Kein Happy-End in Sicht

  • Vielleicht mache ich ja irgendwann noch einmal eine Story :D


    So..die letzte Fs:



    Da war ich also gelandet. Timo und ich würden heiraten, obwohl ich das nie wollte. Aber warum stand ich dann hier? Warum um alles in der Welt nahm ich seinen Antrag doch noch an?

    Gleich war alles vorbei...dann wäre ich Timo's Frau... Mit den Gedanken war ich allerdings woanders. Ich wünschte mir, dass Eric hier stehen würde und er mich nie betrogen hätte.
    Priester: "Wollen Sie, Herr Timo Tiziano, die hier anwesende Arwen Wagner zu Ihrer rechtmäßig angetrauten Ehefrau, so antworten Sie bitte mit "ja, ich will."."
    Timo: "Ja, ich will."
    Priester: "Und Sie, Frau Arwen Wagner, möchten Sie, den hier anwesenden Timo Tiziano zu Ihrem rechtmäßig angetrauten Ehemann, so antworten Sie bitte mit "ja, ich will."."
    Ich gab keine Antwort... Unruhe trat auf... doch dann fand ich den Mut...
    Arwen: "Ja, ich..."
    Plötzlich unterbrach mich jemand und jeder drehte sich um.

    Eric: "Du darfst ihn nicht heiraten, Arwen! Du hast da etwas falsch verstanden. Die Frau in meinem Büro war meine Schwester! Mehr nicht! Bitte, du darfst ihn nicht heiraten, weil ich dich liebe und du liebst mich doch auch. Oder war das alles nur ein Spiel für dich?"
    Timo: "Lass sie in Ruhe. Sie liebt NUR mich."
    Eric: "Halt du dich doch da raus. Du hast sie doch nur betrogen."
    Timo: "Hey...du störst unsere Hochzeit und dann soll ich mich da raus halten. Was bildest du dir eigentlich ein, du kleiner Idiot?"
    Eric: "Du nennst mich Idiot? Ha! Ich lasse mich doch nicht auf dein niederes Niveau herab."
    Sie stritten und stritten...ich war plötzlich Nebensache.
    Arwen: "RUHE!!!!"
    Eric und Timo sahen mich mit weit aufgerissen Augen an.
    Arwen: "Danke...Eric hat Recht. Ich liebe ihn und nicht dich Timo. Ich will mit Eric eine gemeinsame Zukunft aufbauen..."
    Timo sagte nichts mehr...er zog sich einfach nur zurück. Von da an sah ich ihn nie wieder.
    Eric: "Arwen? Willst du mich hier und jetzt heiraten?"
    Arwen: "Ja! Warum fragst du da eigentlich noch?"
    Eric: "Sonst wir doch auch nie einer Meinung."
    Wir mussten lachen und gingen gemeinsam ans Podium des Priesters. The show must go on.

    Der Priester musste zwar wieder von vorne anfangen, aber dafür wurde er ja auch bezahlt.
    Priester: "Willst du...blabla..die...blabla, so antworte mit "ja, ich will"."
    Eric: "Ja, ich will."
    Priester: "Und willst du..blabla...den...blabla, so antworte mit "ja, ich will"."
    Arwen: "Ja, ich will."
    Die Trauung war fast vollzogen..es fehlte nur noch der entscheidende Satz.
    Priester: "So erkläre ich Sie hiermit zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut nun küssen."

    In diesem Moment war ich überglücklich. Endlich hatte mein trostloses Leben ein Ende. Ich konnte nun ganz von vorne anfangen, mit Eric an meiner Seite.

    Nach etwa einem Jahr bekamen wir eine kleine Tochter. Wir nannten sie Alexandra und unser Glück war damit perfekt.
    Die Kanzlei von Eric lief immer besser, somit mussten wir uns keine Sorgen mehr um fehlendes Geld oder sonstiges machen.
    Tatjana war mittlerweile weggezogen, zu ihrer neuen Freundin, die sie im nächsten Monat heiraten wollte.
    Meine Mutter Helena hatte ebenfalls einen neuen Mann kennen gelernt. Gustav. Ein schrecklicher Kerl, aber meine Mutter liebte ihn. Was sollte ich also machen?
    Mein Vater lebte allein in einer kleinen Wohnung. Er hatte kaum noch Geld, da er arbeitslos wurde und alles verkaufen musste, was er mal an Reichtum besessen hatte. Aber so langsam baute ich mir wieder eine Beziehung zu ihm auf.
    Timo hatte ich, wie schon gesagt, nie wieder gesehen. Mir wurde erzählt, er hätte seine Liebe zu Männern entdeckt, was ich aber für ein Gerücht halte.
    Ich hörte sogar wieder etwas von Sebastian. Mein Vater habe ihn dafür bezahlt, dass er nicht weiter mein Freund blieb. Aber trotzdem liebte er mich noch immer. In dieser Zeit, in der wir getrennt waren, hatte er nie eine Andere, nur damit wir eventuell noch einmal zusammen kommen konnten. Als er das von Eric und mir erfuhr, meldete er sich allerdings nicht mehr. Was wohl aus ihm geworden ist? Ich werde es wohl nie erfahren....



    Ende

    Und so ist mir das Dasein eine Last,der Tod erwünscht, das Leben mir verhasst.
    Goethe - Faust