Fabergé und die Zeitreisen [beendet]

  • Nerychan spricht mir in jedem Punkt aus der Seele


    Ich hoffe doch das wir nicht alzu lang warten müssen
    Obwohl ich fände es sehr amüsant wenn die zwei Frauen ihn entdecken würden^^

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    [COLOR="Purple"]You heard about draco's wife? yeah? That was me![/COLOR]


    Waiting for tomorrow never comes[/CENTER]
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  • @ALLE
    Vielen Dank an alle stillen Leser sowie für SarahO´s Charma


    Nerychan
    Aber, aber - ich bin doch nicht fies. Mein Schluss soll nur so spannend sein dass du wieder vorbeikommst. LOL. Natürlich kann ich die armen Israelitinnen nicht so schocken und der "außerirdischen" Fabergé zeigen. Was ich nach Fabergé machen ist noch offen, doch einige Ideen hab ich schon. Ich bin mir sicher dass ich keine große Fotostory machen sondern eher so kleine Geschichten - so wie in News-Flash.


    Vallery
    Danke für den Lob und schön wenn dir meine leicht historischen Geschichten gefallen. Würde mich freuen dich auch wieder zu sehen.


    PeeWee
    Danke - und heute gibt es ja wieder einen Fortsetzung und einer völlig unspektakulären Auflösung.


    sinni
    Schön dich wieder zu sehen. Ich hoffe du musstest nicht zu lange warten - heute geht es weiter.



    Es waren nur einige Frauen des Hauses die nach dem Rechten saßen. Gerade rechtzeitig hatte Fabergé den Becher an sich genommen denn als sie wieder gingen waren alle Gefäße abgeräumt.
    „Komm – sie sind weg“, funkte Gloria.
    Der Zeitreisende glitt wieder ins Freie, kletterte nach unten und streifte sich wieder sein Gewand über. In einiger Entfernung sah er Jeschua und seine Gruppe Richtung Ölberg marschieren. Jetzt war es höchste Zeit die Kurve zu kratzen, denn in den nächsten 18 Stunden würden Dinge passieren die die Welt verändern würden.



    Alexander Fabergé befand sich an einem Wendepunkt der Menschheitsgeschichte und jede noch so kleine Verwicklung in die Geschehnisse könnte unvorhersehbare Folgen haben. Was zu geschehen im Begriff war musste geschehen. In diesen Augenblicken wurde ihm noch mehr bewusst welch gefährliche Abenteuer er bestritt und er fasste den Entschluss seine Zeitreise-Forschungen zu beenden. Mit dem MI 5 Agent George Bloody hatte er noch einmal großes Glück und trotzdem fühlte er sich mitschuldig an seinem Tod.



    Sicher – Bloody war ein eiskalter Killer, aber hatten nicht seine Zeitreise-Forschungen einen Teil dazu beigetragen? Schließlich bringt Gewalt über Zeit und Raum unheimliche Macht. Der Wissenschaftler hatte im Großen und Ganzen nur edle Ziele im Sinn… Tatsächlich? Als er sich selbst den Spiegel vor das Gesicht hielt musste er zugeben dass er eigentlich ein Adrenalin-Junkie ist.
    „Alexander? Ich hab ein Problem“, riss ihn Gloria aus seinen Gedanken.
    „Was gibt es?“
    „Die Gruppe mit Jeschua hat einen Weg in meine Richtung eingeschlagen. Was soll ich tun?“
    „Rasch. Packe alles zusammen und entferne dich. Wir treffen uns in einer halben Stunde“



    Der Wissenschaftler beeilte sich nun zurück zu kommen um Gloria beistehen. Glücklich wieder beisammen zu sein betrachteten beide ihren „Schatz“.
    „Bist zu wirklich überzeugt dass dieser Becher nicht doch Wunderkräfte bekommen wird?“, fragte Gloria.
    „Ganz sicher nicht. Im Prinzip ist es nur ein Souvenir für deinen Vater“, sagte Alexander und erklärte seiner Frau nochmals warum er zu diesem Schluss kam.
    „Wenn wir wieder zu Hause sind werde ich dir beweisen dass alles nur Legende ist“



    Nachdem sie sich einige Zeit versteckt hielten machten sie sich zur Rückreise bereit. Nichts vom dem High-Tech-Equiment durfte hier gelassen werden. Den morgigen Tag wollten Alexander und Gloria nicht mehr in Jerusalem verbringen, der Tag an dem der größte Mensch der je lebte unschuldig sein Leben gelassen hatte – von ihrer Warte aus soll dies ja erst geschehen. Gerade als Alexander losgehen wollte hielt ihn Gloria zurück.
    „Gib mir noch einen Kuss“
    Das konnte er seiner Frau natürlich nicht abschlagen und küsste sie zärtlich.



    Plötzlich hörten sie Stimmen. Um ein Haar wäre er der Pöbelrotte, die gekommen war um Jeschua zu fassen, in die Arme gelaufen. Tief duckten sich Alexander und Gloria und warteten bis die Meute vorbei gezogen war.
    „Komm beeilen wir uns. Das Unheil nimmt seinen Lauf“
    „Ja, lass uns nach Hause zurückkehren“, fühlte sich Gloria gar nicht wohl.



