• Hallo liebe Innad,


    mann, hab ich hier den Anschluss verloren. Aber macht ja nix, da hatte ich jetzt gaaanz viele schöne Kapitel zu lesen. Was für ein Genuss!


    Bei Kapitel zwei hab ich nur einen Blick auf Eileen geworfen und gedacht: Boah, sieht die Sch.... aus! Das hast Du echt super hingekriegt. Mann sieht ihr die Verzweiflung und den Schmerz wirklich an.
    Über Herrn Kuhrmaier habe ich mich sehr amüsiert. Wie haben nämlich Ostern genau den gleichen Urlaub verbracht. Mann und Kinder waren auf der Piste, und ich hab oben auf dem Gipfel in einer Hütte auf der Sonnenterasse gelegen und gelesen. Das war klasse.
    Sehr amüsiert hat mich auch das Bild von Marcel und Eileen als alte Leute. Was für ein Bart. Unglaublich. :D


    Die Frauenärztin empfand ich als sehr unfreundlich. Kalt und knapp, sehr sachorientiert und wenig bereit, sich in dieser Situation Zeit zu nehmen, Alternativen wenigstens mal zu erörtern und sich Eileen und ihren Nöten und Empfindungen anzunehmen. Wäre das meine, ich würde mir sofort eine neue suchen. Aber vielleicht kam das auch nur falsch rüber?


    Was ich von Marcel halte, kannst Du Dir vielleicht denken. Natürlich war es auch schwierig für ihn, dass Eileen sich so eingeigelt hat (hier fand ich den Hinweis darauf, dass er machen konnte, was er wollte, es wäre eh immer falsch gewesen sehr schön), aber ich habe oft bei Männern das Gefühl, dass wenn etwas so Schlimmes, Einschneidendes passiert, ihnen in gewisser Weise auch eine Art von Selbstlosigkeit fehlt, die es ihnen ermöglichen würde, sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse mal in den Hintergrund zu stellen und für die Partnerin (oder wen auch immer) mal eine Zeit lang nur da zu sein. Im Gegenteil, manchmal scheinen sie dann eher gekränkt zu sein und sich zurückgesetzt zu fühlen, weil sich die Partnerin Ihnen nicht (mehr) mit voller Aufmerksamkeit widmet und zu wenig Interesse zeigt.


    Insgesamt bin ich mal wieder sehr angetan von Deiner Erzählkunst und auch den Bildern. Ich mag diese Zeitsprünge, und auch diese kurzen Ausblicke "Was wäre wenn" (wie das Bild im Alter oder das Bild mit dem Baby). Ich bin jetzt schon sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht.
    Ich weiss gar nicht, was ich Eileen wünschen soll. Dass sie sich selbst findet und lernt, ihr Leben in die Hand zu nehmen und sich darauf zu besinnen, was sie selbst will? (Hier fand ich sehr bedeutsam, dass sie noch nie allein gelebt hat). Also, das auf jeden Fall. Das ist eine ganz wunderbare Erfahrung, wenn man merkt, dass man auch alleine alles (oder fast alles) meistern kann. Und dann? Eine neue Liebe? Das Marcel feststellt, dass auch jüngere Frauen nur mit Wasser kochen und zu ihr zurück kommt? Hm. Man wird sehen. ;)



    Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung!


    Liebe Grüße!

  • Reverie: Danke für Deinen Kommi! :)


    Nikki: Naja, ich denke, es gibt für jeden "gute" Zeitpunkte, etwas zu erzählen und weniger gute - sie lügt sie ja nicht direkt an, sie erzählt nur etwas nicht...



    Julsfels: Danke für diesen tollen Kommi!
    Ich würde mir auch eine andere Frauenärztin suchen - das kam schon gewollt so rüber wie es rüberkam!
    Und Du hast recht, was das mit den Männern angeht. Manchemal ist es wohl wirklich so oder so ähnlich. Männer gehen gerne zur Tagesordnung über, in der Hoffnung, dass sich alles unschöne dann eben von selbst auflöst - ich habe diese Erfahrung glücklicherweise nicht gemacht, kenne es aber von vielen Menschen und Paaren um mich herum...
    Tja, was ist Eileen zu wünschen? Gute Frage... weiß ich selbst noch nicht so genau (schreibe ja selbst noch an der Geschichte und bin noch nicht sooo viel weiter als ich hier poste) Schauen wir mal!

  • 7.


    Eileen fluchte und wählte erneut mit zitternden Fingern Marcels Handynummer.
    „Hallo, hier ist Marcel. Ich bin zurzeit nicht erreichbar, aber hinterlasst mir doch einfach eine Nachricht, dann melde ich mich, sobald ich kann.“
    Seine Stimme klang fröhlich und unbekümmert, wirkte in diesem Moment fast wie ein Hohn auf die weinende Eileen.
    „Marcel, ich bins noch mal, Eileen. Ich – ich bin jetzt am Krankenhaus angekommen und muss das Handy ausschalten. Ich werde versuchen, dir irgendwie eine SMS zu schicken, wo ich bin.“
    Erneut flogen Eileens Finger über die Tasten, wählten Marlenes Nummer. Doch auch hier meldete sich dummerweise nur die Mailbox.
    „Scheiße!“ fluchte Eileen und starrte zur Windschutzscheibe die Straße hinunter.



