Beiträge von rizi1605

    Hey! Ich bin ja tatsächlich die erste! Deine Geschichte fängt schon recht spannend an und die Bilder gefallen mir sehr sehr gut. Auch dein Schreibstil lässt auf eine wirklich gute Story hoffen. Da bin ich mal gespannt wie sie sich entwickelt! Mach weiter so...

    Hallo noch einmal!


    Vielen Dank für eure Kommentare. Ich hätte aber noch ein paar konkrete Fragen, damit meine nächste Story vielleicht noch interessanter wird.
    Also:


    1. Findet ihr die Geschwindigkeit der Erzählung gut oder hättet ihr es lieber gehabt, wenn die Geschichte noch etwas ausgeschmückter gewesen wäre?


    2. Sind die Texte von der länge her ok? Oder pro Bild zu lang oder zu kurz?


    3. Fandet ihr es störend, dass auf manchen Bildern die Figuren sehr klein waren, weil ich einen größeren Bildausschnitt genommen habe? Und wie fandet ihr auf der anderen Seite die Bilder mit den ganz großen Figuren (Sie werden ja leider immer etwas unscharf)?


    4. Haben euch die bearbeiteten Bilder mit der Sonne gefallen? Zum Beispiel wenn Susan und Josh im Park waren? Oder soll ich die Bilder in Zukunft lassen wie sie sind?


    Ja, diese Fragen fallen mir gerade so ein. Würde mich super freuen, wenn ihr sie mir beantworten würdet. Wenn euch sonst noch was besonders tolles oder doofes aufgefallen ist ( auch inhaltlich ), dann schreibt es mir bitte, damit ich eure Kritik für die nächste Story berücksichtigen kann.


    DANKE!


    Also bis dann...


    MFG


    Rizi

    Hallo! Danke für eure Beiträge. So, hier der letzte Teil! Jetzt, wo die Geschichte zuende ist möchte ich natürlich besonders wissen, was ihr zu der gesamten Handlung sagt, was euch gefallen hat, und was nicht so. Wenn ich dann noch Zeit habe gibt es auch noch eine kleine Überraschung: Auch Bilder, aber keine Story. Viel Spass!




    Der Notarztwagen war gekommen, doch es war schon zu spät gewesen. Josh wäre sofort tot gewesen, Genickbruch, hatten die Ärzte gesagt. Susan war zusammengebrochen. Sie hatte die nächsten Tage nichts gegessen und kaum geredet. Gregory hatte alles Vergangene vergessen und wollte nur noch für seine Frau da sein. Sie brauchte ihn. Sie hatte ihn immer gebraucht, aber diesmal würde er ihr die nötige Aufmerksamkeit schenken. Am vierten Tag nach Joshs Selbstmord fand die Beerdigung statt und Gregory begleitete Susan.



    Josh wurde auf dem angrenzenden Friedhof begraben. Susan konnte kaum noch an sich halten als der Sarg in die Erde gelassen wurde. Wie hatte das alles passieren können?



    Als der Gottesdienst vorbei war blieb Susan noch eine Zeit lang an Joshs Grab. Auch Gregory hatte sie gebeten ihr Zeit zu geben allein Abschied zu nehmen. Josh war tot. Wegen ihr! Immer wieder waren ihr diese Gedanken in den letzten vier Tagen durch den Kopf geschossen. Sie, Susan Baker, hatte Schuld an seinem Tod und niemand anders. Von Trauer zerrissen brach sie zusammen und weinte bis sie keine Tränen mehr hatte.



    Wieder war Susan die nächsten Tage nur bei halbem Bewusstsein um so den Schmerz und die immer stärker werdenden Schuldgefühle zu unterdrücken, bis Gregory sie schließlich besorgt in eine Klinik brachte, wo sie zunächst untersucht wurde.



    Sie musste viele Fragen von dem Arzt und Psychologen Dr. Louis über sich ergehen lassen, die sie alle in monotonem Tonfall aber Wahrheitsgemäß beantwortete.



    Nach Beendigung der Untersuchungen bat Dr. Louis Gregory in sein Sprechzimmer. „Guten Tag, Mister Baker.“ „Können Sie meiner Frau helfen?“ fragte Gregory direkt. Er war immer für klare Ansagen. „Ihre Frau gibt sich die Schuld an dem Tod des jungen Mannes“, fing der Arzt an zu erklären“ Sie wird allein nicht darüber hinwegkommen. Ich fürchte sie wird eine Therapie benötigen.“



    „Was für eine Therapie?“ wollte Gregory wissen. „Nun, wir bieten hier in unserer Klinik eine psychologische Therapie an, in der sie das Erlebte mit der Hilfe von ausgebildeten Psychologen aufarbeiten kann. Natürlich nur, wenn Sie das wollen.“ „Natürlich, ich möchte alles tun, was meiner Frau hilft.“ „Da ist allerdings noch etwas“, sagte der Arzt ernst und schaute Gregory an“ Die psychischen Probleme ihrer Frau können dem Baby schaden.“ Gregory horchte auf:“ Dem Baby?!“ „Ihre Frau ist schwanger, wussten Sie das nicht?!“



    Nach dieser überraschenden Nachricht betrat Gregory Susans Zimmer. Auch Amanda war da, um sie zu besuchen. Gregory betrachtete seine schlafende Frau. Ein Baby! Bald würden sie eine richtige Familie sein.



    Wenige Tage darauf begann Dr. Louis schon mit der Therapie, die Susan zwar aufwühlte, aber es ihr von Woche zu Woche besser gehen ließ. Mit der Zeit begriff sie, dass sie keine Schuld an Joshs Tod hatte. Es war seine Entscheidung gewesen, ganz allein seine.



    Langsam wurde es Winter und der erste Schnee war gefallen. Susan ging es schon viel besser und auch das Kind, dass sie in ihrem runden Bauch trug, war wohlauf. Gregory besuchte sie fast täglich, und wenn er sie mal nicht sehen konnte, so rief er sie von zu Hause oder vom Büro aus an. Ihre Beziehung war wieder stärker geworden. Die letzte Zeit hatte sie wieder zusammengeschweißt und ihnen das Vertrauen des anderen zurückgegeben.



