~Wie Feuer und Wasser~ [beendet]


  • Ein Wagen fährt vor, und Caroline hört die Türen knallen. Sie rennt zum Fenster und sieht gespannt hinaus. Aber es ist nur ein elegant gekleidetes Pärchen, das die Stufen zum Hauseingang hinaufkommt. Caroline seufzt. Was ist nur mit Chrissy passiert?
    In kurzen Abständen treffen jetzt weitere Partygäste ein. Fernando, der Bildhauer, erscheint und arrangiert seine neueste Skulptur im Wohnzimmer. Caroline stellt sich ans Fenster und sieht alle paar Sekunden hinaus.



    Und dann fallen ihr fast die Augen aus dem Kopf: Ein Feuerwehrauto hält schwungvoll vor dem Haus, die Tür schwingt auf, und Chrissy springt raus. Sie winkt den beiden Männern im Feuerwehrauto zu und rennt die Stufen hinauf.



    Caroline empfängt Chrissy in der Diele. „Okay, dann schieß mal los“, meint sie trocken. „Du hast beim Feuerlöschen geholfen und die Stadt vor dem Abbrennen bewahrt. Aus lauter Dankbarkeit hat die Feuerwehr Taxi für dich gespielt.“
    „Falsch!“ meint Chrissy kichernd. „Es war viel einfacher. Ich bin in den falschen Bus gestiegen…“
    „Ach so, du hast das Feuerwehrauto mit dem Bus verwechselt…“



    „Nein! Ich bin schon in den Bus mit der richtigen Nummer gestiegen“, meint Chrissy, die Carolines Spott entweder nicht bemerkt oder nicht bemerken will. „Ich hab nur nicht gewusst, dass es der Express-Bus war. Du hast gesagt, ich soll an der vierten Haltestelle aussteigen, aber der Bus hat zum ersten Mal gehalten, als wir schon unten am Hafen waren. Ich hatte mein ganzes Geld für den Bus und für dieses süße Sonnentop ausgegeben, und so konnte ich dich nicht mal anrufen oder mit einem anderen Bus nach Hause fahren. Ja, und da habe ich diese Feuerwehrwache gesehen, und da bin ich einfach reinspaziert und hab gefragt, ob ich mal telefonieren kann. Die waren so nett, Caroline! Zuerst haben sie mir eine Cola spendiert, und dann meinten sie, sie müssten sowieso das neue Feuerwehrauto Probe fahren und würden mich nach Hause bringen.“
    „Phantastisch“, sagt Caroline trocken. „Ist dir eigentlich klar, dass wir vor Sorge um dich halbtot waren?“
    Chrissy macht ein zerknirschtes Gesicht. „Tut mir echt leid, Cara. Aber ihr braucht euch wirklich keine Sorgen um mich zu machen. Ich komme ganz gut allein klar.“



    Sie marschiert ins Wohnzimmer, bleibt aber wie angewurzelt stehen, als sie die vielen Leute sieht. „Was ist das denn?“ flüstert sie Caroline zu.
    „Eine von Mamas privaten Vernissagen“, flüstert Caroline zurück. „Es gibt unheimlich leckere Sachen zu essen.“
    Aber Chrissy hat nur Augen für die Skulptur. „Wo kommt denn der Schrotthaufen auf dem Tisch her? Hat dein Vater einen alten Motor auseinander genommen? Komm, wir bringen das Zeug schnell raus!“
    „Crissy, das ist ein Kunstwerk! Die Leute, die du hier siehst, sind extra hergekommen, um es sich anzusehen“, flüstert Caroline total schockiert. „Fernando ist ein berühmter Künstler!“
    „Das soll Kunst sein?“ fragt Chrissy mit ungläubig aufgerissenen Augen. „Dieser gammelige alte Motor?“
    Caroline sieht, dass alle Augen auf sie und Chrissy gerichtet sind. Sie nickt und sagt ungeduldig: „Die Skulptur trägt den Titel ‚Tod und Wiedergeburt’.“
    „Ach du lieber Gott“, ruft Chrissy entgeistert. Caroline blickt zwischen Chrissys verblüfftem Gesicht und der Skulptur hin und her und muss plötzlich kichern.