    Wo Marlene nur steckte, sie hatte doch extra gesagt, Eileen solle sie anrufen, sobald sie aus der Praxis heraus war. Auch im Büro war sie leider nicht mehr, dort sprang nur der Anrufbeantworter an.
    Eileen richtete einen bangen Blick auf die Klinik, die vor ihr lag. Sie strich sich nervös die Haare aus dem Gesicht, die sie sich eben an einer Ampel vor Aufregung aufgeknotet hatte und die ihr nun wirr in die Augen fielen. Schweren Herzens zog sie den Schlüssel aus dem Zündschloss und stieg langsam aus.



    Noch immer war sie nicht überzeugt, das richtige zu tun. Was, wenn ihre Ärztin sich geirrt hatte und es doch noch Hoffnung gab? Und ging das nicht alles zu schnell? Noch vor vier oder fünf Stunden hatte sie begeistert im Babykatalog nach zartgelben Himmelbettchen geschaut… und nun… sollte alles „aus und vorbei“ sein?



    Und wieso musste sie das nur alleine durchstehen? Wenn Marcel nun da wäre, würde er ihr beistehen, ihr die Entscheidungen abnehmen, wie er es so oft in brenzligen Situationen tat, denn dann war sie vollkommen unfähig, klar zu denken.
    Er würde sie stützen und halten, ihr das Gefühl geben, alles werde wieder gut.
    Doch sie stand hier mutterseelenallein und wusste nicht, ob sie wieder in den Wagen steigen oder weiter auf das Gebäude zugehen sollte.



    Ihr Unterleib hatte vor kurzem ein wenig zu krampfen begonnen und die Blutung schien stärker zu werden. Eileens Angst war stärker als das Widerstreben in ihr – schließlich hatte die Ärztin mehrmals betont, dass der Eingriff sofort gemacht werden musste.
    Und wenn es doch noch Hoffnung gab, würden die fachlich geschulten Ärzte im Krankenhaus es sicher erkennen. Oder?
    Langsam schritt Eileen auf die Eingangstüren zu.



    Sie trug nichts bei sich als die Kleider am Leib. Selbst ihre Handtasche hatte sie vor lauter Eile zu Hause stehen lassen, als sie zur Ärztin aufgebrochen war. Nur ihre Versichertenkarte hatte sie dabei – die hatte sie sich in einem Geistesblitz bereits im Büro griffbereit in die Hosentasche gesteckt, was sonst gar nicht ihre Art war.
    In der Halle angekommen ging sie auf den Tresen zu, hinter dem eine mürrisch dreinblickende Krankenschwester saß und sie lustlos ansah.



    „Ich hab hier – ich hab hier eine Überweisung von meiner Gynäkologin“, sagte sie langsam und schob das schon leicht zerknitterte Stück Papier über den Tresen.
    Die Krankenschwester musterte sie einen Moment und nahm das Papier dann zur Hand.
    „1. Stock, rechter Flur“, erwiderte sie.
    Da Eileen sich nicht rührte, fügte sie noch schnell hinzu: „Dort ist die gynäkologische Ambulanz.“



    Eileen nickte und machte sich auf den Weg zum ersten Stock, das Herz voller Angst und im Kopf eine unendliche Leere.

  • Die Tür ging mit einem Schwung auf und Eileen vernahm schnelle Schritte, die auf sie zukamen. Sie fühlte sich müde und schlapp und es fiel ihr schwer, die Augen zu öffnen, um zu sehen, wer ins Zimmer gekommen war.
    „Eileen!“


    Sofort riss sie die Augen auf und richtete sich mühsam in den Kissen auf. Nach wenigen Sekunden fühlte sie sich von Marcels Armen umschlossen.
    „Eileen“, sagte er wieder mit belegter Stimme. „Was- was um Himmels Willen ist denn passiert?“
    Er ließ sie los und sah sie fragend und mit besorgtem Blick an. Eileen schluckte gegen die Tränen an, die sich ihren Weg nach oben bahnen wollten.
    „Ich...“, stammelte sie. „Oh Marcel!“ Sie schlug die Hände vors Gesicht und weinte.
    Marcel stand hilflos neben dem Bett und sah sie nur an. Wieso nahm er sie denn nicht in den Arm, sie sehnte sich so danach, von ihm gehalten und gewiegt zu werden, das Gefühl zu bekommen, alles würde schon wieder gut werden.



    „Was ist mit dem Baby?“ fragte er nach einer Weile tonlos, obwohl er die Antwort eigentlich schon kannte.
    Eileen sah ihn an und schüttelte dann langsam den Kopf.
    Marcel schluckte und Eileen sah, dass er schwer zu atmen begonnen hatte.
    „Es tut mir so furchtbar leid“, flüsterte sie. Marcel sah sie an und versuchte, zu lächeln. Das wiederum fand Eileen in diesem Moment so unpassend wie sie selten eine Reaktion von ihm gefunden hatte.



    Sie senkte den Blick. Marcel nahm ihre Hand und drückte sie. „Musst du heute Nacht hier bleiben?“
    Eileen schüttelte den Kopf. „Nein, wenn ich will darf ich auch nach Hause.“
    „Aber vielleicht ist es besser, wenn du noch eine Nacht da bleibst“, sagte Marcel schnell. „Ich meine- falls noch etwas ist... oder?“
    Eileen war verwirrt. Wieso war er so seltsam, wieso nahm er sie nicht in den Arm, wieso sagte er nichts zu dem, was geschehen war.



