Gerade eben habe ich gesehen ... und muss sagen ...

  • Das hab ich nicht verstanden.

    Das ist das Ding an dem Film. Entweder man versteht ihn, oder man versteht ihn nicht. Haneke ist ein Genie. Er hält dem Zuschauer einen Spiegel vors Gesicht.
    Als ich die Message von Funny Games beim 2. Mal gucken verstanden hab, bin ich sofort losgegangen und hab den Film gekauft. Er ist wirklich sehr intelligent, wenn man dahintersteigt.

  • "Die Räuber" nach Schiller in Bremen. Gutes Theaterstück. Vielleicht etwas links-lastig, aber das lag wohl dadran, dass das Stück aus 60% Schiller und 40% Interview-Anworten von jungen linken Migranten aus einem naja-Viertel aus Bremen stammt.

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    Ich sollte häufiger ins Theater gehen.

    [RIGHT][SIZE=3]Mache niemanden zu deiner Priorität,
    der dich nur zur Option macht.[/SIZE]
    [/RIGHT]

  • Eat Pray Love

    Ich find den Film sowas von gut. Die Geschichte war einfach gut erzählt, es waren keine Klischees zufinden, kein "irgendwas zeigen" um die Zeit verstreichen zulassen.
    Der Film ist berührend und man muss ob gewollt oder nicht auch an sein eigenes Leben denken, und bekommt eigentlich die Botschaft mitgeliefert : Du bist für dein Leben verantwortlich, nutze deine Chance und ändere was daran wenn du nicht glücklich bist, denn nur du allein kannst es.
    Außerdem haben sie mit Julia Roberts eine großartige Hauptdarstellerin gefunden, sie gibt dem Film so einen richtigen Charme.
    Ich finde sie sieht so hübsch aus in dem Film, ich meine sie ist glaub ich mitte 40 und sieht so was von gut aus, auch wenn man bei einigen Szenen sieht das sie ein klitzekleines Bäuchlein
    bekommen hat! ;)
    Allerdings braucht man für den Film ziemliches Sitzfleisch: hat ca. 3Stunden gedauert.

    [SIZE=4]Für Shakespeare ist die Liebe eine Krankheit, die oft genug zum Tode führt. Je länger ich lebe, desto mehr bin ich geneigt ihm zu glauben... [/SIZE]

  • Allerdings braucht man für den Film ziemliches Sitzfleisch: hat ca. 3Stunden gedauert.

    Nee, 2 Stunden und 14 Minuten. :rolleyes Ich weiß ja nicht was du dir sonst so anguckst, aber das ist absoluter Durchschnitt.


    Ich hab vor einer Woche "Babys" gesehen, einen französischen Dokumentarfilm.
    Darin begleitet der Regisseur vier Babys (aus Tokio, San Francisco, der Mongolei und Namibia) ab ihrer Geburt ca. ein Jahr lang.
    Wer nichts für Babys übrig hat, wird sich bei diesem Film langweilen, denn er fokussiert wirklich Alltagssituationen der verschiedenen Kinder. Dialoge gibt es praktisch nicht, dafür total schöne, süße Momentaufnahmen. Faszinierend, wie auch Kinder, die überhaupt kein Spielzeug haben und meistens sich selbst überlassen werden, immer irgendwas finden, womit sie sich beschäftigen können. Außerdem merkt man richtig deutlich, wie vorsichtig und panisch in zivilisierten Ländern mit Babies umgegangen wird, verglichen mit Entwicklungsländern. Es ist toll zu sehen, dass die Kinder in den ärmeren Ländern genauso viel Spaß haben und sich genauso schnell entwickeln wie die Kinder in Japan und Amerika. Schöner Film.


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    Einmal editiert, zuletzt von simplydead ()

  • Ich weiß ja nicht was du dir sonst so anguckst, aber das ist absoluter Durchschnitt.