    „Was ist denn so komisch?“ erkundigt sich eine Dame, die in der Nähe steht. „Dürfen wir mitlachen?“
    „Sie dachte, die Skulptur wäre ein alter Motor, den mein Vater auseinander genommen hat“, erklärt Caroline, und es dauert nicht lange, bis der Witz im ganzen Raum herum ist.
    „Ich glaube, ich gehe mich mal duschen“, verkündet Chrissy würdevoll. „In der Stadt wird man immer so staubig.“



    Sie dreht sich mit hocherhobenem Kopf um; nur auf ihren Wangen brennen zwei feuerrote Flecken.
    Caroline beißt sich schuldbewusst auf die Unterlippe. Warum hab ich das bloß gemacht? denkt sie. Wollte ich mich an ihr rächen, weil sie mir soviel Angst eingejagt hat? Oder bin ich bloß eifersüchtig, weil Chrissy mit allem, was sie tut oder sage, immer ungeschoren davonkommt?
    Beide Erklärungen gefallen Caroline nicht. Sie nimmt rasch einen Teller, legt ein paar besonders leckere Häppchen drauf und läuft Chrissy nach.



    „Hier“, sagt sie, „du bist nach deinem Abenteuer bestimmt hungrig. Ich dachte, wenn du zuerst duschen gehst, ist nachher vielleicht nichts mehr für dich übrig. Es ist nämlich so – Künstler, die gammelige Motoren zum Kunstwerk erklären, haben immer so schrecklich viel Hunger.“
    Chrissy nimmt den Teller, ohne etwas zu sagen, aber nach ein paar Sekunden bedankt sie sich bei Caroline mit ihrem nettesten Lächeln.


    Jetzt könnt ihr wieder fleißig schreiben :-)

  • so, da ich mir heute die zeit vertreiben muss, habe ich angefangen, deine story zu lesen. ich finde, sie ist bis jetzt wirklich genial geschrieben. :applaus. man sieht genau die gegensätze stadt - land. (mehr oder weniger) mach jedenfalls so weiter, gefällt mir unheimlich gut :up.


    liebe grüße,
    keira :wink

    And I'd choose you;

    in a hundred lifetimes,

    in a hundred worlds,

    in any versions of reality,

    I'd find you and

    I'd choose you

    The Chaos of Stars

  • Finde Deine Fotostory auch nach wie vor total gut. Aber sag mal, das wird bestimmt 'ne lange Story, wenn die über ein ganzes Jahr geht? :eek:
    (Ist aber okay, wenn die so gut bleibt :) )

    [CENTER][SIZE="3"][COLOR="darkred"]:jeah[FONT="Comic Sans MS"]We are the Winners... of Eurovision[/FONT]:jeah [/COLOR][/SIZE][/CENTER]
    [CENTER]Meine Fotostory:
    [SIZE="3"]Heaven and Hell[/CENTER][/SIZE]

  • SUPER !!!! :eek: :up :applaus
    Deine story ist einfach unschlagbar !!!
    woher nimmst du nur die ganzen Ideen ?
    Mach bald, sehr bald weiter , bitte ! :anbet

    [COLOR="LightBlue"][CENTER][FONT="Verdana"][SIZE="1"]|~And this is the wonder that's keeping the stars apart~|
    |~I carry your heart, I carry it in my heart.~|[/SIZE][/FONT][/CENTER]
    [/COLOR]

  • Aber von so einem Haufen Feuerwehrmänner heimgebracht werden - hui - das würd ich mir auch gefallen lassen ;)! Mach schleunigst weiter, ich will mehr *g*!


    Lg, Smeagol

    [center]
    Kähähä!
    [/center]

  • Tolle FS wie immer! Mach so weiter.

    [SIZE="2"][COLOR="Purple"][/COLOR][COLOR="Magenta"]
    мαя¢єℓℓ & мαяιηα ѕιη¢є 04.05.2008 !


