer bist!“, schlagartig veränderte sich Renos Gesichtsfarbe und man konnte von den anderen nur ein Kichern vernehmen.


    Er verschränkte seine Hände vor der Brust und sah aus, als ob er gefährlich nahe dem Explosionspunkt war. Es lag förmlich ein Knistern in der Luft, das einer Entladung vorausging. „Gut! Das erklärt warum ICH seine Nummer haben will, aber noch lange nicht, warum DU sie haben möchtest!“, die Lage lief auf eine Eskalation hinaus. Einmal, weil ich mich an meinem Wasser verschluckte bei dem Satz und, weil Tseng nur gleichgültig mit den Schultern zuckte. „Aus rein privaten Gründen.“, grinste Tseng hämisch. Renos Fäuste ballten sich und ich konnte seine Sehnen knirschen hören, als er Tseng dann fassungslos anbrüllte: „Aus WAS!!!“ Tseng erkannte langsam auch, dass er da soeben einen Nuklearsprengkopf entsichert hatte und versuchte ihn zu beschwichtigen. Ich hatte derweil ein anderes Problem. Ich bekam keine Luft mehr, ohne Gefahr zu laufen, zu ersticken und kam nicht mehr um ein Husten herum. Das veranlasste Rude seine Lektüre zuzuklappen und er erkannte wohl auch sofort die Gefahr, da er sich in die Tür stellte und Reno zu sich rief: „Ruhig Blut! Komm wir haben noch was zu tun!“, und deutete dabei auf mich und schüttelte mit den Kopf, weil ich immer noch am Keuchen war. Wenn man es so sah, bekam ja man auch nicht jeden Tag indirekt mit, dass sich ein Turk in einen verliebt hatte. Normalerweise empfand ich das immer als unangenehm, wenn das geschah, aber diesmal fühlte ich mich seltsamerweise eher geschmeichelt.


    Von Reno kam nur ein „Und?“, als er zu uns kam. Rude gab ihm kommentarlos die Akte und wartete. „Na toll, aber das ist erst nach den Feiertagen. Alter, ich brauch JETZT was zum Abreagieren, sonst mische ich Tseng doch noch auf.“, maulte er „dann wär er jetzt ganz im Ar***!“ Reno ballte schon wieder die Fäuste. „Vor allem, was isn das hier für ein Heini?“, dann sah er mir in die Augen. „Was gibt’s denn da zu glubschen? Noch nie einen Turk gesehen oder wat?“, grollte er mich nun an. „Einer der Neuen.“ „Sag mal, will mich heute die ganze Welt nur verarschen? Hab ich da wat verpennt oder was soll der Rotz hier? Steht auf meiner Stirn tätowiert „Volltrottel für Alles“?“, mit einer Hand in die Hüfte gestemmt, fing er nun noch mit der anderen an, seinen Schlagstock gegen sein Bein zu tippen. Herausfordernd schaute er seinen Kollegen an „Und? Da steht wohl kaum Kindermädchen dran, oder?....Was hat der Hosenscheißer hier eigentlich verloren?“, sein Tippen wurde immer ungeduldiger. „Der gehört in seine Krabbelgruppe und hier is die bestimmt nich!“ Rude verzog nur leicht die Miene, aber ich hatte umso mehr mit meiner zu kämpfen. Derartig wurde ich bis jetzt noch von niemandem betitelt. Rude sah noch mal auf seine Uhr: „Komm, bei denen gibt’s gleich Futter.“ Reno fing plötzlich an zu lachen und sah mich abschätzend an. „Das scheinst du auch dringend nötig zu haben!“, und grinste auch noch breit und bedeute mir aber gleichzeitig mit dem Stock, dass ich mich in Bewegung setzten sollte, wenn ich nicht nähere Bekanntschaft damit machen wollte. Ich stellte mal wieder fest, dass Reno wirklich eine reizende Persönlichkeit mit eben solchem Temperament war.


    Jetzt hatte ich schon ein halbes Turkkleinkommando als Eskorte. Für andere mochte das aussehen, als ob ich in Schwierigkeiten steckte, ich hingegen fing an mich zu amüsieren. „Ich kill ihn!“, zischte Reno nach einer Weile wieder. „Bastard! Ar***lo**! Hurensohn!“, zeterte er weiter. „Mann, ich sag´s dir! Der is sowas von tot, wenn ich den mit Seph in der Kiste erwische!......Nein! Falsch! .....Wenn ich ihn auch nur einmal dabei erwische auf seinen Ar*** zu starren“, und lies demonstrativ seine Waffe immer wieder drohend in seinen Handfläche fallen, bis er sich umdrehte und mir diese dann direkt unter die Nase hielt. „Das gilt auch für Dich, Brillenschlange! Erwisch ich dich, wie du ihm auflauerst, nachstellst oder gar angaffst, dann war´s das! Ausgeträumt! Dann verschaffe ich dir einen heldenhaften Abgang! Soldatmus! Schicht im Schacht!“, und fuhr sich mit dem Finger an der Kehle entlang und drehte sich dann um. Wäre er nicht wegen mir so aufgebracht und ich nicht getarnt gewesen, hätte ich ihn spätestens jetzt in die Krankenstation befördert, weil ich dann stark an seinem Verstand gezweifelt hätte. MIR zu drohen.


    Kurz darauf durchquerten wir einen der gemeinsamen Flure der Turks und SOLDAT. Reno stieß Rude in die Seite und deutete auf einen 2nd der frustriert auf sein, in der Mitte zerbrochenes, Schwert blickte. Dann zuckte der mit den Schultern, steckte das Zerbrochene weg und sah die Turks an, wie sie mit mir im Schlepptau auf ihn zusteuerten. „Fair!“, gab Rude nur von sich. „Na, bei der Leuchte is Junior ja genau richtig!“, feixte Reno nur, dann sprach er genannten auch schon an: „Hey da!“ Die Augen von dem Soldier wurden größer, „wir haben da was gefunden, das zu euch gehört. Wär nett, wenn du das abtransportieren könntest, wo es hingehört.“ Reno erntete aber eher einen fragenden Blick. „Jo Mann! Ich mein die dürre Bohnenstange hier!“, und schon wurde ich von Rude und Reno an den Armen gepackt und zu dem Soldier geschubst. „Öhm ja. Okay, ich nehm ihn mit.“ „Kleiner Ratschlag am Rande....Euer Zögling hat wohl das selten dämliche Talent, schnell in Schwierigkeiten zu geraten. An deiner Stelle würd ich gut auf ihn aufpassen.“ „Wieso was war denn?“, aber er erhielt keine Antwort von den Turks, weil sie sich schon wieder auf den Rückweg machten. Irritiert sah mein neuer Aufpasser jetzt hinter ihnen her, bis er sich zu mir wand. „Hi! Ich bin Zack Fair. Einer von den 2nd Class.“, dann lächelte er mich an und klopfte mir aufmunternd auf die Schulter. „Nicht ärgern, nur wundern. Die sind immer so!“, dann fing er sogar noch an zu lachen und schüttelte den Kopf.


    Ich heftete mich an seine Fersen und folgte ihm. Nach kurzer Zeit war ich mir allerdings nicht mehr sicher, ob mir das Bedrohtwerden oder dieser übermäßige Redeschwall lieber war. Mehr oder minder hörte ich ihm zu. Träume....Ehre...SOLDIER....1st Class...Mentor. Das kam mir alles schon so seltsam bekannt vor, von Angeal. „Mein Traum ist es mal ein Held zu werden!“, mit dem Satz wurde mir so einiges klar. Mein neuer Begleitschutz war Zackary Fair. Angeals neuster Schüler und laut seiner Aussage, sogar der Begabteste. Nur meinte er, dass er mehr, wie ein Welpe wäre. Bei dem Gedanken musste ich dann doch schmunzeln. Denn die Beschreibung traf es auf den Punkt. „Da gibt’s nichts zu schmunzeln. Das ist mein Ernst! Aber nicht so einer wie Sephiroth“, verblüfft sah ich ihn an: „Bitte?“, er lachte erneut, als er merkte, dass ich nicht wusste, wie er das meinte. „Ach, Sephiroth ist so ein Verwöhnter, für den gelten immer Sonderrechte. So ein Held möchte ich nicht werden.“ Dieser Satz überfuhr mich regelrecht wie ein Schnellzug. Dass mich die Leute nicht einschätzen konnten, war mir nicht neu, DAS aber schon. Das gefiel mir überhaupt nicht, so gesehen zu werden und ich zog nachdenklich die Augenbrauen zusammen. „Ja, ich weiß, auch dieses Jahr gibt’s keinen Weihnachtsbaum im Foyer. Seit dem der weg ist, ist hier kaum noch was los. Das war früher immer toll, weil noch Besucher kamen, um den Baum zu sehen. Dafür gibt es dieses Jahr....“ Ich unterbrach ihn „....viele kleine Bäumchen. Ja, ich weiß“, die zu allem Überfluss auch noch blechern singen. „Hier geht’s lang!“ Eins interessierte mich dann doch noch: „Also wäre es bestimmt nicht schlecht, wenn hier wieder ein großer Baum stünde?“ „Machst du Witze? Klar! Mann, dann wär hier wieder Leben! So wirkt das irgendwie nur trostlos und frustrierend. Aber jetzt ist Schluss mit dem Trübsal blasen. Jetzt wollen wir mal dafür sorgen, dass du was auf die Rippen bekommst!“, und schon schliff er mich in Richtung Kantine.


