Ein Schatten am Tage und in der Nacht ein Licht

  • Vorwort



    Ich möchte diese Geschichte gern den Leuten widmen, die mir am wichtigsten sind. Meinen Freunden und der Familie. Also jenen Leuten die stets an mich geglaubt haben, die mich so lieben wie ich bin und mich immer wieder auffangen wenn ich ins straucheln komme.

    Ich danke Euch!






    Kapitel 1

    Teil 1

    An diesem Morgen wurde ich von einem ohrenbetäubenden Lärm aufgeweckt. Der Wecker ging und ich hatte keine Ahnung wieso. Es war Samstag, außer das ich noch einkaufen musste war doch da nichts weiter. Semesterferien waren auch, also hatte dieses Ding von Wecker auch kein Recht mich aus meinen süßen Träumen zu holen. Nach dem Lärm konnte ich auch nicht mehr wieder ein schlafen. Das einzige Resultat war, das ich anfing zu schwitzen und mich nur hin und her wälzte und so was mag ich gar nicht. Ich beschloss erst mal auf zu stehen und mich traf fast der Schlag. Es war mitten in der Nacht. Um halbdrei hat mich das blöde Ding aus dem Bett geschmissen. Das war mir unbegreiflich was ja auch um die Uhrzeit nicht sonderlich verwunderlich ist.




    Der Druck in der Blase erinnerte mich daran weswegen ich eigentlich aufgestanden war. Auf dem Weg ins Bad wurd mir schmerzlich bewusst das ich den Vorabend deutlich zuviel getrunken hatte. Der Alkohol pochte noch immer in meinen Adern und brachte mich immer wieder ins Taumeln. Zweimal stieß ich mir den Ellenbogen an der Türklinke ein bis ich mich endlich erleichtern konnte. Das war einfach nicht mein Tag. Mein Kopf wurd schwer und er find dann auch noch an zu dröhnen. Mich selbst verfluchend machte mich also auf in die Küche um mir eine von diesen Aspirin, die es hier gibt, zu holen und wo ich dann schon dabei was machte ich mir auch noch gleich einen Kaffee.



    Kaffee kochen gehört nicht zu meinen Stärken. Er war zwar genießbar, aber so gut wie meine kleine Charlize macht den keiner. Meine kleine fehlte mir doch sehr und mir gefiel es auch gar nicht das ich hören musste, das sie Probleme in der Schule hat. Sonst hab ich immer um Nachhilfe gebettelt und nun? Das ließ mir keine Ruhe. Das gestrige Telefonat mit Fabien wollt mir nicht aus dem Kopf gehen. Sie klang so besorgt und das sie nicht mehr an Charlize heran kommt. Was eigentlich sehr ungewöhnlich ist, da die beiden Zwillinge sind und sonst immer ein Herz und eine Seele waren. Je länger ich über das Telefonat nachdachte um so mehr Sorgen machte ich mir. Wenn es keinen Grund zur Sorge gäbe würde Fabien nie ihren blöden großen Bruder um Hilfe bitten. Ich weiß nicht ob ich als Retter so unbedingt was tauge.



    Da so eine Grübelei am frühen Morgen meist nichts bringt, ließ ich mir ein heißes Bad ein,
    da mein Rücken total verspannt war und ich noch ein anstrengendes Training vor mir hatte, war das die einzig kluge Entscheidung die ich um die Uhrzeit treffen konnte. Doch mein Plan mit der Entspannung des Rückens ging nicht auf.




    Kaum hatte ich es mir in der Wanne bequem gemacht, da klingelte das Telefon. Um viertel vor vier in der Früh klingelte unser Telefon und ich saß in der Wanne. Mir blieb nichts anderes übrig als pitsch nass aus der Wanne zu steigen und zum Telefon zu wanken, denn ich wusste das dass nur Ärger zu bedeuten hatte. Nicht viele haben unsere Nummer, da sie unter einer gewissen Geheimhaltung liegt. Das hieß das egal wer da anrief eine triftigen Grund dafür hatte.



    Ich eilte also zu Apparat und dachte Wunders was passiert war und wen hatte ich an der Strippe? Charlize, die sich natürlich köstlich amüsierte meine abgehetzte Stimme zu hören.
    „ Weißt du wie spät das ist?....... Wie du weißt ..........??? Wie was? Es ist gut das ich schon mal aufgestanden und ansprechbar bin????? Was? Ja ich komme aus der Wanne. Wie ich knister dir zu sehr? Weißt du das ist mir völlig egal ob ich knister oder nicht! Das kann nun mal passieren wenn man noch voller Seife ist! Wie wärs denn wenn du später noch mal anrufst. Wie das geht nicht??????? Jaaaa haaaaaaa ich habe schon meinen Kaffee intus!!!!!!! Ich bin nicht schlecht gelaunt!!!!! ..... Na ja eigentlich schon, aber ich weiß jetzt auch nicht was los ist. Würdest du mir das mal erklären was so wichtig ist das dass nicht noch ein wenig warten kann. Ah ja sehr gütig, ich höre! WWWWWWWWWWWas! Wie schon ? Sch...e verdammte! Das ist ja mal grad noch eine halbe Stunde die ich zeit hab! Warum hast du denn nicht schon früher angerufen? Wie hast du? ....... ähmm hab ich wohl nicht gehört. Ja ja ich war beschäftigt. Nee nee das mit den Einzelheiten lassen wir mal schön! Ob meine Laune jetzt gestiegen ist? Nee nicht wirklich. Also dann bis gleich und lenk bitte die Oldies ein wenig ab. Vor allem Fabien. Die lacht sich doch gleich wieder halb krank. Kann nämlich sein das ich mich etwas verspäte. Wie Plan B? Ach das hast du geahnt? Wie nett! Wenn ich dich in die Finger krieg! Bis gleich. Warts nur ab!“