    „Ich fahre nach Haus und hol Dir ein paar frische Sachen zum Anziehen“, sagte er und stand abrupt auf. Noch bevor Eileen etwas sagen konnte, hatte sich die Tür hinter ihm bereits geschlossen.





    Am nächsten Tag holte er sie vom Krankenhaus ab. Er war nicht mehr ganz so seltsam wie am Vortag, und doch schien er verändert. Oder hatte sie selbst sich verändert?
    Eileen konnte es nicht sagen.
    Zu Hause angekommen legte sie sich sofort auf die Couch, denn sie blutete immer noch und ihr Unterleib schmerzte unschön, als wolle er die traurige Leere anklagen, die ihm so plötzlich angetan worden war.
    Marcel war fürsorglich und sanft, aber er sprach nicht viel mit ihr. Er brachte ihr eine Decke, kochte ihr eine große Kanne Tee und stopfte ihr ein Kissen in den Rücken, doch er blieb unendlich wortkarg, was sonst nicht seine Art war.



    Eileen konnte sich den Kopf nicht darüber zerbrechen, zu sehr war sie mit dem Schmerz in sich beschäftigt, sowohl dem körperlichen als auch dem seelischen.
    Der Eingriff war problemlos verlaufen, aber Eileen schien es, als habe man ihr das eigene Kind brutal aus dem Leib gerissen – alleine der Gedanke daran, dass dieser kleine Mensch in ihr wie Dreck aus ihr „gekratzt“ worden und in irgendeiner Petrischale „entsorgt“ worden war, brachte sie dazu, am liebsten laut aufschreien zu wollen.
    Sie schloss erschöpft die Augen.
    „Brauchst du noch etwas?“ fragte Marcel mit leiser Stimme.
    Sie schüttelte den Kopf und sah ihn an. Keiner von beiden sagte ein Wort, nach einer Weile brach das Telefon schließlich ihr Schweigen. Es war Lene, die sich tausendmal bei Eileen dafür entschuldigte, am Vortag nicht erreichbar gewesen zu sein und ihr alle Hilfe anbot, die sie brauchen würde.



    Eileen war dankbar für ihre Aufmerksamkeit, aber am liebsten hätte sie gesagt: „Was willst du mir schon helfen – es gibt keine Hilfe mehr. Es ist zu spät.“
    Sie verbrachten den Nachmittag auf der Couch, schweigend. Marcel berührte sie nicht einmal und irgendwie war Eileen dankbar dafür – auf der anderen Seite sehnte sie sich danach, gehalten zu werden.
    So verging der Tag, ohne dass beiden auch nur ein Wort über das geschehene gesprochen hatten. Was geschehen war, hing wie ein Schatten über ihnen und beide verdrängten ihn auf ihre eigene Weise und fühlten sich dabei vom anderen auf seltsame Weise verlassen.
    Sie wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass von nun an fast jeder Tag so beginnen und enden sollte – mit einem unausgesprochenen Vorwurf, der zwischen ihnen stand und immer mehr Platz einnahm, bis sie schließlich weit voneinander entfernt zu sein schienen.






    Fortsetzung folgt.

  • Hm, so fängt sie also an, die Entfremdung.
    Allerdings kommt es mir so vor - und natürlich kann ich da komplett falsch liegen - dass sich Marcel komischer verhält, als in dieser Situation "normal" wäre.
    Irgendwie hab ich das ungute Gefühl, dass seine Affäre just an diesem Wochenende begonnen hat, er sich jetzt irgendwie schuldig fühlt und keine Ahnung hat, wie er damit umgehen soll. Aber vielleicht ist er auch nur mit der ganzen Situation überfordert.
    Eileens Gefühle kann ich gut nachvollziehen, vor allem diese Zwiespältigkeit.
    Besonders schön fand ich diesmal das letzte Bild, in dem das langsame Auseinanderdriften des Paares so schön angedeutet wird. Auch wenn ich noch etwas über den "unausgesprochenen Vorwurf" nachgrüble. Okay, bei Eileen fallen mir gleich ein paar Dinge ein, die sie Marcel - ob gerechtfertigt oder nicht - vorwerfen könnte; angefangen bei seiner Nicht-Erreichbarkeit übers Handy in einer Krisensituation bis zu seiner Distanz und dem mangelnden Trost. Allerdings fällt mir partout nichts ein, was Marcel Eileen vorwerfen könnte. Er wird ihr doch nicht im Ernst vorwerfen wollen, dass sie das Kind verloren hat? Dazu kann sie ja schließlich nichts, und es schmerzt sie doch selbst so sehr, vermutlich sogar ein stückweit mehr als ihn. Höchstens vielleicht, dass sie sich zurückzieht; aber irgendwie hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass ihn das nicht wirklich stört sondern ihm eher ganz recht ist, und dass er überwiegend mit sich selbst beschäftigt ist.


    Na, ich bin echt gespannt, wie es weitergeht.


    Liebe Grüße!