  • Na dieses Kapitel hatte es in sich!

    Auch ich musste, wie Sephiroth, des Öfteren nach Luft ringen.

    Sephi, eine verwöhnte, glubschende Bohnenstange, ein „Sicherheitsrisiko“ mit eigener Eskorte in die Kantine. Er könnte einem ja beinahe leid tun, sooft wie er da bedroht und beleidigt wird. Ihn als Brillenschlange zu bezeichnen, die weder „glubschen“ noch „glotzen“ darf, ist ja eine Sache, ihn als Heini, Wicht oder gar Rapunzel zu betiteln, noch eine andere. Aber, dass der über beide Ohren verliebte Reno Zack Prügel androht und aus Sephi sogar Soldatmus machen will, um ihm einen heldenhaften Abgang zu verschaffen – sorry – das war zuviel für meine Bauchmuskeln.

  • So vorweg ich nehme keine Haftung hier für Kommi by reading, nie gut ...


    Zitat

    diesem bunten Ding auf seinem Schreibtisch ... bei Erschütterung, ein Lied trällerte.

    Erinnert mich an meine Lampe, die geht auch nur an wenn ich meine Tastatur hervorhole o.O



    Wegen der Stimmung? Davon soll man gute Laune bekommen? Oder soll es die Vorfreude auf den baldigen Urlaub erhöhen, so nach dem Motto 'Dann muss ich mir das gegudel und geblinke nicht mehr an tun' wird es wohl sein denn na ja so dinger können doch nur nerven oder bin ich da die einzige die so denkt? Ne Sephi denkt ja auch so ^^



    Zitat

    Sie glich eher einer Mordstimmung.

    Sag ich doch, schön das Sephi genauso denkt wie ich.



    Oh ich habe eine Tipps? Kann ich die noch mal sehen :lachen



    Zitat

    36 Stunden, 23 Minuten und 25 Sekunden gegessen

    Die Frau macht mir angst, ist ja noch schlimmer als meine Mami.



    Zitat

    eine eigene Falttechnik erfunden

    Das würde ich gerne mal sehen, wie man diese, ein Meter ist es doch bestimmt, zusammen falten kann.



    Man, schon wieder vorbei, bzw das erst Kappi. Ich mag es ja, ich könnte dir das von Morgen bis abends sagen, wo bei ehr von Mittag bis morgens. Keine Ahnung was deine Bäumchen an sich haben das ich sie immer und immer wieder lesen kann, wenn es jetzt auch hier an meinen Lappi mich zwingt meine Brille zu benutzen - ich bin eben blind ^^


    So und nun weiter im Text gibt also jetzt wieder so ein paar schöne zwischen dinger wenn ich dran denke ....



    Zitat

    einer von den Neuen bei SOLDAT, die bald ihr Training anfangen

    Da frage ich mich echt wie schmächtig sieht er in den normalen Sachen aus?



    Ist ja schon erstaunlich, kaum das sie ihn nicht erkennen schnautzen sie ihm an aber wehe sie wissen wer vor ihnen steht, das sind echt angst Hasen.



    Zitat

    Reno wirklich eine reizende Persönlichkeit mit eben solchem Temperament war

    Ja so kann man ihn wirklich beschreiben, aber wäre er nicht so wäre er ein langweiliger Kerl den keinem interessieren würde ... Er bring mich mit seiner art eben immer wieder aus neue zum lachen, wo bei wenn man sich den Film mal auf Japanisch reinzieht liegt man noch mehr aufen boden, diese Stimme, zum weg schmeißen ...



    Ich frage mich ja gerade was würde Reno denken/tun wenn er wüsste das er sein Herzblatt da vor sich hat? Interessant für Sephi so zu erfahren wie Eifersüchtig Reno ist aber bestimmt nicht in Renos sinn das Sephi es so erfährt



    Zitat

    Ach, Sephiroth ist so ein Verwöhnter, für den gelten immer Sonderrechte. So ein Held möchte ich nicht werden.

    *grins* Ein mal das volle Helden Programm für den kleinen Zack, mit Drachen und Prinzessin oder ohne?



    Zitat

    Dieser Satz überfuhr mich regelrecht wie ein Schnellzug

    Aua - das tat bestimmt ganz dolle weh, wenn ich zum Pusten vorbei kommen soll muss er mir nur sagen, mach ich gerne vierundzwanzig Stunden am Stück



    Zitat

    und schon schliff er mich in Richtung Kantine

    Auf zum vollstopfen ...



    Also mit Hintergrund wissen ist es doch einfach zu verstehen als ohne, habe die ersten Kappis ja ohne wissen gelesen aber schon da gemocht. Wenn ich doch nur wüsste was das ganze hier an sich hat, anderseits ist es egal, Hauptsache ist dir macht es Spaß es zu schreiben und uns Lesern macht es Spaß deine 'lustigen' Gedanken Gänge zu lesen ^^
    Ich kann ja nur daran appellieren das das hier mal alle lesen, weil so was geiles findet man einfach nicht überall, na ok dich findet man überall, aber ich meine ja was was es hier mit aufnehmen kann, bis jetzt habe ich nichts gefunden das das kann.


    Und zum Schluss sage ich jetzt noch eins: Lass uns doch nicht so lange auf was neues warten ....



    LG Sem

  • Na dieses Kapitel hatte es in sich!


    Ja, einen wirklich reizenden Reno!


    Auch ich musste, wie Sephiroth, des Öfteren nach Luft ringen.


    Da kann ihn wohl fast jeder verstehen…


    Sephi, eine verwöhnte, glubschende Bohnenstange, ein „Sicherheitsrisiko“ mit eigener Eskorte in die Kantine.


    Ja, wer hätte das gedacht? Er selbst wohl nicht XD

    Er könnte einem ja beinahe leid tun, sooft wie er da bedroht und beleidigt wird.


    Das ist ihm bestimmt in seinem Leben sonst noch nie passiert…, aber leid tun… nicht wirklich. Hat er auch mal ein wenig Abwechslung.

    Ihn als Brillenschlange zu bezeichnen, die weder „glubschen“ noch „glotzen“ darf, ist ja eine Sache, ihn als Heini, Wicht oder gar Rapunzel zu betiteln, noch eine andere.


    Eins ist sicher, er macht sich innerlich eine Liste, wer ihn wie betitelt und ein jeder wird sein Fett abbekommen.


    Aber, dass der über beide Ohren verliebte Reno Zack Prügel androht und aus Sephi sogar Soldatmus machen will, um ihm einen heldenhaften Abgang zu verschaffen – sorry – das war zuviel für meine Bauchmuskeln.


    Ja ja, wenn es um seinen Sephiroth geht, versteht der Turk keinen Spaß mehr. Da zeigt sich dann seine ganz besonders reizende Seite an ihm, wenn es um den Hintern SEINES „Generals des Herzens“ geht.


    Danke für deinen lieben Kommi, Lidsimaus :kuss





    So vorweg ich nehme keine Haftung hier für Kommi by reading, nie gut ...



    Lol? So wie ich, wenn ich Kommis beantworte?


    Erinnert mich an meine Lampe, die geht auch nur an wenn ich meine Tastatur hervorhole o.O



    Solange sie nicht singt, ist ja noch alles im grünen Bereich. O.o



    Wegen der Stimmung? Davon soll man gute Laune bekommen? Oder soll es die Vorfreude auf den baldigen Urlaub erhöhen, so nach dem Motto 'Dann muss ich mir das gegudel und geblinke nicht mehr an tun' wird es wohl sein denn na ja so dinger können doch nur nerven oder bin ich da die einzige die so denkt? Ne Sephi denkt ja auch so ^^


    Ich erläuter jetzt nicht meine Nibelheimabfackeltheorie. Ich glaube, das ist besser so, aber ich denke, der Baum ist da nicht ganz unschuldig dran.

    Sag ich doch, schön das Sephi genauso denkt wie ich.



    Ich denke, wenn das so weitergeht, kann er einen neuen Ratgeber herausbringen. „Die 10 besten und effektivsten Methoden, wie man einen singenden Baum von seinem Leid erlöst“



    Oh ich habe eine Tipps? Kann ich die noch mal sehen



    Die war in der Keksdose versteckt. ;)



    Die Frau macht mir angst, ist ja noch schlimmer als meine Mami.