    Dann war es soweit gewesen. Die Wehen waren bei Susan ganz plötzlich eingesetzt, als sie mit Gregory durch den Garten der Klinik geschlendert war. Er hatte sie sofort zurück gebracht und wenige Stunden später gebar Susan einen gesunden Sohn. Sie und Gregory waren überglücklich. Susan lächelte und schaute den kleinen Jungen in ihren Armen an:“ Was hältst du davon, wenn wir ihn Noah nennen?“ Gregory dachte kurz nach:“ Noah- ja, dass gefällt mir.“



    Endlich konnten Susan, Gregory und Noah nach Hause gehen. Susan war so froh ihr vertrautes Heim wieder betreten zu können. Nun, so wusste sie, würde alles wieder gut werden.



    „Frohe Weihnachten, mein Schatz!“ sagte Gregory. Susan betrat das wohlbekannte Wohnzimmer und roch den Duft von Tannennadeln und Lebkuchen. „Du machst mich zum glücklichsten Mann der Welt!“ Er küsste sie. Dann schauten sie zu Noah, der sie fröhlich anlachte, so dass seine auffällig grünen Augen strahlten.



    THE END

    Also heute gibt es doch noch eine Minifortsetzung!





    Als sie wieder zu Hause war rief Susan Josh an, um ein Treffen mit ihm auszumachen, bei dem sie ihm erklären wollte, was ihr bei Amanda klar geworden war. Als Josh sich meldete klang seine Stimme traurig. „Hallo“, begann Susan“ ich bins.“ Sie machte eine Pause. Josh antwortete nicht. „Ich muss mit dir reden…“ „Wenn du mit mir Schluss machen willst, dann sag es einfach!“ Josh klang furchtbar aufgeregt und seine Stimme zitterte. „Ich will…“ „Ich hab doch recht, stimmts?!“ Susan konnte nichts erwidern. „Wenn du nicht mehr willst, kann ich auch nicht mehr. Hörst du Susan! Ohne Dich will ich nicht mehr!“ Plötzlich legte er auf.



    Bei Susan läuteten alle Alarmglocken. Er wollte nicht mehr, hatte er gesagt. Sie rannte los. Musste zum Auto.



    Vor dem Haus sah sie Gregory neben ihrem Wagen stehen. Er hatte gerade eingekauft. „Greg!“ schrie sie völlig panisch. Für den Moment hatte sie die Probleme zwischen ihnen vergessen. Gregory schaute sich um.



    „Josh will sich was antun!“ rief sie hysterisch. Ein kurzer Moment der Stille herrschte zwischen ihnen, dann setzte sich Gregory ruckartig in Bewegung:“ Los, komm! Wenn es stimmt, was du sagst müssen wir das verhindern!“ Er zweifelte angesichts Susans Panik nicht an dem, was sie sagte. Eilig stiegen sie ins Auto und Gregory fuhr los. „Wohin?“ rief er. „Ich weiß nicht…“ „Wo wart ihr gemeinsam? Habt ihr einen gemeinsamen Treffpunkt gehabt. Irgendwas…“ „Die Brücke! Da haben wir uns geküsst…das erste Mal.“ Schrie Susan. „Also zur Brücke!“



    Gregory dachte nicht an dass, was seine Frau in den letzten Wochen mit Josh verbunden hatte. Er stand besorgt neben Susan, als sie seinen Rivalen tatsächlich an der Brücke trafen. Vorgestern hätte er ihn am liebsten mit eigenen Händen umgebracht, nun war Gregory besorgt um den jungen Mann. „Josh!“ rief Susan von unten. „Was willst du noch von mir? Warum bist du gekommen?!“ schrie Josh lauthals. „Ich habe mir Sorgen um dich gemacht.“ „Wieso? Was interessiere ich dich noch. Du hast dich doch für deinen Mann entschieden“, Josh klang wütend und zu allem bereit“ und ihn sogar mitgebracht. Kompliment. Es gelingt dir sehr gut Salz in die Wunde zu streuen. Aber ich werde mir nicht wehtun lassen!“



    Langsam kletterte Josh über das Geländer der Brücke. Susan beobachtete die Situation mit aufgerissenen Augen:“ Josh! Bitte! Mach das nicht! Wir können darüber reden.“ „Darüber reden?!“ schrie er verbittert. Dann schwiegen alle. Die Luft schien elektrisch geladen zu sein. Susan wusste nicht, was sie sagen oder tun sollte und auch Gregory fühlte sich machtlos.



    „Lebwohl Susan!“ rief Josh plötzlich in die Stille und Susan musste beobachten wie er sich in die Tiefe stürzte. Das Geschehen kam ihr wie in Zeitlupe vor, doch dann hörte sie den dumpfen Aufprall auf dem Asphalt. „NEIN!“ schrie sie und lief los.



    Josh lag verwundet am Boden. Er war am Kopf schwer verletzt und regte sich nicht mehr. „Josh! Josh!“ Susan kniete neben ihm. Es war wie ein Alptraum. Ihre Sinne schienen die tausend und abertausend Informationen, die sie Aufnahm verzögert an ihr Gehirn zu schicken. Sie verstand nicht, was gerade passiert war. Josh, der Sturz, das ganze Blut… ihr wurde schwarz vor Augen.



    So weit für heute. Und, was glaubt ihr: Hat Josh den Sturz überlebt oder nicht? Ich freue mich über eure Kommentare!



    FORTSETZUNG FOLGT... (die letzte dann übrigens!)

    Hallo zusammen! Ich hoffe ihr habt alle schön Ostern gefeiert. Wie versprochen gibt es heute auch wieder den nächsten Teil der Geschichte. Ich freue mich, wie immer, über jeden Kommentar von euch!




    Einen Tag nachdem Gregory und Susan wieder nach Hause gefahren waren traf sie Josh wieder. Die Sonne schien und die beiden hatten verabredet in den Park zu gehen um das Wetter auszunutzen. Susan hatte das Treffen mit Josh sehnsüchtig erwartet, obwohl sie diesmal ein noch schlechteres Gewissen verfolgte als sonst. Sie wusste, dass es nicht recht war, was sie tat, doch sie genoss die Zeit mit Josh so sehr. Auf der anderen Seite dachte sie wieder öfter an Greg. Das Wochenende hatte sie völlig aus der Bahn geworfen.



