DDM #2 - Todesstrafe

  • Ich sage es jetzt noch einmal für Mörder beziehungsweise wegen Totschlags habe Ich nie gesagt solle Jemand eine Totes Strafe bekommen.


    Aber das mit dem Auto ist glaube Ich wirklich Fahrlässige Tötung ...
    Dafür gibt es auch eine Strafe.


    Ja ich gehe sehr emotional an dieses Thmea wenn einmal so ein Mann (Vergewaltiger) vor einem steht und man ist noch ein Kind oder Teenager ...dann sieht man das anderst. Ich hatte damals unheimliche Angst. Wäre Ich nicht in einer falschen Szene gewesen und hätte keine Springer Stiefel an gehabt dann wäre Ich warscheinlich nie wieder auf die Straße gegangen. Und ich kann sagen das Ich genug andere Probleme und erlebnisse in meinem Leben habe wo ich nicht mit klar komme und Ich schon oft über einen selbst mord nachgedacht habe. Ich bin selber in Therapeutischer behandlung und vieles kann man nicht einfach vergessen.Man lernt zwar damit umzugehen doch immer kommen diese Sachen im Leben in einem hoch. z.B: jetzt gerade.


    Ihr könnt so einfach sagen ich wünsche keinem die Todesstrafe. Zum Beispiel Kinderschändler wäre euch selber das passiert dann würdet ihr das anderst sehen. Ich habe Angst am Tag mit jemanden zusammen an einem Busch vorbei zu laufen. Weil ich denke mir passiert wieder was obwohl es hell ist und es ist jemand dabei.


    Das ist für mich ein emotionales Thema und hier scheiden sich normal die Meinungen und Ich finde man sollte niemanden verurteilen für seine Meinung.
    Für mich ist dies nun mal ein emotionales Thema weil ich diese Meschen total verstehen kann weil es mir fast selber passiert ist und Ich schon mehr als genug erlebt habe. Und beinahe auch bei einem Mord an meiner Mutter dabei gewesen wäre.


    :rolleyes

  • Pantoffelheldin, das ist wirklich schlimm, dass du solche Erlebnisse in deinem noch so jungen Leben hattest und dafür hast du mein ganzes Mitgefühl. Jedoch ist das hier eine lockere Diskussionsrunde und jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern. Die anderen ebenso wie du. Und in dieser Diskussion muss keiner versuchen den anderen unbedingt von seiner Meinung zu überzeugen und ihn auf die eine oder andere Seite zu ziehen. In einer Diskussion soll man klar und sachlich bleiben. Man erörtert ein Thema und argumentiert. Und das allerwichtigste an Diskussionen ist, dass man die Meinung und Argumente der anderen Diskussionspartner zulässt und respektiert. Wir sind nicht da, um ein neues Gesetz durchzusetzen. Einfach nur, um unsere Meinung zu diesem Thema kund zu tun.;) Also das Thema war Todesstrafe, bist du dafür oder dagegen, und du hast uns jetzt bereits öfters klar gemacht, dass du absolut dafür bist, wenn es z.B. um Vergewaltigung oder Mord geht. Und noch etwas, man kann auch nicht annehmen, dass man der einzige Mensch ist, dem in diesem Forum schon so etwas Schrecklichliches zugestoßen ist. Nur jeder geht damit anders um und nicht jeder berichtet hier davon, das heißt nicht, dass du allein mit schlimmen Dingen zu kämpfen hast/hattest. :augzu


    Außerdem würde ich bitten, Einzelheiten über Selbstmordgedanken, etc. nicht hier in diesem öffentlichen Bereich einfließen zu lassen, es lesen auch jüngere User mit. Ich hatte schon die Befürchtung, dass dieses Thema hier im OT nicht unbedingt angebracht wäre.


    Zum Thema Kosten: Ich denke, das kommt auch darauf an, in welchem Land, welche Todesart ausgesprochen wird, denn Todesstrafe durch einen Kopfschuss, wie zum Beispiel in China, wo man sogar die Kugel der Familie des Verurteilten verrechnete, kommt sicher nicht teurer als eine lebenslängliche Strafe.