    ι¢н ℓιєвє ∂ι¢н ღ [/COLOR][/SIZE]


  • Die Fortsetzung is echt suidupi! :D

    [GLOWORANGE][SIZE=2] :horse Liebe Grüße gehen an: Vanillagirl:knuddel,rübe:D, Christl, Dr. Huhn, , die die meine Fotostory lesen und alle die mich kennen![/SIZE] [/GLOWORANGE]
    [GLOWWHITE]Schaut doch mal bei meiner ersten Fotostory vorbei: Zickenalarm!:gewissn
    [/GLOWWHITE]

  • Löl joa bei der "Kunst" heutzutage ist das ja echt kein Wunder. Wiedermal supergut! Mach bald weiter ich freu mich auf die nächste FS!

    [GLOWGREEN]Die Frauen lieben die Stärke, ohne sie nachzuahmen. Die Männer lieben die Zartheit, ohne sie zu erwiedern. löl net ernst nehmen![/GLOWGREEN]


    [GLOWORANGE]So ausserdem Grüß ich noch Wilkätzchen ;) Rike, Sweet-Sunny, Big_Bims, Aramis und natürlich Meggy!!!!!!![/GLOWORANGE]


    [SIZE=4]Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt![/SIZE] :yeah

  • Mach schnell weiter!!!!!!!!!!!!

    [GLOWORANGE][SIZE=2] :horse Liebe Grüße gehen an: Vanillagirl:knuddel,rübe:D, Christl, Dr. Huhn, , die die meine Fotostory lesen und alle die mich kennen![/SIZE] [/GLOWORANGE]
    [GLOWWHITE]Schaut doch mal bei meiner ersten Fotostory vorbei: Zickenalarm!:gewissn
    [/GLOWWHITE]

  • Mal wieder ne suuper Story :up! Bestimmt gibts noch ein paar Lacher auf der party...
    Achja, ich hoffe, du bist nicht beleidigt, weil ich nicht mehr geschrieben hab, aber ich war im Urlaub :cool:

    [CENTER]:D AN ALLE: FÜHLET EUCH GEGRÜßT :D[/CENTER]


    [CENTER]
    ¦ Dr. Huhn ¦ Azrael ¦ K@hi ¦ Sim17 ¦ Buggy B ¦ Nessa2 ¦ Wurstwasser ¦ little-dog ¦
    ¦ Spassteufelchen ¦ SimDream ¦ Cat in black ¦ Julchen_99 ¦ Vanillagirl ¦ katie ¦ MASA ¦ Chances ¦

    :D fühlt euch ganz besonders gegrüßt :D



    If a dog chews shoes, whose shoes does he choose?
    [/CENTER]

  • Ich danke euch allen vielmals! Ein riesengroßes Dankeschön geht an keira, GinniW, Micha, Smeagol, Vanillagirl, Honigkuchen, miri und Laurent!



    Caroline schleicht langsam und total erschöpft die Straße entlang. Ihre erste Samstagsprobe für die Ballettvorstellung ist so hart gewesen, dass sie kaum die Kraft hat, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Jeder Muskel tut ihr weh, und ihr Kopf brummt immer noch, weil Madame fast drei Stunden lang mit ihrem Stock den Takt auf den Boden geklopft und die Gruppe mit ihren Kommandos bombardierte.
    Was Caroline am meisten bedrückt, ist die Tatsache, dass die anderen längst nicht so viele Probleme gehabt haben wie sie. Die Mädchen haben Madames barsche Anweisungen ruhig und präzise befolgt. Sie haben weder falsche Bewegungen gemacht, noch sind sie anderen in die Quere gekommen, so wie es Caroline einmal passiert ist. Und sogar Madames harte Kritik haben sie einfach so weggesteckt.
    Wenn ich mich nicht bald daran gewöhne, werde ich nie eine richtige Ballerina, denkt Caroline. Ich darf einfach nicht so empfindlich sein. Eines Tages fange ich noch vor allen an zu heulen, und mache mich lächerlich.
    Aber wenigstens hat sie die Probe überlebt, ohne zusammenzuklappen oder in Tränen auszubrechen, und jetzt freut sie sich auf einen langen, faulen Nachmittag in der Sonne. Es ist der erste richtige heiße Tag seit Wochen. Der Himmel ist tiefblau.