    So jetzt hatte meine Wenigkeit ein Problem. Ich war ein wandelndes Schaummonster und um halb fünf sollte ich beim Flughafen sein um meine Eltern und meine Schwestern ab zuholen. Wie ich dann feststellen musste war das Outfit- und Frisurproblem nicht das einzige was ich nun hatte. In dem anderen stand ich grad. Das Wohnzimmer sah nicht gerade sehr einladendend aus. Der Tisch mit allem darauf war in Cola getränkt und überall auf dem Teppich flogen mehr oder weniger zertretene Chips und Flipps. Kurzum es sah aus wie nach einer Teenieparty. Dabei sollte man doch meinen das man mit zwanzig so langsam aus dem Alter raus ist. Aber wenn man wir mal ehrlich sind, kommen Männer eigentlich nie aus ihrer Pubertät heraus. Ich wusste nur das ich mich jetzt beeilen musste, denn ich brauchte allein schon eine halbe Stunde um zum Flughafen zu kommen und mein Erscheinungsbild hatte sich noch immer nicht verändert. Das Chaos konnte warten. Mit Ärger musste ich nicht unbedingt rechnen. Mein Vater würde wahrscheinlich in sich hineingrinsen und meine Mutter wird einen Spruch ablassen, aber dann wär das auch erledigt, weil sie genau weiß das ich meinen Mist immer selbst weg mache. Nur Charlize wird mich mit Sicherheit vorwurfsvoll ansehen und das ist mir doch schon sehr peinlich. Da ich doch eigentlich ein Vorbild seinen sollte und heute war ich ein besonders gutes.



    Schlagartig war mir dann auch noch übel. Das machte mir klar das ich jetzt erst recht in der Klemme saß. Mein Alkoholspiegel war bestimmt noch enorm hoch und damit sollte ich diese protzige Limousine fahren. Ich grübelte darüber nach, während ich mit von dem Schaum unter der Dusche befreite. Mir fiel niemand ein den ich um die Uhrzeit aus dem Bett holen konnte. Für die blöde Limo gabs auch eigentlich einen Fahrer, aber der würde ihr erst nach ihrer Ankunft zur Verfügung stellen werden und Florian konnt ich nicht fragen. Der hatte ja auch was getrunken und sein Fahrstil litt doch sehr unter Alkoholeinfluss. Das wollte ich dann meinen Lieben auch nicht antun. Egal wie ich es drehte und wendete ich musste mich ans Steuer setzten, denn meine Eltern zu bitten mit dem Taxi zu kommen, konnt ich nicht. Der Sicherheitstyp von meiner Mutter würd mich wahrscheinlich mal eben einen Kopf kürzer machen, wenn meine Mutter in einem gewöhnlichen Taxi nach Hause gefahren würde und nicht in ihrer gepanzerten Limo. So oder so würd es Tote geben. Eigentlich musste ich ja nur den Weg zum Flughafen schaffen. Auf dem Rückweg kann mein Vater ja fahren oder ich bring Charlize das Fahren von größeren Autos bei. Die hat ihren Führerschein ja schon anerkennen lassen und von Alkohol beim Fliegen hält sie nicht viel. Das wusste ich. Also die war hundert pro nüchtern.



    Sir Henry konnte ich auch nirgends finden , also machte ich mich schweren Herzens und Kaffee schlürfend auf den Weg.

  • Hey Anubis!
    Das ist eine tolle FS.
    Dein Schreibstil gefällt mir, auch wenn ich ehrlich gesagt erst auf dem bild wo der Typ Kaffee macht, erkannt habe das er ein Junge ist.... :lollen
    Ich finde es total gut beschrieben, alles so schön... ausschmückend, und die Bilder sind auch allererstesahne :-)
    Ich freu mich auf die Fortsezung

    Grüße Obstsalat

  • hi,
    bisher spricht mich deine fs schon sehr an. es gab zwischendurch ein paar sätze (nicht mehr als drei ;)), bei denen ich ein bisschen grübeln musste, und kleinere rechtschreibfehler, aber im gesamten ist dir der text sehr gelungen und äußerst interessant.
    mir gefällt, dass du versuchst ein wenig witz einzubauen und auch ein bisschen spannungsverlauf erkennen lässt.
    hab zwar auch anfangs gedacht, die hauptperson wäre weiblich, aber spätestens bei dem wort "bruder" ist bei mir der groschen gefallen. vllt. bin ich zu müde, normalerweise kapier ich so etwas schneller.... :rolleyes
    das einzigen zwei details die mir wirklich als störend aufgefallen sind, waren der abprupte wechsel von großer schrift zu kleiner und die unterschiedlichen größenverhältnisse der bilder.
    inhaltlich gefällt mir die anfangszene und auch der teil mit der badewanne und dem knistern am hörer. ein kleinwenig verwirrend finde ich gewissen "Sir Henry". ist das jetzt der chauffeure oder jemand ganz anderes? hoffe auf baldige aufklärung. das, mit den zwillingen macht mich übrigens auch sehr neugierig und ich bin sehr gespannt, was mit Charlize ist und was es mit der geheimhaltung auf sich hat. übrigens gefallen mir die namen, also "Fabien" und "Charlize". Und dann fällt mir gleichzeitig noch auf, dass du uns noch gar nicht den namen von dem kerlchen verraten hast. ein bisschen ungewöhnlich fand ich noch, dass seine schwester um diese uhrzeit anruft, weil sie - und die anderen - vom flughafen abgeholt werden möchte. ist das ein sehr spontaner "überfalls"-besuch?! die fotos sind nicht schlecht geworden, nicht zu voll und auch nicht langweilig. bei den bildern mit seiner kaffeemaschine sieht man zwar eine leere nachbarschaft, aber das fällt garantiert nur so jemandem pingeligem, wie mir auf :D.
    zusammenfassung: der teil ist dir gutgelungen, du gibst uns viele rätsel auf und da das nur der anfang war bin ich sehr auf den rest gespannt und werde mit freuden weiterlesen.


    lg Lionimaus


    PS: mir gefällt sein haus, hoffe man sieht noch ein bisschen mehr davon ;)

    [center][center]Dass die erste Liebe die größte war, merkt man erst bei der zweiten.[/center][/center]


    [center][/center]

  • Wow, super Anfang! Gefällt mir sehr! Freu mich schon auf die Fortsetzung.