    Noch am Rande, wie ich schon weiter oben beschrieben hatte und auch noch viele andere von euch, die Grenzen sind sehr schwer zu ziehen. Ich habe viele Bücher, Dokus und Filme zu den großen Serienkillern gelesen/sehen und ganz ehrlich, da ging es mir ähnlich wie Cho, ich fühlte mich absolut traurig und hatte mit dem einen oder anderen auch Mitleid. Gefühle sind einfach menschlich. Man fühlt oder leidet mit anderen, egal ob mit Opfern, den Hinterbliebenen und manchmal selbst mit Tätern.
    Hat jemand zufällig die Story mitbekommen von der Frau, die von ihrem "verschmähten" Liebhaber mit Säure im Gesicht enstellt wurde? Ihr hatte das Gericht die selbe Strafe für den Täter zugestanden. Sie aber, hatte die Größe ihm zu verzeihen, sie hat ihn nicht entstellt. Sie war vorher wirklich eine sehr hübsche Frau, die jetzt furchtbar aussieht, und sie wird auch ihr gesamtes Leben sichtbar gezeichnet bleiben! Über ihre Größe und ihr Herz sollte man vielleicht auch einmal nachdenken.

  • Zitat von Lidsi

    Zum Thema Kosten: Ich denke, das kommt auch darauf an, in welchem Land, welche Todesart ausgesprochen wird, denn Todesstrafe durch einen Kopfschuss, wie zum Beispiel in China, wo man sogar die Kugel der Familie des Verurteilten verrechnete, kommt sicher nicht teurer als eine lebenslängliche Strafe.


    Ja, das stimmt. Das Beispiel bezog sich auf die USA. ;)

    [RIGHT]Life is tough, get a helmet.[/RIGHT]

  • Ja ich habe dieses geschehen mit der Frau mit bekommen.
    Und sowas tut mir erst Recht richtig leid.


    Für mich ist einfach nur unverständlich was bei dieses Menschen im Kopf los ist.
    Das wüsste ich einfach nur mal. Viele haben sicherlich in der Kindheit viele schlimme dinge erlebt und sind so gewurden aber sowas ist doch kein Grund oder?
    Ich meine dann könnte Ich das auch machen und trotzdem lasse Ich meine Wut nicht an unschuldigen zivilisten ab. Das finde ich einfach nur heut zu Tage schade.

    Ich bin immer noch nicht für die Todesstrafe bei Mord.


    Trotzdem frage Ich mich jeden Tag was bei diesen Mensch in dem Kopf los ist? Welchen Grund sie dazu haben jemanden Säure ins Gesicht zu Kippe, zu vergewaltigen etc.


    Hat das jemand mit bekommen was in Syerien los ist? Kinder als Menschliche Schutz Schilder zu verwenden? Das ist auch so etwas was Ich nicht verstehen kann.

  • Ich glaube gar nicht, dass sie unser Mitleid haben möchte. Was aber wohl in seinem Kopf vorgegangen sein mag, würde mich auch interessieren. Er stellte sich bereits auf das Schlimmste ein und empfing doch Güte und Gnade von seinem Opfer,


    Und wenn man, wie du vorhin beschrieben hast, in dieser Welt wirklich niemandem mehr vertrauen könnte, wäre unsere Welt nur noch armseliger, als sie es zum Teil eh schon ist. Natürlich soll man niemandem naiv und blind vertrauen, doch was ist mit Familie und Freunden? Es gibt zum Glück nicht nur böse Menschen auf dieser Welt. ;)


    Syrien, etc. .... So etwas kann von uns wahrscheinlich niemand oder nur die wenigsten verstehen oder besser gesagt nachvollziehen, aber wir sind auch nicht in diesen Ländern mit diesen anderen "Kulturen" aufgewachsen. Außerdem hat das auch viel mit Erziehung und auch mangelnder Bildung zu tun. Am Rande, ich kann ebenso wenig verstehen, was Menschen dazu bewegt, kleine Kinder als Soldaten heranzuzüchten (z.B. Uganda).