    Ich möchte wetten, dass sie von dem General und seinen Essgewohnheiten schon eine Excel-Tabelle angelegt hat.


    Das würde ich gerne mal sehen, wie man diese, ein Meter ist es doch bestimmt, zusammen falten kann.



    Möglich, dass er sich gut in der Handhabung von Schrumpfmateria versteht…*grübel*



    Man, schon wieder vorbei, bzw das erst Kappi. Ich mag es ja, ich könnte dir das von Morgen bis abends sagen, wo bei ehr von Mittag bis morgens. Keine Ahnung was deine Bäumchen an sich haben das ich sie immer und immer wieder lesen kann, wenn es jetzt auch hier an meinen Lappi mich zwingt meine Brille zu benutzen - ich bin eben blind ^^



    Danke, das freut mich wahnsinnig.


    So und nun weiter im Text gibt also jetzt wieder so ein paar schöne zwischen dinger wenn ich dran denke ....


    Gerne, ich finde das immer unheimlich interessant, was jedem ganz speziell gefällt und anspricht.


    Da frage ich mich echt wie schmächtig sieht er in den normalen Sachen aus?


    Sehr schlank, wenn man sich das mal genau ansieht. Der ist ja sehr groß und hat unheimlich lange Beine, daher wirkt das so. Dann kommt noch dazu, dass er Dunkel trägt. Dadurch wirkt man ja auch noch schlanker.

    Ist ja schon erstaunlich, kaum das sie ihn nicht erkennen schnautzen sie ihm an aber wehe sie wissen wer vor ihnen steht, das sind echt angst Hasen.


    Ich glaube, wenn sie es wüssten, würden sie freiwillig tot umfallen. Aber in der Tat, wirklich erstaunlich.


    Ja so kann man ihn wirklich beschreiben, aber wäre er nicht so wäre er ein langweiliger Kerl den keinem interessieren würde ... Er bring mich mit seiner art eben immer wieder aus neue zum lachen, wo bei wenn man sich den Film mal auf Japanisch reinzieht liegt man noch mehr aufen boden, diese Stimme, zum weg schmeißen ...



    Ja, das stimmt. Im Englischen ist der auch der Brüller. Was hab ich schon über den gelacht. Musst mal die neuen Szenen auf YouTube gucken, von Advent Children Complete. Dann ist ganz Ende.


    Ich frage mich ja gerade was würde Reno denken/tun wenn er wüsste das er sein Herzblatt da vor sich hat? Interessant für Sephi so zu erfahren wie Eifersüchtig Reno ist aber bestimmt nicht in Renos sinn das Sephi es so erfährt



    Nee, so ganz ist das nicht in seinem Sinne. Er findet auch, dass es eh schon zu viele wissen und ihn damit ja gern mal aufziehen.


    *grins* Ein mal das volle Helden Programm für den kleinen Zack, mit Drachen und Prinzessin oder ohne?


    Ich glaub, der steht mehr auf verwöhnte Blumenmädchen oder was das darstellen soll. *grübel*


    Aua - das tat bestimmt ganz dolle weh, wenn ich zum Pusten vorbei kommen soll muss er mir nur sagen, mach ich gerne vierundzwanzig Stunden am Stück


    Wieso was mir das jetzt klar? XD


    Auf zum vollstopfen ...



    …und danach zum durch die Gegend Kugeln.


    Also mit Hintergrund wissen ist es doch einfach zu verstehen als ohne, habe die ersten Kappis ja ohne wissen gelesen aber schon da gemocht.



    Das freut mich wirklich sehr, das zu lesen. Ich habe bewusst versucht, so gut es geht so zu schreiben, dass man die Geschichte auch so versteht, ohne oder mit kaum Hintergrundwissen.

    Wenn ich doch nur wüsste was das ganze hier an sich hat, anderseits ist es egal, Hauptsache ist dir macht es Spaß es zu schreiben und uns Lesern macht es Spaß deine 'lustigen' Gedanken Gänge zu lesen ^^



    Und wie es mir Spaß macht. Würde man mich filmen beim Schreiben, würde man mich wohl des Öfteren mit einem diabolischen Grinsen hier sitzen sehen.



    Ich kann ja nur daran appellieren das das hier mal alle lesen, weil so was geiles findet man einfach nicht überall, na ok dich findet man überall, aber ich meine ja was was es hier mit aufnehmen kann, bis jetzt habe ich nichts gefunden das das kann.



    OMG, vielen Dank! *rotwerd*


    Und zum Schluss sage ich jetzt noch eins: Lass uns doch nicht so lange auf was neues warten ....


    *flöt* Ich versuche es.




  • Kapitel 3







    Der Erbsenschreck


    Eh ich mich versah, stand ich auch schon vor der Essensausgabe. Mein Magen drehte sich schon beim Anblick der Steaks, Schnitzel und sonstigen, mächtigen Mahlzeiten. Ich hatte ja erst kürzlich gut und reichlich gegessen, also machte ich mich über das Gemüse her. Mit leerem Teller hier rumzuspazieren wäre mehr als auffällig gewesen. Da hatte ich aber die Rechnung ohne den 2nd gemacht, der noch immer ein achtsames Auge auf mich hatte: „Das is ja jetzt wohl ein Scherz oder?....Das nennst du Futter?“, und schon zerrte er mich am Kragen zurück, drehte mich um und tauschte mit mir den Teller. Ungläubig starrte ich auf den schwer beladenen Teller, dann ihm ins Gesicht. Dieser schüttelte nur den Kopf und stemmte die Hände in seine Hüften. „Das da ist Futter! Iss das! Sonst wird aus dir, dürrem Klappergestell, nie ein Soldier!“, wurde ich belehrt und er deutete dann auf die Tische, damit ich endlich etwas äße. Mir blieb keine andere Wahl, als mich in Bewegung zu setzen und sah mich nach einem geeigneten Platz um. Überall waren die Tische sehr voll und von manchen drangen schmatzende und grunzende Geräusche an meine Ohren. Denen wich ich aber lieber aus, da solche Gesellschaft meine Tellervernichtung bestimmt erschweren würde. Zum Glück fand ich dann noch einen Platz, an dem nur einer saß und in seinem Essen stocherte. Auf meinen Gruß und die Frage, ob ich mich denn zu ihm gesellen dürfe, erntete ich nur ein „Hmm.“. Nach zehn Bissen hätte ich am liebsten den Teller weggeschoben und so fing ich an meine Speisen lustlos zu sortieren und schmiedete einen alles vernichtenden Plan. Mein Instinkt sagte mir, dass ich noch immer unter Beobachtung stand.


    Während ich mein Essen strategisch anordnete, fiel mir mein eigentliches Dasein hier wieder ein und die Gelegenheit war günstig, nur das Opfer zum Interviewen schien gänzlich ungeeignet zu sein. Trotz mehrerer Konversationsversuche meinerseits, schwieg mein Gegenüber hartnäckig. Langsam ging mein Schlachtplan auf, das Feld lichtete sich und ich näherte mich dem letzten Endgegner. Dem Steak! Nur an meinem Tischgenossen biss ich mir die Zähne aus. Kein Ton kam über seine Lippen und er betrieb stur weiter seine Gemüsefolterung oder besser gesagt, den Versuch, denn die Erbsen ließen sich das nicht gefallen. Sie traten nach und nach die Flucht an, in die vermeintliche Sicherheit und zwar auf meinen Teller! Ich legte die Gabel nieder, trommelte mit den Fingern auf der Tischplatte und besah mir die kleinen grünen Eindringlinge. Mein mürrisches Räuspern holte den Grünzeugverächter aus seinen Gedanken.


    Er starrte auf die Flüchtlinge auf meinem Teller und gab doch tatsächlich ein Wort von sich „Tschuldigung!“, meinte er nur verlegen, senkte wieder den Blick und malträtierte unbeirrt weiter.


    Weitere Versuche, ihn zum Reden zu bringen, scheiterten kläglich. Er war wirklich eine Herausforderung. Während ich über den Infanteristen sinnierte, beendete ich die Schlacht, spießte das letzte Stück von dem Steak auf und betrachtete es nachdenklich mit gehobener Augenbraue: „Du warst ein würdiger Gegner und gesprächiger als mein Tischgenosse.“ Der Sieg war mein, als ich mir nun auch den letzten Bissen in den Mund schob. Fein säuberlich legte ich mein Besteck auf den Teller und bemerkte, wie ich von dem Gemüseschrecken verwundert angesehen wurde.


    Es war einmal wieder der Beweis für mich, dass Höflichkeit und dessen dazugehöriges Benehmen nicht dazu taugte, um Interesse zu wecken. Ein „blöder“ Spruch erzielte mehr Erfolg, als Respekt. Ich schüttelte nur verständnislos den Kopf, doch das blaue Augenpaar schaute mich noch immer unverwandt an. Dieser Mensch konnte sogar mehr sprechen, als nur ein Wort! Sogar einen ganzen Satz!


