Beiträge von Nonuna

    Zitat von Enara


    Aber warum gab es den Urknall? Dadurch wird ja (ich zitiere dich) immense Energie freigesetzt... Aber wenn vorher Singularität herrschte, wie ging das?


    Ganz ehrlich? (Und jetzt sage ich es wirklich) Ich weiss es nicht!
    Das Problem an der Singularität ist, dass für die keine physikalischen Gesetze gelten. Daher lässt sich der Urknall selber bzw der "Grund" dafür auch sehr sehr schwer beschreiben. Frag doch mal einen Astrophysiker, vielleicht ist der auf dem neusten Stand des Wissens.


    Zitat von Josijusa

    Äh, ich glaube doch es heißt "konfirmiert" nicht "konformiert", oder?


    Ehm... ja, natürlich.


    Zitat von Enara

    ich glaube an die eigentlich Aussage des Christentums: "Alle Menschen sind gleich..."


    Dieser Grundsatz ist mir neu. Bisher vermittelte mir die Bibel und auch die Kirche einen anderen Eindruck. Wo steht das denn?


    Zitat von Takemizu Sim

    Nicht jeder denkt so naturwissenschaftlich wie du. Und so mal am Rande erwähnt... ich bin in den Naturwissenschaftlichen Fächern in unserer Schule sehr begabt.


    Ich habe nie behauptet, dass ich der Naturwissenschafts-Gott bin und alle anderen dumm seien... Ausserdem ist es mir schon klar, dass nicht alle so denken wie ich. Die wenigsten tun das. Aber darum sind Diskussionen ja auch interessant. Wahrscheinlich ist es auch eine Frage des Alters, was man glaubt, was man glaubt zu wissen, und was man als Wahrheit betrachtet.
    Ich hatte auch mal eine Phase, in der ich eine "Stütze" brauchte. Ich habe sie dann auch Gott genannt und auch gebetet. Bloss hat es nicht mehr gebracht als ein Tagebuch. Im Gegenteil, ich habe angefangen, mich schuldig und beobachtet zu fühlen. Naja, ich bin wohl einfach nicht zum Glauben geschaffen (und warum sollte Gott das tun?).


    So, jetzt bin ich müde... :)


    Kapitel 9


    Erik


    Als die ersten Sonnenstrahlen auf die Fassaden der leeren Häuser trafen, versuchte ich meine steifen Glieder zum Bewegen zu animieren. Die sitzende Haltung die ganze Nacht über hatte meine Gelenke anschwellen lassen und mein Kreislauf liess mich gänzlich im Stich als ich aufstehen will. Ich hielt mich an der Mauer fest und wartete, bis der Schwindel verschwand.




    Mein Blick fiel auf die tote Hand, die unter dem Müllberg hervorschaute. Es war offensichtlich die einer Frau. Warum hatte man sie hier liegen lassen? Wer war zu so etwas fähig? Lebten wir nicht in einer Zivilisation, die ihren Toten die letzte Ruhe in irgend einer Art und Weise würdig gönnte? „Ich muss sie begraben“ schoss es mir durch den Kopf.




    Ich sah mich um und entdecke den Stadtpark in der Nähe. Ich erinnerte mich, wo ich war. Ja, das wäre ein idyllischer Ort für eine letzte Ruhe. Ich biss mir auf die Lippe. Andererseits würde ich die Tote aufheben und tragen müssen. Ich schauderte. „Komm schon, es ist nur ein Körper, mehr nicht.“ Ich ertappte mich dabei, wie ich mit mir selber redete. Gleichzeitig festigte sich mein Beschluss und ich überlegte mir, wo ich eine Schaufel herkriegen könnte. Ich entschied kurzerhand, in das kleine Häuschen der Parkgärtnerei einzusteigen und mir eine zu leihen.




    Nicht weit vom Häuschen fand ich einen schönen Platz unter einem Ahorn. Als die Sonne höher stieg hatte das Loch schon eine ordentliche Tiefe erreicht. Der Schweiss rann mir von der Stirn, das durchnässte T-shirt lag schon längst im Gras, während ich mir den Kopf über die Möglichkeiten zerbrach, was passiert sein könnte.




    Aus dem Gärtnerhäuschen holte ich eine Plane und kehrte zu der Leiche zurück. Ich hielt mir das T-shirt vor Mund und Nase, während ich vorsichtig den Müll wegräumte. Die Situation kam mir so absurd vor wie die Tatsache, dass mir in dem Moment der Totenmarsch durch den Kopf ging. Mit zusammengekniffenen Augen zog ich das, was von einer einst hübschen Frau übrig geblieben war auf die Plane.




    Es entbehrte jeder Würde, wie ich die Tote auf der Plane zum Park schleifte, doch ich wusste mir nicht anders zu helfen. Ich rollte den Leichnam in die Grube und murmelte ein "Vaterunser", während ich langsam - Schaufel für Schaufel - das Grab wieder zuschüttete. Verstohlen legte ich zum Schluss zwei weisse Rosen vom nahen Busch auf die nackte Erde.




    Ich liess die Schaufel liegen und machte mich auf die Suche nach Wasser um die Hände zu waschen. Ich brauchte nur einige Schritte in den Park zu machen, da verspürte ich schon den Wunsch, mich umzudrehen und wegzulaufen. Der Park schien zu einer Art Deponie umfunktioniert worden zu sein. Wo ich hinschaute, sah ich tote Menschen liegen.




    „Nein, nein, das kann nicht sein“. Ich schloss die Augen und flüsterte immer wieder dieselben Worte, als könnte ich damit die Wahrheit vertreiben und alles würde wieder gut werden. Plötzlich schoss mir eine Idee durch den Kopf, die das Entsetzen in Hass umschlagen liess: Was, wenn all diese Menschen Opfer eines tödlichen Anschlags geworden waren?