    Achja, zu den DNA Spuren eines Vergewaltigers fällt mir jetzt auch noch ein total absurdes Beispiel ein, dennoch könnte es sich abspielen:
    Nehmen wir einmal an, eine Babysitterin lässt heimlich ihren Freund ins Haus wo sie babysittet. Dort vergnügt sie sich mit ihrem Freund und tja, wohl nicht aufgepasst, am Sofa, am Bett, Teppich oder was weiß ich wo, vielleicht auf der Kleidung der Nanny, bleibt Samenflüssigkeit ihres Freundes zurück. Kleinkind wacht auf, Freund muss schnell verschwinden, aus irgendeinem Grund kommt das Kleine mit dem Sperma in Berührung, hat es vielleicht auf den Fingern, auf der Kleidung, egal, irgendwo am Körper. Später wird in das Haus eingebrochen. Die Babysitterin und das Kleinkind werden in dem Haus getötet, vielleicht von einem Stalker oder auch zufällig von einem Einbrecher, Serienkiller, wie auch immer ... Der Täter vergeht sich vielleicht an ihr, vielleicht auch nicht. Und spinnen wir den Gedanken mal weiter ... die einzige DNA Spur, die zu finden ist, wäre die Samenflüssigkeit auf der Kleidung oder den Händen des Kindes und natürlich in und an dem Kindermädchen (Täter hat vielleicht ein Kondom benutzt oder man geht automatisch von zwei Tätern aus, weil man auch das Sperma des richtigen Täters findet ... oder vielleicht doch kein anderes ...) Weiters findet man Fingerabdrücke des Freundes, seine Haare im Haus, seine Haut unter ihren Nägeln .... vielleicht Fußspuren, weil er hinten heimlich ins Haus gelassen wurde ...
    Absolute Beweisnot des Freundes (überhaupt, wenn es eine neue oder heimliche Beziehung gewesen wäre, vielleicht sollte es auch nur eine schnelle Nummer zwischendurch werden) ... aber eindeutige DNA! Hauptsache Todesstrafe, oder? Also ICH würde da weder Richter noch Geschworener sein wollen.

  • Das sage Ich doch nicht. Nur Mitleid... muss es auch nicht gleich sein.


    Ich möchte einfach nur ein bisschen verständnis.
    Okay das ist dann wieder einfach ne ganz andere Sache... für mich fehlende Technik. Und vorallem doofer Zufall, das muss erstmal passieren. Meisten zumindestens hier wo Ich wohne lauern se meistens in de Büche... und warten bis jemand vorbei kommt.

  • Das Beispiel was du nennst, Lidsi, erinnert mich an diesen Film mit Kevin Spacey, ich weiß nicht mehr, wie der heißt... Wo er Dozent an einer Uni ist und totaler Verfechter gegen die Todesstrafe. Und dann ist da 'ne Studentin, die bei ihm durchzufallen droht. Auf 'ner Party verführt sie ihn dann und später behauptet sie, dass er sie vergewaltigt hat und er kann seine Unschuld nicht beweisen, verliert seinen Job und darf sich nicht mehr gegen die Todesstrafe kämpfen... Und landet am Ende als Mörder selbst in der Todeszelle. Ich verrate hier nicht alles, falls jemand den Film sehen will, der spielt auch schön mit diesem Zwiespalt, dafür oder dagegen, weil die Figur von Spacey auch nicht eindeutig "gut" oder "schlecht" ist.


    Ich finde wichtig ist auch zu sagen, dass es eben in allem so ist, dass es keine schwarz-weiß Malerei gibt. Die Opfer haben genau so ihre Geschichte wie die Täter, die Täter sind meist irgendwo auch Opfer. Wie schon gesagt, das ist keine Rechtfertigung für Straftaten. Aber geht eine Strafe nicht automatisch davon aus, dass es eine Art "Wiedergutmachung" ist? In dem Sinne kann es keine TodesSTRAFE sein, sondern einfach Hinrichtung, die Menschen aus der Welt schaffen. Bei Strafen geht man doch davon aus "Wenn du deine Strafe hinter dir hast, sei dir verziehen". So einfach ist es aber natürlich nicht.


    Zu deiner Frage, Pantoffeltierchen: ob ich so wem verzeihen könnte? Nun, mir ist so was in der Art noch nicht passiert. Wie schon jemand hier sagte (Zoidberg? oder Cho? oder wer?), es ist eine andere Sache, wenn du als Opfer die Sache betrachtest, als wenn es ein Außenstehender ist. Und ich kann nicht mutmaßen, was ich in der Situation täte oder denken würde. Aber ich kann sagen, dass diese Denkweise gegen meine Prinzipien geht, die ich im Grunde vertrete.