    Hoffentlich hat Chrissy für den Nachmittag nicht schon was Anstrengendes geplant, denkt Caroline, als sie sich die Straße entlang quält. In den letzten Tagen ist ihre Cousine auffällig ruhig gewesen; zumindest ist sie nicht mehr im Feuerwehrauto nach Hause gekommen. Caroline findet es inzwischen richtig schön, dass abends jetzt immer jemand da ist. Ihre Elter gehen oft zu Konzerten oder Kunstausstellungen und lassen die Mädchen allein. Sogar das Fernsehen macht mehr Spaß, seit Chrissy da ist, und außerdem erklärt sie sich oft freiwillig bereit, Sandwiches zu schmieren oder Popcorn zu braten, wozu Caroline sich niemals aufgeschwungen hätte.
    Ich glaube, ich gewöhne mich allmählich an sie, denkt Caroline. Inzwischen macht es ihr auch nichts mehr aus, wenn sie Chrissys Sachen im ganzen Zimmer verstreut vorfindet, und sie zuckt auch nicht mehr zusammen, wenn Chrissy durch die Wohnung brüllt: "Frühstück ist fertig!" Vielleicht wird es ja doch noch ein gutes Jahr werden.



    In diesem Moment sieht Caroline ein Auto vor dem Haus stehen, und ihr Herz tut einen Sprung. Alex ist wieder da - früher als erwartet!
    Sie rennt die Stufen zum Eingang hinauf, so schnell sie kann. Neben der Tür ist eine Veranda, die man von der Straße aus nicht einsehen kann und auf der sich die Mädchen manchmal sonnen. Caroline bleibt wie angewurzelt stehen, als sie sieht, wer dort einträchtig nebeneinander auf dem Boden der Veranda sitzt.



    Alex hockt mit dem Rücken zu ihr auf einem Strandhandtuch und beugt sich gerade zu Chrissy hinüber, die den winzigsten Bikini trägt, den Caroline je gesehen hat. Das Gesicht von Alex kann Caroline nicht sehen, aber dafür sieht sie das von Chrissy, und die starrt Alex gerade mit einem Ausdruck hingerissener Bewunderung an.
    Caroline steht da und kann sich nicht rühren. Ihr Herz hämmert so laut, dass sie Angst bekommt, die beiden würden es hören. Aber Alex und Chrissy scheinen so miteinander beschäftigt zu sein, dass sie für alles andere blind und taub sind.



    Caroline sieht, wie Alex Chrissys Hand tätschelt, und dann hört sie ihn sagen: "Also gut, dann sind wir verabredet. Vergisst du es auch nicht?"
    "Nein, bestimmt nicht...", fängt Chrissy an, und dann sieht sie plötzlich auf und bemerkt ihre Cousine. Alex wendet den Kopf und starrt Caroline verdutzt an.
    "Hallo, Alex", sagt Caroline in einer Stimme, die ihr selber fremd vorkommt. "Das ist aber eine nette Überraschung. Ich hatte dich erst am Dienstag erwartet."



    Alex steht langsam auf. "Hi, Cara", sagt er mit einem schiefen Grinsen. "Ich bin ein bisschen früher zurückgekommen. Wir haben drei Tage im Schneesturm gesessen, und dann hatten wir keine trockenen Klamotten mehr und nichts zu essen. Papa meinte, wir sollten die Tour abbrechen. Mensch, Cara, war das ein Gefühl, als die Zivilisation uns wieder hatte! Wir sind in eine Tankstelle reingewankt und haben erstmal literweise Cola getrunken. Heute morgen sind wir zurück gekommen. Ich hab nur schnell zu Hause geduscht und bin dann gleich losgefahren, weil ich dich überraschen wollte, aber du warst ja leider nicht da."
    "Naja, du hast doch nette Gesellschaft gehabt", erwidert Caroline mit mühsam beherrschter Stimme und einem Seitenblick auf ihre Cousine. "Ich wollte euch beide sowieso miteinander bekannt machen, aber das ist jetzt wohl überflüssig."



