DDM #4 - Abtreibung

  • Abtreibung - Schwangerschaftsabbruch



    (Das Thema Abtreibung hatte im letzten Monat gleich viele Stimmen, wie das Thema Nahtoderfahrung, deshalb geht es diesmal gleich ohne weitere Abstimmung zur Sache.)


    Schwangerschaftsabbruch


    Bekanntlich ist das ein sehr heikles Thema, welches auch immer wieder die Gemüter erhitzt. Sei es jetzt aus religiösen oder ethischen Gründen. Wir wollen hier kein neues Gesetz erfinden und auch keine Lösung anstreben. Uns interessiert einfach und allein eure Einstellung dazu und freuen uns auf einen fairen Meinungsaustausch.

  • Dann möchte ich gerne als erstes meine Meinung kund tun..


    Also ich halte allgemein nichts von Schwangerschaftsabbrüche.. Wenn ich ohne Verhütung mit jemanden schlafe und ich dann schwanger werde, dann muss ich auch die Konsequenzen tragen.. Zudem lebt dann in mein Bauch ein Lebewesen und ich persönlich könnte es nicht übers Herz bringen, dieses Lebewesen zu "töten" (den Eingriff machen ja die Ärzte, aber die Entscheidung liegt ja bei mir).. Es ist ja mein eigen Fleisch und Blut, auch wenn es nur wenige Zentimeter gross ist.. Darum finde ich es wichtig, dass, wenn man kein Kind haben möchte, immer verhütet (es geben ja mitlerweile so viele verschiedene Verhütungsmittel)


    Aber jeder soll und muss darüber selbst entscheiden ;)

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  • Erstmal muss man unterscheiden zwischen "Abtreibung" und dem "Schwangerschaftsabbruch" wie er im allgemeinen Sprachgebrauch definiert wird. Eine Abtreibung meint im landläufigen Sinne meistens die bewusste Entscheidung aus ethnischen, moralischen oder persönlichen Gründen, ein eigentlich gesundes Baby innerhalb der ersten 3 Schwangerschaftsmonate (auf D, CH, Ö bezogen) "abzutreiben" - das bedeutet, dass die Gebärmutter ausgeschabt und der Fötus "entfernt" wird... . Eine "Schwangerschaftsabbruch" ist im sprachgebräuchlichen Verständnis der notwendige Abbruch einer Schwangerschaft meist nach dem 3. Monat, weil das Leben der Mutter gefährdet ist oder es eine medizinische Indikation dafür gibt - wenn das Kind beispielsweise schwerst behindert ist oder eine so schlimme Erkrankung oder Fehlbildung hat, dass es im Mutterleib leidet und/oder keinerlei Überlebenschancen prognostiziert bekommt. Dann wird die Geburt eingeleitet und das Kind wird geboren und verstirbt entweder schon bei der Geburt oder kurz danach, oftmals wird es noch so behandelt, dass es sanft und schmerzfrei einschlafen kann.


    Die sprachliche Überlagerung beider Begriffe ist gerade für die Mütter und Väter, bei denen letzteres der Fall ist, oft sehr verletzend, weil sie ihr Kind ja praktisch verlieren und sich nicht ausgesucht haben, was passiert. Die Entscheidung zu einem Abbruch ist meist eine der härtesten des Lebens, weil es sich oftmals um Wunschkinder handelt, die nicht überleben können.


    Die klassische "Abtreibung" wird aus anderen Gründen entschieden - oft eben weil man zu früh und ungewollt schwanger wird. Manchmal aber auch, weil man in wirtschaftlichen und persönlichen Notlagen steckt. Oder aus medizinischen Gründen, die nicht klassisch als medizinische Indikation gelten - wenn die Mutter beispielsweise krank ist, zwar nicht so krank, dass es unmöglich wäre, ein Kind auszutragen, aber zu krank, um sich dem Risiko und den Belastungen zu stellen.


    Ob Abtreibung erlaubt sein soll oder nicht, die Frage stellt sich für mich nicht - denn wir wissen alle, dass seit es die Menscheit gibt auch Abtreibungen geschehen. Der einzige Unterschied ist der, dass früher noch viel mehr Frauen mit dem Leben dafür bezahlten, weil es in irgendwelchen Hinterhöfen, mit der "Stricknadel" oder mit furchtbaren Kräutergebräuen, die die Frauen fast selbst umbrachten, gemacht werden musste...