    Ohne Probleme kehrten sie zum Hause Lazarus zurück und schoben sich vorsichtig in die Felsengruft. Nachdem sie alles verstaut hatten reisten sie zurück ins 20. Jahrhundert und fanden sich wieder im Haus an der alten Donau ein. Noch tief unter dem Eindruck der Erlebnisse brauchten die beiden einige Zeit um sich zu fassen.
    „Alexander?“
    „Mmmh…“
    „Du wollest mir doch zeigen dass der Becher keine Wunderkräfte hat“
    „Stimmt… gut dann komm mit“



    Fabergé holte aus der Küche ein Messer und ging mit Gloria zum Ufer der Donau hinab.
    „Schau – wen ich aus diesem Becher trinke, der angeblich ewiges Leben verspricht, dann müsste doch auch alle Wunden heilen die ich habe“
    „Eigentlich schon“, sagte Gloria.
    „Gut dann sieh her“.
    Darauf schnitt sich der Wissenschaftler selbst in den Daumen und sofort quoll Blut hervor.
    „Oh nein, was machst du bloß“, schrie Gloria auf.
    Dann nahm er den Becher füllte ihn mit Wasser und goss es über seinen Daumen.

    „Indiana Jones – SO EIN BLÖDSINN“, schimpfte Alexander und riss sich schnell einen Stoffstreifen seines Gewandes ab um die Blutung zu stillen.
    „Du bist echt verrückt, Alexander“, war Gloria besorgt.
    „Der Becher ist so wie jeder andere“
    „Kaum zu glauben, aber es stimmt“.


    Spektakulär war diese Bestätigung sicher nicht. Aber vielleicht will die Menschheit aber gar nicht so einfache Erklärungen für Mysterien – dies ist aber wohl eine andere Geschichte.

  • So ist es wohl. Sehen ist nicht glauben!
    Aber ob das die Menschen des Mittelalters genauso gesehen haben?
    Ich denke, das Problem, das Fabergé hat, besteht immer noch.
    Ich meine, er kann doch Gawain viel erzählen. Heh, ich hab dir den heiligen Gral mitgebracht, hier ist er. Und dann hält er ihm den Becher hin, der, wie er selber sagt, ein ganz gewöhnlicher Becher ist.
    Wäre ich Gawain, ich würde ihn auslachen und ihn einen Schwätzer nennen!


    Wenigstens eine kluge Erkenntnis hat er nun endlich aus diesem Abenteuer mitgenommen, er wird die Reisen aufgeben. Er hat recht, diese Fähigkeit verleiht eine ungeheure Macht, über die kein Mensch verfügen sollte, denn die Versuchung, die Dinge zu ändern, ist einfach zu groß.
    Und was das für ein Paradoxon auslösen könnte, das wissen wir ja mittlerweile alle!


    Bleibt noch die Frage, wo er in Zukunft zu leben gedenkt, in seiner Zeit, in der Gloria nie wirklich heimisch werden wird, oder doch lieber in ihrer, die zwar um vieles gefährlicher, aber vielleicht auch reizvoller wäre?
    Hängt wohl wieder davon ab, ob Gawain ihm die Geschichte mit dem Heiligen Gral abkauft!


    Die Anspielung auf Indiana Jones fand ich klasse. Die Filme waren wirklich niedlich! Nur hats bei Papa Jones funktioniert. Und dann musste in alter Filmmanier natürlich alles zerstört werden, worauf Fabergé glücklicherweise verzichtet hat.


    Deine letzte Bemerkung hörte sich so endgültig an, das war jetzt aber noch nicht das Ende, nein? Das wäre ausgesprochen schade.


    Und gegen neue News Flash Folgen hätte ich persönlich gar nichts einzuwenden, das macht immer wieder Spaß, diese ungewöhnlichen Nachrichten zu lesen!

  • Deine letzte Bemerkung hörte sich so endgültig an, das war jetzt aber noch nicht das Ende, nein? Das wäre ausgesprochen schade.


    Nur vorab - das war die fünfte Zeitreise - insgesamt sieben hat Fabergé gemacht ;)


    LG MARF - ES GEHT NOCH WEITER

  • hui da haben die beiden ja noch mal Glück gehabt. So kurz vor der Abreise noch entdeckt zu werden wäre ja wohl nicht so gut !? Egal, sie sind ja weg. Tja, und das es mit dem heiligen Weinbecher nun auch nix ist, ist zwar schade für Alexander samt Schwiegervater, aber für mich als Ungläubige ist es sehr glaubhaft. Das Alexander das Reisen aufgeben will ist nachvollziehbar. An seiner Stelle hätte ich es wahrscheinlich auch getan. Obwohl ich noch 1 oder 2 oder auch mehr Blicke in die Zukunft geworfen hätte...ziemlichneugierigbin...
    LG
    PeeWee

  • Also, lieber Fabergè, bis jetzt waren wir ja Freunde: aber zu behaupten, dass Indy blödsinnig ist, das strapaziert unsere Freundschaft schon bis zum Äußersten... trotzdem, schön, dass die Jerusalmen-Episode gut überstanden ist! Bin schon sehr gespannt, was in den verbleibenden 2 Reisen geschehen wird.


    LG, Smeagol


  • „Das ist wohl die verrückteste Geschichte die ich jemals höre“, staunte Christiane.
    „Und das verrückteste dabei ist – es ist nicht nur eine Geschichte sondern Realität“, antwortet der Erzähler.