    "Alex hat zuerst gedacht, ich wäre du", erklärt Chrissy grinsend.
    Ganz schön cool, nachdem ich sie gerade erwischt habe, denkt Caroline bitter. "Er ist von hinten an mich rangeschlichen, weil er mich erschrecken wollte, aber dann hat er einen Schrecken gekriegt, weil er mich mit dir verwechselt hat."
    "Ich wusste gar nicht, dass wir uns so ähnlich sehen", meint Caroline trocken.
    "Nur von hinten", beeilt Alex sich zu versichern. "Chrissys Haare sehen genauso aus wie deine. Außerdem hab ich auch gar nicht damit gerechnet, jemand anderen im Bikini auf eurer Veranda anzutreffen."



    "Ich bin vor Angst fast gestorben", erzählt Chrissy weiter. "Ich hab ganz ruhig hier gesessen und gelesen, und plötzlich fiel jemand über mich her und meinte: 'Jetzt hab ich dich'. In dem Moment dachte ich nur an das, was du mir immer erzählst - ich meine, an irgendwelche gefährlichen Typen, die Mädchen überfallen. Aber als ich geschrien habe, ich würde die Polizei rufen, war er noch erschrockener als ich."
    "Ich hab's mit der Angst bekommen", ruft Alex. "Ich sah mich schon im Gefängnis sitzen. Ein Glück, dass du nicht durchgedreht hast."
    "Ja, und als das Missverständnis aufgeklärt war, haben wir uns richtig nett unterhalten", meint Chrissy unschuldig.


  • "Das habe ich gemerkt", erklärt Caroline. Chrissy scheint den eisigen Unterton in ihrer Stimme nicht zu bemerken, aber Alex wird immer verlegener.
    "Sie hat ... hm ... sie hat mir von ihrer Familie in Iowa erzählt und wie sie ihre Leute vermisst und..."
    "Schon gut, Alex", fährt Caroline ihm in die Parade. "Du brauchst mir gar nichts zu erklären. Lass uns raufgehen und was trinken. Ich war drei Stunden bei der Probe und bin total ausgetrocknet."
    "Ihr beide geht am besten allein rauf", meint Chrissy. "Ich will euch nicht auf die Nerven fallen, wo ihr euch doch so lange nicht gesehen habt. Außerdem will ich noch ein bisschen braun werden."
    Caroline bekommt zufällig mit, wie Alex Chrissy zuzwinkert, bevor er ihr ins Haus folgt.



    Sie sind kaum in der Wohnung, als er ihr die Hände auf die Schultern legt und ihr prüfend in die Augen sieht. "Sag mal, bist du etwa böse? Begrüßt man so einen Freund, der auf einem kalten, einsamen Berggipfel mit dem Tod gerungen hat?"
    Caroline senkt den Kopf. "Tut mir leid, Alex. Ich war nur ein bisschen ... überrascht, dich und Chrissy zusammen zu sehen."
    Alex grinst. "Hm, das gefällt mir", meint er. "Zwei Frauen, die um mich kämpfen! Ich sage ja immer - ein bisschen Eifersucht kann nicht schaden."
    "Über so was macht man keine Witze, Alex", schimpft Caroline. "Das ist wirklich nicht komisch."



    Er zieht sie in seine Arme und sagt lächelnd: "Eine Sorge bist du jedenfalls los: Chrissy ist gar nicht der Dorftrampel, mit dem du gerechnet hast. Ich meine, welches Mädchen vom Dorf trägt schon so einen Bikini! Ich könnte schwören, dass da ein teures Markenzeichen drauf war."
    "Dann musst du ja sehr genau hingeguckt haben", erwidert Caroline kühl. "Wenn ihr zwei noch näher zusammengerückt wärt, dann wären eure Nasen zusammengestoßen."