    Übrigens, nur weil wir dir nicht alle zustimmen sind wir nicht gegen dich :) Wir argumentieren nicht GEGEN dich sondern FÜR unsere Meinung :)

    [CENTER][SIZE="1"][COLOR="#a0522d"]life is what happens when you're busy making other plans.[/COLOR][/SIZE][/CENTER]

  • Da sagst du was, Fasti - ich hab den Film damals auch gesehen, er hieß "Das Leben des David Gale". Der ist zwar schon fast 10 Jahre alt, aber der war echt gut. Oder eben "Red Corner" mit Richard Gere .... Ebenso fallen mir Filme, wie "Für das Leben eines Freundes" ein, da ging es zwar nicht um Mord, sondern um ein paar Gramm Gras zu viel (aber nur, weil die Freunde früher abgereist sind und ein dämliches Fahrrad nicht zurückgebracht haben) und die daraus resultierende Todesstrafe. Das war auch ein wirklich berührender Film mit Anne Heche, Joaquin Phoenix, Vince Vaughn ...
    Beim Thema Totschlag fällt mir z.B. "American History X" mit Edward Norton ein, wo er einen brutalen Neonazi spielt, der später aus seiner Haft entlassen wird und sich rausstellt, dass er sich während seines Gefängnisaufenthaltes grundlegend gewandelt hatte .... es gibt eine Menge guter Filme, die auf diese Problematik eingehen, aber die besten Drehbücher schreibt halt immer noch das Leben selbst.


    Da gab es noch einen Film, dessen Titel mir ums Verrecken nicht einfallen möchte, ich weiß auch nicht mehr sicher, wer da mitgespielt hatte, erst dachte ich an Jodie Foster, bin mir aber absolut nicht sicher. In diesem Film wird der Bruder eines Mädchens wegen Vergewaltigung und anschließendem Mord verhaftet und zum Tode verurteilt, die Schwester studiert dann Jura,sie schafft es dass der Fall wird wieder aufgerollt wird und sie kämpft auch gegen die verhängte Todesstrafe. Es gelingt ihr schließlich auch den Fall aufzuklären und ihren unschuldigen Bruder aus dem Gefängnis zu holen ... oh Mann, Alzheimer lässt wieder einmal grüßen! :rolleyes


    Edit:
    Doch noch eingefallen, es war nicht Jodie Foster sondern Hillary Swank. Der Film beruht übrigens auch auf einer wahren Begebenheit und heißt
    "Betty Anne Waters" oder im Original "Conviction" ........

    Einmal editiert, zuletzt von Lidsi ()

  • das sage ich nicht aber ich habe ein wenig das Gefühl das ihr mich auf eure Meinung umstimmen will.
    Naja dies ist halt meine Meinung, dann belibt das auch meine und eure Meinung ist eure meinung und bleibt eure Meinung.


    Aber dann wünsche Ich auch mich nicht zu versuchen umzustimmen. Und Ich habe mich nicht angegriffen gefühlt. Sondern unverstanden.

  • Ich denke auch, dass man nicht einfach sagen kann wer dies und das einmal tut, macht es immer wieder. Auf manche trifft das zu, auf andere eben nicht. Menschen können sich durchaus ändern, das muss man doch respektieren. Viele handeln ja im Affekt (siehe Totschlag oder fremdgehen, auch wenn ich das etwas komisch als Vergleich finde), fühlen sich danach ihr Leben lang schuldig und tun es sicher nie wieder.

  • Ich wollte mich eigentlich raushalten, da ich da wohl durchaus rabiate Ansichten habe, aber...


    Der Mörder hat mutwillig/geplant ein Leben genommen.
    Der Vergewaltiger ebenfalls. Auch wenn sein Opfer überlebt, ist das Leben trotzdem zerstört.


    Manche dieser Irren sind sogar stolz auf ihre "Werke" und dann soll man sie noch damit belohnen, dass sie "nur" ins Gefängnis müssen?
    Wer spätestens vor Gericht keine Reue zeigt, hat schon mal gar keine Gnade verdient.


    Auge um Auge, Zahn um Zahn - weg damit.


    Affekthandlungen sind natürlich selten mutwillig oder geplant oder sonstwas, das sollte dann schon berücksichtigt werden.


    Verdammt, schon wieder auf Antworten statt Vorschau geklickt, aber ich glaube, das war eh schon alles, was mir dazu einfällt.