    „Hmmm...war was mit dem Steak nicht in Ordnung?“


    „Dem Steak geht es bestens. Danke der Nachfrage.“


    Sogleich stahl sich ein überlegenes Lächeln auf meine Lippen, was bei dem Blondschopf aber für Verwirrung sorgte, seinem Blick nach zu urteilen.


    „Ich hab mich schon die ganze Zeit gefragt, was mit dir los ist. Du wirktest so abwesend und da du nicht reagiert hast, nach mehrmaligem Ansprechen, hab ich es irgendwann gelassen.“


    „Oh, das tut mir leid. Ich hab nichts gehört.“ So etwas in der Art hatte ich mir schon gedacht.


    „Offensichtlich! ... Darf ich fragen, warum du so gedankenverloren warst?“, ich lehnte mich zurück, wartete auf seine Antwort und sah mir seine interessante Frisur einmal näher an. So ein Gebilde hatte ich noch nie gesehen. Sie war mit Sicherheit genauso markant, wie sonst die meine. Müssten Infanteristen nicht immer Helme tragen, würde er mit den Stacheln auf dem Kopf unter Tausenden herausstechen. Dieser legte sein Folterinstrument neben den Teller, seufzte dann und schaute niedergeschlagen auf die Erbsenleichen. Alle meine Instinkte rieten mir zu sofortigem Rückzug. Seelsorge war nun gar nicht mein Fachgebiet und das, was da jetzt vor mir saß, schrumpfte gerade zu einem Häufchen Elend zusammen und es war keine Verstärkung in Sicht.


    Regel Nr.1: trat sofort in Kraft! Ruhe und Sicherheit ausstrahlen.


    Regel Nr.2: Nicht locker lassen, das gehört zur Verwirrtaktik.


    Also hakte ich nach: „Und? Ist das so ein Geheimnis?“, und wieder wartete ich geduldig auf Antwort.


    Regel Nr.3: mit Bedacht weichklopfen, wenn nötig zermürben, umgangssprachlich auch „auf die Nerven gehen“ genannt.


    „So schlimm?“, fragte ich noch mal nach, aber er verneinte.


    Langsam regte sich das Kerlchen wieder, straffte seine Schultern und setzte an: „Ja, ist es. Ich bin ein Nichts! Ich habe meine Prüfung nicht bestanden! Ich werde nie ein Soldier werden. Und ... ach, ist doch egal.“, und schon wurde aus dem Kerlchen wieder ein Häufchen.


    Irgendwie konnte ich nicht anders, als noch einmal nachzusetzen. „Und was sonst noch?“, er tat mir ein wenig leid.


    Wieder seufzte er: „Ich hatte so sehr gehofft, ihn wenigstens EINMAL sehen zu dürfen.“


    „Wen?“


    „Sephiroth.“


    „ ...“


    „Nie bekommt man ihn zu Gesicht.“


    „ ...“


    „Er ist so unnahbar.“


    „ ...“


    „Egal von wem, man wird von allen abgewimmelt. Sogar von denen aus seinem Fanclub.“


    „ ...“, in meinem Inneren hörte ich schon den nächsten Zug anrollen.


    „Manchmal glaub ich, dass es ihn gar nicht gibt. Dass er nur erfunden wurde. Der perfekte Held, von dem alle nur träumen. Ein Mythos.“


    „ ...“, der mich natürlich nicht verfehlte, erneut erfasste und überrollte. So realisierte ich auch erst nicht, dass sich ein Hauptmann vor unserem Tisch aufbaute, wütend räusperte und meinen Tischnachbarn anbrüllte.


    „Strife!“, der junge Infanterist zuckte zusammen, „Bewegen Sie ihren nichtsnutzigen Ar***. In fünf Minuten will ich Sie bei der Truppe sehen, sonst reiße ich Ihnen den ebengenannten eigenhändig auf und serviere ihn dem General!“, dann zog er ab und ich rang darum die Fassung zu wahren, sonst hätte ich mit diesem Motzknochen das gemacht, was er dem Jungen gerade eben angedroht hatte. Fassungslos sah ich den Blonden an, der seinem Vorgesetzten angesäuert hinterher starrte. Eigentlich hatte ich erwartet, dass er sich wieder in ein Häufchen Elend verwandeln würde, stattdessen straffte er seine Schultern und stand missmutig auf.


    „Entschuldige, ich muss gehen. Hast ja gehört ... ich kann mir den Scheiß jetzt auch die ganzen Feiertage antun“, murrte er und zog nun auch von dannen.


    Ich blickte ihm noch eine Weile hinterher. Diese Stacheln stachen in der Tat heraus. Beiläufig bemerkte ich, dass Zack sich neben mich setzte und ich meinte nur: „ShinRa hat echt ein Frisurproblem!“, und wandte mich dann dem 2nd zu, der mir ein Wasserglas zuschob, dabei laut lachte und mir freundschaftlich auf die Schulter klopfte.


    „Ja, das denke ich auch.“, meinte er schelmisch grinsend und erzählte mir wieder eine Geschichte: „Neulich hatten wir mit Genesis und Angeal Training ..........“, ich lauschte ihm interessiert. Vor allem brauchte ich ihm nicht alles herauszuködern, was ich diesmal als sehr angenehm empfand. Es war sogar recht unterhaltsam und ich trank derweil genüsslich mein Wasser. Zack strahlte und unterstrich seinen Bericht noch mit euphorischen Gesten: „ ..., dann kam Genesis wieder aus dem Büro vom General und meinte, dass Rapunzel heute schlechte Laune habe und er ihn morgen wieder aufsuchen würde.“ Reflexartig griff im letzten Moment noch nach meiner Serviette und hielt sie mir vor den Mund, sonst hätte dessen Inhalt sich jetzt in Fairs Gesicht wiedergefunden. Meine Lunge brannte nach dem folgenden Hustenanfall. Zack klopfte mir besorgt auf den Rücken: „Mensch Junge, deine Nerven müssen echt besser werden, wenn du Soldier werden möchtest!“


    Wenn das SO weiter ginge, würden mich meine eigenen Leute noch ins Grab bringen. Das wurde mir da klar. Genauso wie mir klar war, dass Genesis dafür büßen würde, mich derartig vor den 2nd Class zu betiteln.


    „Alles wieder in Ordnung?“, fragte mich Zack dann.


    „Ich werde es überleben, im Gegensatz zu jemandem anderen.“, worauf ich dann nur einen ratlosen Blick erntete. Das brauchte auch der Schwarzhaarige nicht verstehen, das war eine Privatangelegenheit zwischen mir und dem Bücherwurm. Mit dem ich wohl, wie mir schien, so einiges zu klären hatte. Spätestens bei nächsten Training. Für Vergeltungspläne hatte ich jetzt jedoch keine Zeit. Ich wollte ja herausfinden, warum hier so eine gedrückte Stimmung herrschte und was man dagegen unternehmen konnte. Vielleicht kannte ja der Sonnenschein neben mir den Grund und ich fragte noch einmal genauer nach: „Sag mal Zack, was ist hier eigentlich los? Warum ist die Stimmung so komisch? Das war doch nicht immer so? Liegt das alles an diesem Baum, von dem wir sprachen?“ Er bestätigte das: „Ja, das liegt alles an dem Baum. Das muss man aber sehen, um es zu verstehen!“, er sah auf seine Uhr und meinte „Das könnten wir noch schaffen!“, und schon wurde ich am Kragen gepackt, hochgezerrt, halb hinterhergeschliffen und fast dabei getragen.


    „Ich kann selber laufen!“, zeterte ich.


    „Ich bin ein Soldier, ich bin schneller als du.“


    „Das glaubst auch nur DU!“


    „Fordere mich nicht heraus, Kleiner!“, und wieder lachte er freundlich.


    „ ...“, langsam bekam ich es wirklich an den Nerven!


    Als wir wieder im Foyer standen ließ er mich los. Ich sortierte mürrisch meine Kleidung und richtete sie wieder. Zum Teil sehnte ich mich jetzt wieder in meiner Rüstung zu stecken, da ich in dieser eher selten, bzw. noch nie, umhergetragen wurde. Genauso wenig, dass es kaum einer wagen würde, mir so in die Seite zu stoßen, wie Zack es jetzt tat, um meine Aufmerksamkeit zu erlangen. Er deutete auf die Kinder, die am Empfang standen und traurig guckten, als ihnen eine Frage beantwortet wurde. Nach und nach gingen sie dann wieder Richtung Ausgang, mit niedergeschlagenen Gesichtern. Diesmal war ich es, der den 2nd fragend ansah.


    „Sie fragen jeden Abend um 18.00 Uhr, ob nicht doch noch ein Baum aufgestellt wird. So wie mit den Kids, ist das auch mit einigen anderen hier ... “


    „Wie jetzt?“, hakte ich verwirrt nach.