    Auf einer Bank am Parksee nahmen sie platz und Susan legte ihren Kopf auf Joshs Schulter. Die helle Mittagssonne ließ den See in einem fantastischen blau erstrahlen.
    „Was ist mit dir los?“ fragte Josh plötzlich und Susan hob ihren Kopf von seiner Schulter. „Du bist irgendwie anders als sonst!“ fügte er hinzu. „Nein, es ist alles wie immer. Was sollte denn auch schon sein? Ich bin froh hier zu sein!“ antwortete Susan.




    „Dann ist ja gut!“ flüsterte Josh und küsste sie sanft. Nichts war gut! Auf einmal kam Susan die Affäre mit Josh falsch vor. Sie hatte das Gefühl, als gehörte sie nicht hierhin. Weder in diesen Park noch mit Josh auf die Holzbank vor den See. „Wollen wir nicht woanders hingehen?“ fragte sie und schob Josh etwas von sich weg. „Klar, wie du willst. In die Stadt?“ „Ja, das wäre mir lieber.“



    Sie schlenderten die schattige Einkaufspassage entlang.



    „Was hältst du von einem leckeren Eisbecher? Ich lade dich ein!“ „Gerne!“ antwortete Josh:“ aber vorher will ich noch einen Kuss!“ „Das geht nicht. Wir sind in der Öffentlichkeit!“ „Ach komm schon…!“ maulte Josh und näherte sich Susan:“ uns wird schon niemand sehen.“



    Doch wie es der Zufall wollte kam plötzlich Gregory aus dem Geschäft neben den beiden und sah seine Frau im Arm eines jungen Mannes. In seinem Kopf rasselte es, seine Sinne schienen nicht mehr auf gewohnte Weise zu funktionieren.



    Blindlings stürzte er sich auf Josh und zerrte die beiden auseinander. Dann holte er aus und schlug seinem Konkurrenten mit der Faust ins Gesicht. Susan war wie vom Blitz getroffen, hörte den dumpfen Aufprall von Gregs Hand auf Joshs Nase, konnte sich aber nicht rühren. Die beiden Männer ließen nicht locker.



    Gregory beschimpfte Josh mit wüsten Ausdrücken und schlug immer weiter auf ihn ein. Doch Josh war seinem Gegner durchaus gewachsen. Zwar hatte Gregory mehr Kraft, doch Josh hatte schnellere Reflexe. Schließlich aber ließ Gregory von dem anderen ab: „Ach du bist es doch nicht wert!“ schrie er außer sich vor Zorn und eilte davon.



    An diesem Abend kam Susan spät nach Hause. Sie wollte Greg möglichst nicht mehr begegnen und hoffte inständig er würde schon schlafen. Sie hatte Glück. Leise schlich sie sich ins Bett. Vielleicht konnte sie am nächsten Morgen mit ihm vernünftig reden. Gregory hatte einen unruhigen Schlaf. Er war so wütend und verletzt. Er liebte seine Frau und er wollte sie nicht an einen anderen verlieren, doch was sie getan hatte war unverzeihlich.



    Am nächsten Morgen fand Susan Gregory in der Küche vor. „Hallo“, sagte sie leise, doch Greg antwortete nicht. Er kehrte ihr den Rücken zu. „Lass uns bitte darüber reden“, meinte Susan und ihre Stimme klang krächzend wie die eines Raben.



    Gregory drehte sich um und seine Augen funkelten wie kleine Saphire:“ Ich will nur eins wissen!“ fuhr er sie an „wie lange?“ Sie antwortete nicht. Ihre Kehle war wie zugeschnürt. „Wie lange schon?!“ wiederholte Greg seine Frage. „Vier Wochen.“ Susan senkte den Blick. „Aber…“ Gregory unterbrach sie forsch:“ Sei still! Ich will nichts mehr von dir hören, und ich kann dich auch nicht mehr sehen!“



    Susan hielt es nicht mehr aus. Sie stürzte aus dem Haus. Sie wollte weg - nur weg. Doch wohin? Zu Josh? Nein, auf keinen Fall. Sie würde zu Amanda gehen. Vielleicht konnte sie eine Zeit bei ihr bleiben.



    Als Susan klingelte und Amanda die Tür öffnete sah diese sofort, dass es ihrer Freundin nicht gut ging. Ohne zu fragen schloss sie sie in die Arme. Susan weinte und weinte. Sie standen fast eine halbe Stunde so vor der Tür bis sich Susan etwas beruhigt hatte. Dann gingen sie ins Haus.



    Sie setzten sich in die Küche und Amanda bereitete ihnen einen Tee zu. Sie musste eigentlich ins Museum, wollte ihre Freundin aber nicht im Stich lassen und meldete sie beide für den heutigen Tag ab. Zunächst zögernd, dann immer hastiger erzählte Susan alles, was geschehen war und Amanda hörte aufmerksam zu.



    Dann gingen sie ins Wohnzimmer. „Hör zu Susan! Ich bin mir sicher, dass du deine Beziehung zu Gregory noch retten kannst, aber du musst dich entscheiden, ob du sie überhaupt noch willst. Wenn ja, dann zeige ihm das“ erklärte Amanda nachdem sie alle Details der Geschichte erfragt hatte. „Und wie? Was soll ich tun?“ „Trenne dich von Josh. Das ist die einzige Möglichkeit“, antwortete Amanda und Susan wusste, dass sie recht hatte.



    In der Nacht blieb Susan bei Amanda. Sie hatte von ihr einen alten, der Freundin viel zu klein gewordenen Schlafanzug bekommen und versuchte auf dem Sofa einzuschlafen, doch ihr schwirrten viel zu viele Gedanken durch den Kopf. „Trenne dich von Josh. Das ist die einzige Möglichkeit“. Amandas Worte hallten in ihren Ohren wieder. Sie dachte an Josh, dachte an Greg und schlief schließlich ein.



    Am nächsten Tag war Mittwoch und Susan hatte wie immer frei. Amanda war schon aus dem Haus gegangen und Susan nutzte die Gelegenheit sich im Bad Zeit zu lassen. Sie schaute sich im Spiegel an. Ihre Augen waren vom Stress und vom Weinen ganz angeschwollen und sie fühlte sich müde und schwach.