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    Update 25.04.2024
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  • Was ich schwierig dabei finde ist vor allem: WANN ist "Auge um Auge" gerechtfertigt? (wenn man das gelten lassen würde)


    Wenn bspweise ein Arzt eine Patientin wissentlich falsch behandelt - aus Desinteresse, aus Abgestumpftheit was weiß ich - und diese stirbt danach.
    Ich denke, für die, die zurück bleiben, ist das auch eine Form von "Mord".


    Oder der besoffene Autofahrer, der in den Gegenverkehr rauscht.


    Was ist mit einem Selbstmörder, der sich vor den Zug wirft und den Lokführer so traumatisiert, dass er sich dann auch das Leben nimmt... (klar, der Auslöser ist dann schon tot, aber nur mal so als Beispiel)


    Was ist mit dem Drogensüchtigen, der eine Kassiererin erschlägt im absoluten Vollrausch, weil er wie blind an das Geld in der Kasse will...


    Ich denke, so kann man das ewiglich weiterspinnen. Da die Grenze zu finden, fände ich jetzt total unmöglich.

  • Ich persönlich finde das gar nicht so schwer zu differenzieren.


    Der Selbstmörder handelt nicht in der Absicht, den Lokführer oder sonstwen in den Tod zu treiben. Suizid ist meist eine Affekthandlung und hat nicht zum Ziel, das Leben eines anderen zu vernichten.


    Schwierig wird's dann, wenn der Selbstmörder überlebt... :kopfkratz Nein, eigentlich nicht besonders. Denn auch der ist kein Mörder in dem Sinne.


    Der Süchtige handelt meist aus Verzweiflung. Nicht weil er den Kassierer töten will, sondern weil er keinen anderen Weg sieht.. bei anderen Motiven müsste man genauer differenzieren.


    Der Süchtige und der Selbstmörder benötigen eher Hilfe, statt Strafe.. aber natürlich kann man die nicht einfach mit einem Schulterklopfen von aller Schuld freisprechen.


    Der alkoholisierte Autofahrer ist ein verantwortungsloser Vollidiot und verdient eine harte, gern mehrjährige Strafe und lebenslanges Fahrverbot. Jeder weiß, dass man nicht betrunken fahren darf, aber er ist sicher nicht mit Absicht in den Gegenverkehr gerauscht, weil er grad Lust hatte, jemanden umzubringen. Stichwort fahrlässige Tötung.


    Der Arzt jedoch, der absichtlich das Leben des Patienten, aus Desinteresse oder weil ihm seine Nase nicht passt, gefährdet, obwohl er weiß, welche Konsequenzen eine falsche Behandlung haben kann, ist in meinen Augen nicht einfach nur fahrlässig oder faul, sondern ein Mörder. Denn der hat absichtlich und bei vollem Bewusstsein falsch behandelt.



    Der nicht angeleinte Kampfhund, der auf dem Spielplatz ein Kind totbeißt, wird erschossen - aber der Vergewaltiger kann nach ein paar Jahren im Knast wieder vorm Kindergarten rumlungern. Find ich irgendwie falsch, auch wenn's vielleicht ein komischer Vergleich ist.

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    4 Mal editiert, zuletzt von Schwerelos ()

  • Dankeschön das es endlich mal Jemand so Sieht wie Ich.


    Ich hätte aus auch so schreiben können, aber finde immer nicht die richtigen Worte.


    Sind genauso gute gegen Beispiele wie die Beispiele... und genau so sehe Ich es auch.