    Hallo liebe Zeitreisefreunde


    Genauso beginnt, nach einer viel zu langen Wartezeit, das Finale der Geschichte „Fabergé und die Zeitreisen“ am kommenden Freitag den 15. Juni. Alexander Fabergé hatte zuletzt den Gral gefunden und steht nun vor den letzten beiden Zeitreisen. Viele Fragen sind offen. Woher kam der Wandteppich? Wie reagierte Gawein auf den vermeintlichen heiligen Gral und wo sind Alexander und Gloria letztlich gelandet? Und – wer zum Geier ist Christiane? Nun – wen ihr dies alles wissen wollt dann schaut beim Finale ab 15. Juni vorbei.


    Bis dann – Euer MARF

  • Stollentroll - wie sagt man so? - STOLLENTROLL mal ganz fest knuddel. LOL
    So ich hoffe du hast das mit Indy wieder vergessen und bist beim Finale dabei.



    „Dies ist die verrückteste Geschichte die ich jemals hört habe“, staunt Christiane.
    „Und das Verrückteste dabei ist – es ist nicht nur eine Geschichte sondern Realität“, antwortet der Erzähler.
    „Entschuldigung dass ich jetzt lache. Du erwartest doch nicht allen Ernstes dass ich diese Story glaube? Da bleiben mir zu viele Fragen unbeantwortet. Zum Beispiel – Warum dieser Gral obwohl ihn Fabergé gefunden hat noch Jahrhunderte später gesucht wurde“
    „Die Antwort liefert die sechste Zeitreise. Mal sehen wie spät es ist – ah 23 Uhr – da bleibt uns noch ein wenig Zeit“
    „Nicht dass wir das Feuerwerk zur Jahrhundertwende noch verpassen“
    „Bestimmt nicht, außerdem erwarten wir ja noch Gäste“
    Der Erzähler reicht Christiane ein Gläschen Sekt und setzt seinen Bericht fort…



    Alexander und Gloria erholten sich zunächst von der Reise bevor sie eine zweijährige Abwesenheit mit der Zeitmaschine simulierten und nach Camelot zurückkehrten. Es hatte sich vieles verändert, denn etliche Bauprojekte hatten der Stadt ein neues Gesicht verliehen. Gawein freute sich seine Tochter wieder zu sehen, doch als Alexander ihm den einfachen Becher als Geschenk überreichte geriet er in Wut.
    „Das soll der heilige Gral sein? Der Gral des Königs der Könige? Der heilige Gral des Heilland der jedem ewiges Leben verleiht?“, war Gawein außer sich.
    „Ja und Gloria kann es bezeugen“, sagte Fabergé
    „Lass meine Tochter aus dem Spiel. HA – das ich nicht lache. Sag aus welcher Kneipe hast du diesen lächerlichen Becher gestohlen? Der Kelch des Heilland ist aus purem Gold!“, schrie Gawein und zerschmetterte den Becher am Boden.



    Damit waren die Tage in Camelot gezählt. Gawein hatte Fabergé als Betrüger bezeichnet und er suchte ab diesem Zeitpunkt nach einem Grund die Heirat für null und nichtig zu erklären. Zufällig kam Fabergé alias Lancelot hinter ein pikantes Geheimnis: Friedbert, Glorias Bruder, und Genevre die Frau König Arthurs hatten in den letzten zwei Jahren eine Liebelei begonnen. Lancelot stellte Friedbert zur Rede, doch er leugnete es und drehte den Spieß um. Er schwärzte Lancelot als Liebhaber bei Gawein an, welcher nun einen triftigen Grund sah seine Tochter von dieser Heirat zu entbinden.



    Alexander Fabergé kam letztlich nur mit Hilfe Gloria´s mit einer heilen Haut aus Camelot heraus. Glücklicherweise informierte Gawein seine Tochter vom „ruchlosen Verhalten“ ihres Mannes. Er konnte nicht ahnen dass seine Tochter auch über die Liebschaften ihres Bruders Bescheid wusste. Sie warnte ihren Mann worauf er mit der Zeitreisekapsel floh. Verständlicherweise zögerte Gloria ein wenig bevor sie ihm in die Zukunft folgte. Es war für sie ein Abschied für immer – und ein schmerzlicher dazu. Nie hätte sie es für möglich gehalten dass ihr Bruder so hinterhältig agieren würde nur um sein ehebrecherisches Tun zu verheimlichen. Ihren Vater erkannte sie kaum wieder. Er war in den letzten zwei Jahren zum mächtigsten Mann neben König Arthur aufstiegen, doch der Reichtum und die Macht trübten seine Sinne. Leid tat es ihr nur um ihre Mutter Emmi von der sie sich nicht einmal mehr verabschieden konnte.



    „Einfach köstlich – das ist der Grund warum Lancelot und Genevre laut Legende das Liebespaar sind“, schmunzelt Christiane und blickt zum Wandteppich hoch. „Wenn ich mir die beiden so ansehe frage ich mich ob sie jemals im Wandel der Zeiten glücklich waren – ich meine wenn es sie gab – oder gibt“.
    „Es gab viele glückliche Momente, doch die Zeitreisen bescherte ihnen ein turbulentes Leben – ja ein gefährliches Leben. Insgesamt so gefährlich dass sie beschlossen einen ruhigen Platz fürs Leben zu finden.



    Das 20. Jahrhundert bot ihnen zwar viele Annehmlichkeiten, doch Gloria war der ganze Rummel einfach zuviel. Reizvoll fanden beide das alte Ägypten. Anlässlich einer Urlaubsreise an den Nil waren sie zunächst Feuer und Flamme ihr Leben dort zu genießen. Sie sahen sich schon als Ramses und Nefreti in einem Palast, doch ihre Recherchen zeigten die Realität – in dieser Zeit wurden einfach viel zu viele Leute im Kampf um die Macht um die Ecke gebracht.