  • Nikki: Vielen Dank für Deinen Kommi! Eileen kann einem wirklich leid tun, das stimmt.



    Julsfels: Ja, so fängt die Entfremdung an. Welche Gründe Marcel für sein Verhalten hat, bleibt erst einmal die große Frage. Ob es etwas mit Deinem Verdacht zu tun hat?
    Der unausgesprochene Vorwurf kann natürlich vieles sein, all die Punkte die Du angesprochen hast, bis hin zu der Tatsache, dass einfach etwas zwischen ihnen steht und das allein schon ein Vorwurf sein kann.
    Vielen Dank für Deinen Kommi!

  • 7.


    Eileen war erneut auf der Couch eingeschlafen und wurde von dem quäkenden SMS-Ton ihres Handys, das achtlos auf dem Couchtisch lag, aus dem Schlaf geschreckt.
    Sie rieb sich die Augen und warf einen verschlafenen Blick auf die Uhr. Es war neun Uhr morgens und einige tapfere Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch den Vorhang ins Zimmer.



    Langsam richtete sie sich auf und reckte sich. Ihr Rücken schmerzte, die Couch war zwar bequem, aber ihr weiches Bett tat ihr doch wohler.
    Sie fühlte sich schwindelig und ihr war leicht übel. Es dauerte eine Weile, bis sie registrierte, was sie aus dem Schlaf gerissen hatte, aufstand und nach ihrem Handy fasste.
    „Eine neue Kurzmitteilung“ las sie auf dem Display und als sie diese öffnete, fiel ihr vor Schreck fast das Handy aus der Hand. Sie spürte, wie ihr Herz schneller zu schlagen begann und ihr Mund sich trocken anfühlte.



    „Hallo Eileen. Ich möchte heute vorbeikommen, um einige Sachen zu holen. Vermutlich sollten wir auch mal miteinander reden. Passt es so um 12? Gruß, Marcel.“
    Eileen ließ das Handy aus ihrer Hand gleiten, die inzwischen zu zittern begonnen hatte. Er hatte sich gemeldet – sie hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, nach all den Tagen!
    Sie ergriff das Handy wieder und starrte wie gebannt darauf. Immer und immer wieder flogen ihre Augen über die Worte auf dem Display. Er würde vorbeikommen – bald, hierher, zu ihr...
    Ohne zu überlegen, drückte sie auf „Antworten“ und hackte schnell einige Wörter ein: „12 Uhr passt, kein Problem.“ Sie sah auf. Schon hatten ihre Finger wie aus Gewohnheit die Worte „Bis dann, ich liebe dich“, getippt. Sie hielt inne und mit aller Macht wurde ihr bewusst, dass sie ihm diese Worte nicht mehr schreiben durfte – auch wenn sie immer noch genauso wahr und richtig waren wie all die Jahre zuvor.



    Sie schluckte und meinte fast, vor Schmerz zu zerbrechen, als sie die letzten drei Worte wieder löschte und dann auf „Absenden“ drückte.
    Wieder verharrte sie einige Minuten reglos und wartete auf eine Reaktion, die dann auch prompt kam: „In Ordnung. Bis dann.“
    Ihr Herz sank. Kein „ich freu mich“ oder eine andere aufmunternde Wendung hatte er mitgeschickt. Sie seufzte. Warum sollte er auch?
    Wieder starrte sie auf seine SMS und ihr schoss es durch den Kopf, wie verrückt das alles doch eigentlich war. Jahrelang war dieser Mann ihr Ein und Alles gewesen und nun schien er ihr so fremd wie noch nie, so weit fort. Er meldete sich in seinem eigenen Haus als Besucher an und sie musste sich schon bevor er überhaupt ankam ihm gegenüber so förmlich verhalten, als handele es sich bei ihm nicht um den Mann, mit dem sie vorm Altar gestanden hatte, sondern um irgendjemanden, den sie flüchtig kannte...



    Es war verrückt, geradezu surreal... und doch die bittere Wahrheit.
    Diesmal kamen keine Tränen, zu bitter war die Empfindung, die ihr Herz in diesem Augenblick einnahm. Es vergingen weitere fünf Minuten, in denen Eileen einfach nur dasaß, das Handy lose in der Hand und vor sich hinstarrte.
    Dann wurde ihr Blick mit einemmal wacher. Marcel würde hierher kommen – er hatte doch geschrieben, er wolle mit ihr reden... war das gut oder war das schlecht? Was würde er sagen? Ihr Herz zog sich bange zusammen. Würde er ihr die letzten Hoffnungen nehmen, dass doch noch alles gut werden könne – wieder gut werden könne?
    Oder war es ein gutes Zeichen? Dass er mit ihr reden wollte, war von seiner Seite aus doch eigentlich ein Schritt auf sie zu... oder nicht?



    In ihrem Kopf überschlugen sich die Gedanken geradezu, sie fühlte sich plötzlich völlig von dieser Situation überfordert. Ihr Blick fiel aufs Telefon und ohne weiter zu überlegen, wählte sie Lenes Nummer. Es tutete drei- oder viermal und schon sank Eileens Herz und ihr fiel ein, dass Lene irgendetwas von einem geplanten Wochenendurlaub erzählt hatte... hätte sie doch nur etwas genauer zugehört...
    Schon wollte sie auflegen und es auf Lenes Handy probieren, als sich eine verschlafene Stimme am anderen Ende der Leitung meldete.
    „Hallo?“
    Es war Dirk. Eileen biss sich auf die Lippen, sie war sich nicht sicher, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte – schließlich waren er und Marcel immer gut befreundet gewesen.