    Alex umarmt sie noch fester. "Du bist verrückt", flüstert er. "Hast du wirklich geglaubt, ich hätte mit Chrissy geflirtet? Ich hab nur mit ihr geredet und darauf gewartet, dass du endlich kommst."
    "Ha!" ruft Caroline mit blitzenden Augen. "Nennst du so was etwa reden?"
    Alex sieht sie zärtlich an. "Glaub es oder nicht, aber so war es. Rate mal, Cara, an wen ich gedacht habe, als wir da oben im Schneesturm festsaßen! Ich dachte, wenn Caroline hier wäre, dann wäre alles halb so schlimm. Wir hätten uns in dem kleinen Zelt zusammengekuschelt, und der Wind hätte geheult, und drinnen wäre es richtig gemütlich gewesen."



    Er sieht Caroline aus seinen großen Augen ernst an. "Ich hab dich vermisst, Cara. Ich hab die Tage bis zu unserem Wiedersehen gezählt."
    "Ich hab dich auch vermisst, Alex", flüstert sie.
    "Und warum muss ich dann so lange auf einen Begrüßungskuss warten?" fragt er. "Ich stehe schon seit geschlagenen zehn Minuten mit gespitzten Lippen hier." Er zieht eine drollige Grimasse, und Caroline muss lachen.



    "Du Spaßvogel", meint sie. "Komm schon!" Sie hebt ihr Gesicht zu ihm auf, und Alex küsst sie.
    "Hm, das war schon mal ganz gut", flüstert er. "Das heißt, als Vorspeise. Jetzt kommt das Hauptgericht."
    "Alex! Wir sind doch nicht allein im Haus. Stell dir mal vor, meine Cousine oder mein Vater kämen ausgerechnet jetzt rein."
    "Na, dann kriegen sie eben mit, wie wir uns küssen", meint Alex unbekümmert. "Ich wette, deine Cousine Chrissy würde mich nicht so kühl abfertigen. Bei ihr zu Hause auf der Farm sind die Leute angeblich sehr lieb und warmherzig."



    Caroline macht sich in Alex' Armen ganz steif, und er sieht sie verwundert an. "Hey, das war doch nur ein Witz, Cara! Bist du aber heute empfindlich! Sag mal, wie wär's! Gehen wir heute abend zusammen aus? Nur wir zwei?"
    "Alex, ich kann heute nicht. Meine Eltern wollen mit uns in die Oper gehen, und für Chrissy ist es das allererste Mal. Ich muss ihr todsicher alles haarklein erklären."
    Alex grinst. "Ach was, Opern sind doch alle gleich. Die Frau verliebt sich in den Falschen, irgendwer erdolcht sie, und der Geliebte bringt sich um. So einfach ist das."
    Caroline muss lachen, doch dann schüttelt sie den Kopf. "Ich würde wirklich lieber mit dir weggehen, aber ich kann nicht."
    "Sehen wir uns denn morgen?" fragt Alex unverzagt. "Wenn du Lust hast, fahren wir mit dem Wagen raus."
    "Okay", stimmt Caroline lächelnd zu. "Das wäre super."
    "Na gut, dann rufe ich dich morgen früh an. Wir packen was zu essen ein und machen irgendwo ein Picknick."



    Caroline blickt Alex aus dem Küchenfenster nach, als er zu seinem Wagen geht, und versteht sich selbst nicht mehr. Warum hat sie ihn so einfach weggehen lassen? Warum hat sie ihn nicht gebeten, den Nachmittag über dazubleiben. Seit er weg war, hat sie doch nur davon geträumt, ihn wiederzusehen. Irgend etwas stimmt nicht.
    In diesem Moment fällt ihr Blick auf Chrissy, die in ihrem winzigen Bikini an der Brüstung der Veranda steht und Alex nachwinkt. Caroline wird es plötzlich eiskalt. Jetzt weiß ich, was hier nicht stimmt, denkt sie bitter. Chrissy hat vor, mir Alex auszuspannen. Gut, er hat behauptet, er würde sich nicht für sie interessieren, aber das muss ja nicht bedeuten, dass sie sich nicht für ihn interessiert. Und eines hat sie sich ganz bestimmt nicht eingebildet - die beiden haben über eine Verabredung gesprochen. Sie hat es doch ganz deutlich gehört.
    "Chrissy Madden", murmelt Caroline vor sich hin, "ich wünschte mir, ich hätte nie was von einer Cousine in Iowa gehört!"