    „Bevor du weiter erzählst – eines interessiert mich noch. Sag wer hat eigentlich diesen Wandteppich gemacht?“, unterbrach Christiane
    „Oh – hatte ich das noch nicht gesagt. Das ist ein Hochzeitsgeschenk von Mutter Isegrimm dass sie nach ihrer Gralsuche bekamen. Bei der überstürzten Flucht aus Camelot blieb dieses Andenken leider zurück“, sagte der Erzähler.
    „Blitzschneller Konter, was? Ich glaube ja noch immer dass die Geschichte eine reine Erfindung von dir ist – aber eines muss ich dir sagen – du reagierst echt fix“
    „Vielleicht deshalb weil ich nichts erfinde, mein Schatz?“



    „Na gut dann erzähle mal wo die beiden letztlich gestrandet sind“, bat Christiane ihren Freund fortzusetzen.
    „Gut. Bevor ich dir aber von Alexanders letzter Zeitreise erzähle möchte ich dir Gloria´s Solo-Reise nicht unterschlagen“.
    „Ach, Gloria verreiste auch alleine?“
    „Jawohl, denn Alexander fand es viel zu gefährlich selbst dorthin zu reisen. Deshalb schickte er seine Frau in die Zeit zurück – genauer gesagt – zum 14. April 1968 um frühmorgens seine eigene Zukunft zu verändern.

  • Liebster MARF, ich hoffe, dir ist klar, dass du meine armen, von Prüfungen schon strapazierten Nerven bis aufs äußerste anspannst? Bevor ich nämlich anfange, darüber zu reden, wie geschickt du (bzw. Fabergè) das alles eingefädelt hast: Was will Gloria in Fabergès Vergangenheit? Den Unfall rückgängig machen? Verträgt denn ein Zeitkontinuum (jaaa - ich habe natürlich keine Ahnung, was ein Zeitkontinuum ist...) so viele Zeitreisen auf einmal - denn wenn ich mich richtig erinnere, ist Fabergè 'damals' ja auch ganz schön in der Zeit herumgesprungen? Und wie will Gloria Fabergè denn retten - der weiß ja noch gar nichts von ihr - und die bösartige Chemikalie samt bösartiger Kollegin außer Gefecht setzen?
    Und wohin geht die letzte Reise? Und wer ist Christine? Und wer ist "der Erzähler"? Etwa ein verjüngter Fabergè - nach dem Gloria das Unglück rückgänig gemacht hat? Aber wo ist denn dann Gloria? Du wirst sie doch nicht etwa...? NEEEEIN, oder?


    Nein, nein, bevor ich mich da weiter hineinsteigere, warte ich lieber brav auf Freitag...


    LG, der Stollentroll (der sich sehr freut, endlich zu erfahren, wie die Geschichte ausgehen wird!)


  • Nein, nein, bevor ich mich da weiter hineinsteigere, warte ich lieber brav auf Freitag...


    Schön wieder von dir zu hören - nur vorab zur Info. Nachdem ich heute Mittwoch schon posten konnte, also zwei Tage früher wie geplant, geht es erst nächste Woche Mittwoch weiter.


    Deine Analyse ist übrigens erste Sahne und ich hab mich köstlich amüsiert. Alles schön Stückchen für Stückchen. zwei Fragen hab ich dir heute aber schon beantwortet. Der Wandteppich ist von Mutter Isegrimm und der gute Friedbert hat ein Techtelmechtel mit Genevre. :roftl


    Ist mal was anderes... :roftl


    Die letzten Monaten gabs natürlich jede Menge Arbeit. Der Fußballklub in meiner Heimatstadt ist in die Regionalliga aufgestiegen und ich war sozusagen im Dauereinsatz. Und bevor wir im Juli wieder nach Kroatien düsen muss ich euch noch das versprochene Finale präsentieren. Der Text lag ja schon seit Jänner in der Schublade, bei den Bildchen muss ich mir schon etwas besonders einfallen lassen...


    Bis nächste Woche und alles Gute für deine Prüfungen


    LG MARF

  • Wie schön....endlich geht es weiter...:)
    Wie schade ....doch noch nicht so ganz...:suse

    Hm, jetzt bin ich am rätseln wo die 2 sich wohl niederlassen werden.
    Bis Mittwoch werde ich grübeln wo und zu welcher Zeit ICH mich niederlassen würde:confused: und dann mal sehen welche spannende Fortsetzung du uns lieferst.;)

  • Vielen Dank für das Interesse... So heute gehts weiter...



    Angespannt wartete Gloria hinter der angelehnten Tür. Sie konnte es kaum glauben - 1968 - mitten in Russland. Ihr Gatte Alexander Fabergé hatte sie kurzerhand in den kalten Krieg geschickt um in einem geheimen Forschungslabor für chemische Kampfstoffe ein Unglück zu verhindern. Oder besser gesagt – einen jungen Mann vor einem Unglück zu bewahren, dessen Name ALEXANDER FABERGÉ ist. Gloria sollte tatsächlich dem jüngeren ICH ihres Mannes begegnen und ihn davor bewahren das verseuchte Labor zu betreten dass ihn um viele Jahre altern ließ. (siehe Posting #23)



    Und da kam er auch schon den Gang entlang – Gloria zögerte kurz – doch dann fasste sie allem Mut zusammen.
    „Alexander? Alexander Fabergé?“, begann Gloria
    „Ja…“, antworte Alexander.
    „Oh, du bist es wirklich. Mensch das ist ja schon lange her als wir uns zuletzt sahen“
    „Tut mir leid – ich weiß jetzt im Moment nicht woher wir uns kennen“
    „Alexander – ich bin es. Elena. Universität St. Petersburg?“
    „Oh wie peinlich, Elena. Was für eine Überraschung. Ich hätte dich nicht wieder erkannt, du hast dich doch ziemlich verändert“.
    Natürlich war Gloria nicht die echte Elena aus Fabergés Studienzeit – doch für einen Kurzauftritt dürfte die Täuschung reichen. Allerdings ließ sich der junge Wissenschaftler nicht lange aufhalten.