    „Viele von ihnen haben keine oder hatten nie eine Familie ... “


    „Verstehe, dann freuen sie sich, wenn sie sich an etwas Angenehmes erinnern können, da ihnen so schon nicht vieles bleibt.“


    „Ja, ganz genau!“


    „Der Baum muss her!“


    „Tja, das sag mal den Bürosesselwärmern! Leider is keiner von uns Sephiroth, der wäre der einzige, der denen Dampf unter dem Hintern machen könnte.“ Da lag er aber zum Teil falsch in der Vermutung. ER war nicht Sephiroth, aber ICH war es. Unser Interesse galt dann aber Reno, der mit Rude gerade das Foyer, mit etlichen Keksdosen beladen, vor sich hin meckernd betrat. Er fuhr sofort Tseng an, der aus dem Fahrstuhl trat.


    „Sach ma Alter, bin ich jetzt der Kurierdienst oder was is los? Was solltn der Scheiß, das ich Kekse holen sollte? Rote Kopfbedeckung heißt nich gleich Weihnachtsmann! Is das klar?“


    Tseng rümpfte aber nur die Nase: „Stell dich nicht so an! Die sind für dein Spatzischatzi! Seine Sekretärin hat die heute geordert, weil das wohl Sephiroths Lieblingskekse sind und zu ihm sollst du sie jetzt auch bringen!“, dann verschwand er auch schon wieder und ließ einen staunenden Reno zurück, der dann mit den Schultern zuckte.


    „Wenn das so ist.“ Sein Blick wurde leicht verträumt, als er sich dann die besagte Weihnachtsleckerei besah und ein leichter Rotschimmer legte sich auf seine Wangen.


    Am liebsten wäre ich zu ihm gegangen. Ich hörte zwar, dass Zack wieder über den Baum erzählte, aber ich nahm das nur am Rande wahr. In mir breitete sich wieder dieses warme Gefühl aus, das mein Magen aber nicht gut hieß, weil es sich anfühlte, als ob er sich andauernd um seine eigene Achse drehte. Erschwerend kam noch hinzu, dass er völlig überfüllt war.


    Weiter ahnte ich noch nichts von der nächsten Zugattacke. „So plüschig, wie Sephiroth auch manchmal mit seinem Rosenshampoo ist, so ist die verwöhnte Memme* wahrscheinlich der einzige, der hier auf wundersame Weise einen Baum hinbefördern könnte.“ Ich fühlte, wie sich in mir ein Schalter umlegte. DAS war ein Zug zuviel!


    „Plüschig!? Rosenshampoo!? Memme!?”, erbost sah ich Zack an. Doch irgendwas störte an dem Bild, denn der Schwarzhaarige hatte einen Schlagstock unter der Nase, der direkt auf ihn gerichtet wurde.


    „Ich zeig dir gleich, wer hier eine plüschige und rosenshampoonierte Memme ist, weil ich eine aus dir machen werde, wenn du noch einmal so einen Scheiß über Sephiroth erzählst!“, hörte ich nun Reno neben mir grollen. „Erstens verabscheut er alles was ansatzweise mit Plüsch, rosa oder sonstigem zu tun hat. Zweitens benutzt er das billige Vanilleshampoo aus dem Reformhaus neben an! Also nichts da, mit Spezialanfertigung und so, er hasst es sogar, wenn man so einen Wind um ihn macht und da macht man eher Bekanntschaft mit seinem Schwert, als einem lieb ist! Und jetzt zu der Memme, du Pfeife! Ich glaube kaum, dass sich alle möglichen Leute, dazu gehörst bestimmt auch du, wenn du ihm das ins Gesicht gesagt hättest, vor einer Memme in die Hose scheißen. Ach, und nur ne Info am Rande, Genesis benutzt das Spezialrosenzeugs. Bist echt toll informiert und in Zukunft solltest du mir vielleicht, aus gesundheitstechnischen Gründen, nicht zu nahe kommen!“, er schaute Zack noch mal eindringlich an, dann trafen sich unsere Blicke und blieben regelrecht aneinander hängen.


    Es sah so aus, als ob Reno noch etwas sagen wollte, doch weiteten sich seine Augen nur und man merkte, dass er sie nicht von meinen wenden konnte. Mir erging es aber nicht anders. Dieses intensive Blaugrün zog mich irgendwie in den Bann und stand im totalen Kontrast zu dem feuerroten Haar. Eigentlich wollte ich auch noch etwas sagen, aber das war mir auch entfallen. Mir schien es auch nicht mehr wichtig. Ein Räuspern riss uns von einander los. Beide sahen wir Zack verwirrt an. „Oh Mann, Leute! Wir sind hier im Foyer! Wenn ihr übereinander herfallen wollt, dann bitte nicht hier.“, der nun wieder anfing zu lachen, als er das empörte Gesicht von dem Turk sah und sprach unbeirrt weiter: „Eigentlich hatte ich gedacht, dass du auf den General stehst. Wenn ich da so an deine Ansage von eben denke, aber Junior scheint es dir ja wohl auch angetan zu haben.“ „Nerv nicht!“, erwiderte Reno nur und verschwand.


    Fair schmunzelte wieder breit und klopfte mir abermals freundschaftlich auf die Schulter: „Kleiner, du solltest nicht alles so ernst und schon gar nicht MICH! Das Leben ist es schon viel zu oft. Mit ein wenig Humor sieht alles nicht mehr ganz so finster aus. Was meinst du wohl, was ich für Spitznamen habe? Mann, da wäre ich froh nur „Rapunzel“, wie der General, genannt zu werden!“, ich war jedoch noch zu verwirrt, um zu antworten. Langsam wurde ich auch aus dem Sonnenschein schlau, er gab jedem, den er mochte, die unmöglichsten Kosenamen. Wenn er mich schon „Memme“ nannte, was war Angeal dann erst? Ich fragte aber lieber nicht nach. Meine Nerven hatten heute schon genug gelitten und eigentlich wollte ich jetzt nur noch in mein Büro und ich verabschiedete mich von Zack und wollte gehen, doch er bestand darauf, mich noch nach draußen zu begleiten. Wieder fiel mir Angeals Kommentar über seinen neuen Schüler ein, dass er anhänglich, wie ein kleines Hündchen sei und das traf es in der Tat.


    Eigentlich wägte ich mich schon in Sicherheit, da ich davon ausging, dass nichts Besonderes mehr passieren würde. Weit gefehlt! Kaum waren wir aus dem Gebäude, wurden wir fast von dem Hauptmann, der meinen Tischgenossen so angebrüllt hatte und dessen Truppe überrannt. „Ja, spinnt der denn? Hier dürfen keine Truppen aufmarschieren, wegen der Zivilisten. Die erschrecken sich doch halb zu Tode, bei so vielen bewaffneten Soldaten!“, knurrte ich.


    „Miller! Das sind alles arme Schweine, die in seiner Einheit sind.“, hörte ich den 2nd ernst neben mir sagen: „Von denen hat noch nicht EINER die Aufnahmeprüfung zu Soldier bestanden, obwohl da einige gute Jungs bei sind.“


    „Ich kann dir jetzt nicht folgen.“, meinte ich nur, besah mit gehobener Augenbraue die Gruppe näher und verschränkte die Arme nachdenklich.


    „Wenn ich es jetzt nicht besser wüsste, könnte man meinen, dass du mit Sephiroth verwand wärst. So wie du da stehst!“ Perplex sah ich ihn an.


    „ Der steht auch immer in so einer Denkerhaltung. ... Naja, zu Miller. Der Typ hat damals nicht die Aufnahmeprüfung geschafft. Das hat ihn wohl so gefrustet, dass er das keinem anderem gönnt. Schon gar keinem aus seiner Einheit, darum scheucht er sie auch immer so durch die Gegend und gönnt ihnen kaum Pausen. So ausgelaugt, schafft natürlich niemand die Prüfungen. Viele regen sich schon über ihn auf, nur irgendwie traut sich niemand, was zu sagen. Da bekommt man dann eher so einen Müll zu hören wie, wäre ja lächerlich, den General wegen ein paar kleinen Infanteristen zu belästigen.“


    „Na toll!“, langsam wurde ich sauer und so war mein Ton wohl auch. Ich musste ins Büro, also verabschiedete ich mich endgültig von Zack und zog ab. Kaum war ich außer Sichtweite und unbeobachtet, stahl ich mich in einen Schatten und erhob mich aus diesem in die Lüfte, nur um Sekunden später auf dem Fenstersims von meinem Büro zu stehen. Für mich war das der angenehmste Weg dort hin.