    Es ist einfach zu sagen, dass Abtreibung nicht sein darf, klar - aber keine Frau, die jemals eine solche Entscheidung trifft, selbst als junges Mädchen, wird konsequenzlos heraus gehen. Sobald man schwanger ist, wirken Hormone, die darauf programmieren, das ungeborene Leben zu schützen - auch wenn man ungewollt schwanger wurde. Und letztlich sind wir Frauen auch evolutionär ein Stückweit so gepolt. So ganz EINFACH entscheiden wird es also wohl niemand, der schwanger ist. Und auch wenn es in dem Moment relativ einfach entschieden wird - man wird irgendwann älter und kommt ggf. sogar an den Punkt, wo man einen Mann findet und mit ihm Kinder haben möchte. Spätestens wenn das dann passiert, werden die Gedanken wieder zu diesem "ersten Kind", das man in den Tod geschickt hat, zurückkehren.


    Ganz aus dem Gedächtnis und der Seele wird das wohl nie kommen - zumindest bei den meisten.


    Worüber man sich streiten kann, ist die Frage "Wie" oder "unter welchen Bedingungen" ... wie in hinblick die Regelung der med. Indikationen. Viele Indikationen sind klar, aber dass man zB schon bei Trisomie 21 oder dem Turner-Syndrom einen Abbruch machen darf (zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft!) ist sehr umstritten, da diese Krankheiten zwar Behinderungen darstellen, aber den betroffenen Kindern oftmals ein "relativ" normales Leben ermöglichen. Da werden oft Stimmen wach, dass das schon eine heftige Selektion widerspiegelt - wir suchen uns aus, ob wir "gesunde" oder "kranke" Kinder bekommen möchten.


    Von außen sagt sich aber auch das super leicht... in der Situation selbst würde ich nicht stecken wollen. Denn dass ein Leben mit einem deutlich behinderten Kind nicht einfach ist, ist klar - auch wenn man es sicher genauso liebt wie ein gesundes Kind, wenn nicht noch mehr.


    Genauso könnte man sich streiten, ob die 12. - 16. Woche nicht zu weit hinten angesetzt ist. Wer weiß, wie weit entwickelt die Babys da schon sind, wie viel sie nach neusten Forschungen schon empfinden und spüren... und sich vorstellt, dass sie operativ "entfernt" werden ohne Rücksicht auf alles...



    Was ich schlimm finde ist, wie in anderen Ländern mit "Abtreibung" umgegangen wird. Gerade ist China hier ja sehr in den Medien:Chinas Ein-Kind-Politik: Zwangsabtreibung im siebten Monat - taz.de
    Durch die Ein-Kind-Politik werden die Frauen teils noch wenige Tage vor der eigentlich Geburt zur Abtreibung gezwungen. Der o.g. Artikel geht um eine Abtreibung im 7. Monat.
    Was man dabei bedenken muss ist, dass die Babys auf die Welt kommen und schon lebensfähig sind. Das heißt - sie leben nach der Geburt, also eigentlich ist es auch nach der allg. Deklaration ein Tötungsdelikt, was da passiert. (auch wenn es das m.E. nach sowieso ist, egal ob das Baby noch lebt nach der Geburt oder nicht).

  • Erstmal muss man unterscheiden zwischen "Abtreibung" und dem "Schwangerschaftsabbruch" wie er im allgemeinen Sprachgebrauch definiert wird. Eine Abtreibung meint im landläufigen Sinne meistens die bewusste Entscheidung aus ethnischen, moralischen oder persönlichen Gründen, ein eigentlich gesundes Baby innerhalb der ersten 3 Schwangerschaftsmonate (auf D, CH, Ö bezogen) "abzutreiben" - das bedeutet, dass die Gebärmutter ausgeschabt und der Fötus "entfernt" wird...