    Sie beschloss ein Bad zu nehmen, ließ Wasser ein und legte sich schließlich in der Wanne zurück. Sie schloss die Lieder. Vor ihrem inneren Auge sah sie Greg als er 25 Jahre alt war. Sie sah wie sie frisch verliebt auf der Wiese vor dem Universitätsgebäudes lagen und sie ihn seine BWL Kenntnisse abfragte. Dann sah sie ihn und sich gemeinsam durch den Park gehen, wie sie es immer getan hatten, und plötzlich wurde ihr klar, dass sie ihn nicht aufgeben konnte.



    FORTSETZUNG FOLGT...

    Hallo! Eigentlich sollte die Fortsetzung Donnerstag kommen, aber ich habe mich anders entschieden. Hoffe die Geschichte gefällt euch weiterhin.




    Es waren drei Wochen vergangen und Susan hatte Josh zweimal getroffen. Sie konnte es nicht leugnen. Josh tat ihr furchtbar gut. Durch ihn fühlte sie sich frisch und lebendig. Er war sehr reif für seine 23 Jahre, so viel hatte sie schon über ihn raus gefunden. Sie konnte sich stundenlang mit ihm unterhalten. Eines Nachmittags gingen sie wie schon öfter wieder einmal spazieren. Sie schlenderten durch ein Naturgebiet am Rande der Stadt. Plötzlich auf einer Brücke blieb Josh stehen. „Ist es nicht wundervoll hier?“




    Susan nickte und blickte in seine tiefen grünen Augen. Sie sog die warme Luft ein und hörte auf das leise Plätschern des Flusses. Plötzlich zog Josh sie an sich und Susan ließ es geschehen. Sie wollte nichts mehr als ihm nah zu sein. Langsam tastete sich Josh zu Susans Lippen vor…




    …sie vergaß alles um sich herum, ließ es einfach nur geschehen und wünschte sich, dass dieser Moment ewig bleiben würde. Doch dann löste sich Josh aus der Umarmung und schaute Susan in die dunklen Augen:“ Ich möchte dir was zeigen! Möchtest du mit in meine Wohnung kommen?“ Er verschluckte den halben Satz, denn ihn beschlich die Angst aufdringlich zu wirken. Doch Susan lächelte ihn an:“ Sehr gern sogar.“




    Als sie ankamen war es bereits dunkel geworden. „Hier ist es!“ sagte Josh stolz. Sie waren in einem dunklen Innenhof einer Wohnblockanlage. „Ich weiß, es ist schäbbig, aber warte ab bis du in meiner Wohnung bist!“ grinste Josh und kramte nach seinem Schlüssel. Doch Susan gefiel die Atmosphäre des Hofes auf gewisse Arthundweise. Sie erinnerte sie an ihre Studentenzeit und ihre erste Wohnung. Doch dies lag nun schon mehr als zehn Jahre zurück.




    Joshs Einzimmerwohnung lag im ersten Stock des Gebäudes. Susan guckte sich um. Das Zimmer war schön eingerichtet. Große bunte Kissen lagen auf dem Fußboden und eine afrikanische Lampe füllte den Raum mit warmem Licht. Dann entdeckte sie eine Staffelei, auf der ein Aquarellbild stand. Es war noch nicht fertig, doch zeigte es deutlich, dass Josh Talent hatte. „Und, wie gefällt es dir?“ Josh brannte förmlich auf eine Antwort und blickte sie gespannt an. „Es ist sehr sehr schön!“ antwortete sie nur leise und trat näher an Josh heran.




    Sie küsste ihn leidenschaftlich. Alles um sie herum schien zu verschwinden. Sie dachte weder an die Arbeit noch daran, wo sie war und erst recht nicht an Gregory, der in diesem Moment wahrscheinlich an seinem Projekt arbeitete. Sie wollte bei Josh sein. Näher, immer näher…




    Sie ließen sich auf den Boden nieder und dann nahm alles seinen Lauf…




    Das Wochenende darauf stand die Einladung zu Gregorys Eltern an, und so fuhren Susan und er aufs Land, wo die beiden wohnten. Susan grauste es vor dem Wochenende. Sie würde kaum die Möglichkeit haben sich vor Greg zurückzuziehen. Was sie sich noch vor wenigen Wochen gewünscht hatte versetzte sie nun in Panik. Seid dem Beginn der Affäre mit Josh konnte sie ihren Mann kaum noch ansehen. Ständig befürchtete sie er könnte etwas bemerken und dass wollte sie auf keinen Fall!




    Herzlich begrüßten Gregs Eltern Deborah und William die beiden. Sie freuten sich sehr darüber Susan und Gregory mal wieder bei sich zu haben.




    Sie nahmen im Wohnzimmer platz und Deborah servierte Tee. Die Stimmung war ausgelassen. Alle erzählten über die neuen Ereignisse der letzten Monate. Nur Susan war nicht nach reden zumute, doch sie zwang sich einen normalen Eindruck zu erwecken.




    Schließlich bat Deborah Susan ihr in der Küche zu helfen
    und so ließen die beiden Frauen Vater und Sohn im Wohnzimmer zurück.




    „Und wie geht es euch beiden?“ fragte Deborah plötzlich ganz unvermittelt. Irritiert schaute Susan sie an:“ Gut! Wir haben doch eben alles erzählt!“ „Susan, du brauchst mir nichts vorzumachen! Greg hat mit mir am Telefon über eure Probleme geredet.“ „Probleme?“ Susan wurde rot im Gesicht und ihre Hände fingen an zu schwitzen. „Er sagte ihr würdet euch im Moment etwas aus dem Weg gehen…“, sagte Deborah sanft. „Ja ämmm…“, stammelte Susan. „Mach dir keine Sorgen Susan. In jeder Ehe gibt es Höhen und Tiefen. Ihr werdet das schon überwinden!“ Sie nickte Susan verständnisvoll zu.




    Schließlich waren sie bei Tisch. Wieder tat Susan so als wäre alles wie immer, doch innerlich war sie nach dem Gespräch mit Deborah noch aufgewühlter. Gregory hatte es also auch gemerkt, dass etwas zwischen ihnen nicht stimmte. Auch er machte sich Gedanken. Es hatte immer den Anschein gemacht als ließe ihn das alles völlig kalt, doch musste er unter der Situation anscheinend auch so stark leiden, dass er seiner Mutter davon erzählt hatte. Susan fühlte Traurigkeit und Verwirrung, gleichzeitig vermisste sie Josh.