    Hallo Mit-Eidgenosse


    Depressionen spielen sich im Gehirn ab in Regionen, die unsere Gefühle verursachen. Das heisst, dass Botenstoffe im Gehirn nicht mehr richtig funktionieren. Vor allem Serotonin ist darin involviert und führt dazu, dass man sich todunglücklich fühlt. Daher ist es sehrwohl eine Krankheit.
    Mit "Vernunft" ("Es ist eine Sache der Einstellung, die man sehr wohl ändern kann.") kann man das ganze nicht einfach so "wegdenken". Glaub mir, man versucht das echt, denn Depressive sind in ihrem Zustand nicht glücklich! Der Gedanke an "mir geht es doch gut, ich habe ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen ect" hilft dabei reichlich wenig, weil der subjektive Zustand gilt und nicht der objektive.
    Z.B die Depressionen meines Partners liegen physiologischen Ursachen zugrunde. Er ist mit einer Behinderung zur Welt gekommen, die das Gehirn betrifft (die rechte Gehirnhälfte war grösser als die Linke, was unter anderem zur einseitigen Lähmung, aber auch zu grosser Kreativität aufgrund der Ausbaukapazität der linken Hälfte geführt hat). Da die linke Gehirnhälfte auch für unsere Gefühle zuständig ist, hat sich da wohl die Depression eingenistet. In dem Moment, in dem er eine Phase der Depression hat, hilft es nicht, sie mit Vernunft wegzudenken. Das klappt nicht. In solchen Momenten bracht er ein stabiles, stützendes Umfeld, Verständnis und manchmal auch Medikamente.
    Meine Depressionen kommen von einem Trauma her und sind mit Erinnerungen und einem unheimlich grossen Gefühl der Ohnmacht verbunden. Und das wünsche ich niemandem! Denn auch in dem Moment nützt es mir überhaupt nichts, meine objektive Situation einzuschätzen, weil ich mich subjektiv extrem scheisse fühle (ja, ich sage das so). Es bringt nichts, wenn ich mir sage, dass doch alles ok ist. Denn das ist es in dem Moment nicht, weder für mein Geist noch für mein Körper.
    Mein Vater glaubt auch, dass sich alles mit Vernunft lösen lässt. Der Grund dafür ist wohl, dass er es nie anderes erlebt hat. Wahrscheinlich ist die eigene Erfahrung enorm für die Sichtweise verantwortlich. Freu dich darüber, dass du nicht weisst, wie das ist! Sich nie mit sowas rumschlagen zu müssen, sich anhören zu müssen, man sei ein Simulant und Theaterspieler, nie tage- und wochenlang so tun müssen, als wäre alles in Ordnung, von der Umwelt nie verachtet zu werden, weil man ja so unvernünftig und schwach ist...


    Ich wünsche dir, dass du diese Erfahrung nie machen musst! :)


    Liebe Grüsse
    Nonuna

    Zitat von Däumelinchen

    Ich finde auch, dass wir vlt. mal mehr wieder zum Thema Religion zurückkehren könnten. Nichts gegen diese vielen naturwissenschaftlichen Erklärungen, aber so an sich... überzeugen sie eben nicht jeden. Und da kann man wohl auch endlos weiterdiskutieren.


    Gute Idee... Sagen wirs so: Mein PN-Fach ist offen für jede Frage, auf welche eine naturwissenschaftliche Antwort gewünscht ist. Obwohl ich nicht garantieren kann, dass ich auf anhieb alles beantworten kann. Über vieles habe ich einige Jahre nachgedacht, bevor ich sowas wie eine Antwort hatte ;) Solange müsst ihr aber nicht auf die Antworts-PN warten. Wenn ich etwas nicht weiss, so sage ich das auch.


    Zitat

    und, wie ihre den Religionsunterricht bewertet.


    Da sich das mit dem "Gott vorstellen" für mich ja erledigt hat, ich aber trotzdem nicht meine Klappe halten kann...


    Unser Religionsunterricht war - wie drücke ich das am besten aus? - einseitig indoktrinierend. Es gab Gott. Und sonst nichts. Mal über andere Religionen reden? Nö! Ich habe immer grenzwertige Fragen gestellt... und nie Antworten bekommen. Also habe ich die Bibel selber gelesen. Und entsprechend argumentiert in Diskussionen.... Naja, dass ich trotzdem konformiert worden bin ist ein kleines Wunder (höhö).
    Ich bin der Meinung, dass Religionsunterricht entweder fakultativ gemacht werden sollte, oder dass ALLE Religionen, Philosophien ect offen diskutiert werden. Eine einzige Religion als "die Wahrheit" zu verkaufen ist irgendwie... hm... ich versuche gerade vergeblich das Wort "Gehirnwäsche" zu vermeiden, aber mir fällt gerade nix besseres ein... Ohne jemanden beleidigen zu wollen.

    **sabina**: Die Portraits erheben ja auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Habe mich bei dem Portrait über Depressionen hauptsächlich an mir selber und meinem Partner orientiert. Aber klar, alle Aspekte kann ich nicht aufnehmen....


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    Hallo ihr Lieben!


    Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt war ich in letzter Zeit für das Projekt nicht mehr sonderlich aktiv. Über 3 Monate Recherchen haben ihre Spuren hinterlassen und ich muss mal ein wenig Pause machen. Zudem habe ich gerade ziemlichen Stress mit meiner Forschungsarbeit und daher kaum mehr Zeit für das Forum. Ich werde mich daher in meiner spärlichen Freizeit in der nächsten Zeit auf "Annas letzte Reise" und "die Erde ohne uns" konzentrieren und diese Projekt für ein Weilchen ruhen lassen. Keine Bange, eure offenen Vorschläge sind immer noch notiert und ich werde die Arbeit hier wieder aufnehmen, sobald ich wieder etwas mehr Zeit, Luft zum Atmen und ergo Kapazität zum Denken habe


    Vorschläge nehme ich immer noch gerne per PN entgegen. Aber bitte seit nicht enttäuscht, wenn ich die nicht sofort umsetze. Das Projekt geht in die Pause.


    Liebe Grüsse
    Nonuna

    Zitat von Dadda

    Einen Astrophysiker fragen könnte sich als schwer herrausstellen da ich keinen kennen :D


    Na, such mal im Internet nach der Seite der nächsten Uni in deiner Umgebung und such nach Astrophysik. Dort kannst du dann schauen, ob es einen Professor dafür gibt. Meistens steht da auch eine Kontaktadresse. Kannst ja einfach mal anrufen, oder eine E-mail schreiben. Unser Instituts-Chef kriegt täglich Frage-Emails und beantwortet die auch. :)

    -1 und -1472 aber was ist das gegenteil von 0 gibt es das nicht ?


    Kann man so nicht sagen, nein. Wenn du das so meinst, dann hat 0 kein "Gegenteil". Muss es auch nicht haben, oder?


    Zitat

    wie du schon sagtest der Raum zwischen den Himmelskörpern ..aus was besteht das ???


    Das kommt extrem darauf an. Innerhalb der Galaxien ist die Dichte der Materie extrem klein. Das heisst, dass nur wenige Atome auf viel Raum vorkommen. Zwischen den Galaxien ist diese Dichte höher. Ich glaube, das am häufigsten vorkommende Atom ist in beiden Fällen Wasserstoff. Bin mir aber nicht sicher, müsste ich nochmal nachlesen (wo habe ich den Kram bloss verstaut? :misstrau)
    Jetzt wird es kompliziert und bitte korrigiert mich, wenn ich das falsch formuliere: Nur 5% des Weltraums besteht aus "bekannter" Materie und Energie.
    Etwa 70% besteht aus "dunkler Energie" (die heisst so, weil sie keine elektromagnetische Wellen und damit auch kein Licht aussendet, ergo ist sie nicht zu sehen). Zur Zeit versucht man herzleiten, dass diese Energie quasi eine Vakuumenergie ist - jedenfalls ist das der letzte Stand meines Wissens ;)
    Die restlichen 25% besteht aus "dunkler Materie" (ja, ihr habt's erraten: auch die sendet kein Licht und keine elektromagnetische Wellen aus und ist daher auch nicht zu sehen). Darauf gekommen, dass "dunkle Materie" existiert ist man durch Beobachtung verschiedener astronomischer Bewegungen und ihrer Interaktion mit der Gravitation... ist ziemlich kompliziert und ich möchte mir nicht die Dreistigkeit erlauben, das hier dilletantisch zu erklären. Am besten fragst du mal einen Astrophysiker! :)

    Zitat von Dadda

    was ist eigentlich das gegenteil von 0


    Wie meinst du das? Was ist denn das Gegenteil von 1? Oder von 1472?


    Zitat

    Gibt es im universum auch so etwas wie luft die die Planeten umhüllt und aus was besteht das?


    Meinst du jetzt die Atmosphäre, die die Planeten umgeben? Also 1. hat nicht jeder Planet eine Atmosphäre und 2. ist die Zusammensetzung von Planet zu Planet verschieden, besteht aber immer aus einem Gemisch von Gasen. Oder meinst du den "Raum" zwischen den Himmelskörpern? Oder meinst du, woraus das Universum generell zusammengesetzt ist?

    Zitat von gegilworld

    [...] weil ich nicht glaube, dass das Universum aus einer Reihe von Zufällen entstanden oder wissenschaftlich erklärbar ist.


    Es ist aber wissenschaftlich erklärbar. Habe ich in den vorherigen Postings gerade ausgeführt...
    Aber man muss ja nicht alles lesen, wenn man nicht will.

    Mit "all das" meine ich, warum wir hier eigentlich über Details wie Zellvorgänge und Quantenphysik diskutieren, wo es doch eigentlich um Religion geht... oder bin ich abgeschweift? Ich meine, ich habe nichts dagegen, auf all diese Fragen Antworten zu geben. Ich finde es sogar sehr gut, dass solche Fragen gestellt werden und man "der Wissenschaft" die Chance gibt, sie zu beantworten. Aber langsam habe ich das Gefühl, man hält mich hier vielleicht für arrogant und überheblich... :eek: Wenn ich so rüberkommen sollte: So ist das echt nicht gemeint!


    Naja, die Quelle ist immer wichtig! Es ist immer wichtig zu wissen, wo Infos herkommen und wie seriös die Quelle ist! Ganz besonders bei solchen Themen! ("Galileo Mystery" gilt dabei nicht als "seriöse Quelle". Aber ich denke, dass sich das von selber versteht ;)). Ich habe mich auch jahrelang mit Okkultismus, Reinkarnation, Geistern und anderen "unerklärbaren" Phänomenen beschäftigt, sehr viel gelesen, nachgefragt, getestet... und nicht locker gelassen, bis auch auf alles eine für mich befriedigende Antwort gefunden habe (und meine Güte, das hat lange gedauert!) :rollauge


    Jo, ich finde die Diskussion auch spannend. Wobei ich sagen muss, dass mir gerade in meinem Umfeld in letzter Zeit verdammt häufig ans Bein gepinkelt wird, weil ich rational denke und sätze lieber mit "ich weiss, dass..." als mit "ich glaube, dass..." anfange... :( Vielleicht fühlen sie sich argumentativ in die Ecke gedrängt oder sonst irgendwie auf den Schlips getreten, ich weiss es nicht.
    Vielleicht gehört das Zweifeln und das "alles wissen wollen" auch ein wenig zum Lebensabschnitt. Wie mein Partner zu mir gerade gesagt hat (und der ist 10 Jahre älter): Willkommen im Anarchismus!