    Aber auflegen konnte sie nun ja schlecht, abgesehen davon hatte Dirk ihr ja nichts getan. Also räusperte sie sich und sagte rasch: „Hier ist Eileen, hallo Dirk. Ich hab euch doch hoffentlich nicht geweckt?“
    Dirks mürrische Stimme wurde sofort freundlicher. „Nicht wirklich“, Eileen musste grinsen, denn er war ein schlechter Lügner. „Und selbst wenn, ist kein Problem, es ist ja schon spät genug.“

  • Auch diesmal log er wieder – Eileen wusste genau, dass er und Lene gerne lange schliefen. Aber es handelte sich diesmal um einen Notfall.
    „Willst du Lene sprechen?“ fragte Dirk dann auch sofort.
    „Ja, ist sie denn da?“
    “Ich werde sie rufen, warte...“ Sie hörte, wie er die Hand über den Hörer legte und lauthals „Lene! Es ist Eileen!“ brüllte.
    Sie konnte sich die völlig verschlafene Lene direkt vorstellen, wie diese brummelnd aus dem Bett kroch und sich auf den Weg ins Wohnzimmer machte.
    „Sie kommt“, sagte Dirk da auch schon und fügte dann nach einem kleinen Moment betretenen Schweigens hinzu: „Hör mal, Eileen, das mit Marcel und dir – das tut mir so leid. Ich hab wirklich nichts davon gewusst, das musst du mir glauben.“


    Eileen nickte, was Dirk natürlich nicht sehen konnte und erwiderte: „Ich glaub dir, Dirk, wirklich. Vielen Dank.“
    „Sie ist da, ich geb sie dir.“
    Und zwei Sekunden später hörte sie Lenes recht verschlafene Stimme. „Hey Süße, was gibt`s?“
    “Wolltet ihr nicht übers Wochenende wegfahren oder so?“
    “Doch, schon, aber uns ist irgendwie die Lust vergangen. Außerdem wollte ich nicht so weit weg sein, falls du mich brauchst.“
    Eileen überkam schlechtes Gewissen. „Oh Lene, ihr habt doch nicht nur meinetwegen euren Urlaub abgesagt, oder?“
    “Nein, mach dir keinen Kopf“, Lenes Stimme klang schon etwas wacher. „Wieso rufst du an? Brauchst du nur jemandem zum quatschen oder ist etwas geschehen?“



    “Beides“, sagte Eileen schnell und berichtete Lene sofort von der SMS.
    „Was sagst du dazu?“ fragte sie am Ende zweifelnd. „Ist das gut?“
    „Zumindest ist es mal gut, dass er sich endlich mal meldet“, knurrte Lene in den Hörer und musste sich schwer verkneifen, noch die Worte „der Penner“ hinzuzufügen. „Aber Eileen, du versprichst dir doch hoffentlich nicht allzu viel von diesem Treffen?“
    Eileen schluckte. „Ich... ich weiß nicht. Es ist doch bestimmt ein gutes Zeichen, dass er mit mir sprechen will, oder? Vielleicht können wir ja alles klären, vielleicht hat er eingesehen, dass diese Sabrina nicht die richtige ist... ich meine, Lene – wir sind seit acht Jahren zusammen, seit fünf schon verheiratet... so was wirft man doch nicht einfach so ab, so von sich... oder?“






    Fortsetzung folgt.

  • Also so ungewöhnlich finde ich Marcels Nachricht auf das verlorene Baby zunächst mal nicht.Die Schwangerschaft war noch im Anfangsstadium und viele Männer wissen mit so einer Situation zunächst noch nicht recht umzugehen und empfinden den Verlust des ungeborenen Babys als nicht so furchtbar wie die Frau,die ja emotional viel mehr involviert ist.Sicher hat da die Entfremdung ihren Anfang genommen und er hat dann unsensibel agiert,aber sie hat es ihm bestimmt auch nicht leicht gemacht damit umzugehen und sich zu sehr in sich selbst verkrochen.Ich weiss, das aus eigener Erahrung,hatte ja selbst genug Fehlgeburten,helfen tut da nur eine neue Schwangerschaft ,wenn man die Fehlgeburt verarbeitet hat.Aber dazu war die Beziehung wohl schon zu kaputt und er hatte da sicher auch schon die neue Frau kennengelernt.
    Jetzt gleich wieder so euphorisch zu reagieren und wieder Hoffnung auf eine Versöhnung zu schöpfen,halte ich für völlig überzogen,denn er will die Beziehung bestimmt nicht wieder aufleben lassen,da hätte er sich anders verhalten.Sie sollte sich freimachen von ihren Gefühlen und die Tatsachen akzeptieren,dass ihre Ehe vorbei ist,ihren Schmerz verarbeiten und sich neuen Möglichkeiten öffnen,das sehe ich als einzigen Weg für sie.