    Das war zu viel! Sie konnte nicht mehr. Es war als würde sie eine Rolle im Theater spielen. Blitzartig sprang sie auf:“ Entschuldigt mich bitte einen Moment!“ sagte sie und eilte Richtung Küche.




    Dort nahm sie ihr Handy zur Hand und rief Josh an.
    „Josh?“ „Ja, ich bin dran. Ist alles in Ordnung?“ „Ich kann nicht mehr. Ich halte es hier nicht mehr aus!“ „Bleib ganz ruhig, Susan! Nur einen Tag, dann bist du wieder da. Dann bin ich da, verstehst du? Dann sind wir wieder zusammen.“ „Ich vermisse dich so!“ „Ich dich auch, sei stark! Ich liebe dich!“ Dann legte Josh auf. Was hatte Josh da gerade gesagt? Sie hatten es nie ausgesprochen. Er liebte sie. Und sie- Liebte sie ihn auch?




    Es war schon sehr spät in der Nacht als sich Gregory und Susan ins Gästezimmer zurückzogen. Sie zogen ihre Kleidung aus, und als Susan ins Bett gehen wollte zog Greg sie auf einmal an sich. „Du siehst wunderschön aus, Susan“, flüsterte er ihr sanft ins Ohr. „Ich…“ „Sch…sag bitte nichts…“Greg machte eine kurze Pause, streichelte dann ihren Rücken und sagte:“ Du hast mit meiner Mutter gesprochen.“ Es klang mehr wie eine Frage als eine Aussage, doch Susan erwiderte nichts. „Ich vermisse dich. Ich vermisse dich so sehr!“ Er vergrub sein Gesicht in ihrem Haar und sie legte den Kopf an seine harte Brust.




    Greg nahm vorsichtig ihren Kopf in die Hände und küsste sie zärtlich. Susan schloss die Augen, doch unter ihren Liedern sammelten sich süße und zugleich bittere Tränen. Wie hatte es bloß zu diesem Chaos kommen können? Josh-Greg, sie wusste gar nichts mehr, nur dass sie sich in diesem Moment ihrem Mann hingeben wollte.




    Nachdem sie sich geliebt hatten schliefen sie nebeneinander ein und Susan fiel in einen traumlosen Schlaf.




    Am nächsten Tag hieß es schon Abschied nehmen.




    Während Gregory sich ums Gepäck kümmerte und es ins Auto brachte bedankte sich Susan bei Deborah und William. „Und lasst bald wieder was von euch hören!“ sagte William mit rauer Stimme. „Natürlich! Es war wirklich sehr schön bei euch“, antwortete Susan und war sich dabei nicht sicher, ob dies die Wahrheit oder eine Lüge war.



    Soweit dieser Teil. Eure Meinungen sind natürlich wieder erwünscht. Fortsetzung folgt...

    Vielen Dank für eure lieben Kommentare. Ja, ich habe mir gedacht, wenn ich schon mal eine Fotostory mache, dann auch richtig. Deshalb habe ich mir wirklich mit den Bildern viel Mühe gegeben. Die Geschichte habe ich mir früher schon mal ausgedacht und geschrieben. Dann kam mir vor kurzem die Idee daraus eine Fotostory zu machen und jetzt ist sie fertig. Ich denke den nächsten Teil gibt es dann am Donnerstag. Also immer schön vorbei schauen!


    MFG


    Rizi

    Wie versprochen gibt es nun die Fortsetzung der Geschichte. Ich hoffe sie gefällt euch. Ich bitte um Kritik: Was gefällt euch, was nicht?


    Gruß
    Rizi





    Am folgenden Tag hatte der junge Mann nicht an Susans Führung teilgenommen. Trotzdem musste sie die ganze Zeit an ihn denken. War er es, der ihr diese Nachricht geschrieben hatte oder nicht? Am Nachmittag, als sie wieder zu Hause war, setzte sie sich in ihren Garten. Die Angelegenheit reizte sie. In gewisser Weise befreite diese Sache Susan aus ihrem Alltagstrott. Ja, sie würde morgen hingehen.




    Nun hatte sie sich entschieden. Was war auch schon dabei in Begleitung eine Ausstellung zu besuchen, die sie so oder so hatte sehen
    wollen? Sie betrat Gregorys Arbeitszimmer, um im zu sagen, dass sie den Nachmittag nicht da sein würde.





    Gregory saß, wie fast immer, vor dem Computer und arbeitete. „Ich fahre in die Stadt“, sagte Susan. Gregory schaute nicht vom Bildschirm auf, zeigte ihr aber, durch ein leises „Mmm mmm“, dass er sie wahrgenommen hatte. „Ich bin zum Essen vielleicht nicht da. Warte dann also nicht, okay?“ erklärte Susan und ihr Mann nickte. Sie ärgerte sich. Konnte er ihr denn nicht einmal aufmerksam zuhören? Aber sie wollte sich die Laune nicht verderben lassen, denn sie war viel zu gespannt auf ihre geheimnisvolle Verabredung.




    Als sie pünktlich um 17 Uhr die Ausstellung des Künstlers betrat sah sie direkt ein bekanntes Gesicht im Raum. Sie hatte Recht gehabt. Josh und der junge Mann aus ihrem Museum waren tatsächlich ein und dieselbe Person.




    Josh hatte sie offenbar bemerkt, als sie eingetreten war und stand sofort von seinem Sessel auf, um sie zu begrüßen. Sie standen sich direkt gegenüber. Susan musterte ihn nun genauer als bei den Führungen. Sein Gesicht hatte ebenmäßige Züge und die Augen- Sie hatte noch nie ein derartiges Grün gesehen. „Ich freue mich, dass Sie gekommen sind. Ich bin Josh Gordan“, stelle der junge Mann sich vor. „Susan Baker“, erwiderte Susan und lächelte.




    Gemeinsam schauten sie sich die Gemälde des modernen Künstlers an. Es stellte sich heraus, dass Josh wirklich Ahnung von Kunst hatte, und sie fingen an über Bilder die ihnen besonders oder gar nicht gefielen zu diskutieren. Die Chemie stimmte zwischen ihnen und Susan hatte Spaß wie lange nicht mehr.