    Die paar kleinen Rechtschreibfehler stören mich nicht, aber einen Satz musste ich dann doch mehrmals lesen, bis ich ihn verstanden habe.

    Mach weiter so!!!

    LG Kefi

  • Danke für die lieben Kommentare. Ich freu mich wirlklich sehr über jede einzelne Rückmeldung.


    Das Haus habe ich selbst gebaut und man wird im laufe der Geschichte sicherlich noch mehr davon zu sehen bekommen.


    Und nun spanne ich euch auch nicht weiter auf die Folter.



    Teil 2

    Ich machte es mir im Auto bequem und verfrachtete dann erst mal eine andere CD in den Player. Mit Beethovens 5 ten würde ich bestimmt nicht weit kommen, außer ich hätte vor, vor den nächsten Baum zu schnarchen. Nun danach war mir nun gar nicht. Die letzte Bekanntschaft die ich mit einem Baum gemacht hab, war nicht gerade der Hit und ganz bestimmt nicht weiter zu empfehlen. Nach dem die musikalische Einschlafhilfe entsogt war machte ich mich auf den Weg. Ich entschied die Autobahn zu meiden, denn dort war die Gefahr größer in eine Kontrolle zu kommen und das was das Letzte was ich jetzt noch gebrauchen konnte. Also wählte ich die Bundesstraße, da brauchte ich mich nur mit den vierbeinigen Waldbewohnern anzulegen und nicht mit den zweibeinigen Revierbewohnern.



    Je näher ich dem Flughafen kam, desto mehr stieg meine Laune. Seit einem Jahr hab ich meine Eltern nicht mehr gesehen, nur Charlize hatte ich zwischendurch noch mal gesehen. Die war in ihren Ferien noch mal gekommen. Als Grund gab sie an, das sie sich schon einmal ihr neues Zuhause anschauen wollte, aber nach dem Gespräch mit Fabien hab ich da eine andere Vermutung und wenn ich damit recht habe, sollte ich mit schämen. Nicht das ich mich nicht um sie gekümmert hab, aber ich hab sie überall hingeschliffen und wir hatten kaum mal die Gelegenheit in ruhe zu reden. Aus Angst das sie sich langweilen könnte und mich dann nicht mehr besuchen mag, hab ich mir fast ein Bein ausgerissen und das einzige was sie wollte, war vielleicht nur mit mir reden. Ich war ja so blind. Sie kam so oft zu mir am Abend und hat sich zu mir gesetzt und ich hatte nichts anderes zu tun gehabt, als sie mit irgendwelchen DVD´s zu belästigen. Die ganze Hektik die ich da an den Tag legte tat meinem Knie auch gar nicht gut. Ich hätte mir einiges ersparen können und ich stände jetzt nicht so als Volltrottel von Bruder da. Der Gedanke das unser kleiner Sonnenschein ein Problem hat, ließ mein Herz schwer werden.



    Dann wurd ich aus meinen Gedanken gerissen von einem landenden Flugzeug. Es war nicht mehr weit und ich musste mich auch schon bald durch den Schilderwald wuseln. Das was gar nicht so leicht, aber ich fand dennoch den richtigen Weg. Ich stopfte mir schnell noch einen Pfefferminz in den Mund, denn ich wusste was jetzt gleich kommen würde und hielt direkt am Vordereingang im Halteverbot. Wie erwartet kam auch schon ein stock sauerer Parkwächter auf mich zu gerannt und dem folgte auch noch ein Polizist. Grade als der Parkwächter anfangen wollte mir die Leviten zu lesen, wurd er auch schon von dem Polizisten zur Seite geschoben. „ Herr di Marco? Ist das richtig?” „ Ja, anwesend. Sie wollen bestimmt meine Papiere sehen?“ „ Das ist mir sehr unangenehm, aber leider ist das Vorschrift.“ Ich zeigte ihm meine Papiere und er gab sich damit zufrieden. „ Ich muss ihnen leider mitteilen, das ihre Familie noch nicht landen konnte. Wegen eines Notfall musste eine andere Maschine vorgezogen werden und die von ihrer Familie musste leider in die Warteschleife. Mir wurde eben mitgeteilt das sie jetzt die Landeerlaubnis erteilt bekommen haben, das heißt sie müssten sich noch ein wenig gedulden.“ „ Kein Problem. Dann geh ich jetzt noch einen Kaffee trinken“ Ich musste ziemlich in mich hinein grinsen, denn jetzt war ich nicht mehr der jenige der zu spät war. Also holte ich mir erst mal einen Kaffee und die Zeitung. Dann setzte ich mich in eine ruhige Ecke und wartete zwanzig Minuten.



    Dann ging ich zu deren Terminal und wartete dort, denn jetzt konnte es nicht mehr lang dauern. Es dauerte auch nicht lang und da kamen sie mir auch schon entgegen . Kaum erblickte Charlize mich, stürmte sie auch los und schlang ganz fest die Arme um mich.