    Meinen ersten Beitrag bezieht sich auf die Abtreibung bis zum dritten Monat.. Und da finde ich, dass die meisten doch Verantwortung zeigen sollen.. Wenn ich so dumm und leichtsinnig bin ohne Verhütungsmittel mit jemanden zu schlafen, obwohl ich weiß, dass ich noch zur Schule gehe oder mitten in der Ausbildung stecke, etc dann habe ich dafür kein Verständnis.. Es werden soviele verschiedene Verhütungsmittel angeboten und für jeden ist etwas dabei und dann kann ich die Ausrede "Ich vertrage die Pille nicht" nicht akzeptieren..

    Zitat

    Eine "Schwangerschaftsabbruch" ist im sprachgebräuchlichen Verständnis der notwendige Abbruch einer Schwangerschaft meist nach dem 3. Monat, weil das Leben der Mutter gefährdet ist oder es eine medizinische Indikation dafür gibt - wenn das Kind beispielsweise schwerst behindert ist oder eine so schlimme Erkrankung oder Fehlbildung hat, dass es im Mutterleib leidet und/oder keinerlei Überlebenschancen prognostiziert bekommt. Dann wird die Geburt eingeleitet und das Kind wird geboren und verstirbt entweder schon bei der Geburt oder kurz danach, oftmals wird es noch so behandelt, dass es sanft und schmerzfrei einschlafen kann.


    Das wiederum ist für mich verständlich, dass man dann abtreibt, weil das Kind schwer krank ist oder die Mutter in Gefahr ist, aber es geben auch einige Paare, die sich für ein behindertes Kind entscheiden (wenn diagnostiziert wird, dass das Kind behindert zur Welt kommt) und dann habe ich großen Respekt vor den Paaren, die ja zu einem behinderten Kind sagen..


    Ich werde auf religiöse und ethnische Gründen nicht eingehen, weil ich nichts davon verstehe und nichts falsches posten möchte..

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  • Wenn ich so dumm und leichtsinnig bin ohne Verhütungsmittel mit jemanden zu schlafen, obwohl ich weiß, dass ich noch zur Schule gehe oder mitten in der Ausbildung stecke, etc dann habe ich dafür kein Verständnis.. Es werden soviele verschiedene Verhütungsmittel angeboten und für jeden ist etwas dabei und dann kann ich die Ausrede "Ich vertrage die Pille nicht" nicht akzeptieren..

    Und was ist mit Frauen, die trotz korrekter Verhütung schwanger werden? Selbst bei einer Sterilisation beträgt der Pearl Index noch 0,1 bis 0,3 und damit ist die Möglichkeit, dennoch schwanger zu werden, fast so hoch wie bei der Pille. Die einzige Verhütungsmethode, die wirklich 100% sicher ist, ist der vollständige Verzicht auf Sex und alles was dazu gehört.


    Ein behindertes/krankes Kind abzutreiben finde ich btw genauso fragwürdig wie bei gesunden Föten. Hat das Kind denn, nur weil es nicht der Norm entspricht, kein Recht zu leben?


    Nur mal so als Denkanstoß.


    Ich habe grundsätzlich nichts gegen Abtreibung, solange diese gerechtfertigt ist - was natürlich auf die jeweilige Frau und deren Situation ankommt. Wer allerdings so blöd ist, ungeschützt durch die Gegend zu vögeln, der hat es nicht anders verdient.

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  • Und was ist mit Frauen, die trotz korrekter Verhütung schwanger werden? Selbst bei einer Sterilisation beträgt der Pearl Index noch 0,1 bis 0,3 und damit ist die Möglichkeit, dennoch schwanger zu werden, fast so hoch wie bei der Pille. Die einzige Verhütungsmethode, die wirklich 100% sicher ist, ist der vollständige Verzicht auf Sex und alles was dazu gehört.


    Wie viele Fälle kennst du denn, die trotz Pille/Sterilisation oder what ever schwanger geworden sind??? Ich kenne persönlich keine und ich denke eher, dass das unwahrscheinlicher ist.. Das ist vielleicht eine Frau von Tausende.. Also ich kenne keinen Fall..