    Meinst du von der Länge? Mhmm...du keine Ahnnung, ich wusst gar nicht was der längste Film war den ich je gesehen hab. Aber so um den Daumen herum würd ich sagen sicher nicht mehr als 3,5Stunden :rollauge

    [SIZE=4]Für Shakespeare ist die Liebe eine Krankheit, die oft genug zum Tode führt. Je länger ich lebe, desto mehr bin ich geneigt ihm zu glauben... [/SIZE]

    Einmal editiert, zuletzt von StarOfNight ()

  • Meinst du von der Länge? Mhmm...du keine Ahnnung, ich wusst gar nicht was der längste Film war den ich je gesehen hab. Aber so um den Daumen herum würd ich sagen sicher nicht mehr als 3,5Stunden :rollauge



    hmm.. dann solltest du mal vorbeikommen, wenn ich "die lange Nacht der Herr Der Ringe" mache ;) 12 Stunden Film sind des dann...
    oder Fluch der Karibik 1,2 und 3 alle nacheinander ;)


    edit: mit echtem Dolby Surround und 8 Kanälen auf grosser Leinwand draussen am Grill - nächstes Jahr wieder ;)

  • Jetzt bin ich noch mehr auf Eat Pray Love gespannt.
    Ich hab das Buch gehört und frag mich schon die ganze Zeit wie das eine massentaugliche Story sein soll. So in ist die Suche nach innerem Frieden ja auch wieder nicht. Und die Kritiken die ich bisher gelesen habe waren nicht so großartig, von wegen "2 Stunden einer Frau zuschauen die eh nicht weiß was sie will".

  • hmm.. dann solltest du mal vorbeikommen, wenn ich "die lange Nacht der Herr Der Ringe" mache ;) 12 Stunden Film sind des dann...
    oder Fluch der Karibik 1,2 und 3 alle nacheinander ;)



    Oh gott, nein, einmal Herr der Ringe hat mir schon gereicht, und ich hab sie mir nicht mal hintereinander angesehen. :rolleyes

    Jetzt bin ich noch mehr auf Eat Pray Love gespannt.
    Ich hab das Buch gehört und frag mich schon die ganze Zeit wie das eine massentaugliche Story sein soll. So in ist die Suche nach innerem Frieden ja auch wieder nicht. Und die Kritiken die ich bisher gelesen habe waren nicht so großartig, von wegen "2 Stunden einer Frau zuschauen die eh nicht weiß was sie will".



    Naja massentauglich würd ich nicht sagen, ich wette es gibt viele dennen wird der film gar nicht gefallen, aber auf jeden fall ist es nicht langweilig, finde ich
    zuminderst. ;)

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    Einmal editiert, zuletzt von StarOfNight ()

  • Das hört sich gut an! Ich finds schlimm wenn gute spirituelle Ansätze in Hollywoodklische gepresst werden damit die Kinokassen besser klingeln.


    Ich hab gestern endlich mal The Dark Knight gesehen und fand ihn gut, aber zu lang. Im Sinne von zu viele Längen am Schluss, es wiederholt sich einfach nach meinem Gefühl irgendwann und wird etwas langatmig.

  • Ich hab mir letzten Sonntag "The Social Network" angeguckt, also den Facebook-Film.
    Fand ihn wirklich sehenswert, vor allem waren die Schauspieler waaaahnsinnig charismatisch (selbst Justin Timberlake, hätt ich ihm garnicht zugetraut). Der Film macht es mir fast unmöglich, Mark Zuckerberg unsympathisch zu finden, zudem ist er grad mal 6 Jahre älter als ich, faszinierend ._.
    Im übrigen ist der Film ja auch von David Fincher, deswegen konnte er theoretisch garnicht schlecht sein ;)

    [CENTER][SIZE=1]Man läuft Gefahr, ein bisschen zu weinen, wenn man sich hat zähmen lassen.[/SIZE]
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  • Gestern und heute zu ende geguckt: Remember me.
    Weiß noch nicht ganz was ich davon halten soll, die Geschichte ansich ist ziemlich gut und die Schauspieler gefallen mir auch ziemlich. Und das Ende ist...krass. Aber irgendwas fehlt mir, weiß auch nciht so genau was. Sollte mir den Film nochmal angucken.