    Sie merkten gar nicht wie die Zeit verging, so sehr waren sie ins Gespräch vertieft. „Ich fürchte die Ausstellung wird gleich schließen“, sagte Josh plötzlich nachdem er auf die Uhr geschaut hatte. „Möchten Sie vielleicht noch woanders hin?“ Susan überlegte kurz. Dann lächelte sie „Ja, sehr gern. Du kannst mich übrigens ruhig Susan nennen!“ Nun lachte Josh:“ Okay, meinen Namen kennst du ja.“




    Auf die Frage wo sie hingehen würden antwortete Josh nur, sie solle sich überraschen lassen. Er führte Susan in einen dunklen etwas heruntergekommenen Teil der Stadt und sie fragte sich was sie hier sollten.




    „So, hier ist es!“ rief Josh plötzlich, als sie vor den Türen eines Clubs standen. „Hier willst du mich mit rein nehmen?!“ fragte Susan ungläubig und schaute auf den Türsteher, der keinen Vertrauens erweckenden Eindruck machte. „Ich weiß, von außen sieht es schäbbig aus, aber drinnen…oder möchtest du nicht so gern?“ „Doch doch… lass uns reingehen.“




    Von innen gefiel Susan der Club tatsächlich. Auch die Musik war nach ihrem Geschmack und so stürmten sie direkt die Tanzfläche und rockten bis spät in die Nacht.




    Um etwa vier Uhr standen sie vor Susans Haustür. Josh hatte sie auf dem Rückweg begleitet. Der ganze Abend schien Susan wie selbstverständlich. Es kam ihr vor als würde sie Josh schon ewig kennen so gut verstanden sie sich. Sie unterhielten sich noch eine Zeit lang, dann verabschiedeten sie sich und Josh gab Susan einen Kuss auf die Wange. „Sehen wir uns wieder?“ fragte er sie leise. Susan hatte eine fantastische Zeit gehabt. Wie von selbst antwortete sie mit „Ja!“




    In den folgenden Tagen dachte Susan oft an den Tag mit Josh, der ihr so viel Spaß gemacht hatte, ihr jedoch auch vor Augen führte, dass ihre Ehe langsam aber unaufhörlich den Bach runter ging. Also hatte sie beschlossen zu retten, was zu retten war, Greg eine Botschaft zukommen lassen, dass sie eine Überraschung für ihn hätte und er zeitig zu Hause sein sollte und machte sich an die Arbeit ein wundervolles Candlelightdinner vorzubereiten. Sie stellte frische Blumen auf das schöne blaue Tischtuch und begann zu kochen.




    Dann ging sie ins Badezimmer und machte sich frisch, schminkte sich dezent und stylte ihre kurzen schwarzen Haare. Sie wollte heute ganz besonders schön sein für Gregory. Er sollte einfach ein toller Abend werden.




    Frisch gestylt ging sie ins Schlafzimmer, um sich ein passendes Outfit auszusuchen. Ein Kleid sollte es sein. Elegant und romantisch zugleich.




    Schnell wurde sie in ihrem Kleiderschrank fündig. Das Italienkleid von ihrer Reise vor zwei Jahren, das sie in einer winzigen Boutique gefunden hatte. Es war sündhaft teuer gewesen und sie hatte es dagelassen, obwohl sie sich direkt darin verliebt hatte. Einen Tag später hatte es ihr Gregory als Überraschung gekauft. Sie war fast umgefallen vor Freude! Es war für heute Abend einfach perfekt!




    So ging sie in die Küche, setzte sich an den fertigen Tisch und wartete…




    …und wartete…




    und wartete bis sie es nicht mehr aushielt, aufstand, durch den Raum ging und sich schließlich traurig auf den Boden fallen ließ, als ihr langsam klar wurde, dass Greg so bald nicht kommen würde und das Essen sowieso schon kalt war. Der Abend war gelaufen! Susan kämpfte mit den Tränen bis sie sie nicht mehr zurückhalten konnte.




    Fortsetzung folgt...

    Hallo!


    Also: Zunächst einmal gefällt mir, dass du die Personen so vorstellst, dass man die Gesichter richtig groß sehen kann. Dann finde ich diesen weißen Rahmen um dem Bild gut, der darstellt, dass Alexandra (Sie hieß doch so, oder?) gerade von dem Camp erzählt. Ist ein bißchen so wie eine Gedankenblase, gute Idee.
    Eine ganze Schule für nur fünf Leute?! Na, in Geschichten ist der Phantasie ja keine Grenze gesetzt, nicht wahr? Also ich rede hier so viel. Eigentlich will ich nur sagen: Gefällt mir soweit. Ich werde weiterlesen!

    Du bist ja auch ganz neu im Forum, wie ich. Also auch von mir: Herzlich Willkommen!


    Deine Fotostory hat ja auch schon einen ganz netten Anfang. Nur achte nächstes Mal darauf, dass man die durchsichtigen Fliesen aus dem Baumodus nicht im Bild sieht. Aber ansonsten schon ganz schön. Mach weiter!

    Also ich muss sagen, ich habe schon mehrere Fotostories gelesen, die mir besonders wegen den Bildern gefallen haben. Deine hat tolle Bilder UND eine wahnsinnig gute Handlung. Habe ich so noch nicht gesehen! Kompliment! Gut gefällt mir übrigens dein Wald. Hast dir Mühe gegeben, und das sieht man!


    Gruß Rizi

    Nein, der Boden am Parkplatz ist kein Schnee. In der Geschichte soll das einfach Asphalt oder Stein sein. Eigentlich ist das so ein Weltallboden aus einem Raumfahrset. Ich weiß aber überhaupt nicht mehr, wo ich den her habe. Tut mir leid.


    Rizi

    Ich habe mal zwei Soap Darstellerinnen von "Verbotene Liebe" getroffen und schon drei Mal den Moritz Bleibtreu aus Lola rennt oder das Experiment. Er ist total nett, aber sehr klein. Glaubt man gar nicht, aber ich schätze ihn nicht größer als vielleicht 1,65m.

    Hallo zusammen!