    Aber ich denke mir auch immer, dass, falls man mal ungewollt schwanger wird, immer eine Lösung finden kann (und ich meine jetzt nicht die Abtreibung).. Ich habe eine Bekannte, die ist mit 19 Jahren ungewollt schwanger geworden, hat aber trotzdem das Kind bekommen und wohnt mit dem KIndsvater und der Kleinen zusammen.. Natürlich musste sie dann ihr Studium abbrechen, aber man muss ihm Leben halt das ein oder andere Opfer machen..


    Wie gesagt, diejenigen die durch die Weltgeschichte ungeschützter Sex haben, sind es selber schuld und da kann ich es absolut nicht akzeptieren.. Wenn Mutter und/oder Kind in Gefahr ist und es keine andere Lösung gibt (je nachdem werden die Kinder ja dann früher geholt) kann ich es absolut nachvollziehen.. Kinder, die behindert zu Welt kommen würden, ich denke da, das der Kopf ne große Rolle spielt.. Es geben welche, die trauen es sich zu, es geben welche, die trauen es sich nicht zu und man könnte sich nun darüber streiten, ob man es gut heißt oder nicht..

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  • Der Pearl Index kommt ja nicht von irgendwo, kein Grund gleich pampig zu werden.


    Und ja, ich kenne in der Tat eine, die trotz Verhütung innerhalb der nächsten 2 Wochen ihr erstes, ungeplantes Kind bekommen wird.


    Passieren kann immer mal was und dann steht man da, mit Kind aber ohne Zukunft.


    Man könnte auch noch als ganz böses Beispiel Schwangerschaften nehmen, die von einer Vergewaltigung herrühren. Dann ist das ungeborene Kind möglicherweise kerngesund, aber wie mag sich wohl die unfreiwillige Mutter fühlen. MMn kann man nicht einfach so allgemein sagen, dieses gehört verboten und jenes wäre okay, wenn man nicht das ganze Drumherum kennt und berücksichtigt.

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  • Ich sage hier nur meine Meinung und dabei werde ich nicht pampig ;) (man möchte ja auch, dass man sich hierzu äußert und ich mache das einfach.. und das wir alle verschiedene Meinungen haben, ist doch klar und ich zwinge hier auch niemanden meine Meinung auf.. Und wir sind halt nicht zu 100% der gleichen Meinung, aber dafür reiße mich mir doch kein Bein aus ;))
    Aber wahrscheinlich ist meine Pille einfach zu gut, dass ich trotz Antibiotika nicht schwanger geworden bin..
    Aber es geben ja auch Verhütungsmittel, die leichter sind oder halt eben stärker.. Ich habe eine Nachbarin, die bekam den Magen verkleinert und sie muss eine Pille nehmen, die viel leicht wirkt (allgemein muss sie sowieso aufpassen, was sie isst und welche Medikamente sie nimmt)

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    Einmal editiert, zuletzt von Lynie ()

  • Ich sage hier nur meine Meinung und dabei werde ich nicht pampig ;) (man möchte ja auch, dass man sich hierzu äußert und ich mache das einfach.. und das wir alle verschiedene Meinungen haben, ist doch klar und ich zwinge hier auch niemanden meine Meinung auf.. Und wir sind halt nicht zu 100% der gleichen Meinung, aber dafür reiße mich mir doch kein Bein aus ;))
    Aber wahrscheinlich ist meine Pille einfach zu gut, dass ich trotz Antibiotika nicht schwanger geworden bin..
    Aber es geben ja auch Verhütungsmittel, die leichter sind oder halt eben stärker.. Ich habe eine Nachbarin, die bekam den Magen verkleinert und sie muss eine Pille nehmen, die viel leicht wirkt (allgemein muss sie sowieso aufpassen, was sie isst und welche Medikamente sie nimmt)


    Sorry, aber vor allem den letzten Absatz versteh ich ehrlich gesagt gar nicht. Was hat ne Magenverkleinerung mit der Verhütungspille zu tun? Und was meinst du mit leichter? Das gibt alles keinen Sinn irgendwie.