    „Also bevor wir die alten Zeiten hochleben lassen – tut mir leid ich muss zum Dienst. Aber in einer Viertelstunde, nachdem ich die Computeranlage hochgefahren habe, könnten wir uns oben in der Kantine treffen. Geht das in Ordnung?“, fragte Fabergé.
    Das war eigentlich gar nicht in Ordnung, denn genauso passierte der Unfall. Gloria hatte mit der Gewissenhaftigkeit ihres „Mannes“ gerechnet und spielte ihr „Herz-As“ aus. Verführerisch zog sie Fabergé in ein Büro und fesselte ihn mit ihren feurigen Augen. Noch ehe er es begriff küsste in Gloria mit aller Zärtlichkeit und für einen Augenblick war die Wissenschaft tabu.



    Nach einer Weile heulten plötzlich die Sirenen auf und draußen am Gang wurde es laut. „Was… was ist den hier los?“, erschrak Fabergé.
    „Nein, bleib hier“, sagte Gloria und hielt ihn fest.
    „Aber ich muss sehen was passiert ist – Lass mich los“.
    „Tut mir leid mein Süsser“, hörte er Gloria noch sagen bevor ihm die Sinne schwanden. Unbemerkt hatte Gloria ihm als der Alarm losging mittels eines kleinen „Picksers“ ein Narkotikum verabreicht. Damit war Fabergé eine halbe Stunde außer Gefecht – genug Zeit um nicht mehr den schädlichen Gasen in Rovanova´s Labor ausgesetzt zu sein.
    „Schnell wir brauchen einen Krankenwagen – Ivan Rebroff hat es erwischt und Rovanova ist wahrscheinlich tot“, hörte sie noch Schreie am Gang bevor sie in die Zeitreisekapsel stieg und verschwand.



    „Da ist sie ja meine süsse Elena“, lachte Fabergé als er seine Frau wieder in die Arme schließen konnte. Gloria konnte es kaum fassen – der Plan hatte funktioniert und Alexanders Aussehen hatte sich verändert.


    „Und wieder einmal am Rädchen der Zeit gedreht“, meinte Christina.
    „Stimmt. Und er wusste auch dass er aus Sicherheitsgründen diese ganzen Zeitreisen beenden musste. Er rettete zwar Gloria vor dem sicheren Tod beim Kampf gegen die Sachsen in diesem Wald bei Cashel doch einige Sachsen kamen dabei durch sein Eingreifen ums Leben. Die Geschichte mit dem MI 5 Agenten George Bloody beschäftigte ihn auch immer wieder doch er sah keine Chance nach Camelot zurückzukehren, um den Teppich zu verbrennen, ohne dass er sein eigenes Leben dabei aufs Spiel setzte“.



    „Seine ganzen Analysen über Zeitreisen ließen keinen anderen Schluss zu als diese Technologie wieder zu vernichten. Jede Zeitreise brachte Veränderungen mit sich – kleine wie auch große. Gloria zu retten war ein edler Zug, doch sie zu heiraten brachte viele Veränderungen mit sich. Ob der Schnaps aus Tennessie nun Jo Slimfast oder Jack Daniels heißt ist mir und der Welt ziemlich egal. Doch dass mich dieser wahnsinnige Agent George Bloody wegen dem Wandteppich erschoss war eine beträchtliche Störung von Zeit und Raum“, sagte der Erzähler.
    „Kannst du dich den daran erinnern, Herbert?“, fragte Christiane.
    „Nein, eigentlich nicht – ich weiß es nur von seiner Erzählung. Fabergé schickte diesen Verrückten ja ins 1. Jahrhundert und ich bekam ihn das zweite Mal gar nie zu Gesicht“ erklärte HERBERT KORNWALLNER seiner zukünftigen Frau an diesem Silvesterabend.


    Christiane Eisenzauber hörte an diesem Abend gebannt die unglaublichste Geschichte ihres Lebens und konnte den Schluss schon gar nicht erwarten. „Jetzt lass dich doch nicht so bitten – wo sind sie heute?“, fragte die junge Frau ungeduldig.
    „Heute? Frag dich doch einmal: Ist Heute noch Heute oder ist Heute durch seine Zeitreisen schon anders geworden?“, trieb Kornwallner die Erwartungen auf die Spitze.
    „Heute, morgen übermorgen – diese ganze Zeitreisegeschichte macht mich wuschig! Ich weiß es nicht und ich will es auch gar nicht wissen“, meinte Christiane ganz aufgeregt.
    „Doch du willst es wissen, denn es wird auch deine Zukunft betreffen, mein Schatz“.