    Zitat von Gwenhwyfar

    Was meinst du mit "Konsequenzen der Faktoren"?

    Zitat von Gwenhwyfar

    Von welchen Faktoren sprichst du hier?


    Was führt dazu, dass die Replikation "falsch" abläuft? Nehmen wir zum Beispiel die chemische Ursache von Mutation: Cytosin desaminiert zu Uracil. Oder die DNA-Polymerase baut ATP ein. Oder das Crossing-Over während der Meiose läuft falsch ab... Das führt zu Mutationen. Wie diese Ereignisse auftreten ist im Endeffekt egal. Es gibt Umwelteinflüsse, die sowas begünstigen. Vielleicht ist es manchmal auch "Zufall". Im Prinzip (wiederhole ich mich?) kommt es auf dasselbe raus.
    Genetik ist um einiges komplizierter, als man es in der Schule lernt. Es gibt aber gute Bücher über Molekulargenetik, die man nach dem Abi eigentlich verstehen kann. Da stehen zum Teil auch sehr schön die Ursachen für Mutationen drin erklärt. Ist echt interessant...


    Zitat

    Aber durch Expiremente kann nichts "bewiesen" werden. Höchstens etwas widerlegt.


    Hast du schon mal ein Experiment von Grund auf kreiert, auf Fehler überprüft, unter reproduzierbaren Bedingungen durchgeführt, statistisch ausgewertet und interpretiert? Es gibt strickte Regeln, nach denen man sowas macht, die allesamt damit verbunden sind, dass am Schluss das Resultat stimmt und als Beweis für eine Theorie aufgeführt werden kann. Ich schmeisse nicht einfach eine Maus in ein Labyrinth, schaue, welchen Weg sie wählt und sage dann: "Ich habe bewiesen, dass Mäuse den Weg A wählen". So funktioniert das nicht!
    Und etwas widerlegen kann man nicht! Man kann nicht beweisen, dass etwas NICHT existiert. Aber dass etwas existiert (auch Muster) schon.

    Zitat

    Ich trenne die psychische und physische Ebene- mich macht das Schenken der Rose glücklich, mein Körper ermöglicht dieses Gefühl, in dem er Glückshormone ausschüttet. Verstehst du, was ich meine?


    Jup, vollkommen. Wenn ich von meinem Freund eine Rose geschenkt kriege, dann ist es mir auch völlig egal, ob mein Gehirn Endorphine ausschüttet oder was auch immer. Ich bin in dem Moment glücklich und von Liebe erfüllt! Rein die Tatsache, dass man die Ursache von etwas kennt bedeutet ja nicht, dass das Ereignis an sich emotional an Bedeutung verliert!


    Zitat

    Ich sehe den Menschen nicht als Endprodukt dieser Evolution[...]


    Endprodukte der Evolution gibt es auch nicht, da Selektion niemals das Optimum erreicht, sondern immer nur danach strebt.


    Zitat

    Wobei auch das fraglich ist, der Mensch setzt die Evolution ja gewissermaßen außer Kraft.


    Wie kommst du darauf?


    Zitat

    Ich bin einfach zu philosophisch veranlagt, um zu glauben, dass das hier - die physische Welt- "alles" ist.


    Ich finde, dass glauben etwas sehr schönes ist. Er bringt den Mensch zum Träumen, manchmal vielleicht sogar zum Hoffen. Aber man muss sich gewissermassen bewusst sein, dass man es eben glaubt. Vielleicht weiss man es irgendwann einmal. "Wir" arbeiten daran ;)


    Noch was (meine Fragen wurden im übrigen immer noch nicht beantwortet): Warum fragt ihr das alles eigentlich?

    Möööönsch, ich hatte die Antworten schon fertig und da klicke ich Depp versehentlich das Fenster weg! Kleine Sünden bestraft Gott sofort ;) (kleiner Scherz am Rande *hüstel*)


    Zitat von Enara

    „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich aus unbelebter Materie Leben entwickelt hat, beträgt eins zu einer Zahl mit 40.000 Nullen… Diese ist groß genug um Darwin und die ganze Evolutionstheorie unter sich zu begraben.“
    Zitat von Fred Hoyle

    Ich will mich Fred Hoyle jetzt noch nicht anschliessen, da ich viel zu wenig weiß...


    Wenn du den Wikipedia-Eintrag zu Herrn Hoyle ganz durchgelesen hättest, so wäre dir folgender Satz aufgefallen:
    Seine Beiträge zur Biologie und Paläontologie werden von den Fachleuten als dilettantisch abgelehnt. Zum Beispiel beruhten seine Berechnungen verschiedener Wahrscheinlichkeiten auf absurden Annahmen.
    Interessant, nicht?
    Darum prüfe, wer sich ewig bindet... uhm... wen man zitiert meine ich ;)


    Zitat von Enara

    Wie kann sich aus unbelebter Matiere Leben entwickeln?