    [RIGHT][SIZE=3]Mache niemanden zu deiner Priorität,
    der dich nur zur Option macht.[/SIZE]
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  • Hab diese Woche "Das weiße Band" von Michael Haneke gesehen und muss sagen ich war echt .. fertig.


    Musste oft schlucken und war zuerst etwas verwirrt von den Charakteren, weil ich einfach nicht verstanden habe, warum sie so handeln. Besonders die Kinder.
    Aber wenn man ein wenig darüber nachdenkt, kann man ihre Taten schon ein wenig verstehen.
    Und ich möchte mir gar nicht vorstellen in so einer Zeit gelebt zu haben. Wie viel Hass sich in einem aufstaut, wenn man sich gegen keine Ungerechtigkeit wehren kann.


    Boah, hab noch immer ein wenig Gänsehaut.



    Und Paranormal Activities 2 im Kino: ich hab mich noch nie so gefürchtet, liegt wahrscheinlich daran, dass alles so real wirkt. Und das man eigentlich immer weiß, dass etwas passiert, aber trotzdem eine gewisse Unvorsehbarkeit da ist. Freiwillig guck ich mir den nicht mehr an.

    Gewinner ?!


  • Und Paranormal Activities 2 im Kino: ich hab mich noch nie so gefürchtet, liegt wahrscheinlich daran, dass alles so real wirkt. Und das man eigentlich immer weiß, dass etwas passiert, aber trotzdem eine gewisse Unvorsehbarkeit da ist. Freiwillig guck ich mir den nicht mehr an.


    Habe den Film vor 3 Stunden im Kino gesehen.
    Nunja... ich muss sagen, SO gruselig fand ich ihn nicht. Gruselig waren nur ein paar Schock-Momente. Zum Beispiel die Stelle, als Kristi in der Küche saß und auf einmal alle Schränke aufgingen. War aber irgendwie vorhersehbar.
    Das Heftigste war für mich eh das Ende.


    Vielleicht empfand ich ihn auch nicht als so gruselig, weil die Leute im Kino dauerhaft gelacht haben. "Haha, das Kleinkind wird wie aus geisterhand aus dem Bettchen gehoben, das ist ja SO lustig!!!!111" oder jedesmal als die Überwachungsbilder des Pools gezeigt wurden, mit dem Poolreinigungsgerät. Das ist ja SO lustig -.- .
    Im Prinzip kein schlechter Film, aber er hätte noch ein wenig gruseliger sein können ;D

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  • Gestern Abend gesehen:
    Paranormal Activity 2
    Ich fand den wirklich sehr gruselig.


    Die Szene in der

    war zusammen mit dem Ende am Heftigsten, würd ich sagen. Meine Freundin und ich haben uns ein paar Mal echt erschrocken. Ich mochte die Charaktere hier lieber als die im 1. Film, und dass ein Kleinkind involviert war, machte das alles eh noch viel intensiver, man wurde viel mehr reingezogen. Außerdem fand ich's cool, dass PA2 ein Prequel zu PA1 ist, man das aber erst relativ spät so richtig erklärt bekommt.



    Letzten Freitag gesehen:
    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 1
    Das ist für mich der beste Film der Reihe.

    war bewegend, ich bin froh, dass sie die nicht weggelassen haben. Viele Leute haben sich ja drüber beschwert, dass nicht viel passiert während Harry und Hermine im Wald sind, und dass der Film da Längen hat, aber ich finde das gut. So kommt die apathische, depressive Stimmung des Buches rüber.
    Es gibt so schöne Landschaftsaufnahmen, ständig denkt man, "davon hätte ich gern ein riesiges Poster". :)
    Die Musik war großartig. Doof ist, dass man als Nicht-Leser sicher öfters auf dem Schlauch stand. Meine Familie hatte jedenfalls nach dem Film noch ein paar Fragen offen, die im Film nicht erklärt wurden.
    Das Ende war genau an der richtigen Stelle.

  • Oh, ich geh nächste Woche in den neuen Harry Potter, und freu mich schon rießig drauf.