  • Ich finde, das wird immer so leicht daher gesagt; "Ich wünsche ihm den Tod", "Ich wünsche ihm die Pest", "die Todesstrafe" etc. Wer von uns macht sich denn wirklich Gedanken über das Ausmass? Wer von uns hat sich schon mal vorsgetellt, wie's ist, jahrzehntelang auf seinen eigenen Tod zu warten? Die wenigsten Menschen sind sich doch bewusst, was sie andern so alles in ihrer Wut oder ihrem blinden Hass an den Hals wünschen!
    Mir fällt da spontan das Beispiel von Eltern mit ihrem Kleinkind ein, und das Kind geht immer wieder auf andere Kinder los, haut oder beisst sie oder reisst ihnen an den Haaren. Irgendwann kriegt das Kind von den Eltern eine geknallt mit den Worten "Man darf keine andern Kinder hauen!" Die Todesstrafe ist für mich vom Prinzip her das gleiche. Man darf nicht töten, und wenn mans doch tut, wird man getötet?
    Ich kann natürlich verstehen, wenn man selbst betroffen ist, dass man dies im Affekt jemandem wünscht, aber rein logisch und sachlich betrachtet, ist das doch Schwachsinn.
    Das Bewusstsein für Leben und Nichtleben ist sowieso irgendwo flöten gegangen. Wenn jemand eine Fliege erschlägt, wer bitteschön ist sich dann bewusst, dass dieses Tier nie, nie, nie wieder leben, fliegen, fressen wird? NIEMAND ist es sich bewusst! Sie wird todgeschlagen und dann ist das Problem gelöst. Aber das eigentliche Bewusstsein dafür ist total im Eimer. Das gleiche gilt für fischen oder für jagen oder, oder, oder. Es macht mich nicht direkt wütend, dass solche Sachen geschehen, es macht mich wütend, dass diese Bewusstsein fehlt. Und macht man die Menschen darauf aufmerksam, erntet man ein "Das war doch nur eine Fliege! :rolleyes" Na und? Trotzdem ist sie für immer und für alle Zeit weg, nur weil man selbst genervt war, dass sie einem um den Kopf rumschwirrt? Das ist so dermassen traurig.
    Die Strafen für Tierquäler sind meiner Meinung nach ja sowieso der absolute Witz. Ich habe bisher immer nur von Gedlstrafen gehört für Tierquäler. Für Todschlag im Affekt an einem Menschen gibts mehrere Jahre Gefängiss. Einen Hund z.B. kann man verstümmeln, foltern, quälen und bezahlt dafür mit Geld. Wer entscheidet nun, wessen Leben mehr wiegt? Musste dieser Mensch der durch Todschlag starb mehr leiden, als der gequälte Hund? Nein. Hats dem Hund weniger weh getan? Nein. Kann der Hund jemals wieder zurückkommen, ist er nicht für alle Zeit weg von dieser Welt, wie der Mensch? NEIN! Aber ich glaube, ich höre nun auf, bevor ich ganz vom Thema abschweiffe. :rolleyes
    Liebe Grüsse

    [INDENT][INDENT][INDENT][h=3]Nimm ein Kind bei der Hand
    und lass dich von ihm führen.
    Betrachte die Steine, die es aufhebt
    und höre zu, was es dir erzählt.
    Zur Belohnung zeigt es dir eine Welt,
    die du längst vergessen hast.
    [/h][/INDENT]
    [/INDENT]
    [/INDENT]

  • Keiner Antwortet dir hier mir es war doch nur eine Fliege. Aber wie bitte kann man eine Fliege mit einem Menschen vergleichen. Google mal. Das was wir hier haben sind meistens alles Eintags fliegen. Die Sterben am Ende des Tages, ob sie erschlagen werden oder sonstiges und mann kann keine Fliege mit einem Menschen vergleichen.


    Ein Hund ist da schon etwas anderes. Das ist nicht schön das diese Menschen nur mit einer Geldstrafe davon kommen. Aber dagegen können wir auch nix tuen. Das wird von der Justiz anderst gesehen. Anscheind....


    Der Hund hat genauso gelitten wie der Mensch. Da hast du Recht. Und wenn einem so etwas passiert ist dann sagt man nicht aus dem Affekt das dieser Mensch die Todesstrafe bekommen soll. Für die Menschen ist es einfach so das wenn Die Peiniger weg sind oder meinet wegen auch LEBENSLÄNGLICH UND WIRKLICH LEBENSLÄNGLICH im Gefängnis sitzen das diese Menschen sich einfach sicherer fühlen. Großen Respekt für die Menschen die damit weiter leben können, das ihr Peiniger weiter draußen rum läuft und warscheinlich irgendwann das selbe tut ob an dem jenegen oder an anderen das selbe tun. Dann Bitte.
    Wenn euch so etwas passieren würde beziehungsweise du ... Nicci... dann würdest du dies anderst sehen. Und viele andere Sicher auch dann würden sie nicht mehr so reden. Da bin ich mir ganz sicher.


    Und man kann keine Fliege mit einem Menschen vergleichen. Es ist zwar auch ein Lebewesen aber eine Fliege.