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    Wohin gehen Gedanken, wenn man sie verliert?
    Wie klingt ein Lied, wenn es niemand hört?
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  • Die Pille hat schwächere Hormone und sichert sie nicht vollständig ;)
    Warum der Arzt ihr das aufschreibt, weiss ich nicht genau, aber er wird sicherlich seine Gründe haben und wenn er meint, dass eine Pille mit höherem Wirkstoff schlechter ist, dann meint er das halt so (warum auch immer).. Aber ich kann sie ja mal Gelegenheit fragen, warum es so ist ;)

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  • Na, das wäre ja für mich der absolute Schwachsinn. Wenn ich mir schon jeden Tag ne Hormonbombe gebe, dann will ich auch, dass sie sicher (im Sinne der Pille / Pearl Index) wirkt. Deine Nachbarin muss ja dann quasi zusätzlich verhüten, oder? Ich würde da ja gleich auf ne Alternativemethode (NFP & Kondom) umsteigen.

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  • Es gibt tatsächlich Formen der Pille, die schwächer und stärker sind. Das hat meines Wissens nach aber meistens nicht unbedingt mit der Verhütungssicherheit zu tun, sondern eher mit der Verträglichkeit ;) - wieviel Östrogen ist enthalten usw.
    Bei zB einem verkleinerten Magen ist vermutlich auch eine angegriffene Magenschleimhaut gerne mal der Fall und deswegen wird ein "nebenwirkungs" und "wirkstoffärmeres" Präparat empfohlen - das aber trotzdem unterm Strich gleich gut verhüten sollte. Der Pearl Index bleibt egal wie "stark" die Pille ist trotzdem unter 1, mit der einen vielleicht mehr und mit der anderen weniger. Zusätzlich verhüten muss man dann also praktisch genauso viel oder wenig wie sonst auch.


    Zum PI allgemein - es gibt KEIN Verhütungsmittel, das absolut sicher ist, wie Schwerelos schon schreibt. Das einzige wäre vollständige Abstinenz ;) - das hat bis Maria von Nazareth immer funktioniert ( ;) )
    Der PI der Pille liegt zwischen 0,4 und 0,9 - das bedeutet immerhin, dass 4 bis 9 von 1000 Frauen, die sie vorschriftsgemäß (!) nehmen, schwanger werden. So wenig ist das nun auch wieder nicht.


    PS Es gibt aber auch Hormonpräparate, die einfach den Zyklus beeinflussen, aber nicht verhütend sind. Vielleicht nimmt Deine Bekannte, Lynie, ja sowas. Die haben schon eine Wirkung, die eine Empfängnis unwahrscheinlicher macht, aber nicht verhütet.

  • kerstin, ja das muss sie dann.. Allgemein ist echt schon extrem, was sie nicht nehmen darf.. Noch nicht mal ein normales Medikament gegen Schnupfen.. Sie muss erst alles mit ihrem Arzt absprechen, ob sie es nehmen darf oder nicht..


    Innad, Ich kann, wie gesagt, bei Gelegenheit mal nachfragen und einen "Pillenvergleich" machen.. Wie gesagt, meine Pille ist ziemlich gut.. Ich hatte auch schon kritische Momente gehabt (wer hat die nicht) und ich habe immer meine Periode bekomme.. ;)


    Es kann ja sein, dass es wirklich so ist, dass Frauen trotz Verhütung schwanger werden, aber das ist doch halt eine geringe Anzahl und ich persönlich kenne keinen Fall ;).. Ob diese Frauen dann abtreiben oder nicht, liegt dann in ihrer Entscheidung.. Natürlich bin ich in dem meisten Fällen (außer die Ausnahmen) gegen Abtreibung, aber es ist ja nicht meine Entscheidung, was andere machen oder nicht.. Und jeder hat sein gutes Recht zu entscheiden, was für einen gut und schlecht ist ;)

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  • Innad, Ich kann, wie gesagt, bei Gelegenheit mal nachfragen und einen "Pillenvergleich" machen.. Wie gesagt, meine Pille ist ziemlich gut.. Ich hatte auch schon kritische Momente gehabt (wer hat die nicht) und ich habe immer meine Periode bekomme.. ;)

    Die Blutung während der Pillenpause hat allerdings wenig mit schwanger oder nicht zu tun, die ist nämlich nur eine Entzugsblutung, welche eintritt, wenn der Wirkstoff während den Pausentagen nachlässt. Darauf kann man sich nicht verlassen. (Wobei sich allerdings meiner Kenntnis entzieht, ob das bei allen Pillen so ist, oder ob es auch andere gibt..) Wer die Dinger ordentlich nimmt, kann sich normalerweise auf die Wirkung verlassen.. mein Leben würde ich aber nicht drauf verwetten.