    Liebe/r Leser/innen


    An dieser Stelle sind wir nun schon beinahe am Ende der Geschichte angelangt. Nur noch eine Zeitreise muss Alexander Fabergé meistern – dann geht das Abenteuer zu Ende. Eines kann ich euch schon jetzt verraten – Wie die Geschichte tatsächlich endet darf sich jeder Leser selbst wählen, denn es gibt einen Schluss und einen alternativen Schluss. So bleibt immer eine kleine Ungewissheit – Wer weiß dass schon nach all den Veränderungen in Raum und Zeit


    EUER MARF


    Schlussfolge: 7./8. Juli

  • Kornwaller also! Sowas, mit dem hätte ich ja gar nicht mehr gerechnet... dafür bin ich sehr dankbar, dass du meine Ahnung nicht wahr gemacht hast, und Gloria leben lässt.
    So, so, und eine finale, wichtige Zeitreise wird es also auch noch geben - werden da etwa Christiane und Kornwaller mit von der Partie sein? Oder wie beeinflussen die Zeitreisen sonst ihr Leben?
    Du siehst, wieder einmal Fragen über Fragen ;).


    Ein sehr hübsches "Abschluss"-Bild ist dir übrigens gelungen - bist du das, der sich da hinter 40 Jahre Fabergè geschummelt hat?


    Ich warte gespannt auf das Ende - und auch auf seine Alternative!
    Bis dahin,
    LG, der Stollentroll

  • Schließe mich meinem Vorschreiber mal an.
    Kornwaller hätte ich auch nicht erwartet.
    Deine Idee mit dem offenen Ende ist auch nicht schlecht, so können wir noch ein wenig
    “weiterspinnen”.

  • hm ich bin jetzt auch etwas verwirrt mit gestern und heute... aber ich denk du wirst nicht dazu beitragen das die verwirrtheit sich legt^^

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    Waiting for tomorrow never comes[/CENTER]
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  • Nach einer wirklich langen Pause melde ich mich mit dem versprochenen Ende zurück. Die Geschichte hat zwei Schluss-Varianten und jeder kann selber wählen was er lesen möchte. Wer den alternativen Schluss lesen will soll bitte zum nächsten Posting runter scrollen.
    Diese Zeitreisegeschichte hat mir viel Spaß bereitet und ich hoffe euch Leser und Leserinnen ebenfalls. Eine Frage möchte ich gleich beantworten: Wann es wieder ein Geschichte von mir zu lesen gibt weiß ich nicht. Auf alle Fälle ist mir so eine lange Fotostory zu aufwendig – Kurzgeschichten so wie ihr sie aus „NEWSFLASH“ kennt wir es in Zukunft eher geben.


    In diesem Sinne – Viel Spaß und bis bald
    MARF



    SCHLUSS




    Plötzlich unterbrach das Läuten der Türklingel das anregende Gespräch.
    „Moment Christiane, ich öffne rasch die Tür“, sagte Herbert Kornwallner. Christiane hatte zwar keine Ahnung wer an diesem Silvesterabend noch kommen sollte, sie vermutete aber dass Herbert noch einige Familienmitglieder eingeladen hatte. Viel hatte der Charmör noch nicht von seiner Familie erzählt, aber das konnte ja noch werden. Als Herbert und sein Gast zurückkamen wurde Christiane kreidebleich.
    „Darf ich dir vorstellen – meine Mutter“, hörte sie Herbert sagen. Wie betäubt starrte sie die ältere Dame an, denn es war unschwer zu erkennen dass GLORIA aus CAMELOT vor ihr stand.



    „Wie ist das möglich? Sind sie es wirklich“, stammelte die junge Frau und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.
    „Ja mein Kind, ich bin es tatsächlich. Und ich kann mir lebhaft vorstellen wie es dir jetzt geht. Alexander hat mich ja sehr oft mit solchen unglaublichen Eindrücken überrascht“, antwortete Gloria.
    „Alexander Fabergé ist dein Vater?“, fragte Christiane ungläubig.
    „Ja“, antwortete Kornwallner knapp und blickte betroffen zu seiner Mutter.
    „Lass gut sein, Herbert. Ich schaffe das schon – Ja, Alexander war mein Mann und sein Vater. Leider wurde aber die letzte Zeitreise eine Reise ohne Wiederkehr“
    Christiane getraute sich nicht weiter fragen denn sie ahnte schon eine Tragödie.
    „Am 27. Jänner 1967 starb Alexander als er nahe daran war sich den größten Traum seines Lebens zu erfüllen“.



    „Wie schrecklich! Wie konnte dies passieren? Wusste er denn nicht was in der Vergangenheit passiert war?“
    „Dass eigenartige daran ist dass dieser Unfall der zu seinem Tod führte vorher nie in den Geschichtsbüchern stand – heute weiß aber jedes Schulkind darüber Bescheid. Aber lasst mich von Beginn an erzählen was sich zugetragen hat“, begann Gloria in einem mitgebrachten Fotoalbum mit alten Erinnerungen zu blättern.



    Alexanders Traum war eine Teilnahme am amerikanischen Weltraumprogramm Apollo. 1957 schloss Alexander als „Roger Bruce Chaffee“ sein Studium ab und ließ sich bei der Marine zum Offizier ausbilden. Ich, Martha Chaffee, begleitete ihn dabei nach Jacksonville. 1961 wurde Herbert geboren und zwei Jahre später wurde Alexander in die dritte Astronautengruppe der NASA rekrutiert. 1800 Bewerber gab es, doch er schaffte es trotzdem. Wir zogen nach Houston um und er begann mit dem Training.