    Ich drückte sie sanft und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „ Andréi, wie schön das du da bist.“ „ Na für dich kleines Sonneküken, bin ich doch immer da!“ Dieser Spruch verfehlte seine Wirkung nicht. Ihre Augen wurden groß und glasig. Ich nahm sie noch mal in den Arm und ich merkte das sie am zittern war. Der Kleinen gings wirklich nicht gut, das war klar. Ich schaute mich um wo die anderen blieben, aber meine Mutter hatte die beiden irgendwie beschäftigt mit etwas anderem. Mir war das sehr recht und als sich unsere Blicke trafen wusste ich, das sie das absichtlich gemacht hat, damit ich Charlize in ruhe begrüßen konnte. Ich löste nach einer Weile die Umarmung eine wenig, zu mindestens so das ich ihr wieder in die Augen schauen konnte. „Charlize so leid es mir tut, aber du musst gleich die Limo fahren. Dein Bruder ist leider ein riesen Rindvieh. Ich hab gestern zu viel getrunken, weil ich ganz vergessen hatte, das ich euch ja abholen sollte.“ „Ich soll das riesige Ding fahren? Hast du einen Knall? Das schaff ich nicht.“ Ich steifte ihr ein Strähne aus dem Gesicht. „Doch das schaffst du. Ich bin ja dabei. Ich kann es nur nicht verantworten, das ich noch einmal fahre und schon gar nicht wenn noch andere mit im Wagen sind. Das geht einfach nicht. Du wirst sehen das klappt schon.“ „ Aber du bist doch der Beifahrer oder? Ich hab Angst.“ „ Keine Angst ich bin der Beifahrer und Fabien lass mal meine Sorge sein.“ Bevor Charlize doch noch widersprechen konnte, löste ich die Umarmung ganz und ging rasch zu den anderen.




    Wir begrüßten uns schnell, denn meine Mutter drängte jetzt darauf zu gehen. Sie war sehr müde und hatte einen anstrengenden Tag hinter sich. Mein Vater sah auch nicht viel besser aus und Fabien zickte wie immer rum, nur war das jetzt langsam kaum zum aushalten, denn auch sie war auch müde. Charlize war kreide bleich und die Lage wurde brenzlig. Mein Vater und ich schnappten uns das „Handgepäck“ der Lady´s und machten uns auf den Weg zum Wagen. Es war der Wahnsinn, elf Taschen als „Handgepäck“. Na ja eins davon war der Rucksack von Charlize , aber mehr hatte die auch nicht. Mehr brauchte man doch auch eigentlich nicht. Mir ist das unbegreiflich. Mein Vater ging den Rest holen während ich den Kram verstaute. Ich hörte dann ein künstliches Räuspern und ich schaute woher das kam. Fabien stand vor Wagen und schaute mich erwartungsvoll an. Ich wusste erst nicht was sie wollte, doch irgendwann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Sie dachte wohl ich halte ihr die Tür auf. Ich wusste in dem Moment echt nicht wie ich reagieren sollte, doch das erledigte sich von selbst. Charlize sah das und schoss sofort auf Fabien zu. „ Sag mal seit wann bist du zu doof um eine Tür aufzumachen?“ Fabien wurd sauer und stieg zeternd in den Wagen ein und ich wusste echt nicht was ich davon halten sollte. Meine Eltern stiegen dann auch ein und ich gab Charlize den Autoschlüssel.



    Als wir dann im Wagen saßen hatte sich Fabien richtig warm gezetert und war nicht zu ertragen. Charlize schaute mich groß an und ich sah, das sie das ganz schön nervös machte. Ich nickte nur meinem Vater zu und drückte auf einen Knopf auf der Mittelkonsole. „Das haben wir gleich“ sagte ich. Mein Vater fing an zu lachen . Die Trennwand zum Fahrerhaus fuhr hoch und durch einen zweiten Kopf konnte ich auch die Geräusche von hinten ausschalten. Wir hatten also unsere Ruhe und ich konnte Charlize nun endlich auch zeigen wie man so einen Schlitten fährt.

  • Kompliment. Sehr guter Schreibstil und tolle Fotos. Eine wirklich lohnenswerte Story, die ich bestimmt weiterverfolgen werde.
    Am Anfang war ich zwar kurz irritiert, da ich nicht wusste ob ich es mit einer Frau oder einem Mann zu tun habe. Aber ein Blick auf die Unterhose hat mich dann aufgeklärt. :D
    Ich stehe ja nicht so auf Männer mit langen Haaren (ehrlich gesagt überhaupt nicht), aber ihm stehen sie eigentlich ganz gut.

    LG Rivendell

  • Ich danke euch für die lieben Kommentare. Die sind hier immer sehr gern gesehen. So und nun endlich


    Teil 3

    Ich war heilfroh das dass Geschnatter von Fabien durch die Trennwand nicht zu hören war. Ich hatte jetzt ein ganz anderes Problem. Ich hatte noch nie einen so großen Wagen gefahren. Schon beim Anlassen des Wagens konnte ich die PS unter der Haube spüren. Deshalb wollte ich auch nicht so genau wissen, wie viel das genau sind. Zum Glück war das ein Automatik und die Sorge das ich das Monster hier abwürgen könnte viel flach. „Bist du sicher das ich das schaffe?“ Ich verstand nicht das er sich dessen so sicher sein konnte. Er wusste doch nicht wie ich fahre. Er hatte doch auf dem Weg zu unserer Oma in Bosten tief und fest geschlafen wie der andere Rest im Auto, als ich unseren Vater ablöste, auf der Fahrt dahin. Er lächelte mich nur an. Er war ja so ein Schelm, denn seine Augen fingen an zu blitzten. Ich liebe dieses Blitzten und dieses verschmitze Lächeln. „ Ich bin mir da ganz sicher das du das schaffst. Dachtest du das ich wirklich geschlafen hab?“ er zwinkerte mir nur zu „ Ich wollte dich nur nicht nervös machen. Reichte das du Paps neben dir hattest.Ich weiß das du gut fährst und ich bin ja auch noch da. Jetzt entspann dich mal.“ Das war ja nicht zu fassen! Da hat er uns alle einen vorgemacht. Das war ja mal wieder typisch und alle sind ihm auf den Leim gegangen. Aber ich war froh ihn wieder um mich zu haben und das er jetzt neben mir saß. Obwohl ich ein totales schlechtes Gewissen hatte. Er hatte so viel aufgegeben und das wahrscheinlich nur wegen mir. Zu mindestens vermutete ich das. Ich kam mir ja so egoistisch vor, aber dennoch genoß ich seine Gegenwart.