    Und nur, um Innads Aussage zu vervollständigen..

    Zitat von wikipedia.de

    Demnach bedeutet zum Beispiel ein Pearl-Index von 15, dass von 100 Frauen, die mit einer bestimmten Methode ein Jahr (zwölf Zyklen) lang verhüten, etwa 15 schwanger werden.

    Fand's nur angebracht, mal kurz zu betonen, dass sich die Zahlen auf Schwangerschaften pro Jahr beziehen, nur damit keiner was falsches denkt.


    Aber das kommt jetzt doch langsam irgendwie vom Thema ab :kopfkratz


    Ich für meinen Teil würde jedenfalls nicht damit klar kommen, schwanger zu sein.. und Gott, oder wemauchimmer, sei's gedankt, war ich es auch noch nie und habe auch nicht vor, es jemals zu werden. Hin und wieder träume ich mal davon und wache dann mittendrin völlig fertig auf - das sind Alpträume allerfeinster Güte. Dementsprechend würde ich auch niemanden verurteilen, der sich für eine Abtreibung ausspricht.


    Wie auch immer, für mich ist erstmal Schlafenszeit.

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  • Die Blutung während der Pillenpause hat allerdings wenig mit schwanger oder nicht zu tun, die ist nämlich nur eine Entzugsblutung, welche eintritt, wenn der Wirkstoff während den Pausentagen nachlässt. Darauf kann man sich nicht verlassen. (Wobei sich allerdings meiner Kenntnis entzieht, ob das bei allen Pillen so ist, oder ob es auch andere gibt..) Wer die Dinger ordentlich nimmt, kann sich normalerweise auf die Wirkung verlassen.. mein Leben würde ich aber nicht drauf verwetten.


    Habe ich es denn falsch im Kopf, dass man ja die Blutung bekommt, weil das Ei nicht befruchtet ist, sich somit nicht in der Gebärmutter einnisten kann und somit die Blutwand am Rand entlang der Gebärmutter sich ablöst = Periode??? (Biologieunterricht ist schon lange her(also das die Pause der Pille nicht alleine Grund ist, dass man die Periode bekommt))

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    Einmal editiert, zuletzt von Lynie ()

  • Lynie: das ist der normale Vorgang, wenn Du keine Pille nimmst. Die Pille verhindert ja, dass überhaupt eine Eizelle reift und springt ;) Wie Schwerelose schreibt, die "Periode" ist eigentlich reine Entzugsblutung. Wenn man trotz Pille schwanger wurde, kriegt man sie aber meistens dann doch nicht (durch die SS-Hormone) oder nur ganz schwach.

  • Ich bin verwirrt. :confused: Entweder hat man uns in der Schule jahrelang was falsches vorgegaukelt oder ihr vertut euch?
    Der Körper bereitet sich jeden Monat darauf vor, ein befruchtetes Ei in der Gebärmutter einzunisten, aus welchem dann der Fötus entstünde. Dafür "stockt" die Gebärmutter auf.
    Die Pille nun sorgt dafür, dass sich kein Eisprung stattfindet. Wenn sich jetzt also kein Ei in der Gebärmutter einnistet, merkt der Körper, dass das aufstocken unnötig war und stösst es wieder ab (=Monatsblutung), um sich im neuen Monat wieder auf eine mögliche Schwangerschaft einzustellen... So hab ich das zumindest gelernt, und mein Biounterricht ist noch nicht besonders lange her. :D


    Zum eigentlichen Thema;
    Ich erzähl da gern die Geschichte von meiner Mutter, die eigentlich nie Kinder wollte und es von daher auch nicht schlimm fand, als die Ärzte ihr sagten, sie sei unfruchtbar. Mit 21 wurde sie dann aber doch schwanger, natürlich hat sie mit dem Gedanken der Abtreibung gespielt, sich aber letztendlich dagegen entschieden. Also heiratete sie blutjung meinen Vater und weils so schön war, zeugten sie gleich noch drei weitere Babys. :D
    Heute sagt sie, dass diese Zeit, so jung und mit vier kleinen Kindern unheimlich stressig war, aber sie hat ihre Entscheidung nicht eine Sekunde ihres Lebens bereut und würds wieder genauso machen. Sie ist froh um uns und möchts nicht missen.