    Danke schon einmal für die Beiträge von euch. Ich hoffe es werden noch mehr. Das Hochzeitsbild habe ich mit Adobe Photoshop bearbeitet. Später werden noch ein paar bearbeitete Bilder folgen.


    Gruß


    Rizi


    „Hallo!... Was ist? Ihr zögert noch so? Wisst ihr nicht, ob ihr nun ins Kino gehen sollt oder nicht? Also im Hauptsaal läuft bei uns zurzeit „Love to Death“. Ich weiß nicht, ob ihr davon gehört habt…Nein? Der deutsche Titel wurde in „Verhängnisvolle Leidenschaft“ geändert. Also, ich kann ihn nur empfehlen. Also eine Karte für dich? Okay, dann nur den Gang runter. Es ist freie Platzwahl. Viel Spaß. Der Film beginnt auch sofort!“




    Es war ein ganz normaler Frühlingsmorgen, als Susan Baker sich, wie immer leicht verspätet, auf den Weg zur Arbeit machte. Seid sechs Jahren war sie Museumsführerin und erklärte den Besuchern des „Various Arts“ alles Wissenswerte über historische Kunstwerke der ganzen Welt.




    In der Eingangshalle des Museums war noch mäßiger Betrieb. Doch dies, so wusste Susan, würde sich schnell ändern. Doch Amanda, ihre engste Freundin und Kollegin, war schon da und wartete auf sie. Die pfundige Frau war hochrot im Gesicht und schien außer Atem zu sein.




    Freudig umarmten sich die beiden Frauen. „Was ist mit Dir los?“ fragte Susan Amanda, die noch immer nach Atem rang. „Ich dachte es wäre Zeit für eine Diät, und deshalb bin ich mit dem Fahrrad gekommen“, antwortete sie keuchend. Susan konnte ihren Ohren kaum trauen. Amanda…mit dem Fahrrad?!?! Das war wirklich ein befremdlicher Gedanke für Susan.




    „Treffen wir uns in der Mittagspause im Restaurant?“ fragte Amanda plötzlich. „Ich dachte du bist…“ „Auf Diät, ja. Du kannst mir ja einen Salat mitbringen, falls du früher da sein solltest.“ Susan konnte sich ein Lachen nur schwer verkneifen, doch sie wollte Amanda nicht entmutigen und nickte ernst.




    Bald darauf begann die erste Führung für den heutigen Tag. Es hatte sich nur eine kleine Gruppe eingefunden, doch Susan war das nur recht. So konnte sie besser auf die Fragen der Besucher eingehen und sie detailliert beantworten. Beim Reden beobachtete Susan die Leute vor sich. Alle betrachteten begeistert die Ausstellungsstücke. Nur in der letzen Reihe stand jemand, der sich mehr für sie als für die Statue der Venus zu interessieren schien.




    Auch andere Kunstwerke erregten seine Aufmerksamkeit nicht. Vielmehr hing er an Susans Lippen und beobachtete wie sich ihr Mund beim Reden in verschiedenster Weise verformte. „Wer war er? Nun, er sah aus wie ein Student“, dachte Susan. Sie schaute ihn kurz an. Der junge Mann, der diesmal in der ersten Reihe stand, hatte dunkelblondes zotteliges Haar und trug Kleidung aus den 70er Jahren. Er hatte ein offenes Gesicht und wache grüne Augen. Auf seine Weise sah er ganz gut aus.




    Um 13.30 Uhr trafen sich Susan und Amanda wie versprochen im Restaurant des Museums. Es war leicht einen Tisch zu bekommen, da der erste Ansturm schon vorbei war.




    Also suchten sie sich einen gemütlichen Eckplatz aus. Amanda war sogar so konsequent und hatte sich tatsächlich einen Salat ausgesucht. Sie verzichtete sogar auf das Stück Kuchen, dass sie normalerweise immer als Nachtisch aßen. Es war ihr anscheinend tatsächlich ernst mit der Diät. „Und wie war es bei dir bisher?“ fragte Susan. „Nicht viel los. Ganz angenehm“, erklärte Amanda. „Weißt du, bei mir war heute vielleicht ein merkwürdiger Besucher. Der hat sich gar nicht für die Ausstellung interessiert…“ Susan erzählte Amanda von dem jungen Mann. Als sie fertig war lachte diese nur und fragte:“ Und, sieht er gut aus?“ Susan schlug die Augen nieder:“ Er sieht zwar ganz gut aus, ist aber bestimmt mindestens acht Jahre jünger und außerdem“, sie räusperte sich kurz „bin ich verheiratet.“




    „Gregory, Greg?! Wo steckst du?“ rief Susan als sie am Abend nach Hause kam. Sie ging ins Wohnzimmer und sah ihren Mann schlafend auf dem Sofa liegen. Er sah im Schlaf ganz anders aus als sonst. Viel sanfter und verletzlicher. Gregory war in einer Bank beschäftigt und hatte sich dort, trotz seiner erst 34 Jahre auf eine gute Stellung hocharbeitet. Dies war nur durch harte Arbeit und Ergeiz zu schaffen gewesen und Susan war sehr stolz auf ihren Mann, dass er dies alles erreicht hatte. Doch sie kannte auch die Kehrseite seines Erfolgs. Sie hatten kaum Zeit füreinander und in letzter Zeit wurde ihr dies immer wieder schmerzlich bewusst.




    Susan ging in die Küche und machte sich einen Kaffee. Sie war müde und ausgelaugt von dem langen Tag im Museum. Trotzdem hätte sie den Abend gern mit Greg verbracht. Sich zusammen aufs Sofa setzen und fernsehen oder gemeinsam etwas Wein trinken. Wann hatten sie das das letzte Mal gemacht? Susan wusste es nicht. Doch sie wollte Gregory auch nicht wecken.