    „Stimmt es das du ein Semester wiederholen musst?“ „Na das hat sich ja schnell rumgesprochen.“ Ich wurd rot. „Ähmm ich hab gehört das Dad ein ernstes Gespräch mit dir führen will.“ Ich schämte mich, aber ich konnte doch nicht zulassen das ihn das so unvorbereitet trifft. Ich wusste ja warum er das Semester vermutlich nicht geschafft hatte, aber ich hatte ihm ja versprochen nichts zu verraten. „ Aha du hast gelauscht?“ „ Nee eigentlich nicht. Dad war nur so laut. Er macht sich Sorgen um dich.“ „ Ah ja na da ist er ja nicht der einzige der das tut.“ Murmelte er und nun war ich völlig planlos. Was hatte das nun schon wieder zu bedeuten? „Heißt das, dass du denkst du schaffst dein ganzes Studium nicht?“ „ Nein, das meinte ich zwar grade nicht, aber du hast recht. Ich werde es sogar ganz bestimmt nicht schaffen. Huch schaust du wohl bitte auf die Straße!!!!!!!!!!!!!! Wir sind hier nicht allein.“ Oh man war mir das jetzt peinlich. Er hatte natürlich recht. Ich war nur so geschockt. „ Wieso das denn nicht?“ „ Och Charlize, weil mein Knie vielleicht völlig im Ar.... ist! Mehr nicht!“ fuhr er mich an. Damit hatte ich nicht gerechnet. Er war doch sonst so beherrscht und so hatte er mich noch nie angefahren. Ich schwieg und hatte mühe mich auf den Verkehr zu konzentrieren. „ Es tut mir leid. Ich hätte dich nicht anfahren dürfen. Verzeih mir bitte, das wollte ich nicht. Du kannst doch nichts dafür. Ich weiß ja selbst nicht wie ich damit umgehen soll. Ich habs ja auch erst letzte Woche erfahren.“ Er seufzte und schwieg. „ Weiß Florian schon was er da angerichtet hat?“ „ Nein er weiß es noch nicht! Der hat jetzt schon so ein schlechtes Gewissen.“ „ Ach ein Gewissen hat der auch! Das ist ja ein Ding!“ „ Charlize! Was ist denn mit dir los!“ „Ach der Typ kann mich mal!“ diesmal starrte er mich ganz verständnislos an. „ Dem hast du ja schließlich diesen Mist hier zu verdanken. Hätte der nicht so gesoffen, wärt ihr wohl kaum ins schleudern gekommen und hättet euch auch nicht fünfmal überschlagen. Das Auto hätte auf seiner Seite liegen bleiben müssen.“ „ Ist es aber nicht! Er hat es bestimmt nicht mir Absicht gemacht! Er würd mich nie mit Absicht in Gefahr bringen.“ „Ach und warum bist du dir da so sicher! Dem trau ich alles zu!“ „ Kann ich dir genau sagen warum ich mir dessen so sicher bin. Er liebt mich! So einfach ist das!“ Ich musste aufpassen da ich das Steuer nicht verriss, aber Andrèi griff mir ins Lenkrad genau im rechten Moment und lächelte mich nur an. „ Und ich lieb ihn auch. Das ist aber noch längst nicht der Weltuntergang.“



    In dem Moment kamen wir auch schon zu Hause an. „ Kleines, das behältst du aber besser für dich.“ „ Ja ich weiß. Das würd jetzt nur Stress geben.“ „ Wie du weißt bescheid? Du verblüffst mich immer wieder. Naja ich will nicht das man sich wegen mir jetzt Sorgen macht.“ Na der war ja wieder witzig. Das machte ich mir doch eh schon ständig. Aber egal, unsere Eltern durften das auf keinen Fall erfahren. Sonst wär hier was los. Irgendwie musste ich es schaffen die Aufmerksamkeit meiner Eltern nun auf mich zu ziehen. Andréi sah furchtbar müde aus und machte sich auch gleich auf den Weg ins Haus und verschwand. Er konnte jetzt mit Sicherheit kein Gespräch mit unserem Dad gebrauchen. Das musste warten. Meine Mutter war wohl auch dieser Ansicht und hielt ihn in dem Moment zurück als er ihm folgen wollte. „ Lass ihn. Er ist bestimmt genau so fertig wie wir. Wir sollten uns erst mal ein wenig ausruhen und danach ist immer noch zeit.“ Sagte sie und ich war heil froh das sie das tat.


    Wir machten uns dann auf ins Haus. Ich half meinem Dad bei dem Gepäck. Tja und im Haus stand Fabien auch wieder zu meckern. So schlimm sah es nun auch nicht aus wie sie es herausstellte. Außerdem war sie genau die falsche Person die sich darüber aufregen musste. Wo sie doch ständig Chaos hinterlässt. Meine Eltern legten sich schon hin und ich beschloss dieses Chaos zu beseitigen. Ich war noch viel zu aufgedreht um mich hinlegen zu können und das wollte ich sinnvoll nutzen.



    Doch daraus wurd erst mal nichts. Aus dem Zimmer von Fabien kam ein Urschrei und sie stürmte wutschnaubend rüber zu Andréi, aber ich konnte sie grad noch rechtzeitig abfangen. „ Kannst du mir mal sagen was das wird wenn das fertig ist. Lass ihn gefälligst in Ruhe! Er braucht seinen Schlaf und ich lasse nicht zu das du ihm den jetzt raubst!“ Platze es aus mir raus und ich baute mich vor ihr auf.