    Es gab viel zu tun und es galt keine Zeit zu verlieren. Mein Blick fiel auf meinen Schreibtisch, den jetzt nicht nur ein singender Baum zierte, sondern auch einen Plätzchenteller. Ich musste schmunzeln, als ich darauf meine neu auserkorenen Lieblingsplätzchen erspähte. Ich ging sofort zu Mrs. Singer nach vorne, die mich aber ganz entgeistert ansah:


    „Mein Güte! Wo kommen Sie denn her?


    „Aus meinem Büro?“


    „Na, Sie sind mir ja ein Schelm!“


    „Solange ich nur das bin ...“, ich winkte ab.


    „Mrs. Singer, ich hab noch ein Attentat auf Sie vor. Wäre es möglich, dass Sie heute noch ein paar Stunden länger bleiben könnten?“


    „Wenn Sie mich schon so lieb bitten, General Crescent.“, sie lächelte nur. „Was kann ich denn noch für Sie tun? Waren Sie erfolgreich? Was haben Sie herausgefunden?“


    „Wollen Sie das wirklich wissen?“


    „Ja, natürlich! Sie waren fast drei Stunden unterwegs!“


    „Tatsächlich? Ohje, wir müssen uns beeilen. Ich möchte, dass Sie eine Abmahnung nach §1455 und nach §2387 verfassen und, dass bei nicht Einhalten dann § 0025 in Kraft tritt. Weiters möchte ich noch, dass Sie eine Bekanntmachung aufsetzen, die besagt, dass jene Rekruten, die dieses Jahr bei den Aufnahmeprüfungen zu Soldier abgelehnt wurden, die Möglichkeit haben, sich nächstes Jahr erneut zu bewerben.“ Ich verfiel wieder in meine Denkerhaltung und überlegte, ob ich noch etwas vergessen hatte, während sie sich fleißig Notizen machte.


    „In Bezug der Abmahnung werde ich Ihnen gleich die genauen Daten durchsagen, um welchen Hauptmann es sich handelt.“


    Ich sinnierte weiter, nahm mir einen Becher Kaffee mit und machte mich auf den Weg zu meinem Schreibtisch. Ich hielt noch mal inne: „Ich bin zu einem Schluss gekommen!“, und sah der älteren Dame noch einmal in die Augen.


    „Alle irre hier!“, und ging dann endgültig. Schnell hatte ich Hauptmann Miller gefunden, griff nach dem Hörer und übermittelte die genauen Daten.


    „Noch eine Bitte. Ich möchte, dass sie Tseng augenblicklich in mein Büro bestellen!“


    Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück, drehte mich mit ihm um, damit ich aus dem Fenster sehen konnte und wartete auf das Eintreffen des Turks.


    ______________________________________________________________


    *Zack bezeichnet Sephiroth in Crisis Core, vor Tseng, wirklich so.

  • Kapitel 4









    Reno, wo bist du nur



    Mit samt meinem Kaffee versank ich im Sessel, genoss die Aussicht und die Ruhe. Ich überlegte mir eine Strategie, wie ich an Tsengs gelassener Fassade zerren konnte. Mrs. Singer servierte Kaffee für meinen erwarteten Besuch und mich. Ich legte mein Cap ab und polierte meine Brille. Einige Wasserflecken zierten sie, aber nach den Erlebnissen der letzten Stunden, kein Wunder. Ich hörte sein bedächtiges Klopfen an meiner Tür und ich bat ihn einzutreten, aber ich drehte mich noch nicht um. Ich wollte ihm direkt gegenübersitzend in die Augen sehen, bei der„Zur-Rede-Stellung“ . Diesen Genuss wollte ich mir nicht nehmen lassen. Meine Lippen umspielte ein gerissenes Lächeln, als ich ihn höflich Räuspern hörte. Der Wutainese war so ein Widerspruch in sich. Er war perfekt darin nach außen kühl und reserviert zu wirken. Eine Eigenschaft, die man mir auch öfters nachsagte.


    Ich durchbrach die Stille: „Setz Dich doch bitte, Tseng.“


    Der Turk kam dieser Aufforderung sofort nach.


    „Bedien’ dich.“


    „Danke.“


    Ich hörte, wie er sich eingoss, es sich bequem machte und das Wort ergriff.


    „Was kann ich für Dich tun, Seph...iroth.“ Mein Lächeln verstärkte sich. Er schien sich erst noch an die neue Anrede gewöhnen zu müssen und ganz wohl war ihm dabei allem Anschein nach nicht.


    „Ich möchte, dass Du mir ein paar Fragen beantwortest. Mir kamen heute so einige sehr merkwürdige Sachen zu Ohren.“


    „Die wären?“, fragte mein Gast kühl.


    „Sachen, die mich schon sehr nachdenklich stimmen, weil ich nicht weiß, was ich davon wirklich halten soll.“


    „Bist du sicher, dass ICH die richtige Person bin, die Dir Deine Fragen beantworten kann?“


    „Ja, dessen bin ich mir ganz sicher!“, und um die Verwirrung meines Gegenübers noch zu verstärken, lachte ich nur kurz sarkastisch auf. Das Opfer war eingekreist. Ich brauchte nur noch zuzuschlagen. Ich legte meine Fingerspitzen aneinander und zog die sprichwörtliche Schlinge zu.


    „Ja, weil mir diese „Sachen“ aus Deinem Munde persönlich an mein Ohr drangen.“, ich konnte hören, wie er mit seinem Schluck Kaffee zu kämpfen hatte.


    „Ach, tatsächlich?“, wie zu erwarten stellte Tseng vorsichtshalber die Tasse wieder auf den Schreibtisch und ich wusste, dass er mich jetzt ganz genau taxierte.


    „Ja, wie zum Beispiel ...“,


    durch meine Pause, die ich nun machte merkte ich, wie der Turk sich leicht verspannte. Ich hörte die verräterische Gewichtsverlagerung. Wieder ein Vorteil des kaum zu bestechenden Gehörs,


    „ ...., dass Du Reno den Auftrag erteilt hast, mich zu hacken.....So aus ganz privaten Gründen.“


    Wieder legte ich eine Pause ein und die Stille arbeitete für mich. Ein erneutes Geräusch vom Stuhl.


    „Dann noch so seltsame Dinge wie, dass Reno ein leidenschaftliches Interesse an mir hätte und Du mich deswegen als sein „Spatzischatzi“ bezeichnest. ... Das Silberhaar lassen wir mal außen vor, da gibt es schlimmere Kosenamen für mich.“


    Und zu meinem Vergnügen konnte ich nun vernehmen, dass sich die Fingernägel des Turks, nach dem letzten Satz, tief in die Sessellehnen vergruben vor Anspannung. Ich wartete, überschlug meine Beine und fuhr zufrieden fort meine Brille zu polieren.


    „Du brauchst jetzt auch keinen zu verdächtigen, der geplaudert haben könnte! Ich habe alles persönlich und mit eigenen Ohren direkt von DIR gehört. Sozusagen aus erster Hand!“


    Nun kamen wir zu dem Teil, wo das Opfer planlos wurde, woher der Angriff kam oder besser gesagt, was ihn da im Visier hatte.


    „Hast Du wirklich das Gefühl, dass ICH ein Orientierungsproblem hätte? Dass ICH mich ständig verlaufe?..“


    Der Stuhl knarrte jetzt lauter als die Male zuvor.


    „Ich kann es ja nachvollziehen, wenn es denn so wäre, wie du beschrieben hast und Reno tatsächlich hoffnungslos in mich verliebt wäre, dass er dann meine Privathandynummer haben möchte. SEINE privaten Gründe sind mehr als einleuchtend, aber DEINE sind es für mich NICHT!“


    Zeit zum Erlegen! Ich drehte mich nun um und sah wie sich Tsengs Augen immer und immer mehr weiteten, je mehr er verstand, wen er da vor sich hatte und sein Gehirn alles andere schlussfolgerte.


    Genüsslich besah ich mir das Schauspiel, in dem der Turk um seine Fassung rang, an. Es gelang ihm auch sie zu wahren, aber es war eine Genugtuung für mich, dass ich es geschafft hatte, an seiner kühlen und künstlichen Fassade gekratzt zu haben. Er schwieg, denn ein Leugnen war sinnlos, das wusste er genauso gut wie ich. Er musterte mich allerdings noch mal nachdenklich, dann sah er mich anerkennend an.


    „Nun gut...“


    Mittlerweile lächelte ich ihn an,


    „... irgendwie beruhigt es mich, dass Ihr Turks mich noch nicht mal erkannt habt, in meiner privaten Kleidung.“


    Tseng stutzte.


    „Ja, ich laufe öfter so herum. Aber eigentlich nur außerhalb des Gebäudes...Egal, wie dem auch sei, ich möchte dennoch wissen, warum Du unbedingt meine Handynummer haben wolltest und warum Du mich nicht einfach gefragt hast, ob ich sie dir gebe, sondern Reno beauftragt hast, mich zu hacken. Eigentlich hätte ich ja jetzt einen Grund sauer auf Dich zu sein...“


    Der Turk wusste erst nicht was er sagen sollte, sah auf seine Hände und sah mir dann ernst und direkt in die Augen.