    Ich habe ja schon die Entstehung der sich selbst replizierenden RNA kurz beschrieben (wenn auch sehr sehr grob). Nebst anderen Molekülen befanden sich in der "Ursuppe" auch Lipide, also Fette. Diese neigen dazu, sich zu Kugeln zusammenzuschliessen, die innen auch hohl sein können. Irgendwann ist ein RNA-Strang in eine solche Kugel gelangt. Das war von ziemlichem Vorteil, weil der Strang dadurch geschützt wurde. Somit hatten wir den ersten Prototyp einer Zelle. Aus der Lipidschicht wurde die heutige Zellmembran, Funktionen der Zelle (Energiestoffwechsel, Replikation, Erbgutspeicherung ect) wurde auf verschiedene Zellbestandteile aufgeteilt, der Zellkern entstand, die ersten Mehrzellen tauchten auf... so entstand Leben (vereinfacht ausgedrückt jetzt).


    Zitat von Enara

    Wenn keine Materie da war, wie kann dann etwas entstehen? Also muss Materie da gewesen sein! Aber wie?

    Die Singularität ist das Problem, oder?
    Masse lässt sich in Energie umwandeln und umgekehrt. Beim Urknall wurde eine derart immense Energie freigesetzt, dass die sogenannten Elementarteilchen entstanden. Aus ihnen setzt sich die Materie grundsätzlich zusammen. Kurz danach entstanden Protonen, Elektronen und Neutronen, welche unsere Atome zusammensetzen. Die Anzahl dieser Bestandteile im Atom bestimmen, um welches Element es sich handelt. So ist Masse aus dem "Nichts" (aka Singularität) entstanden.
    "Woraus bestehen denn die Elementarteilchen?" magst du jetzt vielleicht fragen. Die Antwort: Aus Quarks. Aber hier begeben wir uns schon so tief in die Quantenphysik und -chemie, dass es echt den Rahmen sprengen würde, das hier zu erklären. Ausserdem könnte das ein entsprechender Physiker tausend mal besser als ich Laie ;)


    Und zum Thema "von nichts kommt nichts": Wenn Gott existiert, wer hat ihn erschaffen?

    Zitat von Enara

    Davon ausgehend, dass mit dem Urknall, nicht die Existenz von Materien begann, sonder die Raumzeit, kann man den Urknall mit physikalischen Theorien nicht beschrieben werden...

    Zitat von Enara


    Das war wohl einer der einzigen Sätze der nicht aus Millionen von Fremdwörtern bestanden... :)
    Man kann den Urknall also (noch ?) nicht richtig mit physikalischen Therorien erklären?
    Aber wenn man es nicht wissenschaftlich erklären kann, wie dann?

    Nun, da wärend dem Urknall die Materie entstanden ist, ist diese Annahme falsch, was die Frage erübrigt.

    Zitat von Enara

    Generell hoffe/glaube ich, dass es mehr als nur das wissenschaftlich erklärte Leben gibt. Die Welt wäre etwas langweilig und berechnend ohne etwas 'Übernatürliches'.

    Gerade dadurch, dass ich für alles den Hintergrund, den Ursprung, den Mechanismus, den Nutzen ect suche, empfinde ich die Welt als extrem spannend!


    Zitat von Enara

    Ich hoffe/glaube daran, dass die 'Seele', damit meine ich der eigentliche Kern von mir (das wahre "Ich") noch irgendwo weiter leben kann...

    Ja, das ist ein sehr schöner und befreidigender Glaube. Aber es ist eben ein Glaube. Dass wir mit unserem Körper sterben wäre eine logische Konsequenz, vorausgesetzt, dass Körper und Geist nicht trennbar sind. Aber auch darüber lässt sich bekanntlich streiten. Hinweise, dass sie voneinander trennbar sind, sind rar gesäht... Und dass beide miteinander verknüpft sind ist auf den ersten Blick doch logischer, oder?


    Zitat von Enara

    Oder man eventuell wiedergeboren wird und es trotzdem noch meine Gedanken, Gefühle unsw. gibt...

    Kannst du dich an dein früheres Leben erinnern? Nein? Dann sind deine Gedanken und Gefühle aus dem früheren Leben wohl weg... oder du hattest keins ;)

    Zitat von Enara

    Aber wäre es nicht toll, wenn nacher auch noch etwas kommen würde?

    Klar. Andererseits würde es uns wohl auch im Bestreben bremsen, das beste aus dem jetzigen Leben zu machen. Wie gross muss die Enttäuschung sein, wenn es danach tatsächlich nicht weitergeht...
    Ich wünschte auch, ich könnte daran glauben, dass ich nicht einfach so sterbe und danach ist nichts (ich glaube, der Mensch tut sich mit der Vorstellung vom "nichts" generell schwer, oder?). Aber ich denke wohl einfach zu rational. Weiterleben kannst du so oder so. Und zwar, indem du dich bemühst, deine Werte an die nachfolgende Generation weiterzugeben...


    Zitat von Enara

    Wenn es Gott wirklich nicht gäbe, würde ich auch damit klar kommen... Es wäre zwar recht schade, aber naja...

    Warum wäre das schade? Wozu brauchen wir Gott?

    So, jetzt will ich auch mal eine Frage stellen (hm... ok, ich habe gerade welche gestellt, aber egal ;)): Welche existenzielle Frage wird durch die Religion befriedigend beantwortet?


    Zitat von Däumelinchen

    Aber was sagst du zu Reinkarnation? Dass Menschen, die jetzt per Hypnose in ihre (angeblich) früheren Leben rückgeführt werden, Dinge erzählen, die nachweisbar sind?
    Dinge, die sie so nie wissen könnten, da sie mit dem jetzigen Leben keinen Zusammenhang haben.
    Als Beispiel: [...]


    Quelle?