  • Huhu Innad,


    die Zeiten waren ja wirklich nicht einfach für Eileen. Erst die Fehlgeburt und die Distanz zwischen ihr und Marcel. Auch wenn es sicher schwierig ist, in so einer Situation richtig miteinander umzugehen. Das geht wohl vielen Paaren so, wenn so etwas geschieht. Die Frauen sind meist alleine mit dem Verlust, weil der Mann entweder nicht verstehen kann, weil er noch keinen richtigen Bezug zu dem Kind aufgebaut hatte, oder weil er auch nicht damit umgehen kann, dass das noch nicht mal richtig begonnene Leben schon wieder vorbei ist. Gerade wenn man dann nicht genug miteinander redet, vor allem über das Thema so schwer es auch fällt, kommt es schnell zu solchen Entfremdungen wie bei Eileen und Marcel.
    Das Eileen noch nicht mit ihrer Ehe abgeschlossen hat, wurde ja schon mehrfach deutlich, aber gerade bei dem Telefonat mit ihrer Mutter zeigte sich schon, dass sie noch Hoffnung hat. Und auch jetzt bei dem eigentlich unausweichlichen Besuch von Marcel macht sich Eileen Hoffnung, dass es doch noch nicht das endgültige Aus ihrer Ehe ist. Das sie das doch noch irgendwie kitten kann und Marcel wieder zu ihr zurück kommt. Was ich allerdings nicht glaube, er hörte sich nicht danach an. Eher so, als wenn er das unangenehme Gespräch schnell hinter sich bringen möchte, was ich aber auch verstehen kann. Wer schiebt sowas schon gerne auf. :(


    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht und freu mich auf die nächste Fortsetzung.
    Ganz liebe Grüße :knuddel
    Llyn

    You are never more alive than when you're about to lose your pants!



    FS: Sunrise Update: 04.06.19

  • heey


    die ärmste macht sich hoffnungen. der kerl hat doch geschrieben er will nur sachen abholen und reden. das das nix gutes heißt is doch klaa, immerhin holt er sachen. ich hoffe ja das lene ihr das kla macht und sie nicht zu sehr enttäuscht sein wird! =( die ärmste kann einem echt leid tun!!
    hoffentlich benimmt ihr kerl sich wenigstens wenn er vorbei kommt.
    freu mich schon auf die fortsezung!


    liebe grüße

  • @Dirgis: Es ist sicher bei beiden ein Fehler gelaufen, sie haben sich ab diesem Moment spätestens auseinander entwickelt, das stimmt.


    Llynya: Das stimmt, Eileen hat noch Hoffnung. Sie hat ja auch noch gar nicht verstanden, was passiert ist. Nach so vielen Jahren sicher auch verdammt schwer.


    Nikki: Wie Marcel drauf sein wird, werdet ihr bald erfahren :)

  • 8.

    Lene biss sich auf die Lippen und war froh, dass Eileen sie nicht sehen konnte.
    Dirk stand zwischenzeitlich wieder neben ihr und sie warf ihm einen vielsagenden Blick zu. Er seufzte. Für ihn war es noch viel unbegreiflicher, was Marcel getan hatte.



    Sie waren die letzten Jahre sehr gut befreundet gewesen, hatten oft etwas zusammen unternommen. Es lag fast in der Natur der Sache, dass sie als „echte Kerle“ nicht viel über ihre Beziehung oder Gefühle sprachen, aber trotzdem konnte er nicht begreifen, dass er nicht bemerkt hatte, dass Marcel mit Eileen offenbar nicht mehr glücklich gewesen war und sich noch dazu eine andere gesucht hatte.
    Freilich, Marcel hatte in den letzten Monaten immer weniger Zeit gehabt für gemeinsame Unternehmungen. Früher waren sie öfters mal abends zusammen ein Bierchen trinken oder Billard spielen gegangen, gerade wenn die Frauen zusammen unterwegs waren. Doch Eileen hatte ja auch gesagt, Marcel habe viel zu tun – nun wusste Dirk auch, um welche Art von „Überstunden“ es sich gehalten hatte.
    Er verzog verächtlich das Gesicht und lauschte dann wieder Lene, die gerade möglichst behutsam sagte: „Eileen, Liebes, ich will dir nicht deine Hoffnung nehmen. Natürlich ist es ein gutes Zeichen, dass er einen Schritt auf dich zumacht. Aber vergiss nicht, er hat sich fast drei Wochen nicht gemeldet... ich weiß nicht, aber wenn ihm noch viel an dir liegt, meinst du, dann hätte er so lange nicht von sich hören lassen?“



    Eileen sank erneut das Herz. Lenes Worten klangen logisch – und doch wehrte sich alles in ihr dagegen. „Ich weiß nicht!“ Es klang fast trotzig.
    Ihr Blick schweifte auf das Hochzeitsbild von ihnen beiden, das an der gegenüberliegenden Wand hing. Glücklich strahlten ihre beiden Gesichter auf Eileen herunter und mit einemmal ergriff diese ein warmes, entschlossenes Gefühl.
    „Ich weiß nur eines sicher, Lene – ich werde ihn nicht einfach so kampflos aufgeben!! Es ist MEIN Mann, vergiss das nicht. Und ich liebe ihn trotz allem immer noch. Ich werde um ihn kämpfen.“