    „Ich bin ganz ehrlich, ... für den Fall der Fälle, falls Dir etwas...“, er zögerte.


    „Falls mir WAS?“, er wandte den Blick ab und meinte:


    „Falls Dir mal etwas passieren sollte, dann könnte ich Dein Signal anpeilen....“


    Betreten sah er zu Boden und ich wusste erst nicht, was ich darauf entgegnen sollte, denn mit so einer Antwort hatte ich wirklich nicht gerechnet. Dass er, ein Turk, sich um mich Sorgen machte. Er nahm das Freundschaftsangebot wirklich ernst. Ich war ihm nicht egal und das wurde mir nun klar. Unbewusst konnte ich noch einen seltenen Blick in das Innere dieses rätselhaften Wutainesen erhaschen, dessen Handy jetzt klingelte. Ich sah, wie Tseng die Mitteilung las und es dann niedergeschlagen anstarrte. Was auch immer in der Botschaft stand, es war offensichtlich nichts Gutes.


    „Ist das Dein Privates?“, fragte ich ihn.


    „Entschuldigung, ja, das ist es.“


    „Darf ich mal?“, bat ich ihn, als er Anstalten machte es wieder verschwinden zulassen.


    Irritiert reichte er es mir. Ich tippte ihm meine Handynummer in sein Gerät und gab es ihm wieder. Er sah mich nur fragend an.


    „Meine Handynummer, aber wehe Du missbrauchst sie, um mir nachzuspionieren!“, ich musste lachen, weil seine Augen immer größer wurden.


    Ich reichte ihm nur den Plätzchenteller, goss mir danach auch einen Kaffee ein und lehnte mich wieder zurück.


    „Versprochen! Ich gebe Dir mein Ehrenwort, dass ich die Nummer nicht zum Nachspionieren benutze.“ Jetzt begann auch er zu lächeln, entspannte sich und machte es sich wieder bequem.


    „Gut, dann wäre DAS ja geklärt.“ Ich lehnte mich zurück und musste amüsiert feststellen, dass der Turk vermutlich eine ziemliche Schwäche für Schokolade hatte. So, wie er sich über die Schokoplätzchen hermachte. Natürlich merkte er das und sah mich entschuldigend an. Ich schüttelte nur den Kopf und musste grinsen: „Bitte, die sind doch zum Essen da.“ Das ließ sich Tseng nicht zweimal sagen und mampfte weiter drauf los.


    „Tseng, ich hab da noch ein Anliegen....“, schlagartig hörte der Wutai auf zu kauen und starrte mich groß an. „... viel mehr, ich bräuchte Deine Hilfe. ....Bitte, es ist wirklich nichts Schlimmes.“ Da wurde ihm wohl erst bewusst, dass er mich anstarrte. Er kaute dann weiter und blickte mich aufmerksam an. „Du als Turk, weißt besser bescheid in diesem Gebäude als manch anderer. Deswegen glaube ich, dass Du mir bei meinem Weihnachtsbaumproblem weiterhelfen kannst.“ Tsengs Augen weiteten sich und ich erzählte ihm das, was ich vor hatte und weswegen. „So, Du willst also im Foyer ein Baum aufstellen und ich soll Dir dabei helfen?“, er schlürfte nachdenklich von seinem Kaffee.


    „Ja, ich weiß nur nicht, wie sie sonst den Baum da reinbekommen haben.“


    „Mit einem Heli.“


    Ich stutzte nicht schlecht.


    „Mit einem Transporthelikopter. Extra für große Lasten ausgelegt. So ein Vieh kann aber nicht jeder fliegen“, gab er zur Erklärung auf mein Stutzen.


    „Dann stellt sich wohl die Frage, ob wir so einen Heli da haben und vor allem auch so einen Piloten.“


    „Korrekt. Wir haben zwar einen Osprey da, aber der einzige, der den fliegen kann, der heute noch Dienst hat, ist .... verschwunden.“


    „Was soll das heißen, verschwunden? Ich vermisse keinen von meinen Leuten, soweit ich weiß und abgemeldet hat sich auch niemand.“ Ich warf zur Sicherheit noch einen Blick auf meine Notizen und auf den Bildschirm. Da war nichts.


    „Ist ja auch ein Turk, der vermisst wird.“ Er holte wieder sein Handy raus und schüttelte nur den Kopf. „Mir wird eigentlich jetzt erst klar, wie wenig ich von ihm weiß ...“, er starrte in seine Kaffeetasse.


    „Dann ist es das Beste, dass ich Dich so schnell wie möglich hier entlassen kann und Du Deinen Kollegen suchen kannst.“ Ich überlegte kurz und sah im Rechner nach, wer noch alles da war an Piloten, die möglicherweise fähig wären und einer stach sofort heraus. „Was ist mit Reno, der scheint mir auch ziemlich qualifiziert zu sein? Würde er das hinbekommen?“ Innerlich hoffte ich auf ein „Ja“, weil ich ihn gern wiedersehen wollte, doch Tseng seufzte nur auf.


    „Das ist es ja, RENO ist verschwunden und niemand weiß, wo er ist...“


    Ich konnte im letzten Augenblick meine Tasse abstellen und somit ein größeres Unheil verhindern. Dennoch verursachte ich ein ziemlich lautes Geräusch. Tseng sah mich nur entgeistert an. Ein Kloß bildete sich in meinem Hals, das einzige was ich rausbrachte war:


    „Was??“


    „Reno ist weg.“ Der Turk verkrallte sich in sein Handy.


    „Warum? Was ist passiert?“ Ich konnte meine Gefühle nicht mehr ordnen, denn alle meine Gedanken kreisten nun um den Rotschopf.


    Der Turk schluckte: „Ich glaub, ich hab ziemliche Scheiße gebaut.“


    „Wieso das? Nun sag schon!“ Ich stand auf und kam um den Tisch rum. In mir machten sich Befürchtungen breit, dass ihm etwas passiert sein konnte, in einem Ausmaß, das ich SO nicht kannte. Der Wutai sprang auf und sah mich entsetzt an. Ich legte ihm aber beruhigend die Hände auf die Schultern. Ich wollte ihn jetzt nicht in Panik zu versetzen.


    „Sag schon, was ist passiert. Was meinst Du damit, dass Du Scheiße gebaut hast?“, fragte ich betont ruhig, was im totalen Gegensatz zu meinem Inneren stand.


    „Kurz bevor ich hier her kam, hab ich ihn wieder aufgezogen......“, er schluckte erneut „ .... mit Dir. Dass ich jetzt zu Dir gehen würde und so...weißt schon. ...Danach ist er einfach kommentarlos gegangen. So kenne ich ihn gar nicht......und jetzt weiß keiner, wo er ist, denn da wo er normal ist und sich besäuft, ist er nicht!“


    Ich ließ den Schwarzhaarigen los und ging mehrmals auf und ab, bis mir dann etwas einfiel.


    „Möglicherweise ist er in MEINEM Stammlokal. Denn da ist er ja häufig....“


    „Du hast bitte WAS? Davon wusste ich ja gar nichts. Ich dachte immer, dass du nie ausgehst.“


    Ich schüttelte nur den Kopf.


    „Ich gehe durchaus weg, nur ziehe ich es vor, dort meine Ruhe zu haben. Darum habe ich immer versucht Euch abzuhängen. Bis auf einmal. Reno ist ganz schön hartnäckig und er hatte mich dann auch gefunden und wie ich sehe, hat er das für sich behalten.“


    Ich konnte mir ein breites Grinsen dann doch nicht verkneifen. Kurzerhand griff ich zum Hörer und teilte Mrs. Singer mit, dass ich noch mal außer Haus sein würde. Das verwirrte sie zwar sehr, aber für mich gab es Wichtigeres. Reno.


    Dann setzte ich mir wieder mein Cap und die Brille auf. Aus dem Schreibtisch holte ich noch ein Elixier hervor und drückte es dem Turk in die Hand, der es erst nicht annehmen wollte.


    „Keine Widerworte! Ich weiß, dass heute etwas schief lief bei Deinem Training und Du dabei ziemlich stark verwundet wurdest. Du nimmst das jetzt!“ Ich sah in streng an, um meinen Worten den nötigen Nachdruck zu verleihen. „Ich geh jetzt Reno suchen!“, dann öffnete ich das Fenster und sprang hinaus. „Finde ihn bitte.“, hörte ich den Wutai noch flüstern. Wenige Sekunden später landete ich etwas unsanft auf dem Asphalt. Tadelnd hörte ich schon Angeals Stimme im Hinterkopf hallen „Focus!!“ Das interessierte mich jetzt aber herzlich wenig.