    Liebe Grüsse (*sich auf eine angeregte Diskussion freu*)
    Nonuna

    Zitat von Gwenhwyfar

    Mutationen geschehen zufällig,könnenallerdings auch von äußerlichen Faktoren angeregt werden. Nicht alle änderungen im Erbgut prägen sich auch als Merkmal aus,aber wo und wann Mutationen entstehen- das ist reiner Zufall.


    Nope. Mutationen sind die Konsequenzen eben jener Faktoren, die sich auf die Replikation auswirken. Ergo kein Zufall. Aber im Prinzip ist es auch egal, ob es zufällig abläuft oder nicht, denn es kommt auf das selbe raus. Dass sie sich nicht alle als Merkmale ausprägen stimmt, denn viele Merkmale entstehen aus einer Kombination von verschiedenen Genregionen. Das ist quasi eine Art Absicherung.


    Zitat von Gwenhwyfar

    Davon abgesehen ist doch auch die Biologie nur eine Wissenschaft, die auf Beobachtungen beruht.

    Auch da muss ich dir widersprechen. z.B in der Evolutions- und Verhaltensbiologie werden Hypothesen aufgestellt, welche durch entsprechende Experimente (die allesammt reproduzierbar sein müssen) getestet und statistisch ausgewertet werden. Die Irrtumsquote liegt bei unter 5% (darauf hat man sich geeinigt, ansonsten darf man die Hypothese nicht als bestätigt erklären).
    Die Populationsgenetik beruht auf molekularen Methoden, die korrelative Studien ermöglichen.


    Zitat von Gwenhwyfar

    Was sich durch mutation "anpasst" ist eine Spezies oder population, mit dem individuellen organismus hat das nichts zu tun.


    Das stimmt. Ich spreche auch nicht vom Individuum, sondern vom Gesamtorganismus als Überbegriff. z.B der Organismus "Meise".


    Zitat von Gwenhwyfar

    Nahtoderfahrung: Ich habe noch niemals eine Erklärungoder einen beweis gefunden. Kannst du mir eine nennen?


    Jup, kann ich: Dimethyltryptamin - auch DMT gegenannt - ist ein Stoff, der während des Sterbens in Massen ausgeschüttet wird und der zu Halluzinationen führt. Auch bestimmte Stoffe, die zum Anästhesieren verwendet werden, können solche Halluzinationen hervorrufen.
    Der Mensch sucht für alles, was er erlebt nach Referenzen in deiner Erinnerung, denen er das Erlebte zuordnen kann. Das ist daher nützlich, weil man somit die Gegenwart und unmittelbare Zukunft besser einschätzen kann. (Warum das evolutiv gesehen sinnvoll ist habe ich ja schon erklärt). Viele berichten, dass während eines Nahtoderlebnis ihr Leben quasi episodisch an ihnen vorbeigezogen ist. Genau da sucht das Gehirn nach ähnlichen Erfahrungen, wie der Mensch sie zum Zeitpunkt des Sterbens erlebt.
    Das "Über-sich-schweben" entsteht dabei als eine Art Traumbild, weil das Gehirn sich quasi einen Überblick über die Situation verschaffen will. Der Sterbende mischt die Sinneseindrücke (und das sind nicht wenige) zusammen und projeziert sie in einem Gesamtbild, welches meistens "von oben" betrachtet wird, weil von da aus die beste Übersicht gegeben ist. Dasselbe geschieht auch bei "ausserkörperlichen Erfahrungen", zu welchen es meistens in Extremsituationen kommt.


    Zitat von Gwenhwyfar

    Und die tragen auch nicht alle Scheuklappen.


    Das ist mir schon klar und das würde ich auch nie behaupten :). Wie schon gesagt: Ich diskutiere jediglich, bekehren will ich niemanden (wobei "bekehren" auch ein Begriff aus der Religion ist... zur Wissenschaft bekehren kann man daher niemanden).


    Zitat von Gwenhwyfar

    Tut mir Leid, dass ich hier so auf deinen Argumenten "rumhacke" aber bei vielen dingen habe ichda komplett andere Ansichten.


    Easy, dafür ist ein Diskussionsthread ja da :) Man darf ja auch immer nachfragen, wenn man glaubt, dass ein Argument nicht standhält. Umso erpichter bin ich auf geistige Herausforderungen ;)


    So, bis heute Abend habt ihr Ruhe vor mir...

    Zitat von Enara

    Wenn sie nicht schon immer da gewesen sind, woher kommen sie dann?


    Während des Urknalls entstand Materie, unsere Zeit und der Raum. Vorher herrschte Singularität, das bedeutet vereinfacht soviel, dass vorher unsere physikalischen Grundgesetze (namentlich vor allem die Relativitätstheorie) nicht existierten. Gut, jetzt fragst du vielleicht, was denn vorher da war ("aus nichts entsteht nichts"). Um diese Frage zu beantworten müsste man einen tieferen Blick in jene Bereiche des Universums werfen, in denen immer noch Singularität vorherrscht, und das sind meines Wissens die Schwarzen Löcher.