    „Hallo Schatz!“ Susan hörte eine Stimme hinter sich und drehte sich um. Anscheinend war ihr Mann durch ihr Kommen geweckt worden. „Hallo, du bist wach? Hab ich dich geweckt?“ „Ja, aber gut so. Sonst hätte ich wohl die ganze Nacht auf dem Sofa verbracht und mir würde morgen der Rücken wehtun. Wie war dein Tag?“ antwortete er. „Wie immer… Bleibst du noch auf?“ „Nein, ich gehe schlafen. Der Tag war sehr anstrengend“, erklärte Gregory und drückte kurz ihren Arm bevor er den Raum verließ. Dann drehte er sich noch mal um:“ Wenn du möchtest können wir morgen Mittagessen gehen. Ich bestelle einen Tisch im „Port o fillio“, ok?“ Susan nickte:“ Um eins?“ „Um eins!“




    Am nächsten Tag war Mittwoch und das bedeutete, dass Susan nur nachmittags arbeiten musste. Sie würde also genug Zeit haben mit Greg ins Restaurant zu gehen, nach Hause zu fahren um sich umzuziehen, um dann um 17Uhr im Museum zu sein. Draußen war herrliches Wetter und Susan zog sich ein sommerliches Outfit an. Dann betrachtete sie sich im Spiegel. Etwas fehlte noch. Die Kette! Die kleine silberne Kette mit dem Anhänger. Doch wo war sie?




    Dann fiel es ihr ein. Sie hatte sie natürlich zu ihren ganz privaten Schätzen in ihre Korbtruhe gesteckt, in der sie auch Fotos und Briefe aufbewahrte. Sie hatte ewig nicht mehr reingeschaut, entschloss sich nun aber sie aus der Ecke zu ziehen und darin zu stöbern. Und tatsächlich! Sie musste nicht lang suchen, da hatte sie die Kette in der Hand.




    Doch plötzlich fielen ihr auch ihre Hochzeitsfotos in die Hand. Sie betrachtete alle Bilder bis sie an einem hängen blieb. Gregory und sie standen vor dem Altar und küssten sich. Wie glücklich sie gewesen war. Susan konnte sich noch genau daran erinnern. Sie hatte vor fünf Jahren mit 27 geheiratet. Ihre Eltern hatten schon befürchtet, sie würde den Bund der Ehe nie eingehen, doch dann war es letztlich doch eingetreten. Mit Greg.




    Um Punkt 13Uhr war Susan an der verabredeten Stelle vor dem Restaurant, doch Greg war noch nicht da.




    Immer wieder schaute sie auf die Uhr. Inzwischen war es viertel nach eins und Susan wurde langsam ungeduldig. Dann um 13.20 Uhr erschien Gregory endlich.




    Gregory wollte seiner Frau zur Begrüßung einen Kuss geben, doch Susan drehte zornig ihren Kopf zur Seite, so dass Gregs Mund den ihren verfehlte. „Warum bist du so spät?“ fragte sie verärgert. „Es tut mir leid, Schatz! Ehrlich. Es war im Büro so viel Arbeit. Da hätte ich unsere Verabredung fast drüber vergessen. Sei nicht böse, mmmhh?“ Aufmunternd schaute er Susan an.




    Diese war zwar innerlich immer noch wütend, gab sich aber einen Ruck. Sie wollte alles aber nicht dieses gemeinsame Treffen ruinieren. Also nahmen sie im „Porto fillio“ platz und bestellten ihr essen.




    Beim Essen erzählte Gregory Susan von einem neuen Projekt an dem er mitarbeiten durfte. Er schien völlig begeistert zu sein, doch Susan hörte nur mit halbem Ohr hin. „Ach ja, und bevor ich es vergesse, meine Eltern haben uns demnächst übers Wochenende zu sich eingeladen. Du solltest dir also den Termin freihalten, okay?“ Gregory schaute hoch. „Ist irgendwas?“




    Sie hatten ihr Essen kaum auf, als sich Gregory von seinem Platz erhob. „Ich würde gern schon jetzt ins Büro, Liebling. Dieses Projekt, von dem ich dir erzählt habe…Ich muss daran weiterarbeiten. Wir können viel Geld damit verdienen! Und dann fahren wir weg, ja?!“ Susan senkte den Blick:“ Ich dachte wir hätten noch Zeit ein Eis zu essen oder durch die Stadt zu bummeln…!“ „Nächstes Mal sicher. Jetzt ist die Arbeit wichtiger. Bis heute Abend!“




    Susan war enttäuscht und traurig. Sie hatte sich das Mittagessen anders vorgestellt. Sie hatte noch viel Zeit gehabt, war nach Hause gefahren, und war schließlich umgezogen im Museum. Die letzte Gruppe stand an, und Susan konnte ihren Augen nicht trauen, als sie unter den Leuten den jungen Mann vom Vortag entdeckte. Was veranlasste jemanden zwei Tage nacheinander ins selbige Museum zu gehen und sogar dieselbe Führung mitzumachen? Doch wieder stand er ruhig in der ersten Reihe mit einem karierten Sommerhemd, dass seine auffällig grünen Augen strahlen ließ. Wer war er? Und was wollte er von ihr?




    Nach der Führung hatte Susan noch in einigen Dingen nach dem Rechten zu sehen, konnte aber schließlich das Museum verlassen und zu ihrem Auto gehen, dass sie auf dem zugehörigen Parkplatz abgestellt hatte.




    Als sie näher trat, entdeckte sie etwas neben ihrem Wagen, ein Briefumschlag. Schnell hob sie ihn auf und suchte nach einem Absender oder einer Adresse. Vielleicht war er ja nicht für sie bestimmt, sondern es hatte ihn jemand verloren? Doch weil die einzige Möglichkeit dies rauszukriegen war den Brief zu öffnen, tat sie dieses auch.


    Zitat

    Hallo!
    Freitag, 17Uhr in der Ausstellung von Jean Binasse. Ich werde da sein.



    Josh


    P.S.: Ich schätze Sie können sich denken, wer ich bin.


    Josh…war das… Es würde alles so gut zusammenpassen, wenn dieser Josh wirklich der junge Mann war, der ihre Führungen mitgemacht hatte. Josh…Gedankenverloren stieg Susan ins Auto. Sie würde natürlich nicht zu dem Treffen hingehen. Warum sollte sie auch? Sie war verheiratet! Ja! Sie war verheiratet! Und sie war zu alt! Verdammt, warum hatte sie nur dieses Kribbeln im Bauch?




    Hallo zusammen. Ich hoffe der 1. Teil meiner Story hat euch gefallen. Ich würde mir wünschen, dass ihr einfach mal eure Meinung bezüglich der Bilder und der Geschichte hier rein schreibt. FORTSETZUNG FOLGT...


    Eure Rizi