  • So kann man das auch nicht betrachten. Die Eintagsfliege mag nur einen Tag leben, aber für eine Eintagsfliege war dieser halbe Tag aber das halbe Leben. Das ist als würdest du einen Menschen in den Vierzigern umbringen. Alles relativ, ne.
    Das Beispiel mit der Fliege ist sicherlich nicht das Beste, aber es zeigt auf, wie verquer unsere Vorstellungen von Ethik und 'Mord, der okay ist' sind - Stichwort Krieg. Wenn ein Soldat an der Front einige hundert Menschen umbringt, wird er mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet und hat Grossartiges für sein Land getan. Eine Person umgebracht hat er trotzdem - und es ist nur okay, weil es ein anderer Zustand ist. Die Person ist allerdings trotzdem tot.


    Pantoffelheldin, ich möchte dir auf keinen Fall zu Nahe treten, aber du bist nicht objektiv, was du ja auch oft betonst. Es gibt einen Grund, wieso Chirurgen nicht ihre Familienmitglieder operieren oder Richter nicht die Mörder ihrer Kinder richten. Sie sind nicht objektiv und verlieren das Wesentliche aus den Augen, weil sie emotional involviert und somit alles andere als fair und gerecht sind.


    Ich mag hier eine recht ungewöhnliche Stellung einnehmen, aber ich bin nicht unbedingt für lebenslänglich. Für ganz hoffnungslose Fälle natürlich schon, Leute die wirklich krank sind und die Wiederholungstäter waren. Aber für andere Menschen, die möglicherweise nur einen grossen, enormen und fatalen Fehler gemacht haben und das ihr Leben lang bereuen, sehe ich das etwas anders. Therapie ist nicht total unnütz. Wer nach mehreren Jahren in Therapie wirklich gute Ergebnisse erzielt und tief bereut, der sollte meiner Meinung nach freikommen. Jeder hat eine zweite Chance verdient (es sei denn natürlich, er stellt eine Gefahr für die Gesellschaft dar).

    Mein Name ist Divya und ich bin eine unter vielen.
    I look inside myself and see my heart is black
    I see my red door and it has been painted black
    Maybe then I'll fade away and not have to face the facts
    It's not easy facing up when your whole world is black


  • Stell dir vor, es wäre Krieg und niemand ginge hin.


    Nur so nen Zitat von wemauchimmer, das mir grad einfiel, als ich "Krieg" gelesen habe.


    Der Soldat kann aber nichts dafür, dass er töten muss. Der hat seine Befehle zu befolgen. Ich bin ja dafür, dass man alle Waffen und Kriegsmaschinen aller Länder verschrottet und sämtliche Soldaten aus dem Dienst entlässt und nie wieder neue rekrutiert. Wenn niemand mehr die Möglichkeit hat, ne Bombe abzuwerfen, muss man sich friedlich arrangieren. Krieg kannste aber nicht wirklich als Vergleich nehmen, das ist ne andere Schublade und zwar ne ziemlich überflüssige. Ich bin ja dafür, Krieg einfach nur abzuschaffen.


    Ich für meinen Teil bin 100% objektiv. Aber ich sagte ja auch nicht, dass man einfach jeden entsorgen soll, der mal "nen Fehler" gemacht hat. Wobei ich Mord und Missbrauch nicht als "Fehler" sehen kann. Mord ist für mich nichts, was im Affekt passiert, weil einem mal eben ne Sicherung durchknallt, sondern bis zu einem gewissen Maß geplant und Missbrauch/Vergewaltigung kann schon mal überhaupt nicht als Affekthandlung durchgehen. "Sie war so süß mit ihrem rosa Teddybärchen, dass ich dem Impuls einfach nicht widerstehen konnte."


    Die Fehler, die du vermutlich meinst, fallen für mich in die Sparte "Affekthandlung". Der Mann, der seinen Gegner bei ner Auseinandersetzung schubst, so dass dieser fällt und sich den Schädel bricht oder sowas..



    Btw bin ich durchaus dafür, dass man Gewalt gegenüber Tieren genauso hart bestrafen sollte, wie Gewalt gegenüber anderen Menschen.. Insekten sind für mich keine Tiere in dem Sinne. Allein schon von der Physiologie.