  • Hi :kuss



    Zum „Erbsenschreck“:


    Da wäre ich anfänglich ja fast versucht gewesen wirklich Mitleid mit dem großen General zu haben, sooft, wie er dem Erstickungstode nahe war, durch die Gegend geschubst, bedroht und abgeklatscht wurde. :lollen


    Er wurde gemästet, führte einen Kampf gegen grüne Eindringlinge aber gewann letztendlich doch noch die Schlacht gegen das Steak - nur um, während seiner kleinen Maskerade zu erfahren, dass er wohl für manch einen nur ein Mythos sei.
    Dass andere versuchen ihn zu hacken, manche ihre Kompetenzen erbarmungslos überschreiten, etc., aber wenigstens gibt es da jemanden, der sich voll und ganz nach ihm verzehrt, ihn verteidigt und jedem Schläge androht, der sich auch nur traut irgendwas gegen sein Schatzispatzilein zu sagen und sei es auch nur als Scherz gedacht. :keule


    Es war einfach zu amüsant zu lesen, wie sich Reno für seine Liebe einsetzt, ja sogar bestens darüber Bescheid weiß, wer welches Shampoo verwendet und, dass Sephi es so gar nicht plüschig mag. :D Einfach köstlich!


    Köstlich? Was mir auch noch diese leckeren Lieblingsweihnachtsplätzchen ins Gedächtnis ruft. Vielleicht sollte Sephi mehr davon naschen, :kopfkratz dann könnte man ihn nicht mehr so einfach durch das halbe Gebäude tragen/schleifen/schubsen.



    Zu „Reno, wo bist du nur?“

    Das glaube ich natürlich liebend gerne, dass Sephiroth die Situation in vollen Zügen genoss (wer würde das nicht?)
    So ein wenig an des Turks Fassade zu kratzen, hätte mir bestimmt mit Sicherheit auch irre Spaß gemacht *sarkastisch grins* !!
    Oh Mann, da wäre ich während des Gesprächs gern Mäuschen gewesen, und hätte es nur allzu gerne aus nächster Nähe beobachtet.


    Wie schön, dass die beiden jetzt so „dicke Freunde“ sind, obwohl Tseng da wohl echt Mist gebaut hat. Den armen Reno so aufzuziehen. :rolleyes


    Wie schön aber auch, dass Schatzispatzi jetzt über die Fähigkeiten seines süßen Rotschopfes Bescheid weiß.:stick


    Bin ja schon auf Renos Reaktion gespannt, wenn er merkt, dass sein Herzchen alles weiß. *hach…schmelz* :amor

  • Och manno ... da wollte ich mal schneller als Lidsi sein ... äsch, oder so. Das kommt davon wenn man selbst zu viel am Pinnen ist.


    So nen Blick auf die Uhr 3:13 ... joa na denn mal los zwei Stunden später bin ich dann auch Fertig :roftl



    Zitat

    Steaks, Schnitzel und sonstigen, mächtigen Mahlzeiten

    Na dann können die ja nicht so gut wie die Römer sein wenn ich da so an Asterix denke was die Ömer da zu futtern bekommen, ist das da ja das reinste Luxus-Paradies ... wo bei wenn es da jeden Tag Schnitzel gibt komm ich da auch demnächst vorbei ^^


    Zitat

    Mit leerem Teller hier rumzuspazieren wäre mehr als auffällig gewesen

    Ne das ist das neue Tarn-Essen ^^


    Zitat

    schmatzende und grunzende Geräusche an meine Ohren

    Wie Lecker o.O


    Zitat

    denn die Erbsen ließen sich das nicht gefallen. Sie traten nach und nach die Flucht an, in die vermeintliche Sicherheit und zwar auf meinen Teller!

    Na die haben bestimmt gesehen das an Sephi nichts dran ist und haben sich so gedacht das er sie besser gebrauchen könnte ^^


    Zitat


    „Hmmm...war was mit dem Steak nicht in Ordnung?“

    Ich schmeiß mich weg ....


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    Seelsorge war nun gar nicht mein Fachgebiet und das, was da jetzt vor mir saß, schrumpfte gerade zu einem Häufchen Elend zusammen und es war keine Verstärkung in Sicht.

    Ich komme .....


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    in meinem Inneren hörte ich schon den nächsten Zug anrollen.

    Seelsorge beendet muss gleich wieder Pusten gehen :roftl


    Zitat

    ShinRa hat echt ein Frisurproblem!“

    *vom Stuhl fall und am Boden kuller*


    Zitat

    und schon wurde ich am Kragen gepackt, hochgezerrt, halb hinterhergeschliffen und fast dabei getragen.

    Nicht vorstellen, nicht vorstellen, nicht ....


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    Weiter ahnte ich noch nichts von der nächsten Zugattacke

    .... ich sag nichts mehr .... ^^


    Zitat

    verabscheut er alles was ansatzweise mit Plüsch, rosa oder sonstigem zu tun hat

    Ich stelle mir gerade Sephi vor mit Rosa Schleifen im Haar .... *wieder vom Stuhl kipp und am Boden roll*


    Zitat

    Alle irre hier!“

    Das sag ich wenn ich zum Arbeitsamt muss auch immer ^^




    So 3:51 Uhr das erste Kapitel hätte ich geschafft auf in den nächsten Kampf :applaus




    Zitat

    Mit samt meinem Kaffee versank ich im Sessel

    Da hat wohl einer zu viel mit einem gewissen Anubis zu tun gehabt ^^


    Zitat

    Ich durchbrach die Stille: „Setz Dich doch bitte, Tseng.“ .... Zeit zum Erlegen! Ich drehte mich nun um und sah wie sich Tsengs Augen immer und immer mehr weiteten

    Ich hätte ja schon das vergnügen diese Stelle ja schon früher lesen zu dürfen ... wo bei ich dich damals am liebsten erwürgt hätte da du mich dann doch wieder so lange hast warten lassen ... das du uns ja alle gerne quälst wissen wir ja alle ... Ehrlich ich mag diese Stelle einfach, sie ist todernst und doch uhrkomisch ... einfach nur gelungen.


    Zitat

    Du nimmst das jetzt!

    Sephir die fürsorgliche Mami lol




    Gratuliere mir einer 4:12 ich bin FERTIG.


    Ähm fast du dich jetzt wunderst warum beim zweitem Kapitel weniger Kam das liegt daran das ich das Kapitel immer so fresse o.O weiß auch nicht wieso aber ich tus .... und normalerweise mach ich mich dann immer über das nächste her ... normalerweise, joa muss ich wohl mal wieder WARTEN ... ich bin es je gewöhnt :p


    Ich fange jetzt aber nicht wieder mit meiner Lobes-Hymne an ... sonst hängt es dir noch irgend wann aus den Ohren raus ^^


    Was ich dir aber noch gerne mitteilen würde, eine Userin die ich aus dem gelben kenne, habe ich auf Grund ihrer vor liebe für Sephi dazu ermutigt deine FF zu lesen und .... wie sollte es anders sein sie war begeistert, konnte gar nicht aufhören und ist jetzt schon Feuer und Flamme darauf das es weiter geht ... So mit kannst du einen neuen Fan verzeichnen.


    Und nun suche ich noch nach meinen Fehlern und verschwinde dann ins Bett




    Ne moment bevor ich es vergessen das muss jetzt noch sein ^^



    Zitat

    Ich möchte wetten, dass sie von dem General und seinen Essgewohnheiten schon eine Excel-Tabelle angelegt hat.

    Jetzt macht mir die Frau noch mehr angst ... die kann was was ich nicht kann ...





    Jetzt bin ich aber wirklich weg, ansonsten kann ich dir ja gleich noch nen Guten Morgen wünschen ^^ Bis zum nächsten Mal, wo ich dir wieder auf den Wecker gehe.



    LG Sem









    LG Sem

  • Zitat

    Was ich dir aber noch gerne mitteilen würde, eine Userin die ich aus dem gelben kenne, habe ich auf Grund ihrer vor liebe für Sephi dazu ermutigt deine FF zu lesen und .... wie sollte es anders sein sie war begeistert, konnte gar nicht aufhören und ist jetzt schon Feuer und Flamme darauf das es weiter geht ... So mit kannst du einen neuen Fan verzeichnen.


    schuldig :hua


    ähm ja, also wie Tine schon sagte.......ich hab die Kapitel in einen geschluckt. hab zwischendurch mal versucht was anderes zu machen, war aber iwie unmöglich...ich musste es einfach weiterlesen....also in diesem Sinne: Respekt, du hast es drauf :applaus
    Der Erbsenschreck. Das ist mit Abstand das geilste Kapitel....allein der Titel bringt mich schon zum geiern.....aber der Inhalt......x'D
    das ist echt genial.....als ich das gelesen habe....ich konnte echt nicht mehr. das ist einfach....wow!! :eek:


    Freu mich schon auf die Fortsetzung :)


    lg OneWingedAngel