    [INDENT][INDENT][INDENT][h=3]Nimm ein Kind bei der Hand
    und lass dich von ihm führen.
    Betrachte die Steine, die es aufhebt
    und höre zu, was es dir erzählt.
    Zur Belohnung zeigt es dir eine Welt,
    die du längst vergessen hast.
    [/h][/INDENT]
    [/INDENT]
    [/INDENT]

  • Nicci, ich war auch verwirrt, darum hatte ich ja nochmal nachgefragt, weil ich es auch noch so im Kopf hatte (vom Biounterricht halt)..


    Aber dann stellt sich mir die Frage, wenn eine Frau trotz Verhütung schwanger wird, aber sie weiterhin die Pille nimmt (weil sie erst später merkt.. Die Schwangerschaftssymptome treten ja nicht sofort ein), bis der Monat vorbei ist, tötet sie damit nicht ihr Kind?? (oder ihr Kind bekommt davon Schäden ab.. Kann auch sein, dass es dem Fötus nichts ausmacht.. Es ist nur so eine Frage, die mich interessiert, was passiert, wenn man schwanger ist (es aber noch nicht weiss) und weiterhin die Pille nimmt..)

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    Einmal editiert, zuletzt von Lynie ()

  • Die Entzugsblutung ist nur eine leichte Blutung aus der Gebärmutterschleimhaut, das Ei kommt ja wegen fehlendem Eisprung gar nicht so weit.
    Ohne Pille wird die Schleimhaut aufgebaut, damit sich das Ei einnisten kann, diese wird aber abgestoßen, wenn das Ei nicht befruchtet wird.
    Mit Pille hat man also keine "richtige" Blutung, das leichte Bluten wird durch den Abfall des Hormons durch die Pillenpause ausgelöst.

  • Die Pille hat angeblich keinen Einfluss auf eine bereits bestehende Schwangerschaft. :kopfkratz


    Und das was im Bio Unterricht über die Monatsblutung erzählt wurde, ist schon richtig, gilt aber eben nicht mehr, sobald die Blutung von der Pille kommt. Wenn man die Dinger länger absetzt, normalisiert sich das ganze wieder.


    Zitat von wikipedia.de

    Das in der Antibabypille enthaltene Östrogen senkt die Sekretion von FSH, das für die Reifung der Follikel zuständig ist. Auf diese Weise unterdrückt es den Eisprung, während das Gestagen die Befruchtung und Einnistung einer Eizelle verhindert, sollte es doch zu einem Eisprung gekommen sein.[9] Mit den meisten „Pillen“ wird ein regelmäßiger „Zyklus“ herbeigeführt, indem nach 21 Tagen Tabletteneinnahme 7 Tage lang entweder keine Tablette oder aber eine wirkstofffreie Tablette eingenommen wird. Die letzte Variante hat zur Folge, dass – der Einfachheit halber – jeden Tag eine Tablette genommen wird und die Einnahmepause nicht versehentlich länger als 7 Tage dauert, wodurch kein Schutz vor Empfängnis mehr gegeben wäre.


    Weil in der Einnahmepause keine Hormone zugeführt werden, wird die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut nicht aufrechterhalten, und es kommt zu einer Entzugsblutung (Abbruchblutung). Da die Abbruchblutung vielfach schwächer ausgeprägt ist als die Menstruation, wird die Antibabypille auch zur Behandlung einer starken Regelblutung (Hypermenorrhoe) bei gleichzeitiger Empfängnisverhütung eingesetzt. Neben dem konservativen Einnahmeschema kommt zunehmend die Einnahme im Langzeitzyklus zur Anwendung. Hierbei werden wirkstoffhaltige Tabletten durchgehend genommen und es kommt zu keiner Entzugsblutung mehr.

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