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  • Ich meine ja auch keine Mörder Ich rede die ganze Zeit von Vergewaltigern. Weil wie Schwerelos schon schreibt :

    Zitat

    "Sie war so süß mit ihrem rosa Teddybärchen, dass ich dem Impuls einfach nicht widerstehen konnte."


    Das ist für mich keine Affekt Handlung. Geplant ist vielleicht eine Vergewaltigung auch nicht es sei denn der Mann lauert wirklich lange einem Hinter her aber trotzdem die sitzen im Busch oder warten irgendwo anderst auf ein Mädel oder Jungen und das ist keine Affekt Handlung, Ich finde einfach Kinderschändler haben eine Knall harte Strafe verdient.


    Bei Mörder ist das vielleicht auch noch etwas anderes... oder Totschlag.. da kann man dies auch immer anderst betrachten. Aber trotzdem finde Ich haben sie eine Strafe verdient oder es sollte ihn geholfen werden, damit sie sich halt merken das dies eine falsche Handlung war und hoffentlich kein Wiederholungstäter werden.


    Zitat

    Pantoffelheldin, ich möchte dir auf keinen Fall zu Nahe treten, aber du bist nicht objektiv, was du ja auch oft betonst. Es gibt einen Grund, wieso Chirurgen nicht ihre Familienmitglieder operieren oder Richter nicht die Mörder ihrer Kinder richten. Sie sind nicht objektiv und verlieren das Wesentliche aus den Augen, weil sie emotional involviert und somit alles andere als fair und gerecht sind.


    Damit hast du Recht aber Ich kann das für Kinderschändler nicht anderst beurteilen.


    Mit Krieg ist ja wieder etwas anderes... das finde Ich auch das sollte man abschaffen aber da muss erstmal wieder den Anfang machen und das machen sicherlich wenige. ;-)
    Was leiter da wieder ein nachteil ist.

  • Sterben find ich immer so 'einfach'. Ich sehe den Tod jetzt irgendwie nicht als eine Strafe an, vor allem, da es genug Fehlurteile gibt, bei denen dann Unschuldige mal eben hops gehen. Einem Toten ist es egal ob er tot ist oder nicht. Traurig ist sowas immer nur für jene, die diese Person gemocht haben, egal ob Mörder, Vergewaltiger oder Unschuldiger.


    Ich würde den Leuten wohl einfach die Wahl lassen, wenn sie Lebenslänglich haben (und damit mein ich wirklich das ganze Leben und nicht die... wieviel Jahre?), ob sie nicht den Tod bevorzugen. Wieder Frei lassen, würde ich jemanden der bewusst/vorsätzlich einen Mord begangen hat, aber nicht mehr.


    Vergewaltiger gehören meiner Meinung auch nach kastriert. Bei den Frauen (ja, sowas soll es auch geben), gibts bestimmt ähnlich unlustige Möglichkeiten. Klitorisentfernung und son Zeug. Sollten die dann, weshalb auch immer, wieder frei kommen, nach Therapie und geloben von Besserung bla bla.... würde die Rückfallwahrscheinlichkeit geringer sein. Alles aber nur Theorie. Von mir aus sollen die ruhig kastriert lebenslänglich im Knast bleiben.


    An sich gesehen, ist es mir irgendwo egal, ob Todesstrafe oder nicht. Unser Planet ist sowieso Überbevölkert, auf ein paar Menschen mehr oder weniger, kommt es da nicht an. Auch wenn ich es für Unschuldige und Angehörige immer etwas argh beschissen finde.


    Eventuell würde ich auch anders darüber denken, wenn ich mal in der Situation wäre, dass jemand jemanden aus meiner Familie was angetan hat. Wobei ich dann doch eher dazu tendiere, die andere Person leiden lassen zu wollen... leiden kann sie nicht wenn sie nicht lebt... an sowas wie die Hölle glaube ich nämlich nicht. Ob sie aber leidet, wenn sie im Knast hockt, kann mir ja auch keiner versprechen, teilweise geht es den Leuten in solchen Einrichtungen einfach noch zo gut. Ich glaube dass ist etwas, woran man arbeiten sollte/könnte... natürlich wieder blöd für unschuldig Verurteilte... Zwickmühle.

    [SIZE=3]Menschen treten in unser Leben und begleiten
    uns eine Weile. Einige bleiben für immer,
    denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren Herzen.
    - Unbekannt
    [/SIZE]

    Einmal editiert, zuletzt von D.L.T. ()