    Alexander war nicht nur ein herausragender Pilot sondern technisch weit seiner Zeit voraus – kein Wunder. Bei der Gemini 4 Mission agierte er als Kommunikationsassistent und bei einer Saturn-Mission kam er als Flugbegleiter zum Einsatz. Für die erste Mission Richtung Mond, die im Frühjahr 1967 beginnen sollte waren noch etliche Tests zu durchlaufen. Am 27. Jänner 1967 passierte auf der Startrampe Cape Canaveral dann unerwartet ein Unglück. Alexander alias Roger Chaffee und zwei seiner Kollegen führten einen Routinetest durch wobei die Apollo-Kapsel Feuer fing und alle drei Astronauten ums Leben kamen.



    Gloria legte mit Tränen in den Augen eine Pause ein bevor sie weiter sprach.
    „Es stand NICHT in den Geschichtsbücher… wir haben nichts übersehen… und trotzdem habe ich ihn verloren. Allerdings stand die amerikanische Mondlandung sehr zweifelhaft da und es gab berechtigte Gründe dass nie jemand den Mond erreicht hatte“
    Gloria musste wieder eine Pause einlegen um ihre Träne zu trocknen
    „Heute gibt es viel, viel weniger die die Mondlandung bezweifeln – DOCH – ohne diesen Unfall bei dem Alexander starb hätte man den Mond wahrscheinlich nie erreicht. Darüber sind sich Experten heute einig.



    Herbert und Christiane schlossen Gloria in die Mitte die gerade die schlimmsten Ereignisse ihres Lebens wieder revuee passieren ließ.
    „Nach diesen Ereignissen wanderten Mutter und ich aus den Staaten aus und tauchten mit einer neuen Identität – Gloria und Herbert Kornwallner - hier in Europa unter. Soviel wir auch hofften meinen Vater wieder zusehen – das Wunder passierte nicht. Es tauchte zwar der Wandteppich für die Ausstellung auf doch weder ein George Bloddy noch ein Alexander Fabergé der nach seiner Flucht aus England in Wien untertauchte kamen wieder“



    „Der Lauf der Zeit ist verändert und wir werden meinen Vater nie wieder sehen. Die Technologie kannte nur er ganz genau – eine Rettung ist nicht möglich“, sagte Herbert.
    „Lass gut sein – er hat seinen Traum gelebt. Für uns völlig unerwartet und auf schmerzliche Weise ist durch seinen Tod eine der größten Errungenschaften des Menschen erst möglich geworden – die Landung auf dem Mond“, meinte Gloria traurig.
    Dass die drei den Gongschlag um Punkt 24 Uhr ins Jahr 2000 versäumt hatten war unwesentlich geworden.
    „Danke“, stammelte Christiane und streichelte Glorias Hand. „Danke dass ich an ihrem Leben Anteil haben darf“.
    Gloria lächelte mild, doch trotz all der Geborgenheit fühlte sie sich Zeit ihres Lebens wie ein einsamer, verlorener Reiter durch Raum und Zeit.


    ENDE


  • Plötzlich unterbrach das Läuten der Türklingel das anregende Gespräch.
    „Moment Christiane, ich öffne nur rasch die Tür“, sagte Herbert Kornwallner. Christiane hatte zwar keine Ahnung wer an diesem Silvesterabend noch eingeladen war, doch sie vermutete dass Herbert noch einige Familienmitglieder eingeladen hatte. Viel hatte der Charmör nicht von seiner Familie erzählt, aber das konnte noch werden. Als Herbert und sein Gast zurückkamen wurde Christiane kreidebleich.
    „Darf ich dir vorstellen – meine Mutter“, hörte sie Herbert sagen. Wie betäubt starrte sie die ältere Dame an. Es war unschwer zu erkennen dass GLORIA aus CAMELOT vor ihr stand.



    „Wie ist das möglich? Sind sie es wirklich“, stammelte die junge Frau und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.
    „Ja mein Kind, ich bin es tatsächlich. Und ich kann mir lebhaft vorstellen wie es dir jetzt geht. Alexander hat mich ja sehr oft mit solchen unglaublichen Eindrücken überrascht“, antwortete Gloria.
    „Alexander Fabergé ist dein Vater?“, fragte Christiane ungläubig.
    „Ja“, antwortete Kornwallner aufgeregt. „Noch in dieser Stunde wirst du auch ihn kennen lernen“.
    „Tatsächlich – wo ist er den?“
    „Er ist tot mein Kind. Am 27. Jänner 1967 starb Alexander als er nahe daran war sich den größten Traum seines Lebens zu erfüllen“, sagte Gloria.



    „Wie schrecklich! Wie konnte dies passieren? Wusste er denn nicht was in der Vergangenheit passiert war?“. Am meisten wunderte sich Christiane aber darüber wie sachlich Gloria über dieses Thema sprach.
    „Dass eigenartige daran ist dass dieser Unfall vorher nie in den Geschichtsbüchern stand – heute weiß aber jedes Schulkind darüber Bescheid. Aber lasst mich von Beginn an erzählen was sich zugetragen hatte“, sagte Gloria und stellte ihre mitgebrachte Metall-Box auf den Tisch.