    „Sein verdammter Kater hat mir ins Bett gekotzt. Das blöde Mistvieh! Ich will das er das weg macht.“ Ich musste laut lachen. „ Ach und sonst hast du keine Probleme? Sir Henry hat dir nur gezeigt was er von dir hält.“ „ Das blöde Mistvieh kann mich mal. Wo soll ich denn jetzt pennen?“ „ Ich deinem Bett! Wo denn sonst!“ „ Hast du mir nicht zugehört? Das verdammte Mistvieh hat da reingekotzt!“ „ Doch ich habe gehört was du gesagt hast und ich rate dir jetzt den Kopp zuzumachen! Ich kümmer mich da gleich drum und nun ist gut!
    Fabien zog danach beleidigt ab, aber das war mir jetzt auch egal. Sie verschwand im Badezimmer und ich machte mich daran ihr Bett neu zu beziehen. Danach suchte ich Sir Henry und der benahm sich irgendwie ganz komisch. Mir fiel dann auf, das eine Likörflasche umgekippt auf dem Boden lag und der Inhalt war fein säuberlich aufgeschlabbert worden wie es aussah. Jetzt wunderte mich nichts mehr.




    Der Kater war sternhagel voll und fand partout sein Körbchen nicht. Ich schnappte mir den kleinen und setzte in ganz leise bei Andréi ins Zimmer. Nachdem ich dann auch den letzt Rest des Chaos beseitigt hatte, überkam auch mich die Müdigkeit und ich legte mich auch eine Runde aufs Ohr.

  • Sir Henry! *vomeinenohrzumanderengrinst* Der Kater gefällt mir. Na so ein kleines Likörchen ist ja uch mal was feines und eine nette Abwechslung zum alltäglichen Wiskas. *gröl*

    Fabien ist ja ne ganz schöne Zicke. Etwas verwirrend finde ich, daß beide Mädels die gleiche Frisur haben, auch wenn die Farbe etwas anders ist. Aber sehr interessant zu sehen, daß dunkelhätuige auch blond sein können. ;0)

    So, so. Andrei ist also schwul. Naja. Die hübschesten und nettesten Männer sind ja immer schwul. Wenn Du mal noch ein Unterhosenbild von ihm hast....nur zu!!!!! ;0)

    Klasse Story, klasse Bilder, klasse Text!

    LG Rivendell

  • Ich danke euch ganz herzlich für eure lieben Kommentare. Ich freu mich wirklich sehr darüber.


    Rivendell du kommst bestimmt noch auf deine Kosten.


    So und nun geht es endlich weiter. Mich hat die Tage so einiges( oder jemand) durcheinander gebracht, so das ich nicht einen einzigen vernümpftigen Satz zusammen bekommen habe.


    Zu allem übel musste der 5 mal überarbeitet werden, weil dort für mich zu grobe Fehler in der Handlung waren


    Bitte anschnallen! Jetzt geht es erst richtig los!



    Kapitel 2



    Teil 1


    Wirklich lange konnte ich nicht pennen. Ich war in einer neuen Umgebung und Sir Henry scharrte und maunzte auch bald vor meiner Tür. Sein Wassernapf war leer. Er musste wohl so einen Durst bekommen haben, das er den komplett leer gemacht hatte. Ich war wirklich froh das er Andrèi nicht wach gemacht hatte.




    Nach dem ich den kleinen versorgt hatte, ging ich in die Küche um Frühstück zu machen, nachdem ich zuvor noch meinen Kaffee aus meinem Reisegepäck geholt hatte. Andréi freute sich doch immer wenn ich den machen. Also machte ich mich frisch ans Werk.



    Als ich dann den Kaffee im Schrank verstauen wollte, fiel mir auf das da ja kein Platz mehr war, alles war voller Schokolade in den verschiedensten Varianten. Ich staunte nicht schlecht. Mit so was rechnet man eigentlich nicht so sehr. Ich suchte mir eine andere Unterbringung für den Kaffee. Dann fielen mir die Medikamentenschachtel von Andréi auf. Die kannte ich ja nun schon und ich sammelte sie erst mal zusammen. Die Sache mit seinem Knie musste ja nicht gleich schon am Frühstückstisch ausdiskutiert werden. Ich wollte grad die Verpackung des Kaffees wegschmeißen und wieder nicht schlecht staunen musste. Der Mülleimer war voll mit leeren Tablettenriegeln. Ich verglich sie mit dem Kaufdatum und der Verpackung und musste feststellen, das die Hälfte von seinem Schmerzmedikament schon verbraucht war obwohl die Packung erst eine Woche alt ist. Das war sehr ungewöhnlich.



    Während ich dann das Frühstück machte, beschloss ich ihn zu Rede zu stellen. Er musste wesentlich mehr Schmerzen haben als er zugegeben hatte. Um sicher zu gehen das ich ihn zu sprechen bekam, steckte ich kurzer hand alle Medikamente ein. Dann musste er mit mir reden. Mir gefiel es nicht ihn so unter Druck zu setzten, aber er hatte mir das verschwiegen obwohl er genau wusste das ich das nicht an die große Glocke hängen würde. Das konnte mit Sicherheit nicht gut sein das er so viel nehmen muss. Ich lass mir die Packungsbeilage noch mal genau an und rechnete genau nach. Ich bekam fast einen Schock! Das war die dreifache Menge als die, die er dürfte. Dann sah ich ihn da lang schlurfen.



    Er sah gar nicht gut aus. Ganz blass und mit hängendem Kopf. Ich versteckte mich, so das er mich nicht sehen konnte und ich ihn dennoch beobachten konnte. Dann sah ich das er ganz leicht am humpeln war und sein Knie wirkte irgendwie steif. Das Knie wollte sein Gewicht einfach nicht tragen. Dann erschrak ich. Er stellte sich in den Türrahmen vom Bad und umklammerte ihn mit beiden Händen. Dann stemmte er sein ganzes Gewicht auf das kaputte Knie und drehte das einmal nach links und dann nach rechts. Danach hörte ich wie es anfing zu knacken. Bei dem Geräusch wurd mir ganz schlecht, das hörte sich an, als ob einer versehentlich auf ein Stück Knorpel gebissen hätte. Erst jetzt sah ich das Andréi der Schweiß über das Gesicht lief und das vor Schmerzen. Er verschwand dann ganz normal im Bad.