    Ich hab gestern Ponyo geguckt. Das neue Ghibli-Meisterwerk. Und ich sage bewusst Meisterwerk. Ist nach den letzte Filmen mal wieder uuunglaublich schön!
    Kann ich nur jedem, der bisher von den Ghibli-Filmen begeistert war oder sie einfach gern geschaut hat, wieder ans Herz legen.
    Und die Charaktere waren ja sehr faszinierend, wirklich. Am tollsten waren die alten Damen im Altersheim, haha. Sehr sehr schön und harmonisch.
    Sahnehäubchen war für mich (mal wieder) die Musik von Joe Hisaishi. Da ging einem das Herz auf.


    Werd' ihn mir auch demnächst auf DVD holen. ♥

    [CENTER][FONT="Tahoma"][SIZE="2"]Es werde Licht sprach der Boss und es war sofort hell
    Ein Licht das gleich jede Sonne bestimmt
    Es scheint als singt er für dich ganz allein und speziell
    Er sieht dich an und du bist wie gelähmt.


    Hallo Leute, der Herr B ist zurück![/SIZE][/FONT][/Center]

  • Letztens "Drachenzähmen leicht gemacht", soooo ein süßer und toller Film! Und sehr cool, dass sie so nordisch sprechern :D

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  • Oh Drachenzähmen leicht gemacht ist so ein toller Film. Ich bin sowieso ein Fan von Animationsfilmen, aber der war richtig klasse!


    Ich war jetzt auch schon 2 mal in Rapunzel neu verföhnt, und fand den auch großartig! Man findet die Charaktere von Anfang an unheimlich sympathisch! Dazu natürlich den Animations-Humor was die Tiere anging und auch wieder sehr schöne Lieder :)


    Also ich kann ihn wirklich nur empfehlen.

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  • Ich war jetzt auch schon 2 mal in Rapunzel neu verföhnt, und fand den auch großartig! Man findet die Charaktere von Anfang an unheimlich sympathisch! Dazu natürlich den Animations-Humor was die Tiere anging und auch wieder sehr schöne Lieder :)


    Also ich kann ihn wirklich nur empfehlen.



    Das stimmt! Ich find den Film auch großartig! Man denkt sich ja zuerst "ne ist sicher was nur für kinder" aber überhaupt nicht. Eigentlich muss ich sagen das die meisten Pointen auf Erwachsene ausgerichtet waren. Endlich mal ein Film den ich mir sicher mal auf DVD kaufen werde. :D

    [SIZE=4]Für Shakespeare ist die Liebe eine Krankheit, die oft genug zum Tode führt. Je länger ich lebe, desto mehr bin ich geneigt ihm zu glauben... [/SIZE]

  • ich hab letztens erst soul kitchen gesehen und kann ihn nur absolut empfehlen. sehr cool gemachter film. ich muss ja gestehen ich steh sehr auf gute deutsche filme, und dieser gehört auf jedenfall zu meinen favoriten