    Alexanders Traum war eine Teilnahme am amerikanischen Weltraumprogramm Apollo. 1957 schloss er als „Roger Bruce Chaffee“ sein Studium ab und ließ sich bei der Marine zum Offizier ausbilden. Ich, Martha Chaffee, begleitete ihn dabei nach Jacksonville. 1961 wurde Herbert geboren und zwei Jahre später wurde Alexander in die dritte Astronautengruppe der NASA rekrutiert. 1800 Bewerber gab es, doch er schaffte es trotzdem. Wir zogen nach Houston um und er begann mit dem Training.



    Alexander war nicht nur ein herausragender Pilot sondern technisch weit seiner Zeit voraus – kein Wunder. Bei der Gemini 4 Mission agierte er als Kommunikationsassistent und bei einer Saturn-Mission kam er als Flugbegleiter zum Einsatz. Für die erste Mission Richtung Mond, die im Frühjahr 1967 beginnen sollte waren noch etliche Tests zu durchlaufen. Am 27. Jänner 1967 passierte auf der Startrampe Cape Canaveral dann unerwartet ein Unglück. Alexander alias Roger Chaffee und zwei seiner Kollegen führten einen Routinetest durch wobei die Apollo-Kapsel Feuer fing und alle drei Astronauten ums Leben kamen.



    Gloria schluckte kurz und fuhr dann fort:
    „Es stand NICHT in den Geschichtsbücher, wir haben nichts übersehen. Allerdings stand die amerikanische Mondlandung sehr zweifelhaft da und es gab berechtigte Gründe dass man nie den Mond erreicht haben könnte. Heute gibt es viel, viel weniger die die Mondlandung bezweifeln – DOCH – ohne diesen Unfall bei dem Alexander starb hätte man den Mond wahrscheinlich nie erreicht. Darüber sind sich Experten heute einig.



    „Jetzt weißt du alles über meine Familie, Christiane“, meinte der Sohn des Zeitreisenden und wandte sich seiner Mutter zu.
    „Herbert – was du nun vor hast ist gefährlich. Willst du es wirklich tun?“
    „Ja Mutter – ich werde zurückgehen und meinen Vater als der brennenden Apollo Kapsel retten“
    „Bist du verrückt? Wie willst du das anstellen?“
    „Mutter und ich haben alle Daten der Zeitreisetechnologie erhalten können. Ich konnte sie sogar weiter perfektionieren und in diese beiden kleinen Geräte packen“, öffnete Kornwallner die Metallschatullen und holte zwei brillenartige Geräte heraus.



    Er setze einer der beiden Brillen auf und aktivierte die Zeitschaltung. „Ich bin bald wieder zurück“, sagte Kornwallner bevor er sich in Luft auflöste und durch Zeit und Raum eilte um seinen Vater zu retten.
    „NEIN“, schrie Christiane, denn sie hatte panische Angst bekommen was nun passieren würde.
    „Beruhige dich mein Kind. Ich will ihn schon seit einiger Zeit von diesem Vorhaben abhalten, doch es hat keinen Zweck“
    „Aber… aber…“ brach Christiane mitten im Satz ab, denn sie wollte nicht aussprechen was sie sich dachte.


  • „SHIT“, brüllte der Austronaut auf dem Herbert Kornwallner gelandete war. Doch der brüllte nicht wegen ihm sondern wegen der Stickflamme unter seinem Sitz. Jetzt musste Kornwallner schnell handeln. Innerhalb weniger Sekunden setzte er seinem Vater die Zeitreisebrille auf und noch bevor die ganze Kapsel in Flammen aufging waren die Zeitreisenden auch schon verschwunden. Hustend und schwer keuchend standen die beiden plötzlich wieder im 20. Jahrhundert und überlebten den ganzen Wahnsinn. Alexander Faberbé brauchte einige Zeit bis er die völlige Tragweite begriff.



    Er gedachte seiner verunglückten Kollegen in der Apollo-Kapsel, staunte über seinen Sohn denn er ja das erste Mal als seinen Sohn sah und drückte seine geliebte Frau Gloria fest an sich. Dann rollten ihm Tränen über die Wangen denn was sie in den letzten 33 Jahren ohne ihn alles durchgemacht hatte konnte er nur ahnen. Er hingegen hatte, halb bewusstlos, 33 Jahre einfach übersprungen.


    An diesem Abend fühlten sich Gloria und Alexander das erste Mal so richtig wohl. Was mit der Zeitreise-Technologie geschehen ist und wo die beiden Abenteurer, sieben Jahre danach, sind wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.

  • Ich bin ja eher ein Freund von Happy Ends und entscheide mich daher für Variante 2, und tue so, als hätte ich diese böse, böse 1. End-Version nicht gelesen. Ein spektakuläres Ende auf jedem Fall, damit hast du dich wieder einmal selbst übertroffen. Auch wenn ich gestehen muss, etwas verwirrt zu sein. Kornwaller, sein Sohn, von dem er irgendwie nichts wusste, weil er eigentlich schon tot war, als er mit ihm zusammen gearbeitet hat... hm, ich glaube, mir wird nichts anderes übrig bleiben, als die Geschichte nochmals zu lesen. Und es kann einem ja wirklich Schilmmeres passieren :D.


    Um nun ein paar feierlich abschließende Worte zu finden: vielen Dank dafür, dass du mich mit deiner brillianten Geschichte auf höchsten Niveau unterhalten hast, und mir mit deinem fabelhaften Bildern absolut klar gemacht hast, dass ich keine sonderlich talentierte Grafikerin bin, nur weil ich meinen Namen in Paint schreiben kann *g*.


    Ich freue mich auf ein Wiedersehen (wenn auch nur auf ein Kurzes)!


    LG, der Stollentroll