    Lene schluckte. Zum einen war sie froh, dass Eileen wieder etwas aufgeräumter klang, zum anderen hatte sie Angst, dass ihre Freundin zuviel Hoffnung in eine Sache setzte, die Lene selbst schon für verloren hielt. Trotzdem brachte sie es nicht übers Herz, Eileens Hoffnungen zu zerstören und so sagte sie. „Gut, Eileen, dann sag ihm das. Egal, wie euer Gespräch ausfallen wird, ich denke, danach wirst du klarer sein und kannst dann schauen, wie es weitergeht. Du rufst mich doch an, wenn du mehr weißt?“
    Dirk warf ihr einen fragenden Blick zu, doch mit einer beschwichtigenden Handbewegung gab Lene ihm zu verstehen, dass er sich noch einen Augenblick gedulden musste.
    „In Ordnung, Eileen. Dann bis nachher.“
    Lene legte den Hörer auf und sah Dirk an. „Er hat sich gemeldet und wird um 12 Uhr zu ihr kommen.“
    Die beiden jungen Menschen nahmen wie mechanisch auf der Couch Platz.



    „Das wird auch Zeit“, sagte Dirk mürrisch. „Ich kann das alles immer noch nicht glauben. Ich meine, mal ehrlich- Eileen und Marcel, sie waren immer ein so perfektes Pärchen.“
    Lene nickte langsam. „Und ob...“ Sie sah Dirk an. „Du würdest mich doch nie verlassen, oder? Und wenn, dann doch nicht... nicht SO?“
    Dirk blickte seiner Frau aufrichtig ins Gesicht. „Das fragst du noch?“
    Lene seufzte und zuckte mit den Schultern.



    „Weißt du – nicht nur, dass Eileen mir so furchtbar leid tut. Das ganze hat echt an meinen Glaubensätzen gekratzt. Ich hätte so was nie für möglich gehalten. Okay, die beiden hatten Schwierigkeiten seit Eileens Fehlgeburt. Vielleicht hat sie recht, sie war seltsam und unzugänglich seitdem, vielleicht hat das ihrer Beziehung schwerer geschadet, als alle gedacht hätten...“
    Dirk schnaubte. „Das mag ja alles wahr sein, Lene. Aber trotzdem finde ich, dass es nicht rechtfertigt, sich so zu verhalten, wie Marcel es tut.“
    Lene sah Dirk aufmerksam an. Es überraschte sie, ihren sonst eher ruhigen Mann so klar in seiner Aussage, ja sogar so aufgebracht zu erleben.



    Dirk schien ihre Gedanken zu erraten und erklärte. „Es macht mich einfach wütend so etwas. Niemand kann garantieren, dass eine Liebe ein Leben lang hält. Natürlich kann jede Beziehung irgendwann einmal zerbrechen. Und in den allermeisten Fällen wird es dafür Gründe geben, umsonst geschieht ja nichts auf der Welt. Und trotzdem – was Marcel getan hat, kann ich nur zutiefst verurteilen. Fremdgehen ist nicht richtig und wenn es eben passiert, muss man auch den Mumm haben, Farbe zu bekennen. Wenn er sich eben in diese andere Frau verliebt hat - nun, es ist nicht gut, aber man kann es nicht ändern. Aber dann hätte er einen sauberen Schlussstrich ziehen sollen, statt Eileen monatelang zu hintergehen.“

  • Er schüttelte den Kopf und fuhr sich durch sein zerzaustes Haar. „Ich meine – ich finde das selbst unglaublich. Es ist ja nicht so, dass die beiden nur ein paar Monate zusammen waren. Sie waren seit acht Jahren zusammen und haben ihren fünften Hochzeitstags gefeiert. Man ist dann doch nahezu eins. Wie kann man einem Menschen, den man so lange an der Seite hatte und wohl auch geliebt hat, so was nur antun und dabei reinen Gewissens bleiben?“
    Lene zuckte mit den Schultern. „Wer weiß, ob er das hat“, sagte sie nachdenklich. „Vielleicht belastet ihn das ja mehr als wir denken.“



    Dirk sah sie stirnrunzelnd an. „Sag mal, verteidigst du ihn jetzt auch noch?“
    „Nein, keineswegs!“ rief Lene aufgebracht. „Ich kann auch nicht verstehen, wieso er sich so lange nicht bei ihr meldet – das kann man doch nicht machen! Wie kann man sich in einem Menschen nur so täuschen wie wir in Marcel?“
    „Genau das frage ich mich ja schon die ganze Zeit“, seufzte Dirk.
    Lene rückte näher zu ihm und kuschelte sich an ihn. Lächelnd küsste er sie.