    Zitat

    Du wärst der erste Mensch, der mir diesen Begriff genauer erklären könnte... :)


    Okey. "Das Universum ist unendlich". Wie muss man sich das vorstellen?
    Als Erstes müssen wir "unendlich" definierten. Das bedeutet nämlich nicht unbegrenzt. Das klingt verwirrend? Also müssen wir in den Gedanken etwas zurückgehen.
    Nehmen wir eine Kugel, z.B eine Orange aus der Küche. Ihre Oberfläche lässt sich berechnen und ist daher endlich. Auf einer Kugel kann man sich aber bewegen, ohne jemals einen Rand zu erreichen. Also ist die Kugeloberfläche unendlich -> Sie hat kein Ende.
    In dem Fall umgibt die Kugeloberfläche als zweidimensionales Gebilde die dreidimensionale Kugel. Man kann ein Stück Papier nehmen und die Orange darin einwickeln (klar soweit?). Achtung, jetzt wird es etwas abstrakt: Man geht davon aus, dass der dreidimensionale Weltraum nicht flach, sondern ebenso gekrümmt ist wie dieses Papier um die Orange. Somit müsste man sich den dreidimensionalen Weltraum als "Hülle" eines Raums vorstellen, der eine höhere Dimension besitzt.
    Ergo ist der dreidimensionale Weltraum unendlich. Aber nicht unbegrenzt. Man kann mit einem Raumschiff bloss nie ein "Rand" erreichen ;)


    Zitat

    Deine Argumente sind sehr gut Nonuna. Vielleicht werde ich ja auch mal Atheistin... *hmm*


    *lach* Ich will dich ja nicht bekehren (oder vielleicht doch? ;)), höchstens zur Diskussion und zum Nachdenken anregen. Atheist ist man aus Überzeugung, und dazu gehört auch, dass man erst mal für sich viele Fragen beantworten muss.
    Dass meine Argumente gut sind liegt daran, dass ich all diese Fragen für mich durch naturwissenschaftliche Herangehensweise beantwortet habe. Denn auch ich stellte mir viele Fragen. Andere Menschen liessen sie sich durch die Religion beantworten (obwohl ich die Antwort immer noch nicht sehe...). Ich konnte das nicht.
    Kennst du es, wenn du deine Eltern etwas fragst, und sie antworten mit "darum" oder "weil ich es sage"? Ist auch unbefriedigend, oder? Genau so ging und geht es mir mit der allgegenwärtigen religiösen Begründung "weil Gott es so will".


    Ist das genügen un-romanig? ;)
    Gute Nacht! :)

    Puh, würde ich das hier alles mit einem Bleistift schreiben, so müsste ich jetzt mal den Spitzer leeren ;) Dann mach' ich mich doch mal ans Beantworten *4 Jahre Studium hevorkram*


    Zitat von Enara

    Warum haben sich die Basen, Zucker und Phosphorsäurediester beschlossen sich zusammenzuschließen?


    "Beschliessen" ist vielleicht etwas ungeschickt ausgedrückt. Manche chemische Stoffe verbinden sich eben, und so taten es auch diese Nukleobasen, die Ribose und der Phosphorsäurediester. Letzteres hält das ganze Gebilde zusammen. Die Energie dazu bezogen sie wahrscheinlich aus Blitzeinschlägen. Entsprechende Laborexperimente bestätigen diese These.


    Zitat von Enara

    Wer hat die Basen, Zucker und Phosphorsäurediester (was auch immer das ist ^^) erschaffen?


    Niemand. Die Stoffe bestehen aus Elementen, welche widerum aus Atomen bestehn, welche widerum aus Protonen, Elekronen und Neutronen bestehen, welche... ja, und jetzt würden wir zu den Quarks kommen, aber das würde hier zu weit führen. "Erschaffen" wurden sie nicht. Die Elemente reagierten miteinander und bildeten Mono- und schlussendlich Polymere.


    Zitat von Enara

    Waren die schon immer da?


    Beim Urknall entstand vor allem Wasserstoff und Helium, aber auch Lithium und Beryllium. Alle anderen Elemente sind durch Kernreaktionen entstanden, und tun es in den Sternen noch heute, vor allem die ganz schweren Elemente.


    Zitat von Enara

    Wie können sie schon immer da gewesen sein?


    "Schon immer" sind sie nicht dagewesen, daher erübrigt sich diese Frage ;)

    Zitat von Enara

    Das selbe ist mit Gott? Wie kann der schon immer da sein?


    Interessante Frage, nicht wahr?


    Zitat von Enara

    Oder wo endet das Universum? Das unendliche KANN ich nicht verstehen...


    Nirgends. Das Universum ist unendlich. Über die Form streiten die Astrophysiker sich noch. Wenn du magst kann ich das noch etwas ausführen... und vielleicht zum besseren Verständnis des Begriffs "unendlich" beitragen.


    Zitat von Enara

    Aber warum soll man ethisch sein, wenn man glaubt, dass sowieso nichts mehr nach den Leben kommt?


    Gegenfrage: Wieso sollte ich zwangsläufig ethisch denken, wenn ich glaube, dass etwas nach dem Leben kommt?


    Zitat von Enara

    Warum nicht egoistisch sein? Wozu braucht die Evolution Ehtik?


    Altruismus und Ethik sind zwei Paar Schuhe.


    Zitat von Enara

    Warum braucht die Evolution Gefühle wie Liebe oder Trauer?


    Liebe: Bindet die Partner aneinander und sorgt nüchtern betrachtet dafür, dass die Nachkommen zwei Elternteile haben, was evolutiv gesehen optimaler ist - jedenfalls bei manchen Tieren, wie bei uns.
    Trauer: Trauer ist eine negative Erfahrung mit einer emotionalen Bindung. Und emotionale Bindungen brauchen wir, weil es unser Umfeld stabilisiert, uns Sicherheit und Halt gibt und unsere Überlebenschance steigert.


    Zitat von Enara

    Aber wie gesagt: Atheisten sind genau so ethisch und moralisch wie Gläubige... :)


    Danke ;)

    Zitat von Enara

    Was ist der Sinn die nachfolgende Generation auf das Leben in einer bestimmten Umwelt optimal vorzubereiten?


    Die eigenen Gene optimal und so viel wie möglich weiterzugeben...

    Zitat von Enara

    Dieses Spiel kann man ewig weiterführen... Verstehst du was ich meine?