    Schreibt mir Kommentare!

  • Hi Nikita,


    wiedereinmal hast du es geschafft, und eine super Fortsetzung geschrieben! :up Mensch dein Ende hört sich an als ob demnächst der Zickenterror losbricht. Dabei glaub ich haben sich die beiden nur für etwas wie ein Museum oder so verabredet. Naja bin schon gespannt wie es weitergeht.


    Greetings Jadzia

  • der hat sie doch nicht mehr alle :tocktock. er hat ganz bestimmt mit chrissy geflirtet und caroline glaubt ihm das auch noch, wenn er sagt dass nix war. caroline, lass den typen einfach stehen, er is es nicht wert :motz. *michsoaufregenkönnt*


    naja, aber mit sowas hab ich echt nicht gerechnet. trotzdem is es gerade irrsinnig spannend. also spann uns bitte nicht zuu lange auf die folter :).

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  • Uhh, na endlich ein bisschen Spannung und Herz-Schmerz ! :applaus
    Bin mal gespannt, was da noch draus wird !
    aber supi FS ! :up :yeah

    [COLOR="LightBlue"][CENTER][FONT="Verdana"][SIZE="1"]|~And this is the wonder that's keeping the stars apart~|
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  • Ui supi! Die wird aber schnell eifersüchtig *g* mach weiter!!!

    [GLOWGREEN]Die Frauen lieben die Stärke, ohne sie nachzuahmen. Die Männer lieben die Zartheit, ohne sie zu erwiedern. löl net ernst nehmen![/GLOWGREEN]


    [GLOWORANGE]So ausserdem Grüß ich noch Wilkätzchen ;) Rike, Sweet-Sunny, Big_Bims, Aramis und natürlich Meggy!!!!!!![/GLOWORANGE]


    [SIZE=4]Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt![/SIZE] :yeah

  • Ohje, ohje, das sieht so aus, als würde demnächst ein böser Krieg ausbrechen... naja, Caroline kann mich an ihrer Seite zählen - so naiv kann doch nicht einmal ein Dorftrampel sein ;). SUPER FORTSETZUNG!


    Lg, Smeagol

    [center]
    Kähähä!
    [/center]

  • Oh,oh, na das kann ja noch heiter werden! Und ich dachte schon die zwei würden sich jetzt besser verstehen, aber da hab ich mich wohl getäuscht.
    Mach schnell weiter...


    So long
    Thiara

    [CENTER][COLOR="DarkOrchid"]Du bist das Beste, was mir je passiert ist
    es tut so gut wie Du mich liebst
    vergess den Rest der Welt
    wenn Du bei mir bist
    Du bist das Beste, was mir je passiert ist
    es tut so gut wie Du mich liebst
    ich sag's Dir viel zu selten
    es schön das es Dich gibt[/COLOR][/CENTER]

  • Wie immer super FS :klownie Mach so weida! ;)

    [SIZE="2"][COLOR="Purple"][/COLOR][COLOR="Magenta"]
    мαя¢єℓℓ & мαяιηα ѕιη¢є 04.05.2008 !


    ι¢н ℓιєвє ∂ι¢н ღ [/COLOR][/SIZE]


  • Super Fs! Mach schnell weiter!!!!!!!!!! ;) :klownie

    [GLOWORANGE][SIZE=2] :horse Liebe Grüße gehen an: Vanillagirl:knuddel,rübe:D, Christl, Dr. Huhn, , die die meine Fotostory lesen und alle die mich kennen![/SIZE] [/GLOWORANGE]
    [GLOWWHITE]Schaut doch mal bei meiner ersten Fotostory vorbei: Zickenalarm!:gewissn
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