    „Wie geht es jetzt weiter mit den beiden?“ fragte er dann nach einer Weile.
    Ratlos antwortete Lene. „Wenn ich das wüsste. Eileen jedenfalls liebt ihn immer noch von ganzem Herzen. Ich wünschte, sie könnte ihn hassen, es wäre einfacher für sie. Ich fürchte, sie ist entschlossen, um ihn zu kämpfen – und ich fürchte auch, dass sie dabei verlieren wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er nach allem, was gewesen ist, wieder vorhat, zu ihr zurück zu gehen. Meiner Meinung nach kann er sie nicht mehr lieben, nicht einmal ansatzweise. Selbst einem Menschen, den ich nur mag, würde ich so etwas niemals antun.“
    Sie sah unglücklich aus. „Ich verstehe einfach nicht, dass sie ihn wirklich zurückhaben will!“
    Dirk sah sie sanft an und strich ihr zart über die Wange.
    „Doch, das kann ich schon verstehen“, sagte er zu Lenes Überraschung. „Du fragst dich warum?“ fuhr er fort. „Nun, meine liebe Lene – ich weiß, wie es ist, wenn man einen Menschen unendlich liebt. Ich fürchte, mir ginge es genauso wie Eileen – du könntest, nein, du müsstest mir sehr viele Dinge antun, bevor die Liebe in mir aufgebraucht wäre. So schnell würde auch ich dich nicht aufgeben.“
    Er sah sie ernst an. Lene schluckte gerührt. „Das meinst du wirklich so?“
    „Natürlich.“
    Sie lächelte und küsste ihn überschwänglich. „Aber hab keine Angst“, sagte sie dann leise. „Ich werde dir so etwas nie antun. Nie.“
    Die beiden nahmen sich fest in den Arm, bis Dirk verwundert aufsah. „Was war denn das für ein Geräusch gerade?“



    Lene lachte auf. „Mein Magen! Ich hab einen Bärenhunger!“
    Dirk lachte ebenfalls. „Na gut, Lene, dann geh ich jetzt schnell duschen und hol dann frische Brötchen, was meinst du?“
    „Eine gute Idee!“
    Zwanzig Minuten später stand Lene frisch geduscht in der Küche und kochte Kaffee, während Dirk die Brötchen holte. Sie warf einen Blick auf die Uhr. Inzwischen war es halb elf – noch anderthalb Stunden, bis Marcel zu Eileen kommen wollte.
    Wie es dieser wohl gerade gehen mochte?



    Fortsetzung folgt.

  • Huhu Innad,


    bevor ichs wieder nicht schaffe, lass ich dir gleich einen Kommi hier. :rollauge


    Das sind ja mal ganz interessante Einsichten. Ich hätte nicht gedacht, dass Dirk so verständnisvoll ist. Gerade weil er doch so gut mit Marcel befreundet ist, meistens steht man ja dann doch irgendwie mehr auf der Seite des Freundes. Meistens findet man dann ja doch Entschuldigungen warum der Freund sich darauf eingelassen hat, weil man denjenigen so gut oder auch so lange kennt. Umso schöner ist es, dass Dirk so klar macht, dass er Marcels Aktionen nicht verstehen kann...
    Und recht hat er auch damit. Wenn man schon dauerhaft fremdgeht (ich finde sogar, wenn es nur einmal vorkommt!), dann muss man reinen Tisch machen. Alles andere ist doch für die Tonne. Früher oder später kommt es meistens eh raus und dann ist es noch schlimmer.
    Ich hoffe wirklich, dass Dirk all das gesagte auch so meint. Nicht, dass auch er noch ein falscher Hund ist. :rollauge


    Und ja, wie es Eileen jetzt geht würde mich auch interessieren. *gg*
    Ich hoffe ja, dass Eileen sich nicht zu sehr darauf versteift alles wieder ins Lot zu bringen. Wie auch Marlene und Dirk glaube ich so nicht daran, dass Marcel wieder zurück will...


    Ganz liebe Grüße
    Llyn

    You are never more alive than when you're about to lose your pants!



    FS: Sunrise Update: 04.06.19

  • Ohhh wie unfair!
    Ich dachte jetzt erfahren wir endlich was mit ihm los ist, aber neeeeeiiin zuerst kommt noch ein Kapitel über Lene -.-
    Ich find es toll, wie Dirk reagiert, irgendwie schon fast komisch, dass Lene eher versucht, sich in Marcel hineinzufühlen. Habe zwischendurch schon vermutet, dass sie Dirk auch einmal betrogen hat oder Ähnliches, aber nach den letzten paar Fotos meine Meinung dann doch geändert.
    Deine Bilder und dein Text sind super wie immer.
    Hoffe es gibt bald eine Fortsetzung!

  • Wow, dass ist echt eine Klasse Fotostory! Tolle Bilder und eine spannende Gesichichte ! Schreib schnell weiter! =D lg x3

    [CENTER][CENTER][SIZE=4] Everyday is a fashionshow and the world is my runway ;D[/SIZE]

    [SIZE=4] Schaut euch doch mal meine Fotostory an =) .[/SIZE][SIZE=4]:[/SIZE]

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    [SIZE=5] Wie das Leben so läuft...[/SIZE]
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  • Hab mir die Geschichte nun grad durchgelesen, sehr schöner Schreibstil und die Bilder sind klasse fotografiert und bearbeitet. Du beschreibst die Gefühle der Personene sehr gut und eindrücklich, gefällt mir seh gut die Fotostory, ich kann sehr gut darin eintauchen und auch mit den Charakterne mitfühlen.
    Ich werde weiterlesen.
    Liebe Grüsse

    [INDENT][INDENT][INDENT][h=3]Nimm ein Kind bei der Hand
    und lass dich von ihm führen.
    Betrachte die Steine, die es aufhebt
    und höre zu, was es dir erzählt.
    Zur Belohnung zeigt es dir eine Welt,
    die du längst vergessen hast.
    [/h][/INDENT]
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    [/INDENT]