    Er machte uns allen was vor. Es tat mir nur so weh das er selbst mir was vorspielt. Er war einfach ein zu guter Schauspieler und zu allem Übel studiert er das auch noch. Langsam krochen alle aus ihren Löchern. Ich machte noch rasch den Schinken und die Eier fertig. Fabien saß schon am Tisch und war am quengeln, das ich noch nicht fertig war und Andréi der Charmeur gab mir einen Kuss auf die Wange und schenkte schon mal allen Kaffe ein. Da wir noch alle ziemlich fertig waren, wurd auch nicht viel geredet beim Essen. Andréi ist eh ein Morgenmuffel und sagte natürlich erst recht nichts. Es war nur auffällig das unser Vater ihn ständig beäugte.



    Als wir alle aufstanden, ging er zu Andréi rüber und sein Blick war streng. „Andréi?“ „Andrea?“ sagte Andréi , was unseren Vater ein wenig verwirrte. Noch nie hat ihn Andréi bei seinem Vornamen genannt. Das beruhigte mich. Mein Bruder hatte sich schon auf dieses Gespräch vorbereitet. „Kann ich dich mal unter vier Augen sprechen?“ „Sicher.“. Die beiden gingen dann in Dad´s Büro um zu reden und meine Mutter folgte ihnen nach einer Weile. Als sich dann auch noch Fabien weg stehlen wollte, stetzte ich ihr nach. „Du kannst auch mal deinen armseligen Hintern bewegen und mir helfen. Du hast schließlich auch was gegessen und ich seh jetzt nicht ein das ich das alles allein weg räume!“ „Is ja gut. Hast ja Recht.“ Wir machten uns dann dran alles wieder weg zu räumen und danach gingen wir auf Entdeckungstour in unserm neuen Zuhause. Weit kamen wir aber nicht. Denn von oben hörten wir nur, wie Andréi ziemlich laut wurde und die Treppe runter gerannt kam und Dad folgte ihm. Andréi fauchte ihn nur an „ Das wirst du nicht tun und außerdem ist das meine Angelegenheit. Misch dich da nicht ein! Das ist mein Leben und damit tu ich was ICH will! Wehe du belästigst ihn!“ dann stürmte er in sein Zimmer an uns vorbei.



    Wir beschlossen kurzer hand die Besichtigungstour zu verschieben und gingen erst mal in unser Zimmer. So sauer hatte ich meinen Bruder noch nie gesehen und mich beschlich ein ungutes Gefühl. Womit auch ganz richtig lang. Kurz danach klopfte es an meiner Tür und Andréi kam rein. „ Geh ich recht in der Annahme das du meine Tabletten hast?“ „ Ähm ja. Tust du.“ „Und warum hast du sie nicht in mein Zimmer gelegt!“ „ Ich wollte nur mit dir darüber reden, weil......“ „ Na toll jetzt fängst du auch noch an, dich in mein Leben einzumischen und mir zu sagen was ich zu tun und zu lassen hab. Du enttäuscht mich aber sehr! Von dir hätt ich mehr erwartet. Ich gib dir einen guten Rat! Lass das sein, sonst kriegst du gewaltigen Ärger mit mir!“ und dann riss er mir die Tüte mit seinen Medikamenten aus der Hand und ließ mich allein im Raum stehen.



    Ich brauchte eine ganze Zeit bis ich realisieren konnte was gerade passiert war und stellte fest das mir nur so die Tränen das Gesicht runterrannen. Ich hatte den einzigen Mensch, der in der Lage war mich zu verstehen, durch meine Unbesonnenheit so in die Enge getrieben. Er war meine letzte Hoffnung und jetzt brach für mich eine Welt zusammen.

  • Tablettensucht? Böse Sache das. Er sollte mal schnellstens zum Arzt dackeln. Solche Knieprobleme können nicht einfach so ausgestanden werden und auch nicht von einem normalen Hausarzt geheilt werden. da ist ein Spezialist gefragt. So wie das beschrieben ist, ist da wohl eine OP fällig. Und mit den Tabletten sollte er mal ganz fix aufhören.

    Warum ist Charlize so abhängig von ihrem Brude, das ihre Welt zusammenbricht? Was ist da vorgefallen?

    Übrigends finde ich die Schrift so viel besser. Da kann man flüssiger lesen. Danke!

    LG Rivendell

  • Jetzt geht die Geschichte wirklich ins Eingemachte. Hoffentlich nimmt Andréi die Tabletten noch nicht so lange, sonst wird's schwierig mit dem Aufhören.
    Ich finde die Bilder auch wieder toll gelungen, besonders das vierte, wo Charlize so verzweifelt ist.
    Wann kommt die Fortsetzung?

  • Was hat Andréi da bloß geritten? Er liebt seine Schwester angeblich so doll, warum macht er sie jetzt zur Schnecke? Arme Charlize möchte sie am liebsten in den Arm nehmen. Hoffe der kriegt sich wieder ein!

    Bin gespannt was da als nächstes kommt, ob Andréi dann die Kurve kriegt mit seinem Knie, Chalize und seiner schlechten Laune?

    Ich liebe deinen Schreibstil und freue mich auf mehr! :)

  • So ihr Lieben, jetzt geht es endlich weiter. Tut mir leid das ihr so lange warten musstet. :erschreckIch hoffe ihr könnt mir das verzeihen. Mir gings die Tage nicht so gut.