  • Black Swan


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    Nina Sayers (Natalie Portman) wünscht sich, die Doppelrolle des weißen und des schwarzen Schwans in einer Aufführung von Tschaikowskis "Schwanensee" an einem New Yorker Ballett zu spielen. Als sie die bereits vergebene Rolle unerwarteterweise doch noch bekommt, ist sie überglücklich. Es beginnt eine Obsession, die Nina in eine tiefe psychische Krise stürzt.
    Nina wohnt bei ihrer Mutter, deren Ballettkarriere an der Geburt ihrer Tochter gescheitert ist. Nun will die Mutter ihre einstigen großen Pläne durch Nina verwirklichen, engt sie dabei aber ein und schadet ihr durch ihre Fürsorge mehr als ihr zu nützen. Nina legt selbstverletzendes Verhalten (wofür die Mutter keinerlei Verständnis hat) und eine Essstörung an den Tag. Beides wird relativ grafisch dargestellt.
    Trotz großer Anstrengungen schafft Nina es es im Verlauf der Proben nicht, den verführerischen schwarzen Schwan mit genügend Ausstrahlung darzustellen. Sie ist zu diszipliniert, technisch perfekt und kühl, worüber der Direktor des Balletts (Vincent Kassel) sich wiederholt beschwert. Nina kommt damit nicht gut klar. Sie übt in jeder freien Minute und zerbricht sich den Kopf darüber, wie sie besser werden kann.
    Zu allem Überfluss muss sie feststellen, dass ihre Kollegin Lily (Mila Kunis), die in allen Belagen das Gegenteil von Nina darstellt, viel besser für den schwarzen Schwan geeignet ist. Trotzdem geht Nina einmal mit Lily aus und hat eine gute Zeit. Als Lily schließlich als Zweitbesetzung für Nina eingestellt wird, beginnt Nina sie zu verdächtigen. Sie glaubt, dass Lily sie ausbooten will. Von da an fängt Nina an auf verschiedenste Arten und Weisen zu halluzinieren. Man stellt fest, dass ihre Besessenheit sie langsam verrückt werden lässt, und sie vor nichts zurückschreckt, um ihre Rolle perfekt zu machen.


    Wer einen Ballettfilm oder einen Frauenfilm erwartet, ist hier falsch.
    Die zurückhaltenden schwarz/weiß/pastellrosa-Töne, die sich durch den Film ziehen, stehen im Kontrast zu der überbordenden, hoffnungslosen Psyche von Nina. Als Zuschauer wird man am Anfang zwar noch an die Hand genommen und bekommt bei relativ langsamem Tempo einige beeindruckende Ballettproben inklusive grandiosem Make-up und Kostümen zu sehen, Eye-Candy, das zwar nicht allzu fröhlich rüberkommt, aber keine große Gefahr erahnen lässt. Ab der Mitte des Films weiß man aber, dass die Perspektive der Protagonistin keine vertrauenswürdige Perspektive ist. Was ist Halluzination, was ist echt? Wem können wir glauben? Ist Lily hinter Ninas Rolle her oder nicht? Teilweise hat man wirklich Angst davor, was als nächstes passieren wird und will nur, dass die Aufführung möglichst bald und möglichst schmerzfrei über die Bühne geht, weil man ernsthaft um die Protagonistin besorgt ist und möchte, dass sie endlich ihre Ruhe findet. Gnadenlos bekommt man Ninas psychischen Niedergang vor Augen geführt, und es ist kein Spaß. Es geht ganz schön an die Nieren. Das ist für viele Filme was Schlechtes, für einen Psychothriller aber genau das Richtige.


    Mila Kunis hat mich in diesem Film wirklich beeindruckt. Ihre lebenslustige und forsche Lily ist zwar ganz anders als die unterkühlte Nina. Aber weil sie die Leidenschaft hat, die Nina fehlt, kann man Lily trotz ihrer mangelnden balletttechnischen Begabung als echte Rivalin ernst nehmen und sich so einen Reim aus Ninas psychischen Störungen machen.
    Vincent Cassel, der Thomas Leroy, den Direktor des Balletts spielt, versprüht trotz (meiner Meinung nach) wirklich enormer Hässlichkeit eine ganze Menge Charisma und man kann nachvollziehen, dass Nina seine Kritik ernst nimmt. Trotzdem ist auch er keine positive Figur. Er scheut selbst vor sexuellen Übergriffen nicht zurück, um Nina dazu zu bringen, sich mit ihrer dunklen Seite auseinanderzusetzen um als schwarzer Schwan überzeugen zu können.
    Über Natalie Portmans Leistung muss man glaub ich nichts sagen.. jeder, der sie in Hautnah, Where the Heart is, New York I Love You oder Garden State gesehen hat, weiß, dass sie zu den Besseren gehört, und das ohne sich anzustrengen. Portmans Nina ist nach außen hin eine ruhige, edle, dabei sehr begabte und unermüdlich arbeitende Frau, aber ihr Inneres steckt in einem furchterregenden Ausnahmezustand fest, woran spätestens ab dem letzten Drittel des Films kein Zweifel mehr bleibt.