    Ja, das verstehe ich. Und weil du das nicht willst, setzt du einen Endpunkt bei Gott?


    Zitat von Enara

    Ich möchte unseren URSPRUNG wissen... Denn den konnte mir bis jetzt keiner erklären...



    Unser Ursprung ist genau da, wo einige Basen, Zucker und Phosphorsäurediester beschlossen haben, sich zusammenzuschliessen und sich selbst replizierende RNA gebildet hat. Von da an startete die Evolution, die schlussendlich auch uns hervorgebracht hat.


    Zitat von Enara

    Aber wenn man zu Religion erzogen wird, hat man automatisch diese Verhaltensregeln dabei...
    Klar kann man auch ohne Religion, Menschen moralische Grundsätze 'beibringen', aber für mich liegt Religion und Ethik sehr nahe zusammen...


    Wenn ich dich richtig verstehe, so sagst du, dass man sowohl mit und ohne Religion ethisches Denken erlangt. Wozu dann die Religion als Vorbild nutzen, wenn man Menschen auch ohne Religion zu ethischen Wesen erziehen kann?


    Zitat von Azrael

    Nun ja, allgemein lässt sich nicht sagen, dass die Religionen keine befriedigenden Antworten liefern. Für dich evtl nicht, aber viele Menschen sind dadurch zufrieden und das sollte man ihnen sicherlich nicht streitig machen. Aber das versuchst du ja auch gar nicht.


    Nichts würde mir ferner liegen. Im Prinzip darf ja jeder glauben, was er will. Ich diskutiere nur gerne. Wenn dadurch der eine oder andere Denkanstoss geliefert wird, so ist das doch nur ok, oder? Angreifen tu' ich ja niemanden. Nur nachfragen tu' ich manchmal, bzw auf Fragen eingehen, aber das muss niemand persönlich nehmen ;)


    Zitat von Azrael

    Braucht Evolution Philosophie?


    Diese Frage führt auf dasselbe hinaus wie die Frage, ob Religion evolutiv bedingt ist. Entstand Kunst durch Evolution? Musik? Theater? Die Antwort lautet: Ja! Welchen evolutiven Sinn das hat, das ist natürlich die Frage... Ich halte auch die Philosophie für ein Nebenprodukt dessen, dass es evolutiv Sinn macht, seine Umwelt beurteilen und einschätzen zu können. Da es heutzutage relativ leicht ist, Gefahren vorher zu sehen, ist unser Gehirn diesbezüglich wohl... hm... unterbeschäftigt und fängt an zu grübeln ;)

    Hui... *rotwerd*


    Ja, die Sachen sind zu haben, lade sie gerade bei MTS hoch. Das Fetischteil und die Paillettenkleider wurden schon zur Korrektur zurückgeschickt (muss noch Nahaufnahmen machen und sagen, woher ich die Haare habe), danach hoffe ich, dass sie akzeptiert werden. Die anderen Sachen habe ich gerade erst losgeschickt. Ich schätze, in etwa 4 Tagen kriege ich definitiv Bescheid und dann würde ich dann auch die Links hier reinposten.


    Und ja, es sind wirklich meine ersten Sachen. habe mir dafür die halbe Nacht um die Ohren geschlagen (bin erst um 3 mit wahnsinnigen Kopfschmerzen ins Bett gefallen)... Naja, heute gehe ich wohl etwas früher in die Falle... sobald ich fertiggebastelt habe ;)


    Ach so, noch was: Aufträge werden gerne entgegengenommen! Würde mich über Herausforderungen freuen...

    Zitat von Enara

    Muss heutzutage einfach alles wissenschaflich sein?
    Kann man nicht einfach daran glauben, auch wenn man es nie wissen kann?


    Wenn man etwas nicht wissen will, dann muss man natürlich auch nicht danach fragen. Aber wer fragt, der darf die Antwort nicht scheuen. Und Religionen liefern bestimmt keine befriedigende oder gar plausible Antwort.

    Zitat

    Was ist der Sinn der Evolution?


    Die nachfolgende Generation auf das Leben in einer bestimmten Umwelt optimal vorzubereiten.


    Zitat

    Was ist der Sinn der Fortpflanzung?


    Die eigenen Gene (und bei Menschen auch die Gesinnung, das Wissen, die Moral ect...) weiterzugeben.


    Zitat

    Es gibt sooo viele Fragen, die man nicht mit Wissenschaft beantworten kann... [...] Ich habe noch immer ungeklärte Fragen und deswegen glaube ich auch an Gott...


    Welche? Hast du die Fragen jemals richtig gestellt? Dann fragt sich natürlich noch, ob man die Antwort überhaupt wissen will.


    Zitat

    Für mich ist die Zeit noch nicht gekommen, indem ich alle Fragen wissenschaftlich erklärt bekomme...


    Wen hast du denn gefragt? Möchtest du sie denn überhaupt wissenschaftlich erklärt bekommen?
    Ich sage es mal so: Natürlich ist es schöner, an Feen zu glauben, als zu wissen, dass ein Irrlich sich entzündende Faulgase sind... :D


    Zitat

    Religion vermittelt Grundwerte und versucht Unerklärliches zu erklären.


    Unerklärliches zu erklären? Ist "Gott steckt dahinter" eine Erklärung, die befriedigt und bei der man sagt: "Ah, natürlich! Alles klar!"? Warum suchen wir nicht nach einer plausibleren Antwort?
    Und das mit den Grundwerten... Ich frage nochmal: Bin ich ein unmoralischer Mensch, wenn ich nicht religiös bin, an keinen Gott glaube und die Bibel nicht als Vorbild nehme?