    Vor allem möchte ich mich für die lieben Kommentare bedanken.:kuss


    Teil 2


    Ich fror unter der warmen Daunendecke. Er ließ mich liegen und ich verkroch mich noch tiefer unter der Decke. Es sah so aus das ich meinen Job gut gemacht hatte. Er ging außer Atem ins Badezimmer nebenan. Ich hatte ihn wohl ziemlich gezwiebelt, er konnte mir nicht widerstehen und das Ergebnis war mehr als zufrieden stellend. Ein zweites Mal würde er nicht wollen und wär auch nicht gut für sein Herz gewesen. Dessen war ich mir bewusst, darum genoss ich meine Ruhe und nutzte die Zeit zur Entspannung und wie ich richtig vermutet hatte, er zog sich an. Danach setzte er sich aufs Bett und schob die Decke zur Seite unter der ich mich verbarg. Ganz langsam strich er mit seiner Hand an meinem Rücken entlang, bis sie auf meiner Hüfte kurz zur Ruhe kam und dann weiter über meinen Bauch glitt, während er anfing meine Schulter zu liebkosen. Ich spürte seinen Atem an meinem Hals, als er mir ins Ohr flüsterte:“ Gino, ich bekomme einfach nicht genug von dir und das weißt du ganz genau du Miststück.“ „Ich weiß! Da erzählst du mir nichts neues.“ „Hast du die Woche noch mal zeit, ich würde dich gern mal einen Abend für mich allein haben.“ „Sicher, meine Nummer hast du ja.“ Darauf hin gab er mir noch einen letzten Kuss auf Schulter und verschwand.



    Als ich die Tür ins Schloss fallen hörte, richtete ich mich erst mal auf. Ich zitterte am ganzen Körper und griff erst mal nach meinen Zigaretten. An irgendwas musste ich mich jetzt festhalten. Nach den ersten drei Zügen bekam ich zu mindestens mein Herz wieder unter Kontrolle, so das es sich nicht mehr anfühlte als ob es jeden Moment stehen bleiben könnte. Nach der Zigarette meldete sich die altbekannte Übelkeit wieder und ich musste ins Bad eilen damit mir dieses Unglück nicht auf den Teppich entglitt.



    Wieder liefen mir die Tränen über die Wangen und wieder wurd mir klar was ich doch für ein mieses Stück Sche....e war. Nicht weit von hier saß mein Freund und ahnte von dem Ganzen hier nichts, das ich ihn Nacht für Nacht betrog, nur weil ich einen Dämon in mir sitzen hatte, der mich zu so einer Schande trieb. Nur weil ich einfach zu schwach war gegen meine widerwärtige Drogenabhängigkeit anzukämpfen. Ich hatte seine Liebe nicht verdient und er schon gar nicht so einen Typen wie mich. Wie oft hatte er mir schon gestanden das er mich liebte und ich log ihm eiskalt ins Gesicht. Obwohl das keine Lüge war. Es war die Wahrheit, auch ich liebte ihn. Meine größte Angst war ihn zu verlieren und würde ich ihm die Situation erklären, würde er mich bestimmt verlassen und so saß ich jetzt in einer Zwickmühle. Was war ich doch für ein abscheulicher Egoist, die Gefühle und die Liebe von dem Menschen den ich so sehr liebte, so mit Füssen zu treten. Ich wusste nur das ich mich jetzt von den Berührungen und Gerüchen des anderen befreien musste und ging unter die Dusche.



    Das warme Wasser befreite mich von allem, von meinen Gedanken und von dem Ekel, der übrig geblieben war. Als ich dann jedoch wieder aus der Dusche trat waren alle Gedanken wieder da, nur mein Äußerliches wurde vom Schmutz befreit, meine Seele jedoch nicht. Aufs neue frierend zog ich mich an und stellte danach erst mal wieder ne gewisse Ordnung in dem Zimmer wieder her. Am liebsten wär ich aus dem Zimmer gerannt, doch das Ungeheuer in mir zwang mich zu bleiben, denn meine Arbeitsnacht war noch nicht vorüber und so fing ich wieder an zu warten. Denn Gino mein dunkler Zwilling war sehr begehrt.


  • Oh man, was für ein Schock! Ein totaler Wechsel, nicht von der Person her, sondern auch vom Thema. Ein ziemlich ernstes Thema sogar, hoffentlich schafft es der Typ, von der Drogensucht und der Prostitution los zu kommen.


    Edit: Eben war der erste Beitrag weg, deshalb hab ich noch einmal geschrieben. Und jetzt plötzlich ist er wieder da, ich versteh nix mehr.

    PS: Der Typ sieht sieht scharf aus.

  • Also Sendepause, hätte mich echt interessiert wie das mit Andrei weitergegangen wäre...

    Nun gut dann also: hallo Gino! Junge du hast echt ein dickes Problem!! Echt die volle Dröhnung Problems. Gibts noch Rettung für dich?? Ich wünsch es dir!

    Ich weiß nicht was als nächstes kommt aber warte es gebannt ab und freue mich wieder auf eine Fortsetztung. Nich wieder so lange warten BITTE - lieb guck!

  • Danke ihr drei Herzchen für eure lieben Kommentare:kuss. Freut mich das euch meine Story gefällt.

    Kefi: Tja Überraschungen und Wechsel wird es wohl noch häufiger geben und ich glaub du stehst nicht allein mit der Meinung das Gino "scharf" aussieht, denn sonst hätt er ja nicht so einen vollen Terminkalender.

    Rivendell: Manchmal bedarf es nicht vieler Worte um etwas klar auszudrücken. In der Tat sitzt Gino in einer ziemlichen Zwickmühle. Mich würd nur mal interssieren, wen er da betrügt deiner Meinung nach. Das macht mich doch schon sehr neugierig.

    Katjes: Du wirst schon noch auf deine Kosten kommen in Sachen Andréi. :roftl.

    So und ich werde mich jetzt um die Fortsetztung kümmern bevor mein deutsches Vokabular sich mit meinem englischen vermengt:misstrau und dann nur noch Chaos dabei rauskommt.:schreibs Harry Potter ist eben doch ein Virus.:erstaunt

    In diesem Sinne

    LG Anubis